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Moin Moin von der Baltic Bay! Das schönste am Norden ist … Baltic Bay Clinical Consulting 57 (fifty seven). Die Erfahrungen aus 30 Jahren  angewandter klinischer Forschung, aus klinischer ambulanter und stationärer psychotherapeutischer Tätigkeit, aus  Beratungsaktivitäten und der Entwicklung und Umsetzung von verhaltensmedizinischen  Behandlungskonzepten, aus einer fundierten  Lehr- und Ausbildungspraxis und aus der Entwicklung und Umsetzung von  Publikationen für die praktische klinische Arbeit von Psychotherapeuten sind bei Baltic Bay Clinical Consulting 57 (fifty seven) eine gute und Erfolg versprechende Verbindung eingegangen. Wenn Andere reden und sich in Grundsatzdiskussionen erschöpfen packt Baltic Bay Clinical Consulting 57 (fifty seven) Probleme bei der Wurzel und entwickelt konkrete und umsetzbare Handlungskonzepte in der Gesundheitsversorgung und begleitet die Lösungsansätze bis sie von selbst schwimmen …, laufen …, springen …, arbeiten können. Dabei fehlt nie der kritische Blick auf propagierte Daten und "Fakten" der Gesundheitsscene. Nur allzu leicht werden gesundheitsbezogene Trends in die Welt gesetzt und sie entpuppen sich nicht selten als Scheinergebnisse zur Sicherung der eigenen Interessen. "Die Wahrheit ist die Meinung (Lüge), auf die man sich geeinigt hat" (Chinesisches Sprichwort). Baltic Bay Clinical Consulting 57 (fifty seven) sagt / zeigt / beweist Ihnen, was Sache ist und wie es erfolgreich weitergehen kann!  
Beratung  
Beratung Die Beratungsleistungen von Baltic Bay Clinical Consulting basieren auf langjährigen Erfahrungen in der Planung und praktischen Umsetzung der avisierten Beratungsbereiche. Die dabei angewandten methodischen Herangehensweisen unterscheiden sich bei den nachstehend aufgeführten Bereichen erheblich. Benchmarkingprozeduren erfordern eher längerfristig angelegte Aktivitäten von der Installation von Dokumentationsinhalten und Dokumentationsprozeduren bis hin zu methodisch zuverlässigen Vergleichsprozeduren und der Vermittlung von Handlungskonsequenzen aus den jeweiligen Ergebnissen. Konzeptsupervisionen sind verbunden mit mehrtägigen Hospitationen von Baltic Bay Clinical Consulting in den Einrichtungen, der Erstellung von Sachstandsberichten und der Entwicklung von Optimierungsprozeduren – falls erforderlich. Beratungen im Rahmen der  Entwicklung von Versorgungskonzepten beginnen in der Regel mit einer Sichtung der Versorgungslandschaft in dem avisierten Indikationsbereich, umfassen die Beschreibung von kompletten Behandlungsangeboten bis hin zu einer begleitenden Praxisgestaltung und der Einarbeitung des jeweiligen Fachpersonals. Hierbei kommen sowohl stationäre Konzepte in Betracht als auch tagesklinische und ambulante Behandlungsansätze.  
Datenschutz  
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Impressum  
Impressum Baltic-Bay Clinical Consulting Professor Dr. phil. Dipl.-Psych. Manfred Zielke Lange Koppel 10 24248 Mönkeberg Telefon: +49.431.239 99 90 Telefax: +49.431.239 99 91 Mobil:    +49.173.606 25 99 E.Mail: zielke@baltic-bay-clinical-consulting.de            mzielke@pabst-publishers.com Internet: www.baltic-bay-clinical-consulting.de  Oder Sie schreiben uns eine E-Mail über das Kontakt-Formular. Copyright © 2011 Alle Rechte vorbehalten - die auf diesem Server bereitgestellten Informationen, Layouts und Gestaltungselemente sind an das Urheberrecht gebunden. Ohne die schriftliche Genehmigung durch Baltic - Bay Clinical Consulting ist es untersagt, Inhalte dieses WWW-Servers teilweise oder komplett zu vervielfältigen oder auf andere Art zu verwenden. Haftungshinweis Sämtliche Informationen und Angaben wurden sorgfältig recherchiert und aufbereitet. Wir übernehmen jedoch keine Garantie für die Korrektheit und Vollständigkeit der Informationen. Für jeglichen Schaden, der direkt oder indirekt in Zusammenhang mit der Nutzung, dem Missbrauch oder der Funktionalität dieses WWW-Servers oder der darin angebotenen Informationen steht, übernehmen wir keinerlei Haftung. Verweise auf andere Internet-Auftritte sind nicht als Empfehlung für das jeweilige Unternehmen, dessen Produkte oder Dienstleistungen zu verstehen. Realisierung Content-Management-System: Typo3 Screendesign: Rot-Stich Grafik Design Webdesign: Computer Rundum  
Früherkennung Dresden  
Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Störungen – Ergebnisse eines Frühinterventionsprogramm der Gmünder Ersatzkasse und der AHG Klinik Waren 3. Nationaler Präventionskongress  vom 27. Bis zum 28. November 2009 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Posterpräsentation) Manfred Zielke2, Albrecht Schumacher1, Otmar Kristof1 1 AHG-Klinik Waren 2 Baltic Bay Clinical Consulting,  Mönkeberg (bis 8/2009 Wissenschaftsrat der AHG AG Problemstellung: Die Krankheitsanamnesen von Patienten mit psychischen Erkrankungen betragen nach wie vor etwa 7 Jahre bis zum Beginn qualifizierter psychotherapeutischer Behandlungen. Solche Krankheitskarrieren sind mit enormen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Zielsetzung: Zur Prävention von Chronifizierungsprozessen wurde zwischen der Gmünder Ersatzkasse (GEK) als Leistungsträger und der AHG Klinik Waren ein „Intensivprogramm zur Risikomodifikation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen“ entwickelt und umgesetzt. Methode: Versicherten der GEK mit beginnenden Krankschreibungen infolge ausgewählter psychischer Erkrankungen (F-Diagnosen) wurde die Möglichkeit eröffnet, eine sechswöchige stationäre Behandlung nach dem vorgenannten Konzept zu absolvieren. Die Wirksamkeit der Intervention wurde mit Hilfe eines Kontrollgruppenplans während drei Folgejahren untersucht. Ergebnisse und Bewertung: 300 Patienten nahmen an der Frühintervention teil. Die der Behandlung vorausgehende Krankheitsdauer betrug lediglich noch 4,4 Jahre. Innerhalb des ersten Jahres nach der Manifestation der Symptomatik wurden 51,8%  der Patienten erreicht. Die Effektstärken zur Verringerung der Depressivität sind mit ES=0,76 ausgesprochen hoch. Im 3-Jahreskatamnesezeitraum ergeben sich starke Unterschiede  im Vergleich zur Kontrollgruppe im Medikamentenverbrauch und bei den Krankschreibungen (Arbeitsunfähigkeit, Krankenhausaufenthalte). Der Anteil der Renten wegen Erwerbsunfähigkeit war um über 30% geringer als in der Kontrollgruppe. Das Frühinterventionsprogramm mit einem aktiven Zugehen auf die Betroffenen erweist sich als hoch wirksam, kostensparend und präventiv. Literatur Schumacher A, Kristof O, Zielke M (2011) Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Erkrankungen – Struktur, Indikation, Ergebnisse. In Zielke M (Hrsg.) Indikation zur stationären Behandlung und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Herder F, Glahn N (2000) „Intensivprogramm zur Risikomodifikation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (IPR). Therapiekonzept als spezifisches Leistungsangebot für die GEK“ Internes Programmkonzept.  
1982 bis 1987  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (1982-1987) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 1982 Zielke M (1982) (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer. Zielke M (1982) Diagnostik in der klientenzentrierten Psychotherapie (Einzeltherapie). In Zielke M (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer, 106-127. Zielke M (1982) Fragebogen zur Erfassung der symptomspezifischen Veränderungskontrollerwartung (SVKE). In Zielke M (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer, 252-280. Zielke M (1982) Laientherapie. In Bastine R, Fiedler P A, Grawe K, Schmidtchen S, Sommer G (Hrsg) Grundbegriffe der Psychotherapie. Weinheim: Edition Psychologie, 232-235. Zielke M (1982) Probleme und Ergebnisse der Veränderungsmessung. In Zielke M (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer, 41-59. Zielke M (1982) Supervision. In Bastine R, Fiedler P A, Grawe K, Schmidtchen S, Sommer G (Hrsg) Grundbegriffe der Psychotherapie. Weinheim: Edition Psychologie, 403-406. Zielke M, Borchardt W (1982) Dauerdialysebehandlung: Psychologisch-soziale Grundlagen einer medizinischen Langzeittherapie. Kiel und Bad Dürkheim: Selbstverlag. 1983 Sturm J, Zielke M (1983) Klinische Verhaltenstherapie in der Psychosomatik: Therapiekonzept, Organisationsstruktur und Dokumentation einer klinischen verhaltenstherapeutischen Einrichtung. Düsseldorf: Schriftenreihe der GPT e.V. Bd. 8. Zielke M (1983) Eine Bedingungsanalyse zur Entwicklung der Gesprächspsychotherapie. In Tscheulin D (Hrsg) Beziehung und Technik in der klientenzentrierten Psychotherapie. Weinheim: Beltz, 140-152. Zielke M, Brühne C (1983) Modellversuch "Gesundheitsberatung durch Ärzte". Ergebnisse und Schlußfolgerungen aus den Kursleiterinterviews zum Fortbildungsprogramm. Köln: Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung in der BRD. 1984 Franke B, Brühne C, Zielke M (1984) "Gesundheitsberatung durch Ärzte" Kursleitermanuale und Begleithefte zum Trainingsprogramm des Zentralinstituts der kassenärztlichen Versorgung in der BRD.  
1988 bis 1993  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (1988-1993) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 1988 Franke B, Brühne-Scharlau C, Zielke M (1988) Manual der ärztlichen Fortbildung zum Modellversuch. In Koch U, Bengel J (Hrsg) Gesundheitsberatung durch Ärzte - Ergebnisse eines Modellversuchs in Hamburg und in der Pfalz. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der BRD Bd. 32, Köln: Deutscher Ärzteverlag, 257-455. Leidig S, Zielke M (1988) Verlauf einer Krankenkarriere am Beispiel einer Blepharospasmusbehandlung. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 1, 28-33. Rey E R, Reiser N, Stumpf G, Zielke M (1988) Krankheitsbewältigung bei psychosomatischen Patienten mit unterschiedlicher Erkrankungsdauer. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 1, 38-44. Sturm J, Zielke M (1988) Chronisches Krankheitsverhalten: Die klinische Entwicklung eines neuen Krankheitsparadigmas. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 1, 17-27. Sturm J, Zielke M (1988) Verhaltenstherapie im Spannungsfeld zwischen therapeutischer Strategie und sozialer Wirklichkeit. In Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) Die Entzauberung des Zauberbergs. Dortmund: Verlag modernes lernen, 27-50. Zielke M (1988) Die Entzauberung des Zauberbergs. In Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) Die Entzauberung des Zauberbergs. Dortmund: Verlag modernes lernen, 11-26. Zielke M (1988) Kosten-Nutzen-Analysen bei stationären psychosomatischen Behandlungen. In Lösl F, Skowronek H (Hrsg) Beiträge der Psychologie zu politischen Planungs- und Entscheidungsprozessen. Weinheim: Deutscher Studienverlag, 105-116. Zielke M (1988) Stationäre Rehabilitation mit Rentenbewerbern. In Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) Die Entzauberung des Zauberbergs. Dortmund: Verlag modernes lernen, 375-388. Zielke M, Sturm J, Mark N (1988) Der Gesamtbehandlungsplan einer verhaltenstherapeutischen Klinik. In Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) Die Entzauberung des Zauberbergs. Dortmund: Verlag modernes lernen, 245- 268. Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) (1988) Die Entzauberung des Zauberbergs: Therapeutische Strategie und soziale Wirklichkeit. Dortmund: Verlag modernes lernen. 1989 Zielke M (Hrsg) (1989) Kosten-Nutzen-Analysen im Gesundheitswesen. Themenheft der Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd. 7. Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M (1989) Kosten- Nutzen-Analysen im Gesundheitswesen: Ein sozialwissenschaftlicher Trend oder ein Weg zur Sicherstellung rationaler Entscheidungsgrundlagen ?. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 7, 129-131. Zielke M, Mark N (1989) Psychosomatische Erkrankungen. Die Betriebskrankenkasse 77, 387-401. Zielke M, Mark N (1989) Besondere Aspekte von Klinik und Forschung in der angewandten Verhaltensmedizin. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 6, 112-130. Zielke M, Mark N (1989) Effizenz und Effektivität stationärer psychosomatischer Behandlungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 7, 132-147. 1990 Gottfried W, Olivet H P, Zielke M (1990) "Äpfel und Birnen": Klinisch-medizinische Aspekte der Adipositastherapie. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 102-116. Klein M, Zielke M (1990) Einführungstraining für Patienten einer verhaltensmedizinischen Klinik. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 211-220. Kommer D, Lambert M, Möhr I, Trierweiler A, Zielke M (1990) Zur Prävalenz sexueller Funktionsstörungen bei Patienten, die wegen anderweitiger psychosomatischer oder psychischer Störungen stationär behandelt werden. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 147-167. Lohmeier C, Fertsch C, Zielke M (1990) Versuch einer clusteranalytischen Klassifikation von Herzneurotikern. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 117-146. Platz S, Zielke M, Trierweiler A (1990) Evaluation einer Gruppentherapie zur Behandlung sexueller Funktionsstörungen von Frauen in einem stationären Behandlungssetting. In Zielke M, Mark N (1990) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Sspringer, 417-437. Stadler S, Zielke M, Gottfried W, Olivet H P (1990) Selbstkontrollprogramm zur stationären Behandlung der Adipositas permagna. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 264-275. Zielke M, Lieb H (1990) Sucht- und Abhängigkeitsprobleme bei psychosomatischen Erkrankungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 10, 81-92. Zielke M, Olivet H P (Hrsg) (1990) Adipositas: Grundlagen und Problembereiche. Themenheft der Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd. 11. Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M, Olivet H P (1990) Problemstellungen in der Diagnostik und Therapie der Adipositas. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 11, 149-150. Zielke M, Mark N (Hrsg) (1990) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer. Zielke M, Mark N (1990) Auf dem Weg zu einer angewandten Verhaltensmedizin. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 3-11. Zielke M, Olivet H P, Dehmlow A (1990) Verhaltensmedizinische Eingangsparameter bei stationär aufgenommenen Patienten mit Adipositas. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 11, 180-188. Zielke M, Mark N (1990) Besondere Aspekte von Klinik und Forschung in der angewandten Verhaltensmedizin. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 8-21. Zielke M, Jahrreiss R, Kirschner H G, Leidig S, Mark N, Ott E, Schwarz D, Spörkel H, Sturm J (1990) Kooperatives Forschungsprojekt zur Effektivitäts- und Effizenzmessung in der stationären verhaltensmedizinischen Rehabilitation. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 438-474. Zielke M, Köpfle M, Stadler S, Olivet H P, Gottfried W (1990) Evaluation eines Selbstkontrollprogramms für die stationäre Adipositasbehandlung. In Zielke M, Mark N (Hrsg) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer, 340-380. Zielke M, Reich I (1990) Komorbidität nach DSM-III-R bei Patienten mit Adipositas. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 11, 195-205. 1991 Fischer U, Zielke M (1991) Prävalenz von Schlafstörungen bei Patienten mit neurotischen und psychosomatischen Störungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 15, 189-197.                                  Köpfle M, Zielke M (1991) Evaluation stationärer Adipositasbehandlung. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 13, 40-53. Zielke M (1991) Sexueller Mißbrauch: Das stille Leiden als besondere Herausforderung  an Selbsthilfegruppen, Psychotherapeuten und Ärzte. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 14, 76-82. Zielke M, Ecker D, Graf B, Mempel S, Scheidt B, Tempel-Griebe H (Hrsg) (1991) Grenzverletzungen: Sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung. Themenheft der Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd. 14 Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M, Schairer U (Hrsg) (1991) Adipositas: Therapeutische Konzepte und Evaluation. Themenheft der Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd. 13  Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M, Schairer U (1991) Einführung in die Problemstellungen der Therapie und Evaluation der Adipositas. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 13, 4-5. 1992 Zielke M (1992) Diagnostik: Von der Beziehung zur Klassifikation - oder umgekehrt? In Fett A (Hrsg) Diagnostik in der ambulanten Suchtkrankenhilfe. Freiburg: Lambertus, 10-27. Zielke M (1992) Psychologische Behandlung in der Psychosomatik. In  Weber-Falkensammer (Hrsg) Psychologische Therapieansätze in der Rehabilitation. Stuttgart: Gustav Fischer Verlag, 23-60. Zielke M (1992) Rehabilitationswissenschaftliche Aspekte und Forschungsbedarf in der stationären angewandten Verhaltensmedizin. In VDR (Hrsg) Abschlußberichte der Reha-Kommission Band VI (Forschung und Lehre), 277-304. Zielke M, Anhäuser K (1992) Empirische Validierung eines Narzißmusfragebogens und seine Verwendung bei der Evaluation stationärer Verhaltenstherapie. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 18, 123-145. Zielke M, Mark N (1992) Verhaltenstherapie. In Adler R, Bertram W, Haag A, Herrmann J M, Köhle K, von Uexküll T (Hrsg) Integrierte Psychosomatische Medizin in Praxis und Klinik. 2.völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Schattauer, 369-398. 1993 Hagen P, Zielke M (1993) Prävention und Rehabilitation im Regierungsbezirk Chemnitz. Eine Pilotstudie im Auftrag der AOK Chemnitz. Saarbrücken: Institut für Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation. Projektbericht Band 1. Missel P, Zielke M (Hrsg) (1993) Dokumentation in der medizinischen Rehabilitation. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd. 24. Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M (1993) Basisdokumentation in der stationären Psychosomatik. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 24, 218-226. Zielke M (1993) Wirksamkeit stationärer Verhaltenstherapie. Psychologie Verlags Union: Weinheim. Zielke M, Sturm J (1993) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie unter besonderer Berücksichtigung der Angststörungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 23, 141-155.  
1994 bis 1999  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (1994-1999) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 1994 Broda M, Braukmann W, Dehmlow A, Kosarz P, Schuhler P, Siegfried S, Zielke M (1994) Epidemiologische Daten zur Beschreibung des Klientels psychosomatischer Kliniken - Eine Auswertung von 10 Jahren Basisdokumentation. In Fachausschuß Psychosomatik des AHG Wissenschaftsrates (Hrsg) Basisdokumentation in der Verhaltensmedizin. Verhaltensmedizin Heute Bd.2,19-35. Dehmlow A, Zielke M (1994) Einflußfaktoren auf die Verweildauer. In Fachausschuß Psychosomatik des AHG Wissenschaftsrates (Hrsg) Basisdokumentation in der Verhaltensmedizin. Verhaltensmedizin Heute Bd.2,43-47. Gottfried W, Olivet H P, Zielke M (1994) Klinisch-medizinische Aspekte der Adipositastherapie. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 592-609. Klein M, Zielke M (1994) Einführungstraining für Patienten einer verhaltensmedizinischen Klinik. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 279-285. Lieb H, Zielke M, Jäger I (1994) Patienten mit Suchtproblemen in einer psychosomatischen Klinik. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 805-815. Pfeiffer M, Frank U, Zielke M (1994) Co-Therapie. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 461-470. Zielke M (1994) Basisdokumentation in der stationären Psychosomatik. In Fachausschuß Psychosomatik des AHG Wissenschaftsrates (Hrsg) Basisdokumentation in der Verhaltensmedizin. Verhaltensmedizin Heute Bd.2,11-17. Zielke M (1994) Basisdokumentation in der stationären Psychosomatik. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 995-1007. Zielke M (1994) Der Bezugstherapeut in der stationären Verhaltenstherapie. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 305-332. Zielke M (1994) Entwicklung der stationären Verhaltenstherapie. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 7-27. Zielke M (1994) Förderung und Entwicklung antidepressiven Verhaltens in der stationären Behandlung. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch der Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 473-498. Zielke M (1994) Förderung und Entwicklung interaktionellen Problemlöseverhaltens in Gruppen. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 345-360. Zielke M (Hrsg) (1994) Gruppentherapie in der Verhaltenstherapie: Grundlagen und Standardgruppen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd. 21 Dortmund: Verlag modernes lernen. Zielke M  (1994) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre  Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union. Zielke M (1994) Qualitätssicherung in der stationären Behandlung Abhängigkeitskranker. Qualitätssicherungsmodelle und deren Folgen. Verhaltensmedizin Heute, Schriftenreihe des Wissenschaftsrates der AHG, 1, 3-9. Zielke M (1994) Rehabilitationsforschung in der stationären angewandten Verhaltensmedizin bei psychischen Erkrankungen. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 1016-1031. Zielke M (1994) Sexueller Mißbrauch: Das stille Leiden als besondere Herausforderung an Selbsthilfegruppen, Psychotherapeuten und Ärzte. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 754-762. Zielke M (1994) Verhaltensmedizinische Aspekte der stationären Depressionsbehandlung. In Hautzinger M (Hrsg) Verhaltenstherapie bei Depressionen.Röttger-Schneider Verlag: Baltmannsweiler, 62-104. Zielke M (1994) Zielsetzungen und Funktionen der Gruppentherapie in der stationären Behandlung. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 333-344. Zielke M, Hagen P (1994) Ambulante Rehabilitation. Vorschläge zu Maßnahmen der ambulanten Rehabilitation für die AOK-Chemnitz: Abschlußbericht. Saarbrücken: Institut für Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Projektbericht Band 11. Zielke M, Kosarz P, Leidig S, Weidhaas H J (1994) Motorische Störungen - Behandlungskonzepte unter besonderer Berücksichtigung des Torticollis spasmodicus  und des Blepharospasmus. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 882-901. Zielke M, Lieb H (1994) Ambulante Vorbereitung auf stationäre Maßnahmen. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 274-278. Zielke M, Mark N (1994) Struktur der therapeutischen Versorgung. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 250-264. Zielke M, Sturm J (1994) Chronisches Krankheitsverhalten: Entwicklung eines neuen Krankheitsparadigmas. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 42-60. Zielke M, Sturm J (Hrsg) (1994)  Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union. 1995 Missel P, Zielke M (Hrsg) (1995) Rehabilitationsziel: Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit - Klinische und empirische Ergebnisse aus der psychosomatischen Rehabilitation. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd. 32, Verlag modernes lernen: Dortmund. Zielke M (1995) Arbeitsbelastungen und Krankheitsverläufe bei Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 32, 271-281. Zielke M (1995) Veränderungen der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als Kriterien zur Beurteilung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit stationärer Verhaltenstherapie. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 30, 104-130. Zielke M, Dehmlow A, Broda M, Carls W, Höhn U, Jahrreiss R, von Keyserlingk H, Kosarz P, Limbacher K, Meermann R, Missel P, Schuhler P, Siegried J, Sobottka B (1995) Ermittlung prognostischer Indikatoren für die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf der stationären Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 30, 139-147. Zielke M, Wagner A (1995) Veränderungen der Krankheitsbewältigung in der psychosomatischen Rehabilitation und deren prognostische Bedeutung für die Langzeitveränderungen durch stationäre Verhaltenstherapie. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 31, 198-213. 1996 Fachausschuß Psychosomatik des AHG Wissenschaftsrates (Hrsg) (1996) Patiententherapiepläne in der medizinischen Rehabilitation von psychosomatischen Erkrankungen. Verhaltensmedizin Heute, Bd. 6. Funke W, Zielke M (Hrsg) (1996) Arbeiten lernen in der medizinischen Rehabilitation – Zur Wiederherstellung und Stabilisierung der Erwerbsfähigkeit bei Suchterkrankungen. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd.  33, Verlag modernes lernen, Dortmund. Funke W, Zielke M (1996) Erwerbsfähigkeit – Heilige Kuh, gesellschaftliche Forderung oder sinnstiftende menschliche Qualität? Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 33, 4-5. Zielke M (1996) Adipositas: Verhaltenstherapie. In Senf W, Broda M (Hrsg) Praxis der Psychotherapie. Ein integratives Lehrbuch für Psychoanalyse und Verhaltenstherapie. Georg Thieme Verlag: Stuttgart (398-403). Zielke M (1996) Die Wirksamkeit der Behandlung von Alkoholabhängigen. Sucht aktuell, 4, 4-8. 1997 Hagen P,  Zielke M, Zander G, Dehmlow A (1997) Die Bedeutung von Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Praxis    Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 39, 4-11. Meermann R, Zielke M (Hrsg) (1997) Schweregrad und Behandlungsdauer in der medizinischen Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 37. Psychologie Verlags Union: Weinheim. Rademacher F J, Zielke M (1997) Qualifizierte Rehabilitation sichert den Standort Deutschland. In Jeschke H A, Lang J R (Hrsg) Rehabilitation im Umbruch. Entwicklungschancen und Zukunftsrisiken. Baumann Fachzeitschriftenverlag: Kulmbach (405-412). Zielke M (1997) Entwicklungsschritte zu einer guten Klinik. Unternehmenskultur und Qualitätsverständnis in der Rehabilitation Abhängigkeitskranker: Von der Konfession zur Profession. In Fachverband Sucht (Hrsg) Das „Beste“ für den Suchtkranken. Versorgungsstrukturen und Marktprinzipien. Schriftenreihe des Fachverbandes Sucht. Neuland Verlag: Geesthacht, 84-114. Zielke M (1997) Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit PatientInnen nach sexueller Gewalterfahrung und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung.In Amann G, Wipplinger R (Hrsg) Sexueller Mißbrauch. Überblick zu Forschung, Beratung und Therapie. Ein Handbuch. DGVT verlag: Tübingen, 623-637. Zielke M, Dehmlow A, Wülbeck B, Limbacher K (1997) Einflußfaktoren auf die Behandlungsdauer bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 37, 22-56. Zielke M, Hagen P, Zander G, Dehmlow A, Glahn, N (1997) Gesundheitsberichterstattung für das Berichtsjahr 1995. Das Kreuz mit dem Kreuz: Die Bedeutung von Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates in der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Verhaltensmedizin heute – Schriftenreihe des AHG Wissenschaftsrat, Hilden. Zielke M, Zander G, Dehmlow A (1997) Basisdokumentation im Bereich der medizinischen Rehabilitation von orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 39, 12-24. 1998 Zielke M (1998) Entwicklung und Begründung eines Modells zur Analyse des Arbeits- und Leistungsprozesses. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 41, 13-28. Zielke M  (Hrsg) (1998) Komorbidität von Sucht und Psychosomatik - Perspektiven für die klinische Behandlungspraxis Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation. Bd. 47, Psychologie Verlags Union, Weinheim. Zielke M (1998) Kosten-Nutzen-Aspekte somatoformer Störungen. In  Margraf  J, Neumer S, Rief  W  (Hrsg) Somatoforme Störungen - Ätiologie, Diagnose und Therapie. Heidelberg, Springer, 69-94. Zielke M, Dehmlow A (1998) Wiederherstellung und Sicherung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen nach stationärer medizinischer Rehabilitation Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 44, 77-86. Zielke M, Dehmlow A, Limbacher K, Carls W (1998) Patienten mit Suchtmittelproblemen in der stationären psychosomatischen Behandlung: Prävalenz und Behandlungsverläufe. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 47, 25-33. Zielke M, Irle H (Hrsg) (1998) Integration ins Berufsleben nach medizinischer Rehabilitation, Bd. 42, Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Psychologie Verlags Union, Weinheim. 1999 Dehmlow A,  Zielke M, Limbacher K (1999) Konzeptionelle Gestaltung und Ergebnisse eines Entlassungsfragebogens nach stationärer Verhaltenstherapie. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 45, 28-34. Schwartz F W, Bitzer E M, Dörning H, Grobe T, Krauth C, Schlaud M, Schmidt T, Zielke M (1999) Gutachten: Gesundheitsausgaben für chronische Krankheit in Deutschland – Krankheitskostenlast und Reduktionspotentiale durch verhaltensbezogene Risikomodifikation. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (1999) Adipositas: Verhaltenstherapie. In W Senf und M Broda (Hrsg) Praxis der Psychotherapie. Stuttgart, Thieme (2. Aufl.), 505-510. Zielke M (1999) Direkte und indirekte Veränderungsmessung bei Interventionsansätzen - Methoden und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 45, 3-13. Zielke M (1999) Kosten-Nutzen-Aspekte in der psychosomatischen Rehabilitation. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, 9/10, 49, 361 - 367. Zielke M, Dehmlow A, Veith A, Willutzki U (Hrsg) (1999) Methodische Ansätze und Erfahrungen zur Erfolgs- und Veränderungsmessung in Klinik und Praxis. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd. 45, Psychologie Verlags Union, Weinheim.  
2000 bis 2002  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (2000-2002) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 2000 Leidig S, Zielke M  (Hrsg.) (2000) Arbeitsplatzbezogene Psychosomatik. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd. 50, Pabst Science Publishers, Lengerich.Zielke M (2000) Macht Arbeit krank? Neue Anforderungen im Arbeitsleben und Krankheitsrisiken. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 50, 13-27. Zielke M (2000) Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei Angststörungen: Grundsätze und Erfahrungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 49, 3-15. Zielke M (2000) Verringerung der Krankheitskosten durch verhaltensmedizinische Risikomodifikation bei Herzkreislauferkrankungen. In Verband Deutscher Rentenversicherungsträger VDR (Hrsg.) (2000). 9. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Individualität und Reha-Prozess. DRV-Schriften Band 20, Frankfurt/M., 123-124. Zielke M,  Leidig S. (Hrsg.) (2000) Spezifische Aspekte bei der Behandlung von Angststörungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation Bd.  49. Pabst Science Publishers, Lengerich.   Zielke M, Pitz W, Limbacher K, Carls W (2000) Komorbidität bei Angststörungen in der Klinik. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 49, 16-25. 2001 Zielke M (2001) Effekte stationärer Verhaltenstherapie bei depressiven Erkrankungen. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation(S. 83-106). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2001) Entwicklung und Begründung eines Analysemodells des Arbeits- und Leistungsprozesses. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation (S. 629-667). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2001) Krankheitskosten für psychosomatische Erkrankungen in Deutschland und Reduktionspotentiale durch psychotherapeutische Interventionen. In Deter H. C.  (Hrsg.) (2001) Psychosomatik am Beginn des 21.  Jahrhunderts. Chancen einer biopsychosozialen Medizin (S. 582-602). Huber, Bern. Zielke M (2001) Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei Angststörungen. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation (S.107-135). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Dehmlow A, Limbacher K, Carls W (2001) Patienten mit Suchtmittelproblemen in der stationären psychosomatischen Behandlung. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation (S. 335-353). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg) (2001) Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Pitz W, Limbacher K, Carls W (2001) Komorbidität bei Angststörungen in der Klinik. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation (S. 136-156). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Zander G, Hagen P, Dehmlow A (2001) Das Kreuz mit dem Kreuz: Die Bedeutung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. In Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg), Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation (S. 501-517). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Kopf-Mehnert C. (Hrsg.) (2001) Der Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens VEV –  Wissenschaftliche und klinische Erfahrungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation Heft 53. Lengerich, Pabst Science Publishers. Zielke M & Kopf-Mehnert C (2001) 22 Jahre wissenschaftliche und klinische Erfahrungen mit dem Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 53, 3-6. Zielke M & Kopf-Mehnert C (2001) Der VEV-R-2001: Entwicklung und testtheoretische Reanalyse der revidierten Version des Veränderungsfragebogens des Erlebens und Verhaltens (VEV). Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 53, 7-19. Zielke M, Borgart E J,  Carls W, Herder F, Kirchner F, Kneip V, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Lippert S, Meermann R, Reschenberg I & Schwickerath J (2001) Krankheitsverhalten und sozialmedizinische Problemstellungen bei Patienten vor dem Beginn stationärer Verhaltenstherapie - Projektbericht Nr. 1 im Katamneseprojekt Psychosomatik: „Langzeitveränderungen im Gesundheitsverhalten (Ressourcenverbrauch) bei Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen und stationärer verhaltensmedizinischer Behandlung unter besonderer Berücksichtigung arbeits- und berufsbezogener Problemstellungen. Kooperatives Katamneseprojekt zwischen der DAK-Hauptverwaltung in Hamburg und den Psychosomatischen Fachkliniken Bad Dürkheim, Bad Pyrmont und Berus im AHG-Wissenschaftsrat. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Missel P, Schneider B & Herder F (2001) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualitätssicherung, Schwerpunktthema: Qualitätsmanagement in der Rehabilitation, 96, Heft 1, 43-52. Zielke M, Missel P, Schneider B & Herder F (2001) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Sucht aktuell, 2, 22-28. 2002 Zielke M, Carls W, Evertz P, Missel P, Schultz K, Gass S (2002) Qualitätsstandards und Qualitätsanforderungen in den besten verhaltensmedizinischen Kliniken. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 59, 244-258. Zielke M, Missel P, Schneider B, Herder F (2002) Quality assessment by patients as a method for securing the quality of the rehabilitation of persons addicted to alcohol]. Zeitschrift für Ärztliche Fortbildung und  Qualitätssicherung, 96 (1), 43-51.  
Publikationen ab 2003  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (ab 2003) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 2003 Zielke M, Leidig S (2003) Time pressure, inadequate wages, fear of unemployment. When work causes illness. Münchner Medizinische Wochenzeitschrift Fortschritte der Medizin 1, 145 (18), 28-32. Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) (2003) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2003) Das Ende der Geborgenheit: Ist die Gefährdung nunmehr allgegenwärtig? In Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen (S. 9-18). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Carls W (2003) Problemkonstellationen und Konzeptansätze zur Betreuung und Behandlung von Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen. In Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen (S. 19-32). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2003) Leitfaden der Vereinten Nationen zur Stressbewältigung in Friedensmissionen und daraus abgeleitete Programme und Massnahmen. In Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen (S. 170-181). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2003) Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patienten nach Gewalterfahrungen und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung. In Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen (S. 550-566). Pabst Science Publishers, Lengerich. 2004 Schwickerath J, Carls W, Zielke M, Hackhausen W (Hrsg.) (2004) Mobbing am Arbeitsplatz. Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte. Pabst Science  Publishers, Lengerich. Zielke M (2004) Diagnostik und Differentialdiagnostik des Mobbinggeschehens. In Schwickerath J, Carls W, Zielke M, Hackhausen W (Hrsg.) Mobbing am Arbeitsplatz. Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte (S. 41-75). Pabst Science  Publishers, Lengerich. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Carls W, von Keyserlingk H, Vogelgesang M (Hrsg.) (2004) Verhaltensexzesse und Störungen der Impulskontrolle. Pathologisches Glücksspielen – Behandlungskonzepte und Erfahrungen in der stationären medizinischen Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 66. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Herder, F, Missel P (2004) Sozialmedizinische Problemstellungen bei Patienten mit pathologischem Glücksspielverhalten in der stationären Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 66, 69-8. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Krankheitsverhalten , Ressourcenverbrauch und sozialmedizinische Problemstellungen bei Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen im Vorfeld stationärer verhaltensmedizinischer Behandlungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 66, 125-54. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (Hrsg) (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie der psychosomatischen Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 67, Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Evaluation stationärer verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation auf der Basis objektiv erfassbarer Krankheitsdaten (Arbeitsunfähigkeitsgeschehen, Aufenthalte im Akutkrankenhaus) bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 67, 169-192. 2005 Stapel M, Zielke M, Hoff-Emden H (2005) Qualitätsbeurteilungen stationärer medizinischer Rehabilitationsmassnahmen durch Kinder und Jugendliche. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 24-29. Stapel M, Zielke M, Hoff-Emden H (2005) VEV-K: Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens für Kinder und Jugendliche für die Altersgruppen bis 12 Jahre (VEV-K-12) und bis 17 Jahre (VEV-K-17).  Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 51-60. Vogel H, Schowalter M, Wolf H, Zielke M, Hoff-Emden H (Hrsg.) (2005) Medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Aktuelle wissenschaftliche und klinische Aspekte. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Themenschwerpunkt Heft 68. Pabst Science Publishers, Lengerich. Vogel H, Zielke M, Hoff-Emden H (2005) Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten – Vernachlässigte Patientengruppen in der medizinischen Rehabilitation? Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 3-4. Vogelgesang M, Schuhler P, Zielke M (Hrsg.) (2005) Essstörungen. Klinische Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Bischofberger B, Hoff-Emden H (2005) Stressbelastungen und Problembereiche bei Kindern und Jugendlichen im Vorfeld von stationären Rehabilitationsmassnahmen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 30-50. Zielke M (2005) Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungsverläufen bei Patientinnen mit Essstörungen. In Vogelgesang M, Schuhler P, Zielke M (Hrsg.) Essstörungen. Klinische Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen (S. 179-198). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Carls W (2005) Häufigkeit und Veränderungen der Arzneimitteleinnahme bei Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation. In Linden M, Müller W E (Hrsg) Rehabilitationspsychopharmakologie (S. 37-42). Deutscher Ärzteverlag, Köln. Limbacher K, Leidig S, Zielke M (Hrsg.) (2005) Arbeitsbezogene Prävention und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Klinische und wissenschaftliche Grundlagen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation. Themenschwerpunkt, Heft 69. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Ciric B, Leidig S (2005) Risikotypen bei arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern und deren Bedeutung für Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse in der psychosomatischen Rehabilitation. In Limbacher K, Leidig S, Zielke M (Hrsg.) (2005) Arbeitsbezogene Prävention und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Klinische und wissenschaftliche Grundlagen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 69, 206-217. 2006 Leidig S, Limbacher K, Zielke M (Hrsg.) (2006) Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (Hrsg.) (2006) Kosten- Nutzen der psychosomatischen Rehabilitation aus gesundheitsokonomischer Perspektive. Supplement der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 2-2006. Zielke M, Ciric B (2006) Risikotypen bei arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern und deren Bedeutung für Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse in der psychosomatischen Rehabilitation. In Müller-Fahrnow W, Hansmeier T, Karoff M (Hrsg) (2006) Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (S. 463-474). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Leidig, S, Ciric B (2006) Risikotypen bei arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern und deren Bedeutung für Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse in der psychosomatischen Rehabilitation. In Leidig S, Limbacher K, Zielke M (Hrsg.) (2006) Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements (S. 284-297). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M. Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. In Müller-Fahrnow W, Hansmeier T, Karoff M (Hrsg) (2006) Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (S. 193-206). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M. Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 72, 184-188. Zielke M (Hrsg.) (2006) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten – Konzepte, Entwicklungen und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation. Themenschwerpunkt Heft 71. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Carls W, Evertz P, Missel P, Schultz K (2006) Zur Konfundierung zwischen den Qualitätsstandards einer Rehabilitationsklinik und den Qualitätsbefragungen durch Patienten. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 3-11. Zielke M et mult al. (2006) „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten (QbP)“ – Konzeptionelle Gestaltung  und Implementierung eines Entlassungsfragebogens nach verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 12-16. Zielke M, Dehmlow A, Herder F, Schmid F (2006) Gütekriterien des Fragebogens „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten „QbP“ auf der Grundlage von stationären Behandlungsverläufen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 18-26.   Zielke M, Missel P, Schneider B, Herder F (2006) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 27-34. Zielke M (Hrsg.) (2006) Behandlungsfallgruppen in der stationären medizinischen Rehabilitation -  Berichte und Ergebnisse aus Konzeptwerkstätten. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 74. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2006) Entwicklung differenzieller Behandlungszeitkorridore für die stationäre medizinische Rehabilitation auf der Basis einer Schweregradstratifizierung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 74, 301-308. 2007 Zielke M (2007) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Psychologische Medizin, 18-1, 35-43. Zielke M (2007) Kosten-Nutzen-Analysen und Return of Investment der psychosomatischen Rehabilitation. In DRV-Bund (Hrsg.) Effektivität und Effizienz der Rehabilitation. Ergebnisbericht zum Rehaforum 2006 der Deutschen Rentenversicherung Bund (S. 134-174). Berlin. Zielke M (2007) Qualitätssicherung in der stationären Psychotherapie – Zur Konfundierung zwischen den Qualitätsstandards einer Klinik für Psychotherapie und den Qualitätsbefragungen durch Patienten. Psychologische Medizin 18-2, 38-47. Zielke M (2007) Stationäre Psychotherapie und medizinische Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen aus gesundheitsökonomischer Perspektive. In Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (Hrsg.) Stand und Perspektiven der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland (S. 41-99). Hauer und Ege, Stuttgart. Zielke M (2007) Alkoholassoziiertes Krankheitsgeschehen nach Entgiftungen im Akutkrankenhaus und nach stationären Rehabilitationsmassnahmen unter einer altersbezogenen Perspektive. Sucht aktuell, 14-2, 18-25. Zielke M, Holschbach U, Reschenberg I, Herder F, Weissinger V (2007) Krankheitsverläufe von Versicherten nach stationären Entwöhnungsbehandlungen auf der Basis von Sekundärdaten der DAK. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Supplement 2007. Pabst Science Publishers, Lengerich. 2008 Zielke M (2008) Störungsspezifität im kognitiv-behavioralen Behandlungsmodell. In Schmidt-Ott G, Lamprecht F, Wiegand-Grefe S, Jacobi C, Paar G, Meermann R (Hrsg) Rehabilitation in der Psychosomatik (S. 110-131). Schattauer, Stuttgart. Zielke M (2008) Kosten-Nutzen der psychosomatischen Rehabilitation aus gesundheitsökonomischer Perspektive. In Schmidt-Ott G, Lamprecht F, Wiegand-Grefe S, Jacobi C, Paar G, Meermann R (Hrsg) Rehabilitation in der Psychosomatik (S. 399-444). Schattauer, Stuttgart. Zielke M, Schwickerath J, Carls W (Hrsg) (2008) Behandlungskrisen und der Umgang mit schwierigen Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation – Strategien, Erfahrungen, Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 79, Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2008) Versuch einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Schwierigkeiten in der Behandlung von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im stationären Setting. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 79, 3-7. Zielke M (2008) Patientenfallgruppen in der medizinischen Rehabilitation am Beispiel der Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung depressiver Störungsbilder. In Müller-Fahrnow W, König H H (Hrsg) Fallgruppen in der medizinischen Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 80, 143-160. Zielke M (2008) Interaktionelles Problemlöseverhalten in Gruppen – Konzepte, klinische Erfahrungen und Hinweise zur Gestaltung und Förderung instrumenteller Gruppenbedingungen. In Knott H (Hrsg) Gruppentherapie. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 81, 18-28. Zielke M (2008) Störungsspezifische Behandlungskonzepte in der stationären Verhaltenstherapie. In Knott H (Hrsg) Gruppentherapie. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 81, 29-43. Zielke M (2008) Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster für nicht Erwerbstätige (AVEM-NE). 2009 DRV Bund (Hrsg) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“ (S. 108-110). DRV Schriften Band 77. Zielke M (2008) Benchmarking in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen auf der Basis von Qualitätsbeurteilungen durch Patienten mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren (direkte Vergleiche, risikoadjustierte Vergleiche). DRV Bund (Hrsg) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“ (S. 153-154). DRV Schriften Band 77. Zielke M (2008) Schweregraddifferenzierungen nach dem Ressourcenverbrauch in den konsekutiven Folgejahren nach einer medizinischen Rehabilitation bei Alkoholabhängigen und langfristige Krankheitsverläufe. DRV Bund (Hrsg) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“ (S. 486-487). DRV Schriften Band 77. 2009 Rademacher T, Zielke M (2009) Traumatischer Stress in der Handelsschifffahrt – Entwicklung eines Curriculums für nautisches Führungspersonal zur Krisenintervention nach Extrembelastungen. Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Wittmann W (Hrsg) (2009) Behandlungsdauer und Behandlungsergebnisse: Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapie- und Rehabilitationsforschung. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 83. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2009) Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungs- und Rehabilitationsverläufen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Ergebnisse langfristiger Prozessanalysen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 83, 8-46. Zielke M (Hrsg) (2009) Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Psychotherapie und deren Ansätze zur Überwindung. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 84. Pabst Science Publishers, Lengerich.  Zielke M (2009) Versorgungsforschung im Brennpunkt. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 84, 83. Zielke M (2009) Die psychotherapeutische Ambulanz im Vorfeld und im Nachgang stationärer verhaltensmedizinischer Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen in der Psychosomatik – Differenzielle Zuweisungen und Krankheitsverläufe. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 84, 84-108.   Zielke M, Pellarin M (Hrsg) (2009) Essstörungen und kein Ende. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 85. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke, Hoff-Emden H, Pellarin M (2009) Ergebnisbeurteilungen stationärer medizinischer Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen auf der Basis des VEV-K als Grundlage für ein klinikinternes Benchmarking. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 85, 186-195. 2010 Bitzer EM, Dörning H, Lorenz C, Kristof O, Zielke M (2010) Effekte eines Interventionsprojektes in der stationären psychosomatischen Behandlung unter dem Aspekt einer ergebnisabhängigen Finanzierung mit einem Bonus-Malus System.  DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 500-501). DRV Schriften Band 88.                                                                           Dörning H, Bitzer, EM, Lorenz C, Zielke M (2010) Effekte eines Interventionsprojektes zur stationären Behandlung bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 465-467). DRV Schriften Band 88. Zielke M (2010) Technik der Leitung verhaltenstherapeutischer Gruppen. In Tschuschke V (Hrsg) Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 74-84). Thieme, Stuttgart. Zielke M (2010) Verhaltenstherapie in Gruppen.  – Teil II. In Tschuschke V (Hrsg) Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 287-289). Thieme, Stuttgart.   Zielke M (2010) Gruppenbehandlung in speziellen Settings: Verhaltensmedizinische Rehabilitation in der Psychosomatik. In Tschuschke V (Hrsg) Praxis Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 164-168). Thieme, Stuttgart. Zielke M, Schumacher A, Kristof O (2010) Ergebnisparameter der unmittelbaren Behandlungseffekte eines Früherkennungs- und Frühinterventionsprogramms bei psychischen Erkrankungen in Bezug auf klinisch-psychologische Kriterien. DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 464-465). DRV Schriften Band 88. Zielke M (2010) Sozialmedizinische und gesundheitsökonomische Effekte eines Früherkennungs- und Interventionsprogramms bei psychischen Erkrankungen in Verbindung mit einem „Pay-For-Performance“ Ansatz. Ergebnisbericht zur 3. Forschungswerkstatt „Stationäre Psychotherapie“ in Mainz am 11. Juni 2010. 2011 Schumacher A, Kristopf O, Zielke M (2011) Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Störungen – Erste Ergebnisse zu einem Frühinterventionsprogramm der Gmünder Ersatzkasse und der AHG Klinik Waren. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (S. 571-590). Pabst Science Publishers, Lengerich Zielke M (Hrsg) (2011) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der Alltagspraxis. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Grundsätze und Erfahrungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Entwicklung einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Behandlungsschweregraden zur Bildung von Patientenfallgruppen in der stationären Verhaltenstherapie am Beispiel der Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung depressiver Störungsbilder. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Leidig S (2011) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Bäppler M (2011) Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich.  
Publikationen ab 2010  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (2010 - 2011) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 2010 Bitzer EM, Dörning H, Lorenz C, Kristof O, Zielke M (2010) Effekte eines Interventionsprojektes in der stationären psychosomatischen Behandlung unter dem Aspekt einer ergebnisabhängigen Finanzierung mit einem Bonus-Malus System.  DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 500-501). DRV Schriften Band 88. Dörning H, Bitzer EM, Lorenz C, Zielke M (2010) Effekte eines Interventionsprojektes zur stationären Behandlung bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 465-467). DRV Schriften Band 88. Zielke M (2010) Technik der Leitung verhaltenstherapeutischer Gruppen. In Tschuschke V (Hrsg) Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 74-84). Thieme, Stuttgart. Zielke M (2010) Verhaltenstherapie in Gruppen.  – Teil II. In Tschuschke V (Hrsg) Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 287-289). Thieme, Stuttgart. Zielke M (2010) Gruppenbehandlung in speziellen Settings: Verhaltensmedizinische Rehabilitation in der Psychosomatik. In Tschuschke V (Hrsg) Praxis Gruppenpsychotherapie – Von der Indikation bis zu Leitungstechniken (S. 164-168). Thieme, Stuttgart. Zielke M, Schumacher A, Kristof O (2010) Ergebnisparameter der unmittelbaren Behandlungseffekte eines Früherkennungs- und Frühinterventionsprogramms bei psychischen Erkrankungen in Bezug auf klinisch-psychologische Kriterien. DRV Bund (Hrsg.) 19. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Innovation in der Rehabilitation – Kommunikation und Vernetzung“ (S. 464-465). DRV Schriften Band 88. Zielke M (2010) Sozialmedizinische und gesundheitsökonomische Effekte eines Früherkennungs- und Interventionsprogramms bei psychischen Erkrankungen in Verbindung mit einem „Pay-For-Performance“ Ansatz. Ergebnisbericht zur 3. Forschungswerkstatt „Stationäre Psychotherapie“ in Mainz am 11. Juni 2010. 2011 Schumacher A, Kristof O, Zielke M (2011) Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Störungen – Erste Ergebnisse zu einem Frühinterventionsprogramm der Gmünder Ersatzkasse und der AHG Klinik Waren. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (S. 571-590). Pabst Science Publishers, Lengerich Zielke M (Hrsg) (2011) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der Alltagspraxis. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Grundsätze und Erfahrungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Entwicklung einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Behandlungsschweregraden zur Bildung von Patientenfallgruppen in der stationären Verhaltenstherapie am Beispiel der Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung depressiver Störungsbilder. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M (2011) Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Leidig S (2011) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Bäppler M (2011) Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten. In Zielke M (Hrsg) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich.  
Publikationen ab 2012  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (2012 - heute) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 2013 Zielke M, Schwickerath J (Hrsg.) (2013) Pathologisches Glücksspielen und Internet-Krankheit. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 91, 16. Jg 2013, Heft 1,  3-7.  
Vorträge  
Vorträge Die Vorträge von Baltic Bay Clinical Consulting beziehen sich generell auf den gesamten Tätigkeitsbereich. Aktuelle Vortragsthemen sind: Konzepte und Entwicklungen der Verhaltensmedizin in der Behandlung und Rehabilitation psychischer Erkrankungen BBCC  Ref 01 Chronisches Krankheitsverhalten – Entwicklung und Begründung eines neuen Krankheitsparadigmas BBCC  Ref 02 Interaktionelles Problemlöseverhalten in Gruppen – Konzepte, klinische Erfahrungen und Hinweise zur Gestaltung und Förderung instrumenteller Gruppenbedingungen BBCC Ref 03 Störungsspezifische Behandlungskonzepte in der klinischen Verhaltenstherapie BBCC Ref 04 Krankheitsschweregrade bei psychischen Erkrankungen und die Entwicklung von Behandlungsfallgruppen BBCC Ref 05 Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie bei der Behandlung psychischer Erkrankungen BBCC Ref 06 Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapieforschung: Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungsverläufen BBCC Ref 07 Prävention bei Vorläufersymptomen von psychischen Erkrankungen BBCC Ref 08 Früherkennung und Risikomodifkation in der Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen BBCC Ref 09 Benchmarking in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen auf der Basis von Qualitätsbeurteilungen durch Patienten mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren (direkte / risikoadjustierte Vergleiche) BBCC Ref 10 Downsizing in Unternehmen und Krankheitsentwicklungen BBCC Ref 11 Die Bedeutung der Arbeitswelt für die Krankheitsentwicklung bei psychischen Erkrankungen und deren Berücksichtigung in der Psychotherapie BBCC Ref 12 Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen – Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen BBCC Ref 13 Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patientinnen nach sexueller Gewalterfahrung und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung BBCC Ref 14 Die Gesundheitsversorgung in Deutschland – Struktur, Aufgaben, Krankheitsdaten der verschiedenen Versicherungssysteme BBCC Ref 15 Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der Alltagspraxis BBCC Ref 16 Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei psychischen Erkrankungen -  Grundsätze und Erfahrungen BBCC Ref 17 Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen BBCC Ref 18 Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen BBCC Ref 19 Indikation zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der spezifischen Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten BBCC Ref 20 Was kennzeichnet eine beste Klinik? Qualitätsstandards und Qualitätsanforderungen in den besten verhaltensmedizinischen Kliniken BBCC Ref 21 Konzepte und Entwicklungen der Verhaltensmedizin in der Behandlung und Rehabilitation psychischer Erkrankungen BBCC Ref 01 Es werden die wesentlichen Elemente der Konzeptentwicklungen der angewandten Verhaltensmedizin dargestellt und begründet. Eine besondere Rolle bei der Sicherstellung der Integration zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Interdisziplinarität ist das Bezugstherapeutenkonzept. Insbesondere im stationären Bereich kommt es vor allem darauf an, einen kognitiv-behavioralen Einstieg von Anfang an sicherzustellen etwa in Form von strukturierten Einführungstrainings. Eine weitere wesentliche Rolle spielt die Konzeptualisierung des „Chronischen Krankheitsverhaltens“ als konzeptleitendes Merkmal bei der Diagnostik und bei der Konkretisierung der individuellen Veränderungsziele. Als Motor der raschen Verbreitung der Verhaltensmedizin können die erfolgreichen Bemühungen zur Entwicklung störungsspezifischer Behandlungsbausteine gelten. Aus einer fruchtbaren Verbindung zwischen der Arbeitsmedizin mit der Arbeits- und Organisationspsychologie ist die angewandte klinische Arbeits- und Organisationspsychologie hervorgegangen. Angewandte Forschungsfragestellungen erfordern angewandte Fragestellungen und dienen vor allem dazu, die Praxis der Versorgung merkbar zu verbessern. Der Transport gesicherten Handlungswissens in die diversen Fachgremien und an interessierte Kollegen und Kolleginnen kann nur über eine fundierte „Veröffentlichungs“-Arbeit erfolgen. Diese muss jedoch den spezifischen Anforderungen in der praktischen Arbeit der Psychotherapie genügen. Chronisches Krankheitsverhalten – Entwicklung und Begründung eines neuen Krankheitsparadigmas BBCC Ref 02 Von chronischem Krankheitsverhalten spricht man, wenn das subjektive Krankheitsgefühl und das daraus resultierende Verhalten in keiner angemessenen Relation zu den medizinischen Befunden stehen. Das bedeutet, dass sich Patienten kranker fühlen und sich auch entsprechend kranker verhalten, als es nach Würdigung der aktuellen medizinischen Befunde gerechtfertigt wäre. Dabei haben sich oftmals die Folgerungen, die der Patient in seinem Denken, Fühlen und Handeln im Zusammenhang mit seinen Beschwerden für sich gezogen hat, als eigene spezifische Verhaltensauffälligkeit gewissermaßen verselbständigt. Es wird der Begründungshintergrund dieses Konzeptes beschrieben und die spezifischen Verhaltensbereiche des chronischen Krankheitsverhaltens an Hand von klinischen Fallvignetten erläutert. Aus diesen Verhaltensauffälligkeiten werden die Veränderungsziele zum Krankheitsverhalten abgeleitet und an Beispielen dargelegt. Letztendlich dient die Konzeption des chronischen Krankheitsverhaltens auch dazu, sachbezogene Indikationsstellungen für die stationäre und ambulante Behandlung von psychischen Erkrankungen zu treffen. Interaktionelles Problemlöseverhalten in Gruppen – Konzepte, klinische Erfahrungen und Hinweise zur Gestaltung und Förderung instrumenteller Gruppenbedingungen BBCC Ref 03 Problemlösegruppen (PLG´s) sind zentrale Planungs- und Steuerungsinstrumente in der stationären Verhaltenstherapie. Die Indikationsschwellen zur Teilnahme an solchen Gruppen werden in der Regel im stationären Bereich so niedrig angesetzt, dass etwa 80% aller Patienten daran teilnehmen (können). Es werden die Grundzüge des interaktionellen Problemlösens in Gruppen beschrieben und die verschiedenen Aufmerksamkeitsbereiche für den Gruppenverhaltenstherapeuten dargestellt. Dabei wird besonders auf die Gestaltung und Förderung der instrumentellen Gruppenbedingungen Bezug genommen. Störungsspezifische Behandlungskonzepte in der klinischen Verhaltenstherapie BBCC Ref 04 Die Verbindung von kognitiven Aspekten bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und der Behandlung von Krankheiten mit behavioralen Ansätzen zur Therapie und Rehabilitation für spezifische Erkrankungen oder behandlungsrelevante Problembereiche von Erkrankungen hat zu einem ungeahnten Aufschwung in der Entwicklung klinischer Behandlungskonzepte geführt. In diesem Referat wird auf der Basis eines klinischen und wissenschaftlichen Kriterienkataloges eine Übersicht erstellt, welche spezifischen Versorgungskonzepte zuverlässig und anwendungssicher - quasi in Serienreife – in die verhaltensmedizinisch orientierte Versorgung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen integriert werden können bzw. sollten. Weiterhin werden gemeinsame Konzeptelemente störungsspezifischer kognitiv-behavioraler Modelle beschrieben und anhand von ausgewählten Beispielen erläutert. Krankheitsschweregrade bei psychischen Erkrankungen und die Entwicklung von Behandlungsfallgruppen BBCC Ref 05 Obwohl vom Begriff her häufig verwendet gibt es kaum Ausarbeitungen zum Schweregrad von Erkrankungen. Hierzu werden systematische Überlegungen angestellt, die berücksichtigen, dass Schweregradklassifikationen immer zweckgebunden erfolgen. Wenn man einen Veränderungsanspruch als Klassifikationszweck annimmt, erscheint es möglich Kriterien zu definieren, die zunächst einmal unabhängig von einem konkreten Behandler zu sehen sind und sie zu unterscheiden von Schweregradkriterien, die erst in der Interaktion mit einem tatsächlichen Behandler zu beobachten sind. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, Krankheitsgruppen zu unterscheiden, die in ihrer Vorgeschichte verschiedene Handlungskreisläufe durchlebt haben und in Abhängigkeit davon unterschiedliche Indikatoren für Krankheitsschweregrade aufweisen. Dies gilt sowohl für den Begutachtungsprozess vor Beginn von Behandlungen als auch für die Interaktionen im Behandlungsgeschehen. Auf der Basis der Jahrgangsstichprobe 2003 von Patienten aus der stationären verhaltensmedizinischen psychosomatischen Rehabilitation werden Einflussfaktoren ermittelt, die mit der Dauer der stationären Behandlung im Zusammenhang stehen und es werden auf dieser Grundlage differenzielle Behandlungszeitfenster vorgeschlagen, die es ermöglichen, die Behandlungsschweregrade unter der Perspektive des zeitlichen Behandlungsaufwandes stärker zu berücksichtigen. Als wesentliche Einflussfaktoren hinsichtlich der stationären Behandlungsdauer ergeben sich die Behandlungsdiagnosen, die Komorbidität, das Lebensalter der Patienten und die Krankheitsdauer. Diese klinisch und theoretisch erwarteten Einflussgrössen trennten unter Beachtung der Cutoff-Kriterien „Isolierte Störung/zwei oder mehr F-Diagnosen“, „Alter bis 35/über 35 Jahre“, und „Dauer seit Erstmanifestation bis zu einem Jahr/zwei und mehr Jahre“ innerhalb der Diagnosen deutlich zwischen kürzeren und längeren Behandlungsdauern. Unter Beachtung der erstrangigen Behandlungsdiagnosen und der Kriterienkombinationen erfolgt eine Zuordnung zu sechs Behandlungszeitkorridoren. Die gefunden Zusammenhänge stimmen gut mit den bisherigen Analysen überein. Die ausgewählten Kriterien liegen weitgehend als objektive Information vor und unterliegen keiner Ermessensentscheidung. Sie ermöglichen eine rationale Zuordnung zu differenziellen Behandlungszeitfenstern, die den Behandlungserfordernissen ausreichend Rechnung tragen. Die Häufigkeiten der Merkmalskombinationen in einer grösseren Patientenkohorte erlauben ebenfalls eine fiskalische Planung des Behandlungsaufwandes. Abschliessend werden Behandlungskorridore für die Behandlung von Patienten mit depressiven Erkrankungen vorgeschlagen und ausgehend von einer vierwöchigen „Kernbehandlung Antidepressives Verhalten“ zeitliche und inhaltlich Differenzierungen des Behandlungsaufwandes vorgenommen und die jeweiligen Behandlungsleistungen und deren zeitliche Abfolge beschrieben. Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie bei der Behandlung psychischer Erkrankungen BBCC Ref 06 Die gesundheitspolitische Diskussion zur Reduktion der Krankheitskosten richtet ihr Hauptaugenmerk darauf, durch eine verstärkte Reglementierung der Zugangswege zur ärztlichen Versorgung und durch erhöhte Direktfinanzierungen von ärztlichen Leistungen das Inanspruchnahmeverhalten der Versicherten zu verändern. Es muss bezweifelt werden, dass die Versicherten dadurch bereits gesünder werden. Gesundheitspolitische Entscheidungen, bei denen die Versorgungsstruktur im Vordergrund steht, verstellen den Blick auf das einzig wichtige und entscheidende Kriterium gesundheitsbezogener Versorgung: Die Ergebnisqualität. Ergebnisqualität ist nicht Alles, aber ohne Ergebnisqualität ist alles Nichts! In dem vorliegenden Referat über ein kooperatives Forschungsprojekt im Verbund von drei renommierten verhaltensmedizinischen Kliniken für psychische und psychosomatische Erkrankungen mit der Arbeitsgruppe Vorsorge und Rehabilitation der DAK in Hamburg und der Universität Mannheim steht die Ergebnisqualität im Focus des Interesses und es wird aufgezeigt, dass ergebnisorientierte Behandlungskonzepte der Verhaltensmedizin und der medizinischen Rehabilitation bei psychosomatisch erkrankten Patienten mit teilweise langen Behandlungskarrieren in ihrer Vorgeschichte auch gesundheitsökonomisch Sinn macht. Die Patienten und Patientinnen sind auch zwei Jahre nach der stationären Therapie noch gesundheitlich stabilisiert und sie haben ihr Krankheitsverhalten wesentlich verändert. Sie haben gelernt, Problemlösungen aktiv anzugehen; dies macht sie unabhängiger von medizinischen Versorgungssystem, sodass auch der Ressourcenverbrauch wesentlich vermindert werden konnte. Opportunitätsanalysen zeigen, dass die „Investition“ von 1,00 EURO in eine qualifizierte verhaltensmedizinische Behandlung einen volkswirtschaftlichen Nutzen („Ertrag“) von 3,79 EURO zur Folge hat. Ergebnisorientierte Qualitätssicherung sollte einen wesentlich höheren Stellenwert in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion erhalten! Die Verwendung von „harten“ Krankheitsdaten wie das AU-Geschehen oder die Krankenhausbehandlungen erfordert eine spezifische Erhebungsmethodik und eine Kooperation und Abstimmung zwischen verschiedenen Interessengruppen wie z.B. Behandlungseinrichtungen, Sozialversicherungsträgern und Wissenschaftlern. Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapieforschung: Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungsverläufen BBCC Ref 07 Seit 1985 wurde die stationäre Behandlungsdauer zur Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen in einem durchgehenden Trend mehr als halbiert. Wenn man die fehlende wissenschaftliche Bearbeitung dieses Themas und die wenigen öffentlichen Reaktionen von Versorgungseinrichtungen ins Blickfeld rückt, entsteht der Eindruck, dass diese Verkürzungen ohne Einbußen bei der Ergebnisqualität geblieben sind. Die durchgeführten Zeitreihenanalysen von 22 Behandlungsjahrgängen von PatientInnen aus der stationären Psychosomatik zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Behandlungsverkürzungen seit dem Ankerjahrgang 1985 und den korrespondierenden Behandlungsergebnissen. Die erstmals auf dieses Problemfeld angewandte Methode der „Alerting Correlation“ unterstützt dieses Ergebnis durch einen andersartigen methodischen Zugang. Kontrastierend hierzu bleibt der Chronifizierungsgrad der klinischen Symptomatiken weitgehend stabil. Es wird empfohlen, diagnosebezogene Behandlungszeitfenster für die stationäre Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen festzulegen mit der Möglichkeit zur Adaptation dieser Zeitfenster um weitere behandlungsrelevante Merkmale, die sich aus der empirischen Verlaufsforschung ergeben haben wie z.B. das Lebensalter der Patientinnen, weitere psychische Erkrankungen (F-Diagnosen) und die Krankheitsdauer. Prävention bei Vorläufersymptomen von psychischen Erkrankungen BBCC Ref 08 Der bisherige § 31 im SGB VI „sonstige Leistungen“ wurde durch die DRV bislang nahezu ausschließlich im Rahmen der stationären Heilbehandlung von Kindern und Jugendlichen angewendet. Die Adaption dieses Paragraphen und die Ausformung gemeinsamer Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung über medizinische Leistungen für Versicherte, die eine besonders gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung ausüben, eröffnet ein Interventionsfenster, Versicherte in präventive Maßnahmen einzubinden, die zwar noch nicht psychisch oder organisch erkrankt sind, bei denen jedoch erste Störungen vorliegen in Verbindung mit individuellen Risikofaktoren und Kontextfaktoren. Unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen wie z.B. beginnende Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme, psychische Beeinträchtigungen und individueller verhaltensbedingter Faktoren wurden Problembereiche identifiziert, die zwar einerseits angelehnt sind an die klassischen Krankheitsbilder der ICD-10, jedoch von der Definition her „präklinische“ Symptomatiken beschreiben. Die Interventionen umfassen allgemeine wie auch spezielle, auf die individuelle Gesundheitsgefährdung und auf den Arbeitsplatz bezogene gesundheitsfördernde Maßnahmen. Nach der Festlegung der Strukturelemente zur Präventionsangeboten wurden Konzepte zu 14 Problembereichen entwickelt. Diese umfassen eine Beschreibung der Problembereiche und Verhaltensmuster im Übergang von Vorläufersymptomatiken zu klinischer Manifestation und Chronifizierung einschließlich möglicher Screeningverfahren, Behandlungs- und Veränderungsziele bei risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensbereichen sowie eine Systematisierung des Präventionsprogramms einschließlich der Wochenstundenpläne. Es wird eine Übersicht über die Themen der ausgearbeiteten Konzepte gegeben und zwei ausgewählte Programme vorgestellt. Die Umsetzung dieser Präventionsmaßnahmen ermöglicht eine Sicherstellung der Erwerbsfähigkeit gerade in wirtschaftlichen Krisenlagen. Früherkennung und Risikomodifkation in der Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen BBCC Ref 09 Die Krankheitsanamnesen von Patienten mit psychischen Erkrankungen betragen nach wie vor etwa 7 Jahre bis zum Beginn qualifizierter psychotherapeutischer Behandlungen. Solche Krankheitskarrieren sind mit enormen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Früherkennungsprogramme und Ansätze zu einer Risikomodifikation in einem frühen Stadium des Erkrankungsprozesses sind bisher kaum entwickelt. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über den Stand solcher Früherkennungsprogramme und zeigt auf, in welchem Ausmaße es möglich ist, durch ein aktives Zugehen der Krankenkassen auf die Betroffenen die Patienten tatsächlich zu erreichen. Es werden methodische Aspekte und Lösungsansätze bei der Evaluation von Langzeitverläufen auf der Basis von Krankenkassendaten vorgestellt und die gesundheitlichen und sozialmedizinischen Effekte eines stationären Programms zur Risikomodifikation berichtet. Auf der Basis eines „Pay-For-Performance“ Ansatzes wird der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Bedingungen es vertretbar erscheint, psychotherapeutische Behandlungsleistungen unter einer ergebnisbezogenen Perspektive zu finanzieren. Benchmarking in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen auf der Basis von Qualitätsbeurteilungen durch Patienten mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren (direkte / risikoadjustierte Vergleiche) BBCC Ref 10 Vor allen methodischen Erörterungen über die Wege von Klinikvergleichen rangieren die Auswahl der Kriterien und die damit verbundenen Messinstrumente an erster Stelle. Die Qualitätsbeurteilungen durch Patienten müssen den Gütekriterien psychologischer Meßverfahren genügen und vor allem qualitätsrelevante und handlungsrelevante Merkmale der Rehabilitation erfassen. Weiterhin müssen empirisch begründete Anhaltspunkte dafür gefunden werden, ob direkte (naive) Vergleiche oder risikoadjustierte Vergleiche zu unterschiedlichen Ergebnissen führen und welche Risikomerkmale dabei zu berücksichtigen sind. Auf der Basis des Rehabilitationsjahrgangs 2006 wurden die Patientenbefragungen mit Hilfe des Fragebogens „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten QbP“ von 6.154 stationären Rehabilitationsverläufen aus 7 verhaltensmedizinischen Kliniken als Vergleichsgrundlage verwendet. Der QbP umfasst 4 Skalen zur Konzeptqualität, 3 Skalen zur Servicequalität und 2 Skalen zur Ergebnisqualität, die ergänzt werden durch 3 Skalen zur Ergebnisqualität aus der Perspektive der stationären Behandler. Bei einem signifikanten Overall-Test zu jeder Skala wurde jede Klinik mit den Anderen verglichen und die Ergebnisse gewichtet (schlechter=0 Punkte, gleich=1 Punkt, besser=3 Punkte). In einem zweiten Schritt wurden risikoadjustierte Vergleiche unter Hinzuziehung klinisch relevanter Merkmale durchgeführt Alter, Geschlecht, Dauer seit Erstmanifestation, Behandlungsdauer, Rentenstatus, Anzahl psychischer Diagnosen, Anzahl somatischer Diagnosen, AU in den letzten 12 Monaten, Kostenträger. Das Benchmarking führt zu einer ausreichenden Differenzierung zwischen den Kliniken. Die einzelnen Qualitätsbereiche verteilen sich über die Kliniken nicht uniform. So rangiert z.B. die Klinik B bei der Konzeptqualität auf dem 3. Platz, bei der Servicequalität auf dem 7. Platz und bei der Ergebnisqualität auf dem 4. Platz. Die Risikoadjustierung wird von den Kliniken als „gerechter“ betrachtet. Die Differenzierungen zwischen den Kliniken werden eindeutiger. Die Rangfolge der Kliniken verändert sich nur marginal; allerdings werden die Abstände zwischen den Kliniken vor allem in den Extrembereichen grösser. Eine Zusammenhangsanalyse der Risikomerkmale mit den Qualitätsbereichen hat die Zulässigkeit der Merkmale weitestgehend bestätigt. Qualitätsrelevante Befragungen eignen sich als Grundlage für ein klinisches Benchmarking. Die Positionierungen der Kliniken sind ein fundiertes Arbeitsmaterial, von den Besten zu lernen, wenn die Kriterien und die Auswertungsmethodik von allen Beteiligten akzeptiert werden. Es wäre zu wünschen, ein solches Benchmarking auf eine breitere Basis von Kliniken zu stellen. Downsizing in Unternehmen und Krankheitsentwicklungen BBCC Ref 11 Personalabbau ist neben internen Maßnahmen zur ökonomisch optimierten Gestaltung von Arbeitsabläufen ein gängiges Mittel der Kostenreduktion in Unternehmen. Diese Unternehmensstrategien werden elegant als „Downsizing“ beschrieben. Nur selten werden die mit einem Personalabbau angestrebten Ziele erreicht. Nicht selten kommt es infolge von Downsizing, aber auch bei rapider Expansion zu betrieblichen Instabilitäten mit einer Reihe von negativen Folgen für die jeweiligen Arbeitsbedingungen. Die Gründe hierfür liegen vornehmlich in den negativen Reaktionen der im Betrieb verbleibenden Mitarbeiter („Stayer“, „Survivor“). Neben der Beschreibung der Reaktionen der Survivor und den zugeordneten empirischen Untersuchungen werden die Ergebnisse langfristig angelegter Untersuchungen über das Gesundheits- und Krankheitsverhalten „Survivors Disease“ der Betroffenen referiert sowie aufgezeigt, welche präventiven Maßnahmen sich als hilfreich und stabilisierend erwiesen haben. Die Bedeutung der Arbeitswelt für die Krankheitsentwicklung bei psychischen Erkrankungen und deren Berücksichtigung in der Psychotherapie BBCC Ref 12 Die Beschäftigung mit der Arbeitswelt von PatientInnen mit psychischen Erkrankungen erfordert Kenntnisse und Einschätzungen aller Facetten des individuellen Erwerbslebens sowie der regionalen und globalen Veränderungen der arbeitsbezogenen Anforderungsprofile. In weiten Bereichen des Erwerbslebens haben sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren wesentlich verändert. Querschnittsuntersuchungen zeigen einen wachsenden Qualifikationsdruck, eine Verdichtung von Anforderungen infolge neuer Informationstechnologien, eine Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen und die Bedrohung durch Arbeitslosigkeit. Nach der Darstellung empirisch begründeter Zusammenhänge zwischen solchen kritischen Aspekten des Arbeitslebens und psychosomatischen Reaktionsbildungen werden standardisierte Fragebögen zur Erfassung spezifischer Arbeitsbelastungen und zur Belastungsbewältigung beschrieben. Abschließend wird ein Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses (AMALPROZESS) vorgestellt, das sich in der klinischen Arbeit als besonders geeignet erwiesen hat, Problemkonstellationen im Arbeits- und Leistungsgeschehen von Patienten konkret herauszuarbeiten und daraus belastungsbezogene Behandlungsstrategien abzuleiten. Im Einzelnen werden folgende Schwerpunkte behandelt: Allgemeine Grundlagen Die individuelle Bedeutung der Erwerbsarbeit Der gesellschaftliche Wandel und seine Folgen für die Gesundheitsversorgung Der psychologische Kontrakt Downsizing in Unternehmen Spezifische Belastungsbereiche (Schichtarbeit, Arbeitslosigkeit, beruflicher Status) Erfassung von Arbeits- und Leistungsverhalten und von Stressoren Graduierung von Arbeits- und Leistungsstörungen Symptombereiche bei Belastungen, Belastungsfaktoren, fördernde Faktoren Standardisierte Messverfahren: Risikotypen, AVEM, KoBelA, LIPT Explorationsmodelle Modell der beruflichen Gratifikationskrise Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses AMALPROZESS  Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen – Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen BBCC Ref 13 Ein besonderes Kennzeichen von gegenwärtigen gewaltbezogenen Gefährdungslagen ist der Sachverhalt, dass gerade Situationen, in denen man sich bislang weitgehend geborgen und geschützt fühlte, zunehmend von Gewalthandlungen besetzt werden. Es wird eine Systematik verschiedener Gewaltereignisse vorgestellt ( die „ganz normale“ Gewalt, ideologisch begründete Gewalt, terroristische Gewalt und „gerechtfertigte“ Gewalt sowie Gewalteinwirkungen infolge von technischen Katastrophen und Naturkatastrophen und sexualisierter Gewalt) und herausgearbeitet, in welchem Ausmaß Gewalterfahrungen unser Leben bestimmen (können). Es wird eine Übersicht über die Entwicklung des Traumabegriffes gegeben und einzelne traumatisierende Erfahrungsbereiche referiert. Systematische Behandlungsansätze der Langzeitfolgen von Gewalterfahrungen werden skizziert. Die Fähigkeit, an die eigene Unverwundbarkeit und die seiner Familie zu glauben, ist in der sich abzeichnenden Entwicklung harten Belastungsproben ausgesetzt. Das Gefühl der Geborgenheit – sowohl individuell als auch kollektiv – ist brüchig geworden. Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patientinnen nach sexueller Gewalterfahrung und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung BBCC Ref 14 Auf dem Hintergrund langjähriger klinischer Erfahrungen werden die besonderen Problembereiche herausgearbeitet, die sich ergeben, wenn Frauen, die sexuelle Gewalt in ihrer Vorgeschichte erfahren haben, in stationäre und ambulante psychotherapeutische Behandlung kommen. Die Folgen im Umgang mit Therapeutinnen und Therapeuten zeigen sich in einer Reihe von Interaktionsproblemen und in spezifischen Aspekten der Beziehungsgestaltung. Hieraus werden Anforderungen an die BehandlerInnen abgeleitet, die sich wesentlich auf eine themenzentrierte Selbsterfahrung beziehen. Die Gesundheitsversorgung in Deutschland – Struktur, Aufgaben, Krankheitsdaten der verschiedenen Versicherungssysteme BBCC Ref 15 Es wird eine Übersicht gegeben über die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Krankenversicherung und die Unfallversicherung und deren spezifische Aufgaben dargelegt. Mit diesen Aufgaben sind unterschiedliche Behandlungs- und Rehabilitationsziele verbunden, die weitreichende Folgen für die Entwicklung der therapeutischen und rehabilitativen Behandlungsstrategien haben und die Indikationsstellungen für die einzelnen Versorgungsbereiche weitestgehend beeinflussen. Bei der Erarbeitung der Thematik wird überwiegend Bezug genommen auf die psychischen und Verhaltensstörungen. Folgende Einzelthemen werden behandelt: Krankheitsmodelle Gesetzliche Grundlagen der Gesundheitsversorgung Sozialgesetzbuch V Die gesetzlichen Krankenkassen: Aufgaben, Ziele, Struktur Gesundheitsausgaben, diagnosenspezifisch, psychische Erkrankungen „Diagnosis-Related-Groups“ DRG-Systeme im Akutkrankenhaus Integrierte Versorgung, IV-Verträge Ambulante Psychotherapie Sozialgesetzbuch IX Medizinische Rehabilitation: Aufgaben, Zielsetzungen Begriffe, Grundsätze Statistiken, Leistungen „Chronisches Krankheitsverhalten“ – Entwicklung eines neuen Krankheitsparadigmas Frühberentungen Klassifikation therapeutischer Leistungen KTL Versorgungsformen: Stationäre, ambulante Rehabilitation, IRENA Behinderungsmodell der WHO: ICIDH—ICF, Grundlagen, Beispiele (Psychosomatik) Qualitätssicherung der Deutschen Renten Versicherung DRV: Strukturerhebung, Peer-Review-Verfahren, Patientenbefragungen, Qualitätszirkel Behandlungsfallgruppen in der stationären medizinischen Rehabilitation (Psychosomatik) Indikation zur stationären / ambulanten Psychotherapie und Rehabilitation Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der Alltagspraxis BBCC Ref 16 Obwohl Indikationsstellungen im Rahmen der stationären Psychotherapie als auch im ambulanten Versorgungssektor eine fortlaufende praktische Bedeutung haben, gerät die Suche nach systematischer klinischer Forschung oder nach übersichtlichen Zusammenstellungen klinisch-praktischer Erfahrungen zur Suche nach der berühmten „Nadel im Heuhaufen“. Das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichen Ansprüchen und der Alltagspraxis kann bei der Frage nach Indikationsstellungen kaum größer sein. Fast scheint es so, dass alle Beteiligten (Psychotherapeuten, sozialmedizinische Dienste, Kosten- und Leistungsträger) mit dem Status quo zufrieden sind. In diesem Beitrag wird die ganze Reichweite dieses Spannungsfeldes aufgezeigt und die wissenschaftlichen und methodischen Implikationen für die unterschiedlichen Indikationsmodelle dargelegt. Die Kernpunkte eines selektiven Indikationsmodells sind: Selektives Indikationsmodell Auswahl geeigneter Patienten aus einer heterogenen Patientenstichprobe für eine in Aussicht genommene Behandlung Diagnostische Phase vor Beginn der Behandlung zur Untersuchung von Kriteriumsmerkmalen Selektionsentscheidung: Zulassung oder Ablehnung Diagnostisch/therapeutische Phase im therapeutischen Prozess Selektionsentscheidung nach der Reaktion (Ansprechen) auf die anfängliche Behandlung Unter Zugrundelegung von selektiven Indikationsentscheidungen auf der Basis eines selektiven Handlungskonzepts werden eine Reihe methodischer Gesichtspunkte bei der Verwendung von Tests als Selektionsinstrumente dargestellt und diskutiert. Die Selektionsprozedur führt zu vier Ergebniskategorien, deren relativen Anteile vorwiegend von den Kriteriumsgrenzen bestimmt werden. Darüber hinaus werden die methodischen Implikationen erörtert, wenn Test  und Kriteriumswerte nicht fehlerfrei vorliegen. Es wird betont, dass die Wirksamkeit der prognostischen Selektion nicht allein von der Validität des Prädiktors abhängt, sondern ebenso von der Selektionsrate und der Zusammensetzung der unausgelesenen Bewerberpopulation. Adaptives therapeutisches Vorgehen bedeutet: Adaptives Indikationsmodell Adaptive Behandlung = Schaffung einer möglichst optimalem Lernumwelt Anpassung der Behandlung an die Erfordernisse des (der) Patienten bzw. Patientengruppen Kontinuierlicher therapeutisch-diagnostischer Prozess mit schrittweiser Adaptation Erfordert eine hohe Beweglichkeit innerhalb des Behandlungskonzepts Abschließend werden eine Reihe pragmatischer Anforderungen an den Prozess der Indikationsstellung beschrieben und zwei Kriterienlisten (V-24 und Problembereiche des Chronischen Krankheitsverhaltens) vorgestellt, aus denen sich konkrete Indikationsentscheidungen für stationäre verhaltenstherapeutische Behandlungen ableiten lassen. Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei psychischen Erkrankungen - Grundsätze und Erfahrungen BBCC Ref 17 Stärker als in anderen Disziplinen der Psychologie und der Verhaltensmedizin zeigt sich bei der Frage der Indikation in der Psychotherapie ein deutliches Missverhältnis zwischen der Praxis und der Berücksichtigung dieses Gegenstands in der Forschung und in der Literatur. Indikation wird definiert als „Geeignetsein einer Maßnahme für einen bestimmen zu verändernden Sachverhalt. In der Psychotherapieforschung bezeichnet man als indikative Variablen die verschiedenen Typen psychischen und psychisch bedingten Krankseins, also diagnostische Einheiten insbesondere psychopathologische Einheiten. Ein Indikationsschema ist die Einteilung von Krankheiten nach dem Gesichtspunkt der Behandelbarkeit durch spezifische Psychotherapiemethoden“. Die Ausführungen zeigen, dass es sich bei dieser Definition um eine verführerische Vereinfachung handelt, die den vielfältigen Schwierigkeiten, die mit der Indikationsfrage verbunden sind, nicht gerecht wird. Die traditionellen Krankheitsklassifikationen (DSM; ICD) und Klassifikationen von Problembereichen (ICF) stellen kaum therapiebezogene Einheiten von Krankheiten dar, aus denen therapeutische Vorgehensweisen und Strategien abgeleitet werden können. Aus den verschiedenen Störungstheorien werden spezifische therapiebezogene Krankheitseinheiten entwickelt. Je weiter sich solche Störungsmodelle von den herkömmlichen Klassifikationen entfernen, umso schwieriger werden differenzielle Entscheidungen. Neben den vielfältigen sachlich inhaltlichen Problemstellungen und methodischen Aspekten von Indikationsentscheidungen begibt man sich durch die Beschäftigung mit dieser Thematik relativ rasch in das Verteilungsfeld ökonomischer Ressourcen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterstellung bzw. Eingrenzung von Indikationskriterien für bestimmte Psychotherapieverfahren oder spezifische Aufgabenstellungen in der psychosomatischen/psychotherapeutischen Versorgung (z.B. in der psychosomatischen Grundversorgung, der ambulanten Verhaltenstherapie, der stationären Verhaltenstherapie, der stationären psychosomatischen Rehabilitation oder der ambulanten psychosomatischen Rehabilitation) hat unmittelbare Folgen in der Ressourcenverteilung der für Psychotherapie und Rehabilitation verfügbaren finanziellen Mittel. Unter dem Aspekt der Anforderungen an den Prozess der Indikationsstellung für die stationäre Verhaltenstherapie beschäftigt sich dieses Referat zunächst mit der Qualitätssicherung einer fachlich fundierten Indikationsstellung und beschreibt Kriterien und Kompetenzen, die hierbei zwingend zum Tragen kommen müssen. Die inhaltlichen Indikationskriterien werden an 24 Problembereichen und Behandlungskonstellationen entwickelt (V-24) und auf Indikationsentscheidungen übertragen. Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen BBCC Ref 18 Im Bereich der Angststörungen wurden mit dem DSM III R, dem DSM IV und der ICD 10 Beschreibungen vorgelegt, die aus dem Blickwinkel der Verhaltenstherapie eine Reihe von therapienahen Problembereichen darstellen und die für die Entwicklung von Veränderungszielen, für die Auswahl von Therapiemethoden und für die Evaluation der Behandlung unmittelbar von Bedeutung sind. Sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungsansätze auf der Basis der Verhaltenstherapie haben sich bei der Behandlung von Angststörungen als sehr wirksam erwiesen. Die Behandlungskonzepte zur Bewältigung von Angststörungen waren die ersten störungsspezifischen Konzepte in der Verhaltensmedizin und sie wurden zwischenzeitlich durch vielfältige Differenzierungen und zeitliche Staffelungen weiterentwickelt; sie stellen jedoch immer noch das Paradebeispiel störungsspezifischer verhaltensmedizinischer Behandlungen. Es werden Fragen der Indikation zur stationären psychosomatischen Rehabilitation unter verschiedenen Aspekten vorgestellt und diskutiert. Der Beitrag von Diagnosegruppen, Schweregradeinschätzungen, diagnoseübergreifenden Problembereichen, Strukturmerkmalen des Settings und Therapiezielen wird im Hinblick auf deren Gewichtung bezüglich einer Indikationsentscheidung gesichtet. Insbesondere die "psychiatrische Komorbidität" und die "somatische Komorbidität" scheint nach unserer Erfahrung ein wesentliches Kriterium für die Differentialindikation zu sein. Dabei gehen wir von der Arbeitshypothese aus, dass bei komorbiden Panikstörungen und phobischen Störungen stationäre Behandlungen mit Verhaltenstherapie indiziert sind. Wir haben es im stationären Bereich offensichtlich bei der Panikstörung als Leitdiagnose mit einem hoch komorbiden Krankheitsbild zu tun, für das erwartungsgemäß stationäre Indikationsstellungen zwingend sind. Auf der Basis einer Verhaltens-nahen Kriterienliste (V-24) und einer Reihe von Merkmalen zum „Chronischen Krankheitsverhalten“ werden spezifische Indikatoren für die stationäre Verhaltenstherapie abgeleitet und begründet, die sich auch in der praktischen Umsetzung von Indikationsstellungen als gut verwendbar erwiesen haben. Die Veränderungen in den einzelnen Angstschweregraden im Verlauf der stationären Behandlung und im Zeitraum von zwei Jahren nach Abschluss der Therapie sind erheblich. Insgesamt hat es eine Linksverschiebung hin zu niedrigeren Angstscores gegeben. Diese ausgeprägten Veränderungen angstbezogener Verhaltens- und Erlebensweisen sind ein deutlicher Hinweis auf die besondere Wirksamkeit verhaltenstherapeutisch orientierter Strategien der Angstbewältigung. Dies gilt ganz besonders für den stationären Bereich, wenn angstmindernde Behandlungsstrategien in die verschieden Therapiebausteine integriert werden, sei es in der Einzeltherapie, in der Problemlösungsgruppe, in themenzentrierten Gruppen oder in entsprechenden Therapieangeboten aus den Funktionsbereichen. Die stationäre verhaltensmedizinische Therapie und Rehabilitation führt zu einer deutlichen und nachhaltigen Abnahme der Angstsymptomatiken, auch bei Patienten, bei denen eine erhöhte Morbidität im prästationären Krankheitsverlauf zu verzeichnen ist. Die vielfältigen Behandlungsansätze und Behandlungsbausteine, in denen der Umgang mit Angstreaktionen geübt wird, das Verändern des Vermeidungsverhaltens und wiederkehrende Expositionen im Rahmen der stationären Verhaltenstherapie haben offensichtlich eine weitreichende Langzeitwirkung. Die poststationäre Konfrontation mit persönlichen und beruflichen Problemkonstellationen führt insgesamt nicht dazu, dass angstbesetzte Verhaltensweisen und Reaktionen wieder verstärkt in den Vordergrund treten. Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen BBCC Ref 19 Mindestens die Hälfte bis nahezu Zweidrittel der stationär behandelten Patienten haben depressive Erkrankungen als primäres Behandlungsleiden. Die differentiellen Analysen ergaben hohe Prävalenzraten von komorbiden depressiven Störungen. Diese Komorbiditäten finden sich in einer hohen psychiatrischen (mehrere psychische Erkrankungen) und einer hohen psychosomatischen Komorbidität (depressive Erkrankungen und organische Behandlungsleiden). Ein unerwartet großer Teil der Patienten verfügt bereits über teilweise mehrfache (und anscheinend erfolglose) ambulante psychotherapeutische Vorbehandlungen. Die durchgeführten Analysen deuten darauf hin, dass bei einer nicht unerheblichen Anzahl der Patienten die erfolglosen ambulanten Psychotherapien als Teil des Chronifizierungsprozesses aufzufassen sind, Diese Einschätzung gilt ebenfalls für die häufigen und wiederholten Krankenhausaufenthalte bei psychiatrisch komorbiden Depressionen, die durch das Krankheitsbild häufig nicht gerechtfertigt sind und ebenfalls nicht unmaßgeblich zur Chronifizierung des Krankheitsverlaufs beitragen. Die Ergebnisse der sozialmedizinischen Untersuchungen beschreiben die Patienten mit depressiven Erkrankungen als besonders gefährdet in ihrer Erwerbsfähigkeit bzw. ihrer Leistungsfähigkeit. Die hohen Quoten an Arbeitslosigkeit, an Rentenverfahren und an Arbeitsunfähigkeit mit durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitsdauern von über einem Jahr machen besondere sozialmedizinische und soziotherapeutische Maßnahmen erforderlich, deren Bedeutung in den ambulanten Psychotherapiekonzepten noch nicht einmal geahnt werden. Die stationären Behandlungskonzepte zur Depressionsbehandlung erfordern wesentlich weitergehende Behandlungsebenen als bislang in den ambulanten Behandlungskonzepten vorgesehen. Diese Behandlungsebenen werden konkretisiert und entsprechend begründet. In dem klinisch entwickelten Gruppenkonzept zur Depressionsbehandlung erfolgt eine Integration von Entwicklungen zur Depressionsbehandlung, die sich fast unbemerkt von der "Psychotherapieszene" an einigen sportwissenschaftlichen Instituten abzeichnen und sich fast schon als eigenständiger Behandlungsansatz verstehen. Abgeleitet aus Erfahrungen in der Sportpädagogik und im Behindertensport werden körperliche Aktivitäten als antidepressive Behandlungsstrategien erfolgreich eingesetzt. Das beschriebene stationäre Gruppenkonzept einer Depressionsgruppe umfasst ein thematisch parallel aufgebautes psychologisches und sporttherapeutisches Gruppenprogramm mit sechs Bausteinen, die in zehn Gruppenstunden bearbeitet werden. Dieses Gruppenkonzept ist eingebettet in die vom Bezugstherapeuten und Patienten gemeinsam in Einzelgesprächen entwickelte Behandlungsstrategie, die auch die körperlichen Behandlungsleiden angemessen berücksichtigt. Kontrollierte Studien zeigen einen hohen bis sehr hohen Wirkungsgrad der stationären Depressionsbehandlung mit nachhaltig stabilen Veränderungen. Unter der Perspektive der Indikationsstellungen für die stationäre Verhaltenstherapie werden 24 Problembereiche und Behandlungskonstellationen entwickelt (V-24) und die einzelnen Verhaltens- und Erlebensbereiche zum „Chronischen Krankheitsverhalten“ beschrieben. Die darin enthaltenen theoretischen und therapiebezogenen Sichtweisen von Krankheiten und des Krankheitsverhaltens ermöglichen durch Übertragung auf den jeweiligen Einzelfall Ableitungen zur stationären Indikationsstellung. Abschließend werden eindeutige Kontraindikationen dargestellt und begründet. In die Aufarbeitung der Indikationsthematik sind mehrjährige Erfahrungen in stationärer und ambulanter Psychotherapie eingeflossen. Die handlungsleitende Zielsetzung bestand darin, diese Erfahrungen im Umgang mit Patienten im Rahmen von indikationsbezogenen Entscheidungsprozessen zu systematisieren und nutzbar zu machen. Indikation zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der spezifischen Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten BBCC Ref 20 Unter Beachtung häufig genannter spezifischer Problembereiche bei jugendlichen Patienten und der daraus resultierenden therapeutischen Problemstellungen wird eine Behandlungsstruktur von verhaltenstherapeutischen Kliniken für diese besondere Patientengruppe vorgestellt. Die Indikationsstellung für in Aussicht genommene stationäre Behandlungen sollte auf jeden Fall im Rahmen einer persönlichen Vorstellung des Patienten in der Klinik vor dem Beginn jeglicher Behandlungsmaßnahmen erfolgen (Ambulantes Vorgespräch). Es wird ein fünfstufiges Verfahren vorgeschlagen, um einigermaßen sicher zu gehen, dass eine stationäre Behandlung auch tatsächlich eine geeignete Möglichkeit darstellt, die spezifischen Problembereiche angemessen zu bearbeiten und um gleichzeitig durch die Struktur und die Inhalte des Indikationsgespräches Patienten angemessen auf den möglichen Behandlungsverlauf einzustimmen. Mehr als bei anderen Patienten kommt es bei jugendlichen Patienten darauf an, einem Misserfolg der Behandlung vorzubeugen. Es wäre fatal, wenn die einmal begonnene Behandlung lediglich zu einem weiteren Baustein in der Mißerfolgskarriere geriete. Was kennzeichnet eine beste Klinik? Qualitätsstandards und Qualitätsanforderungen in den besten verhaltensmedizinischen Kliniken BBCC Ref 21 Im Spannungsfeld zwischen programmgemäßer Pflichterfüllung von Qualitätsanforderungen und qualitätsbezogenen „Trittbrettfahrern“ wird eine Kriterienliste definiert und beschrieben, die erfüllt sein muss, wenn eine Klinik berechtigtermaßen unter den Besten eingereiht werden kann. Die Anforderungen zu jedem der darin aufgeführten Punkte werden konkretisiert und es werden – soweit verfügbar – Umsetzungsbeispiele vorgestellt. Im Zusammenhang mit den vielfältigen Qualitätssicherungsaktivitäten der Rentenversicherungsträger und der Krankenkassen im Rahmen von externen Programmen und korrespondierenden klinikinternen Qualitätsentwicklungen zeigen sich zwei Problemfelder, deren Nichtbeachtung irrtümlich dazu führen kann, die tatsächliche Qualität der eigenen Klinik zu überschätzen: Programmgetreue Pflichterfüllung: Nicht wenige Klinikleitungen gehen davon aus, daß eine ordentliche bis gute Positionierung der eigenen Klinik im Rahmen der verschiedenen Qualitätsscreenings bereits als Qualitätsindikator einer guten bzw. sehr guten Klinik genüge oder daß das Gütesiegel nach erfolgreicher Zertifizierung und die entsprechende Plazierung im Briefkopf Anlass genug seien, sich nunmehr unter den „top ten“ einzureihen. Die gute und die sehr gute Klinik muss jedoch mehr leisten als eine programmgemäße Pflichterfüllung. In diesem Beitrag wird versucht, die wesentlichen Soll-Standards zu beschreiben, die erfüllt sein müssen, um zu den Spitzenkliniken zählen zu können. Qualitätsbezogene „Trittbrettfahrer“: Ein insgesamt kaum öffentlich diskutiertes Problemfeld sind Kliniken, die die Qualitätsergebnisse, die Konzeptentwicklungen und die Ergebnisse angewandter Forschungsprojekte von qualitätsführenden Kliniken auf das eigene Haus übertragen, ohne jedoch die Voraussetzungen für einen solchen Qualitätstransfer geschaffen zu haben und ohne sich an der konzeptuellen Weiterentwicklung von Behandlungs- und Rehabilitationsansätzen aktiv zu beteiligen. Sie profitieren quasi als „Trittbrettfahrer“ von dem in renommierten Kliniken mühsam erarbeiteten Qualitätsimage, ohne je einen Finger dafür gerührt zu haben und ohne je die für eine solche Entwicklungsarbeit notwendigen Ressourcen finanzieren zu müssen. Auf diesem Hintergrund wurde aus einer fachlichen Perspektive eine Liste von Qualitätskriterien zu definiert, die eine Klinik erfüllen muss, um sich unter den Besten einreihen zu können. Hierbei wird Bezug genommen auf das Konzept der „Teilqualitäten“, das eine wesentliche Erweiterung des „Struktur-, Prozess- Ergebnisqualitätsmodells“ darstellt und handlungsbezogene Qualitätsinformationen beinhaltet. Dieser Katalog kann allen Kunden einer Klinik dazu dienen, die Einhaltung solcher Qualitätsstandards sachgemäß und umfassend zu beurteilen und er kann der einzelnen Klinik dabei behilflich sein, herauszubekommen, was zu tun ist, um in Bezug auf die Qualität berechtigterweise „vorn mitzumischen.“  
Entwicklung von Versorgungskonzepten  
Entwicklung von Versorgungskonzepten Gerade im Bereich der Psychotherapie und der medizinischen Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen einschließlich der Suchterkrankungen findet eine rasche Entwicklung und Weiterentwicklung statt, die es erforderlich macht, sich regelmäßig über die aktuellen klinischen Arbeiten und Konzeptentwicklungen zu informieren.  Dies gilt besonders bei der Planung neuer Behandlungseinrichtungen, aber auch bei der Optimierung bereits bestehender Institutionen. Neuplanung von Versorgungs- und Behandlungseinheiten Baltic Bay Clinical Consulting übernimmt sämtliche erforderliche Planungs- und Gestaltungsarbeiten Sichtung und Bewertung regionaler Konkurrenzeinrichtungen Architektonische Gestaltung und Berücksichtigung der Architektur bei den vorgesehenen Behandlungsabläufen Unterstützung und Beratung bei der Auswahl der Behandlungskonzepte Entwicklung eines Raum- und Funktionsplans Beschreibung der Personalanforderungen und Zusammenstellung des Personalplans Systematisierung und Ausformulierung der diagnostischen Prozeduren sowie der Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen Strukturierung der Behandlungsabläufe Entwicklung von Dokumentationsinhalten und Organisation der Dokumentationsabläufe Organisationelles Personaltraining der Behandlungsabläufe Personalentwicklung Öffentlichkeitsarbeit Bei bereits bestehenden Behandlungs- und Rehabilitationseinheiten kann Baltic Bay Clinical Consulting Teilaspekte dieser Arbeiten zur Verfügung stellen, um eine entsprechende Optimierung zu gewährleisten. Der Arbeitskatalog gilt sowohl für stationäre Behandlungskonzepte sowie für Planung oder Optimierung von ambulanten und tagesklinischen Behandlungseinheiten. Ambulante / tagesklinische Behandlung und Rehabilitation im Bereich der Psychosomatik Ambulante Rehabilitation als spezieller Anwendungsbereich verhaltensmedizinischer Strategien Die ambulante Rehabilitation in der Psychosomatik ist ein „junges“ Anwendungsfeld der medizinischen Rehabilitation, das bereits in der Phase der Erarbeitung der diesbezüglichen Rahmenempfehlungen zu heftigen Kontroversen geführt hat. Die ambulante Rehabilitation ist jedoch nicht nur keine stationäre Rehabilitation „light“ und auch keine um das Krankheitsfolgenmodell angereicherte Psychotherapie der ambulanten/teilstationären Akutversorgung. Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über fundierte Erfahrungen  zur  Konzeptentwicklung und Gestaltung ambulanter/tagesklinischer Rehabilitationseinrichtungen im Bereich der Psychosomatik, die diesen Erfordernissen nach Konzeptspezifität gerecht werden. Bei der Konzipierung einer entsprechenden Einrichtung werden die Besonderheiten ambulanter (tagesklinischer) psychosomatischer Rehabilitation auf verhaltensmedizinischer Basis hinsichtlich der Begrifflichkeit der Rehabilitations- und Behandlungselemente beschrieben als auch im Hinblick auf die Struktur der Versorgung. Hierzu werden exemplarisch Patiententherapiepläne ausgearbeitet. Ferner werden auf der Basis der Rehabilitationsaufträge der Rentenversicherung, der Krankenversicherung und der Unfallversicherung die Voraussetzungen zur Wahl der Modalität der medizinischen Rehabilitation dargelegt, die prognostischen Notwendigkeiten bei einer ambulanten/tagesklinischen Rehabilitation spezifiziert und Verhaltensmedizin-nahe Patientencharakteristika beschrieben, nach denen zuverlässige Indikationsstellungen zu einer ambulanten Rehabilitation und deren Abgrenzung zur stationären Rehabilitation und zur ambulanten Psychotherapie erfolgen können. Neuplanung von Versorgungs- und Behandlungseinheiten ambulanten/tagesklinischen Rehabiltation Baltic Bay Clinical Consulting übernimmt sämtliche erforderliche Planungs- und Gestaltungsarbeiten Sichtung und Bewertung regionaler Konkurrenzeinrichtungen Architektonische Gestaltung und Berücksichtigung der Architektur bei den vorgesehenen Behandlungsabläufen Unterstützung und Beratung bei der Auswahl der Behandlungskonzepte Entwicklung eines Raum- und Funktionsplans Beschreibung der Personalanforderungen und Zusammenstellung des Personalplans Systematisierung und Ausformulierung der diagnostischen Prozeduren sowie der Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen Strukturierung der Behandlungsabläufe Entwicklung von Dokumentationsinhalten und Organisation der Dokumentationsabläufe Organisationelles Personaltraining der Behandlungsabläufe Personalentwicklung Öffentlichkeitsarbeit Bei bereits bestehenden Behandlungs- und Rehabilitationseinheiten kann Baltic Bay Clinical Consulting Teilaspekte dieser Arbeiten zur Verfügung stellen, um eine entsprechende Optimierung zu gewährleisten. Neben den genannten Planungsarbeiten übernimmt Baltic Bay Clinical Consulting die Konzepterstellung und Antragsgestaltung Anpassung der Konzepte an die Besonderheiten tagesklinischer Behandlung und Rehabilitation Öffentlichkeitsarbeit und Kundenaquise Unterstützung bei der Präsentation bei Kostenträgern, Zuweisern und klinisch-wissenschaftlichen Kongressen Eine Übersicht über die bisherigen Konzept- und Entwicklungsarbeiten des Autors werden auf Anfrage zugestellt.  
Vita  
Vita seit April 2012 Dozent für Klinische Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel seit 2009 Freiberufliche Tätigkeit in Forschung, Beratung, Ausbildung in "Baltic BayClinical Consulting“ 2006 Ernennung zum Wissenschaftlichen Direktor des Wissenschaftsrates der AHG AG 2002 Ernennung zum ausserplanmässigen Professor für Klinische Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim seit 1993 Geschäftsführer des Wissenschaftsrates der AHG AG 1999 Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten 1995 Habilitation in Klinischer Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim 1977 Promotion zum Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1967-1972 Studium der Psychologie an der Universität Kiel 1944 geboren in Danzig Berufliche Tätigkeiten 1981-1993 Leitender Psychologe der Psychosomatischen Fachklinik Bad Dürkheim, der Klinik Berus und der Fachklinik Hochsauerland 1985-1986 Leitender Psychologe der Klinik Berus - Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin in Überherrn-Berus (Saarland) 1983-1985 Innerhalb dieser Tätigkeit Leiter der Abteilung Psychosomatik an der Forschungsstelle für Psychosoziale und Psychosomatische Prävention und Rehabilitation ( FPR ) an der Universität Marburg 1972-1981 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Psychologie der Universität Kiel Auszeichnungen 2005 Verleihung des Adolf-Ernst-Meyer-Preises für Psychotherapieforschung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin DKPM  
Übersicht  
Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation Übersicht Herausgeber und Schriftleitung: Prof. Dr. Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting Verlag Pabst Science Publishers, Lengerich www.psychologie-aktuell.com/pkv Gegründet:  1988 Bisher erschienen:  88 Hefte Konzeption: 4 Quartalshefte pro Jahr, die jeweils einen Themenschwerpunkt enthalten und frei eingereichte Separata-Beiträge Herausgeber der Themenhefte: Jedes Themenheft hat einen eigenen Herausgeber, der sich um die Koordinierung der Beiträge kümmert und die erste terminliche Koordination durchführt. Die Auswahl und die Bestandteile der Themenhefte obliegen dem jeweiligen Herausgeber. Die Schriftleitung führt eine fachliche Bewertung der Beiträge durch oder beauftragt damit den wissenschaftlichen Beirat. Wissenschaftlicher Beirat: Der wissenschaftliche Beirat setzt sich zusammen aus 50 Personen aus verschiedenen Fachbereichen aus den Gebieten Kliniken, Wissenschaftler, Medizinische Dienste und Kostenträger. Der Beirat repräsentiert den klinischen, sozialmedizinischen und versorgungspolitischen Stand der Verhaltensmedizin und der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Produktionsübersicht von 1988 (Heft 1) bis 2011 (Heft 88): Bisher sind 88 Themenhefte erschienen mit insgesamt 6960 Druckseiten (DIN-A4) dreispaltig. Beiträge: 868 wissenschaftliche und klinische Artikel Auswahl und Selektion der Beiträge: Verhaltensmedizinische Orientierung Fachliche Akzeptanz Keine interdisziplinäre Polemisierung Aufgaben des Herausgebers und Schriftleiters: Aktive Planung von Themenschwerpunkten Rekrutierung von Herausgebern zu diesen Schwerpunkten Koordination der Manuskripterstellung Sichtung und Bewertung von Beiträgen Einschaltung des wissenschaftlichen Beirats zur Bewertung im Einzelfall (Peer-Review) Redaktionelle Endbearbeitung Koordination der Korrekturabläufe Endkorrektur und Erstellung der Druckfreigabe Kontaktpflege zu den Mitgliedern des wisssenschaftlichen Beirats Gestaltungsabstimmungen mit dem Verlag  
Hinweise für Autoren  
Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation Hinweise für Autoren zur Gestaltung der Manuskripte Mit der Übersendung des Manuskriptes erklärt der Autor automatisch, dass das von ihm übersandte Manuskript frei von Rechten Dritter und von allen beteiligten Autoren einer Arbeitsgruppe genehmigt ist. Er überträgt das ausschließliche, räumlich und zeitlich uneingeschränkte Recht zum Druck der Vervielfältigung und Auswertung jeder Art für alle Sprachen und Länder auf den Verlag. Dies gilt sowohl für den Text als auch für grafische Darstellungen und fotografische Abbildungen. Bei Abbildungen, auf denen ein Patient erkennbar ist, ist der Autor verantwortlich, dass die Reproduktion vom Dargestellten bzw. dessen gesetzlichen Vertreter genehmigt ist. Ebenso ist er verantwortlich für die vollständige Anonymisierung von patientenbezogenen Daten. Das Manuskript ist unter Beachtung der nachfolgenden Hinweise zur formalen Gestaltung als Ausdruck und als Diskette an den Herausgeber zu senden. Bei mehreren Autoren ist anzugeben, wer die Korrekturabzüge erhalten soll. Das Manuskript muß formal wie inhaltlich so durchgearbeitet und Korrektur gelesen sein, dass spätere Änderungen nicht mehr notwendig sind. Der Autor erhält einmal Korrekturabzüge des Satzes, bei denen nur Satzfehler verbessert werden dürfen. Nachträgliche inhaltliche Änderungen sind nicht mehr möglich oder müssen dem Autor in Rechnung gestellt werden. Formale Gestaltung des Manuskriptes Bitte lesen Sie ihren Beitrag noch einmal Korrektur, bevor Sie ihn als Ausdruck und auf Diskette einreichen! Ausdruck und Textdatei müssen identisch sein. Bitte verwenden Sie ein übliches DOS-kompatibles Textverarbeitungsprogramm (z. B. Word, Winword o. ä.) oder speichern Sie den Text als ASCII-Datei ab. Aufbau Titel der Arbeit Namen aller Autoren Institut bzw. Klinik mit Ortsangabe Kurzfassung. Diese solle in wenigen Sätzen dem Leser einen hinreichenden Eindruck vom Inhalt des Beitrages vermitteln Schlüsselwörter Text des Beitrages Eventuell verwendete Fußnoten Literaturverzeichnis Eventuelle Danksagungen oder Hinweise (z. B. auf die Förderung eines Projektes durch eine Institution) Anschriften der Autoren Der Text sollte fortlaufend sein. D. h., Sie sollten keine Trennungen oder Seitenumbrüche verwenden und Returns nur am Ende eines Absatzes, vor und nach Tabellen und und Abbildungen sowie in Aufzählungen oder dergleichen setzen. Wenn Sie Einzüge, Abstände oder Tabellen gestalten und formatieren, verwenden Sie bitte Tabulatoren, um Abstände zu schaffen, nie Leerzeichen! Es sollten nie mehr als ein Leerzeichen zwischen zwei Wörtern oder mehr als ein Return zwischen zwei Zeilen stehen. Hervorhebungen im Text setzen Sie bitte kursiv (keine Unterstreichungen). Tabellen und Abbildungen sind auf gesonderten Blättern aufzuführen und arabisch durchzunumerieren. An der Stelle, an der sie im Text plaziert werden sollen, sollten Sie lediglich die jeweiligen Tabellen- oder Abbildungsunterschrift einfügen. Bitte verwenden Sie die Abkürzungen „Tab.“ bzw. „Abb.“. Beispiel: Text, Text, Text, (Leerzeile) Tab.3: Standarddiagnostik (Leerzeile) Text, Text, Text, Text, Text, Text, (Leerzeile) Abb. 2: Bereichsspezifische Empfehlungen (Leerzeile) Text, Text, Text,... Wenn Sie im Text Bezug auf Tabellen oder Abbildungen nehmen, schreiben Sie bitte nicht „im folgenden“, sondern „in Tabelle X“ bzw. „in Abbildung X“. Die gesondert beiliegenden Tabellen und Abbildungen sind dann nur noch mit ihrer arabischen Numerierung (Abb. 1, Abb. 2, .... Tab. 1, Tab.2,...) zu kennzeichnen. Verwenden Sie zum Ausrichten der Spalten in Tabellen nur Tabulatoren (keine Leerzeichen). Die Abbildungen sollen als kontrastreiche Originalvorlagen oder gute Kopien beigelegt sein. Überschriften müssen deutlich mit Numerierungen (diese werden im Druck durch unterschiedliche Schriftgrößen ersetzt) und Fettdruck gekennzeichnet sein. Beispiel: 1. Rahmenkonzept 1.1 Maßnahmen auf Makroebene 1.1.1 Abklärung der Qualitätsziele 1.2 Maßnahmen auf der Mikroebene 1.2.1 Festlegung der Qualitätsziele Quellenangaben im Text erfolgen durch Anführung des Familiennamens des Autors und des Erscheinungsjahres des Werkes. Beispiel: Fiedler (1996) zeigte, dass..... Wie gezeigt werden konnte (Zielke, 1993), ist es so, dass.... Bange und Deegener (1996) zeigten, dass... In einer weiteren Arbeit (Backhaus & Riemann, 1996) wurde gezeigt, dass... Es wurde mehrfach hervorgehoben (Beck, 1995, Fiedler, 1996), dass.... Wittchen (1996, S. 68) weist darauf hin, dass... In das Literaturverzeichnis müssen alle Arbeiten aufgenommen werden, auf die im Text Bezug genommen wird. Alle Quellenangaben im Literaturverzeichnis müssen sich auch im Text wiederfinden lassen. Sie sind nach den jeweils ersten Autorennamen alphabetisch zu ordnen. Es sollte einheitlich die psychologische (in Anlehnung an die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie) Zitierweise verwendet werden. Psychologische Zitierweise (Die hierbei üblichen Unterstreichungen resp. Hervorhebungen können entfallen) Zeitschriftenartikel: Name(n), Initiale(n) Vorname(n). (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Band, Seitenangaben. Beispiel: Zielke, M. & Wagner, A. (1995). Veränderungen der Krankheitsbewältigung in der psychosomatischen Rehabilitation. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 31, 198-213. Bücher: Name(n), Initiale(n) Vorname(n). (Jahr). Buchtitel. Verlagsort: Verleger. Beispiel: Petry, J. (1996). Psychotherapie der Glücksspielsucht. Weinheim: Psychologie Verlags Union Zielke, M. & Sturm, J. (Hrsg.) (1994). Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union. Beiträge in Herausgeberwerken: Name(n), Initiale(n) Vorname(n). (Jahr). Beitragstitel. In Initiale(n) Vorname(n). Herausgebername(n) (Hrsg.), Buchtitel (Seitenangaben). Verlagsort: Verleger. Beispiel: Heilemann, M. (1996). Verhaltenstraining bei gehemmt-aggressiven Männern. In H. Brandes & H. Bullinger (Hrsg.), Handbuch Männerarbeit (S. 243-258). Weinheim: Psychologie Verlags Union.  
Magazin "Praxis"  
Praxis klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation Konzepteditorial Als erste Zeitschrift in Deutschland hat die „Praxis...“ damit begonnen, die einzelnen Quartalshefte als Schwerpunktthemen mit jeweils spezifischen Herausgebern zu konzipieren. Dieses Konzept hat viele Nachahmer gefunden, weil es eine kundenorientierte Innovation darstellt. Die im Editorial von 1988 genannten Grundsätze, zu deren Verbreitung, Förderung und Weiterentwicklung sich der Herausgeber und der wissenschaftliche Beirat verpflichteten, haben an Aktualität bislang nichts eingebüßt: Praxisnähe In Abgrenzung zu Zeitschriften mit einem eher methodisch-wissenschaftlichem Standard werden überwiegend anwendungsbezogene Fragestellungen veröffentlicht, die sich aus der klinischen Versorgung ergeben. Eine Vielzahl der Arbeitsthemen im Rahmen der rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbünde hat diese Entwicklung aufgegriffen. Die „Praxis...“ versteht sich als Brückenschlag zwischen anwendungsbezogenen Forschungsfragestellungen und den Erfahrungen und Erfordernissen der klinischen Praxis. Kooperation Die von Verantwortung, Fürsorge, Fachwissen und Erfahrung getragene Behandlung und Rehabilitation von Kranken macht es notwendig, über die Begrenzung der jeweils eigenen Fachdisziplin hinaus mit allen Fachgruppen zusammenzuarbeiten. Das Austragen berufsständischer Interessen oder gesundheitspolitischer Zielsetzungen darf nicht auf dem Rücken von Patienten ausgetragen werden. Die „Praxis...“ fördert pragmatische Formen effizienter Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen, die eine maximale Ausschöpfung der Kompetenz aller an der Krankenversorgung Beteiligten sicherstellen. Handlungsorientierung Nicht wenige wissenschaftliche Arbeiten, die sich aus ihrem eigenen Verständnis heraus durchaus als klinisch orientiert verstehen, kommen aus der Begrenzung klinischer Grundlagenarbeiten nicht hinaus und liefern nur selten handlungsorientiertes Wissen für die Versorgung. Der klinisch tätige Praktiker befindet sich jedoch im Umgang mit Patienten in einem Handlungszwang, aus dem heraus pragmatische und verantwortbare Handlungs- und Behandlungsschritte abgeleitet werden müssen. Hier fühlt sich der Praktiker häufig allein gelassen und ist nicht selten unsicher, ob das, was er tut, eigentlich theoretisch gerechtfertigt ist. Die „Praxis...“ fördert ein spezifisches Selbstverständnis klinischer Praktiker, indem sie handlungsorientierte Fragestellungen aufgreift und bevorzugt veröffentlicht. Chronische Krankheiten und Behandlungsverläufe Selbst der „Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen“ hat eine Schwerpunktverlagerung der akutmedizinischen Versorgung hin zur Behandlung und Rehabilitation chronischer Krankheiten gefordert. Gerade bei chronischen Erkrankungen treffen die sehr effizienten Behandlungsansätze der Akutmedizin an ihre Grenzen, weil der Behandlungsgegenstand nicht mehr nur die Beseitigung von organischen Funktionsausfällen oder Funktionseinschränkungen beinhaltet, sondern wesentlich darauf ausgerichtet sein muß, langfristig stabile Verhaltensänderungen zu erzielen und Patienten mit chronischen Erkrankungen einen anderen Umgang mit ihrer Erkrankung zu vermitteln. Die „Praxis...“ sieht hier eine gesundheitspolitische Aufgabe, die Übergänge zwischen den bewährten Methoden der Akutmedizin und den wirksamen Ansätzen der Rehabilitation zeitnah sicherzustellen. Aufgreifen zukunftsweisender Themen Das Konzept des „Chronischen Krankheitsverhaltens“ als klinische Entwicklung eines wegweisenden Krankheitsparadigmas hat mit Veröffentlichungen in der „Praxis...“ seinen Anfang genommen und ist heute als selbstverständliches Begriffsinventar etabliert. Die Entwicklung und die Darstellung störungsspezifischer Behandlungskonzepte in der verhaltensmedizinischen Psychosomatik steht in einem engen Zusammenhang mit den Publikationsmöglichkeiten in der „Praxis...“ Als erste verhaltensmedizinische Zeitschrift haben wir uns mit den Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen beschäftigt – damals fast noch ein Sakrileg unter Verhaltenstherapeuten – und das Thema der Posttraumatischen Belastungsstörungen nach sexuellen Gewalterfahrungen aufgegriffen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. So ist z. B. das Themenheft zur „Arbeitsplatzbezogenen Psychosomatik“ nach Einschätzung des Herausgebers aus dem Jahr 2000 der Beginn einer Entwicklung, in deren Verlauf die Arbeitswelt der uns anvertrauten Patienten einen mindestens ebenso großen Stellenwert gewinnen wird wie die Regulationsmodi im Umgang mit Emotionen oder die Art der Beziehungsgestaltung. Lösungsorientiertes Handeln Das Arbeitsverständnis der „Praxis...“ ist darauf ausgerichtet, lösungsorientiertes Handeln in Forschung und Praxis zu fordern und zu fördern. Die dabei zugrundegelegte Forschung ist zweckorientiert; der Wert dieser Forschung resultiert aus ihren verwertbaren Ergebnissen! Diese Verbindlichkeit zu lösungsorientiertem Denken und Handeln ist dem Herausgeber einmal auf einem Spruchband eines Müllcontainers in der Karibik begegnet, dessen Philosophie er sich seitdem nicht mehr habe entziehen können: „If you are not a part of the solution, you are a part of the problem!”  
Versorgungsforschung  
Versorgungsforschung im Brennpunkt Wann immer man sich auf das Feld der Versorgungsforschung begibt, kann sich ein solches Unterfangen wie ein Bad in einem Haifischbecken entwickeln, bei dem man die jeweiligen Kontrahenten (Gegner) nur verdeckt identifizieren kann. Versorgungsforschung beschäftigt sich vor allem mit realen Versorgungsprozessen in einem realen Versorgungsfeld und nicht mit hoch selektiven Patientenstichproben unter streng kontrollierten Umsetzungsprozessen. So hat zum Beispiel der Nachweis, dass die Verkürzungen der stationären Behandlungszeiten im Rahmen der psychosomatischen Behandlung eindeutig zu Lasten der Behandlungsergebnisse zu bewerten sind (Zielke und Wittmann 2009) zu heftigen Reaktionen geführt, je nachdem, wem die jeweiligen Ergebnisse nicht gefallen bis hin zu Positionierungen, dass man dies gar nicht wissen wolle. Insgesamt ist es für den Herausgeber dieses Themenschwerpunktes zur ambulanten Psychotherapie verwunderlich, wie ausgesprochen karg Ergebnisse zur Versorgungsforschung in der ambulanten Psychotherapie gesät sind (Albani et al. 2009). So nimmt es denn auch nicht Wunder, dass die bislang einzige systematische Untersuchung über die Realität der ambulanten Psychotherapie der Gmünder Ersatzasse GEK aus dem Jahr 2007 mit einer heftigen Kritik an der Wirksamkeit ambulanter psychotherapeutischer Maßnahmen vehemente Reaktionen der Interessenverbände ambulanter psychotherapeutischer Versorger ausgelöst hat (Grobe, Dörning und Schwartz 2007). Es ist an der Zeit, das reale Versorgungsgeschehen in der Krankenversorgung in Deutschland auf einer empirischen Basis ungeschönt zu untersuchen. Wann immer dies bisher geschah, wurden Versorgungsmängel offen gelegt und die jeweils betroffenen Versorger haben sich heftig und lautstark zu Worte gemeldet und behauptet, dass die Versorgungsrealität doch viel besser sei. Es freut mich daher ganz besonders, dass es gelungen ist, für das vorliegende Schwerpunktthema Beiträger aus verschiedenen Versorgungsbereichen zur ambulanten Psychotherapie und zu einzelnen Versorgungsübergängen zu gewinnen und damit vielleicht einige Voreingenommenheiten zur ambulanten Psychotherapie und deren Übergänge von stationären Behandlungsbemühungen in ambulante Versorgungsprozesse zu erschüttern. (Erschienen in Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 84, 2009, Pabst Science Publishers, Lengerich) Literatur Albani C, Blaser G, Geyer M, Schmutzer G, Goldschmidt S, Brähler E (2009). Wer nimmt ambulante Psychotherapie in Anspruch? Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, 59, 281-283 Grobe T, Dörning H, Schwartz F W (2007). GEK-Report ambulante ärztliche Versorgung 2007. Schwerpunkt: Ambulante Psychotherapie. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse Band 59. Asgard-Verlag, St. Augustin Linden M, Förster R, Oel M et al. (1993). Verhaltenstherapie in der kassenärztlichen Versorgung: Eine versorgungsepidemiologische Untersuchung. Verhaltenstherapie, 3, 101-11 Zielke M, Wittmann W W (Hrsg.) (2009). Behandlungsdauer und Behandlungsergebnisse: Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapie- und Rehabilitationsforschung. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Band 83. Pabst Science Publishers, Lengerich  
Forschung  
Forschung Die von Baltic Bay Clinical Consulting vornehmlich favorisierte Forschung orientiert sich bereits bei der Formulierung von Forschungsfragestellungen daran, ob mögliche Forschungsergebnisse tatsächlich dazu beitragen können, die Versorgungspraxis zu verbessern. Unbenommen ist nach Einschätzung von Baltic Bay Clinical Consulting, dass primär theoretisch begründete wissenschaftliche Fragestellungen und Grundlagenforschung im Rahmen der klinischen Forschung ihren berechtigten Stellenwert haben. Wegen der ausgewiesenen Realitätsnähe spielen bei Baltic Bay Clinical Consulting Fragestellung der Versorgungsforschung eine besondere Rolle.  
Benchmarking  
Benchmarking Baltic Bay Clinical Consulting führt sämtliche Prozeduren durch, die für ein Benchmarking im Rahmen der Krankenversorgung im klinischen Bereich, im tagesklinischen Bereich und in der ambulanten Versorgung erforderlich sind. Das Wort Benchmark ist eine Zusammensetzung aus den beiden englischen Begriffen bench („Bank“, „Schulbank“) und mark („Zeichen“). Mark wiederum basiert auf dem deutschen Wort Marke, das aus dem französischen marque („Kennzeichen“, „Warenzeichen“) entlehnt ist. Benchmarking ist die Durchführung einer wettbewerblichen Vergleichsanalyse. Normalerweise erfolgt dies mit Hilfe eines festzulegenden Kennzahlensystems. Dabei werden Benchmarks als Referenz- oder Vergleichswerte einer gemessenen Bestleistung verwendet, die als Kennzahl(en) oder als eine Zustandsbeschreibung ausgedrückt werden.   Benchmarking ist der methodische Vergleich von Strategien, Organisationsstrukturen, Performance Indikatoren, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen sowie Methoden, Instrumenten und Systemen. Dabei findet ein Austausch mit Vergleichspartnern statt, die mittels Benchmarks als besser identifiziert wurden. Diese Vergleichspartner werden anhand von Analogien in der eigenen oder anderen Organisation gefunden. Ziel des Benchmarking ist es, die eigene Leistungsfähigkeit durch das Vorbild der Vergleichspartner entscheidend zu verbessern. “Benchmarking is the process of identifying and learning from best practices in other organizations” Praktische Umsetzung des Benchmarking in der klinischen Versorgung Vor allen methodischen Erörterungen über die Wege von Klinikvergleichen rangieren die Auswahl der Kriterien und die damit verbundenen Messinstrumente an erster Stelle. Hierüber muss ein Konsens zwischen allen Beteiligten hergestellt werden. Verwendet man Qualitätsbeurteilungen durch Patienten müssen die Befragungsinstrumente den Gütekriterien psychologischer Meßverfahren genügen und vor allem qualitätsrelevante und handlungsrelevante Merkmale der  Behandlung und Rehabilitation erfassen. Weiterhin müssen empirisch begründete Anhaltspunkte dafür gefunden werden, ob direkte (naive) Vergleiche oder risikoadjustierte Vergleiche zu unterschiedlichen Ergebnissen führen und welche Risikomerkmale dabei zu berücksichtigen sind. Methodik Direkte „naive“ Vergleiche Zunächst wird mit jedem einzelnen Vergleichskriterium ein Overall-Test zwischen den Kliniken durchgeführt.  Bei einem signifikanten Overall-Test zu jeder Skala wurde jede Klinik mit den Anderen verglichen und die Ergebnisse gewichtet (schlechter=0 Punkte, gleich=1 Punkt, besser=3 Punkte).  In diesem Verfahren werden direkte „naive“ Vergleiche zwischen den Einrichtungen angestellt.  Direkte Vergleiche der Mittelwerte in einzelnen Skalenbereichen zwischen verschiedenen Kliniken („naive Vergleiche“) berücksichtigen als feste Einflussfaktoren die Faktoren „Klinik“ bzw. die jeweiligen „Patienten“ der Klinik und ordnen gefundene Unterschiede im Wesentlichen dem Faktor Klinik zu. Tatsächlich ist dies in der Regel ein ungerechter Fehlschluss, insbesondere, wenn man davon ausgehen kann (muss), dass wichtige Merkmale der Patienten zwischen den Kliniken unterschiedlich verteilt sind. Risikoadjustierter Einrichtungsvergleich von indikationsgleichen Kliniken Dabei werden risikoadjustierte Vergleiche unter Hinzuziehung klinisch relevanter Merkmale durchgeführt wie z. B.  Alter, Geschlecht, Dauer seit Erstmanifestation, Behandlungsdauer, Rentenstatus, Anzahl psychischer Diagnosen, Anzahl somatischer Diagnosen, AU in den letzten 12 Monaten, Kostenträger usw. Im Rahmen einer „Risikoadjustierung“ wird der Einfluss von Merkmalen der Patienten, von denen man annehmen kann, dass sie einen Einfluss auf die Befragungsergebnisse haben („Risikomerkmale“) gewissermaßen „herausgerechnet“ und somit als „zufällig“ angenommen. Die dann gefundenen Unterschiede sind „gerechtere“ Vergleiche, weil der Unterschied, der sich aufgrund unterschiedlicher Patientenzusammensetzungen ergeben würde, herausgenommen wird. Die sich so ergebenden neuen Werte sind frei vom Einfluss der betreffenden Variablen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für „faire“ Klinikvergleiche. Letztlich können alle verfügbaren Variablen in eine solche Risikoadjustierung hinein genommen werden. Auch Merkmale der Klinik wie z.B. die Größe der Klinik wären theoretisch denkbar. Eine graphische Darstellung der Ergebnisse beinhaltet den Mittelwert jeder einzelnen Klinik im jeweiligen Qualitätsbereich und der nach oben und unten reichende Balken umfasst den Standardmessfehler. Weiterhin ist der Mittelwert der Gesamtstichprobe aller Kliniken eingetragen. Liegt die Spannbreite des Standardmessfehlers oberhalb oder unterhalb des Mittelwertes (ohne den Durchschnittswert zu berühren), sind die Klinikergebnisse signifikant schlechter (Down-Klinik) oder besser (Top-Klinik) als der Gesamtwert. Die numerisch schlechteste Klinik erhält jeweils 1 Punkt. Die weiteren Punktzuordnungen von 2 Punkten bis 7 Punkten erfolgen nach der absoluten Höhe der Mittelwerte, sodass die beste Klinik immer 7 Punkte erhält. Die zugeordneten Punkte aus den Subskalen des jeweiligen Qualitätsbereiches werden zusammengezählt. Die Klinik mit der höchsten Punktsumme erhält dann den Rangplatz 1 und die Klinik mit der niedrigsten Punktsumme den Rangplatz 7. Das abschließende Ergebnis setzt sich zusammen aus den Punktsummen der einzelnen Skalenbereiche. Danach erfolgt die Zuordnung der besten Klinik (Rang 1) u.s.w. und schließlich der schlechtesten Klinik (Rang 7). Der Standardmeßfehler ist ein Maß für die mögliche Variation des Mittelwertes zwischen aus derselben Verteilung stammenden Stichproben und ist somit ein Indikator für die Spannbreite der Beurteilungen in der jeweiligen Skala in der einzelnen Klinik. Eine geringe Spannbreite sagt etwas über die Einheitlichkeit der Beurteilungen aus. Das Benchmarking führt in der Regel zu einer ausreichenden Differenzierung zwischen den Kliniken. Die Risikoadjustierung wird von den Kliniken als „gerechter“ betrachtet. Die Differenzierungen zwischen den Kliniken werden eindeutiger. Qualitätsrelevante Befragungen eignen sich als Grundlage für ein klinisches Benchmarking. Die Positionierungen der Kliniken sind ein fundiertes Arbeitsmaterial, von den Besten zu lernen, wenn die Kriterien und die Auswertungsmethodik von allen Beteiligten akzeptiert werden. Ausschnitte aus Benchmarking-Ergebnissen in Verantwortung von Baltic Bay Clinical Consulting im klinisch-stationären Bereich (Psychosomatik, Suchterkrankungen, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Herzkreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen, Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen) können bei Interesse beim Verfasser angefordert werden.  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten I. Entscheidungsorientierte Forschung Die Notwendigkeit zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen leitet in immer stärkerem Maße einen Paradigmenwechsel in der Beurteilung medizinischer Behandlungsverfahren ein. Die traditionellen Formen der Evaluation von Therapiemaßnahmen  folgen noch primär den Zielen einer angewandten Grundlagenforschung und der Überprüfung von Hypothesen und Theorien zur Ätiologie, Pathogenese und Therapie von Krankheiten; sie sind damit in erster Linie erkenntnisorientiert. Die seit einigen Jahren auch in der Medizin eingeführten Kosten-Nutzen-Analysen sind dagegen entscheidungsorientiert und folgen vornehmlich pragmatischen Zielsetzungen. Dabei geht es darum, den Kostenträgern im Gesundheitswesen rationale Entscheidungsgrundlagen zur Steuerung und Finanzierung von Gesundheitsleistungen zu liefern. Wenn man heute einen ausgesprochenen Mangel an Kosten-Nutzen-Studien in der Krankenversorgung konstatieren muß, ist dies letztlich auch das Ergebnis der Dominanz erkenntnis- und theorieorientierter Forschung in den Universitäten. Dabei werden wir angesichts der aktuellen Kostenentwicklungen im Gesundheitssystem eine qualifizierte Gesundheitsversorgung nur dann aufrechterhalten können, wenn das Kosten-Nutzen-Denken sich bis in die kleinsten und individuellsten Entscheidungsprozesse hinein entwickelt hat. Kein Patient - gleichwohl ob er unter einer körperlichen oder psychischen Erkrankung leidet - muß in Deutschland über längere Zeit ohne Behandlung bleiben. Insbesondere die hohe ärztliche Versorgungsdichte garantiert eine rasche Versorgung ohne große Wartezeiten. Diese Vollversorgung ist verbunden mit einer gleichzeitigen Fehlversorgung von Patienten, die für den eigenen Gesundungsprozess lernen müssen, eigene Verhaltensmuster, Einstellungen und kritische soziale Situationen zu verändern, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und die medizinischen Ressourcen nur noch punktuell bei gezieltem Bedarf in Anspruch zu nehmen. Es ist unter Zusammenführung der verschiedenen Interessen gelungen, die DAK als eine der führenden und innovativen Krankenkassen und qualifizierte medizinische Rehabilitationseinrichtungen zu gemeinsamen Fragestellungen und gemeinsamen Forschungsbemühungen zusammenzuführen. In diesem Projektbericht werden die ersten Ergebnisse einer sozialmedizinisch angelegter Evaluationsstudie vorgestellt.  Ein solches Bemühen lohnt sich - und dies in einem doppelten Sinne: Neben der sozialmedizinischen Prognose des Einzelfalles werden die Ergebnisse auch die volkswirtschaftliche Bedeutung der medizinischen Rehabilitation und der stationären Verhaltenstherapie von psychosomatischen Erkrankungen belegen. II. Zielsetzungen verhaltensmedizinischer Behandlung in der Klinik weiterlesen... III. Kooperation zwischen Sozialleistungsträgern, qualifizierten Kliniken und angewandten Forschungsansätzen <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... IV. Die klinische Untersuchungsstichprobe <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... V. Sozialmedizinische Eckdaten der untersuchten Patienten im Vorfeld der stationären Behandlung <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... VI. Behandlungsdiagnosen in der psychosomatischen Klinik <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... VII. Stichprobenentwicklung zwischen Aufnahme, Entlassung und Katamnese <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... VIII. Ergebnisqualität der unmittelbaren Behandlungseffekte und der Langzeitveränderungen <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... IX. Veränderungen im Ressourcenverbrauch <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... X. Veränderungen der Krankheitskosten <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen... XI. Kosten-Nutzen-Aspekte <img alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" />weiterlesen...  
Gesundheitsökonomie  
Gesundheitsökonomie Die gesundheitspolitische Diskussion zur Reduktion der Krankheitskosten richtet ihr Hauptaugenmerk darauf, durch eine verstärkte Reglementierung der Zugangswege zur ärztlichen Versorgung und durch erhöhte Direktfinanzierungen von ärztlichen Leistungen das Inanspruchnahmeverhalten der Versicherten zu verändern. Es muss bezweifelt werden, dass die Versicherten dadurch bereits gesünder werden. Gesundheitspolitische Entscheidungen, bei denen die Versorgungsstruktur im Vordergrund steht, verstellen den Blick auf das einzig wichtige und entscheidende Kriterium gesundheitsbezogener Versorgung: Die Ergebnisqualität und deren monetäre Bewertung. Ergebnisqualität ist nicht Alles, aber ohne Ergebnisqualität ist alles Nichts! Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über fundierte Erfahrungen mit gesundheitsökonomischen Forschungsprojekten, bei denen es darauf ankommt, die verschiedenen Stakeholderinteressen auf gemeinsame Fragestellungen hin zu orientieren, Krankheitsdaten zum gesundheitsbezogenen Ressourcenverbrauch zu identifizieren, die Datenstränge zusammenzuführen und das (veränderte) Krankheitsverhalten von Patienten ökonomisch und pekuniär zu bewerten. Entscheidungsorientierte Forschung Die Notwendigkeit zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen leitet in immer stärkerem Maße einen Paradigmenwechsel in der Beurteilung medizinischer Behandlungsverfahren ein. Die traditionellen Formen der Evaluation von Therapiemaßnahmen folgen noch primär den Zielen einer angewandten Grundlagenforschung und der Überprüfung von Hypothesen und Theorien zur Ätiologie, Pathogenese und Therapie von Krankheiten; sie sind damit in erster Linie erkenntnisorientiert. Die seit einigen Jahren auch in der Medizin eingeführten Kosten-Nutzen-Analysen sind dagegen entscheidungsorientiert und folgen vornehmlich pragmatischen Zielsetzungen. Dabei geht es darum, den Kostenträgern im Gesundheitswesen rationale Entscheidungsgrundlagen zur Steuerung und Finanzierung von Gesundheitsleistungen zu liefern. Wenn man heute einen ausgesprochenen Mangel an Kosten-Nutzen-Studien in der Krankenversorgung konstatieren muss, ist dies letztlich auch das Ergebnis der Dominanz erkenntnis- und theorieorientierter Forschung in den Universitäten. Dabei werden wir angesichts der aktuellen Kostenentwicklungen im Gesundheitssystem eine qualifizierte Gesundheitsversorgung nur dann aufrechterhalten können, wenn das Kosten-Nutzen-Denken sich bis in die kleinsten und individuellsten Entscheidungsprozesse hinein entwickelt hat. Kein Patient - gleichwohl ob er unter einer körperlichen oder psychischen Erkrankung leidet - muss in Deutschland über längere Zeit ohne Behandlung bleiben. Insbesondere die hohe ärztliche Versorgungsdichte garantiert eine rasche Versorgung ohne große Wartezeiten. Diese Vollversorgung ist verbunden mit einer gleichzeitigen Fehlversorgung von Patienten, die für den eigenen Gesundungsprozess lernen müssen, eigene Verhaltensmuster, Einstellungen und kritische soziale Situationen zu verändern, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und die medizinischen Ressourcen nur noch punktuell bei gezieltem Bedarf in Anspruch zu nehmen. Nur durch die Zusammenführung der verschiedenen Stakeholderinteressen (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Behandlungsinstitutionen, Patienten) gelingt es, das Krankheitsverhalten von Versicherten auch unter einer gesundheitsökonomischen Perspektive zu untersuchen. Qualifizierte verhaltensmedizinische Behandlungsmaßnahmen zielen darauf ab, Einflussmöglichkeiten zu entwickeln, das Verhalten von Menschen im Umgang mit Krankheiten, Einschränkungen und Behinderungen zu verändern und sie in die Lage zu versetzen, den eigenen Gesundungsprozess aktiv mitzugestalten und sich weniger gesundheitsschädigend zu verhalten. Nur ein verändertes Krankheitsverhalten der Patienten kann sich als langfristig wirksame Maßnahme zur Kostendämpfung erweisen. Die gezielte Förderung der Selbsthilfemöglichkeiten und ein kritischer Umgang mit dem medizinischen Versorgungssystem tragen zu einer adäquaten Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung bei, die sich auf das medizinisch Notwendige konzentriert und die Patienten dann aber auch wieder aus dieser Hilfsbedürftigkeit entlässt. Versorgungsstrukturen, die sich aus den inzwischen etablierten Konzepten der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin ableiten lassen, bieten gute und erfolgversprechende Möglichkeiten, solche Veränderungen bei Patienten zu initiieren und zu stabilisieren, die sie zum Experten im Umgang mit der eigenen Gesundheit werden lassen und die langfristig die Abhängigkeit von medizinischen Versorgungsstrukturen auf das notwendige Maß reduzieren. Ergebnisorientierte Qualitätssicherung sollte einen wesentlich höheren Stellenwert in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion erhalten!  
Wirksamkeitsforschung  
Wirksamkeitsforschung Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über langjährige Erfahrungen in der Planung, der Koordination und in der Umsetzung von Effektivitätsstudien auf allen Ebenen der Evaluationsforschung. Neben der Untersuchung der Wirksamkeit spezifischer Interventionen wie z. B. störungsspezifischer Behandlungselemente beziehen sich diese Erfahrungen auf die Durchführung von Multicenterstudien unter Einbeziehung mehrerer stationärer Behandlungseinrichtungen. Die diesbezüglichen Arbeitsbereiche umfassen die Abstimmung der Untersuchungsziele mit dem/den Auftraggeber(n), die Entwicklung des Untersuchungsdesigns, die Zusammenstellung von diagnostischen Verfahren, die Organisation der Datenerhebung, die elektronische Speicherung der Daten, die Auswertungsplanung sowie die Erstellung von Ergebnisberichten und die Unterstützung bei der Veröffentlichung der Evaluation. Evaluationsforschung und Programmevaluation im Gesundheitswesen Qualitätssicherung und Evaluationsforschung hängen eng miteinander zusammen. Evaluationsforschung ist die explizite Verwendung wissenschaftlicher Methoden, die den möglichst kausalen Nachweis der Wirksamkeit und Effizienz einer Intervention erbringen soll, um so den langwierigen und selten von Fachkompetenz getragenen Diskussionen vorzubeugen, wie das Gesundheitssystem weiterentwickelt werden kann. Fragen der Finanzierbarkeit, der Qualität der gesamten Versorgungskette, Versorgungsfehler und Versorgungslücken, adäquate Befriedigung gesundheitlicher Bedürfnisse und Fragen zur Erreichung von Zielgruppen bestimmen die aktuellen Veränderungen in der deutschen Gesundheitsversorgung. Programmevaluationen sind angewandte Forschungsarbeiten, die Kosten-Nutzen und Kosten-Effektivität von einzelnen Interventionen oder von kompletten Interventionspaketen zum Ziel haben. In der Grundlagenforschung zur Wirksamkeit von Interventionen werden durch hochkontrollierte Studien Störeinflüsse konstant gehalten, um wenige Kausalfaktoren effizient testen zu können. Die interne Validität wird dadurch maximiert. Metaanalysen synthetisieren dann das kausale Wirkungspotenzial unter optimalen Bedingungen. Die Kenntnis der Wirksamkeit unter hochkontrollierten Bedingungen sagt nichts darüber aus, wie groß die Wirksamkeit unter den natürlichen Rahmenbedingungen der realen Versorgung ist. Aus der Umsetzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in entsprechende Technologien ist seit langem bekannt, dass der Wirkungsgrad bei der Übertragung in die unverfälschte Realität in der Regel deutlich geringer ausfällt als theoretisch erwartet. In der Evaluationsforschung und der Programmevaluation muss darauf geachtet werden, welche Versuchspläne und welche Datenanalysestrategien besonders geeignet erscheinen, welche diagnostischen Assessmentinstrumente verwendet werden und welche Zielfindungs-, Bewertungs- und Entscheidungshilfen für diese Art von Forschung indiziert sind. Randomisierte Kontrollgruppenpläne sind in den realen Versorgungssystemen besonders schwer zu implementieren, da sie erfordern würden, zufällig ausgewählten Patienten bestimmte Maßnahmen zumindest zeitweise vorzuenthalten und deren Umsetzung würde versicherungsrechtliche, juristische und letztlich auch ethische Bedenken aufwerfen. Als besonders indiziert erscheinen deshalb längerfristig angelegte Zeitreihenstudien und Versuchspläne mit mehreren Meßzeitpunkten, die als die stärksten quasiexperimentellen Designs gelten. Als Kriterienmasse eignen sich besonders multiple Ergebnismasse, die den unterschiedlichen Interessen der Projektpartner („Stakeholder“) entsprechen müssen. Programmevaluationen im Gesundheitswesen entstehen unter dem Einfluss unterschiedlicher Interessen und es ist erforderlich, gleichzeitig mehrere monetär und nicht-monetär bewertbare Ziele zu erreichen. Zur Bewertung müssen daher Kosten-Nutzen-Analysen ebenso wie Kosten-Effektivitäts-Analysen herangezogen werden. Beide Varianten erfassen den gesamten Aufwand an Personal, Zeit und Ressourcen in monetären Grössen. Während bei Kosten-Nutzen-Analysen auch die Ergebnisse in Geldeinheiten gemessen werden, ist dies bei Kosten-Effektivitäts-Analysen nicht der Fall. Dort einigt man sich auf psychometrische oder biometrische Skalen (z.B. Symptomlisten, Fragebogen zur Lebensqualität und zur Krankheitsbewältigung) und analysiert die Wertigkeit von Veränderungspunkten oder von Effektgrössen. Zum Problem der Wirtschaftlichkeit von Behandlungsmaßnahmen und Programmen Betrachtet man die noch recht kurze Geschichte der Evaluationsforschung in der klinischen Psychologie und sicher auch in der Medizin, scheint es so zu sein, daß in bestimmten Stadien der Etablierung anwendungsbezogener Therapiemethoden unterschiedliche Bewertungskriterien herangezogen werden, um die Güte eines Behandlungskonzepts und die wissenschaftlich klinische Rechtfertigung zur Anwendung der Therapie zu untermauern. Ein erstes Kriterium beschäftigt sich immer mit der theoretischen Stringenz und theoretisch wissenschaftlichen Begründbarkeit einer Therapietheorie. Wenn sie diesen Ansprüchen, die überwiegend aus wissenschaftlichen Überlegungen und Kriterien abgeleitet werden, genügt, wird sie zunächst einmal als vertretbares Konstrukt angesehen und entsprechend «freigegeben» oder kritisiert. Ein zweites Kriterium stellt die Beurteilung des in einer Therapietheorie vermittelten und in ihr enthaltenen Wertsystems und Menschenbildes dar. Das Ergebnis dieser Beurteilung hängt von der Parallelität oder Kongruenz mit gerade aktuellen gesellschaftlichen Normen und Wertsystemen ab. So würde zum Beispiel die klientenzentrierte Therapie als bedeutsam angesehen werden, wenn humanistisches Denken und humanistische Werte für die Beurteiler wichtig sind. Viele Diskussionen an den Hochschulen über die Angemessenheit von Therapiemethoden beschäftigen sich mit solchen Wertmaßstäben. Ein drittes Kriterium, das aus dem Methodeninventar der naturwissenschaftlichen Forschung entnommen wurde, ist die empirisch untersuchte Uberlegenheit einer Therapiemethode in Relation zu Behandlungsalternativen oder Nicht Behandlungen. Der vierte Bereich umfaßt die Untersuchung der Kosten Nutzen Relation (d.h. der Wirtschaftlichkeit) und führt erstmalig ein quantitatives Verständnis in die Beurteilung von Therapiemethoden ein. Für den klinisch psychologischen Forschungsbereich ist diese Fragestellung ebenso neu wie unbeachtet, wenn man einmal von ersten wissenschaftlichen Grundsatzdarstellungen absieht. Kosten Nutzen Untersuchungen begannen in den 30er Jahren, als erstmals in den Vereinigten Staaten rechtlich verbindlich festgelegt wurde, daß Investitionen des Staates danach zu beurteilen sind, ob der aus ihnen erwachsene Nutzen größer als die entstehenden Kosten ist. Ebenso sind in der Bundeshaushaltsordnung und den Landeshaushaltsordnungen Formulierungen bezüglich öffentlicher Investitionskosten enthalten, die darauf verweisen, daß für geeignete Maßnahmen von erheblicher finanzieller Bedeutung Kosten Nutzen Untersuchungen anzustellen sind. Einerseits ist die Tatsache, daß sich neuere, aus psychologischen Grundlagen abgeleitete Therapieverfahren mit dieser Fragestellung auseinandersetzen müssen, ein Hinweis darauf, daß die Frage der Finanzierung solcher Therapiemethoden bereits in etablierten staatlichen Gremien diskutiert wird, andererseits liegen kaum Erfahrungen und Forschungsmothoden vor, die solche Fragestellungen vorantreiben könnten. Ein weiteres Problem besteht darin, daß Kosten Nutzen Untersuchungen von therapeutischen Maßnahmen nur im Forschungsverbund zwischen allen im Gesundheitsbereich Tätigen, wie z.B. Krankenkassen, Psychologen, Ärzten, Behandlungseinrichtungen, Patienten, realisierbar sind und daß man sich innerhalb dieses Verbundes über die Effizienzkriterien einigen muß, wenn die Ergebnisse auch gesundheitspolitisch tragfähig sein sollen. Methoden der Effektivitäts und Effizienzmessung am Beispiel psychologischer Behandlung Um eine Bewertung von Forschungsansätzen vornehmen zu können, erfolgt ein kurzer theoretischer Überblick über die derzeitigen methodischen Grundlagen der Effektivitäts /Effizienzforschung. Die Beurteilung nach der Effektivität Hier handelt es sich um die klassische Fragestellung der wissenschaftlichen Psychotherapieforschung: beeinflußt die Intervention den natürlichen Krankheitsverlauf bzw. ist die Intervention anderen Behandlungsformen überlegen? Dieser Vergleich ist allerdings nur dann beweiskräftig, wenn es gelingt, die Vielzahl weiterer Einflußfaktoren auf das Behandlungsergebnis zu kontrollieren (ein Unterfangen, das sich in psychologischen Untersuchungen weitaus komplexer und schwieriger erweist als in pharmakologischen). Bei Effektivitätsmessungen im Gesundheitswesen sind besonders zwei Punkte zu beachten: Neben den Veränderungsurteilen durch Patient und Therapeut sollen die Auswirkungen auf beteiligte Dritte (von der Familie bis zum Arbeitgeber oder der Krankenkasse) einbezogen werden (z.B. die Zahl neuer Krankheitstage etc.). Die erzielten Veränderungen müssen in ihrer Qualität beurteilt (d.h. an gesondert formulierten Kriterien gemessen) werden. Solche Beurteilungskriterien können an bestimmten individuellen Zielen (z.B. Reduktion der Schmerzintensität bei Migräne) oder an dem Grad der Erreichung bestimmter Normen (ob z.B. mit einer Therapie der Blutdruck in den Normalbereich gesenkt werden konnte) festgemacht werden. Häufig ist es für die Beurteilung der Therapie einer komplexen Störung sinnvoll, mehrere Ergebnisse in einer Effektivitätsangabe zusammenzufassen. Z .B. könnte man nur die Drogenabhängigen als erfolgreich behandelt ansehen, die eine berufliche und soziale Integration erreicht haben und drogenfrei sind. Hier wird also eine Beurteilung nach physischen, psychischen und sozialen Gesundheitskriterien gefordert (3 Meßebenen). Beurteilung nach Kosten Das bedeutet, der Vergleich von Therapieverfahren erfolgt lediglich nach den anfallenden Kosten. Bei einer stationären Behandlung ist im einfachsten Falle das Produkt von Tagessatz und Verweildauer heranzuziehen. Kosten von Dritten können auch Berücksichtigung finden, z.B. Arbeitsausfall etc. Beurteilung nach dem Nutzen Am häufigsten wird in der medizinischen Forschung der Nutzen durch Kosteneinsparung berechnet. So kann z.B. die Wirkung einer Therapie an der Anzahl der Reduzierung zukünftiger Krankheitstage (in monetären Angaben) oder an den Ausgaben der Krankenversicherung vor und nach der Therapie gemessen werden. Mit Nutzen ist in diesem Zusammenhang immer ein monetär quantifizierter Nutzen gemeint. Diese Berechnungen sind sehr erschwert, da die Komplexität, die durch verschiedene Aspekte des Nutzens einer Intervention entstehen, nicht komplett quantifiziert werden können. Beurteilung nach Kosten und Effektivität Hier werden die Kosten einer Behandlung in Relation zur Effektivität gesetzt, d.h. damit kann berechnet werden, was die Erreichung eines bestimmten therapeutischen Ergebnisses kostet. Soll dieses Konzept praktische Relevanz bekommen, reicht es nicht einfach aus, die Therapie mit dem günstigsten Verhältnis zu wählen, sondern es müssen natürlich Mindestanforderungen bezüglich der Effektivität und Obergrenzen, was die Kostenseite betrifft, berücksichtigt werden. In diesen Bereich gehören auch Studien, in denen retrospektiv die Auswirkung psychologischer Behandlung auf die Nutzung medizinischer Einrichtungen untersucht wurde. Beurteilung nach Kosten und Nutzen Hier werden die Kosten einer Therapie in Relation zu deren Nutzen gesetzt. Die Schwierigkeit hierbei zeigt sich im Gegensatz zur Kosteneffektivitätsanalyse wieder in der Quantifizierung des Nutzens in monetären Einheiten, da eine umfassende Quantifizierung sowieso unmöglich erscheint. Abschließende Bewertung der vorangestellten Ansätze Die vorgestellten einfachen Beurteilungsverfahren (nach Effektivität, nach Kosten, nach Nutzen) haben den Nachteil, dass sie jeweils nur einen Aspekt berücksichtigen: Bei ausschließlichen Effektivitätsbeurteilungen können Therapieverfahren als einsatzfähig erscheinen, die jedoch aus Kostengründen nicht angewandt werden können. Bei reinen Kostenvergleichen bleibt der Therapieeffekt unberücksichtigt und man stellt nicht fest, ob eine etwas teurere Therapie vielleicht wesentlich bessere Ergebnisse erbringt. Bei reinen Nutzenberechnungen bleiben Therapiekosten unberücksichtigt, d.h. vermeintliche Nutzenvorteile einer Therapiealternative können durch höhere Kosten relativiert werden und sich damit als unökonomische Belastung darstellen. Mehr Informationsgewinn erzielt man durch Beurteilungsverfahren, die sowohl Aufwand als auch das erzielte Ergebnis berücksichtigen. Kosten Nutzen Berechnungen erfordern im Vergleich mit Kosteneffektivitätsberechnungen einen ungleich höheren methodischen Aufwand, da der Nutzen auch in monetäre Einheiten transformiert werden muss. Für die hier interessierende Fragestellung, nämlich der Bestimmung der günstigsten Alternative zur Lösung eines bestimmten Problems, erscheint die Kosteneffektivitätsanalyse angemessener, zumal es gerade bei psychosomatischen Erkrankungen sinnvoll erscheint, Wirkungen auf unterschiedlichen Messebenen (soziale, psychische und medizinische) transparent zu machen.  
Angewandte Klinische Forschung  
Klinische Forschung im Zwiespalt zwischen Grundlagenstudien und Anwendungswissenschaft Trotz langjähriger Proklamationen von Vertretern der klinischen Hochschulforschung zur Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus der klinische Regelversorgung scheint es nach wie vor so zu sein, dass insbesondere die klinisch-psychologischen Hochschuleinrichtungen praktische Anwendungsfelder für ihre Grundlagenwissenschaft nicht zwingend zur Weiterentwicklung ihres Faches benötigen; gleiches gilt jedoch auch für die Einrichtungen der ambulanten und stationären klinisch-psychologischen Routineversorgung.(z.B. in Beratungsstellen, psychotherapeutischen Kliniken und psychiatrischen Einrichtungen), die wiederum die Ergebnisse grundlagenwissenschaftlicher Forschung für die Praxisgestaltung – außer in gelegentlichen Zitaten mit "Alibifunktion" – kaum benötigen. Beide Gruppen nehmen bei sich zeitweise ein gewisses Unwohlsein wahr, wenn sie sich mit den Bewertungskriterien des jeweils anderen "Lagers" konfrontiert sehen: Der Hochschullehrer bei der Frage nach der Praxisrelevanz seiner Forschungsbemühungen und der Kliniker bei der Frage zur theoretischen Rechtfertigung seiner Handlungen und Strategien. Diese Irritation hat jedoch in der Regel keine nachhaltige Verhaltensänderung zur Folge, weil es offensichtlich spezifische Verhaltenskontingenzen gibt, die das jeweilige "lagerspezifische" Handlungsverständnis ausreichend verstärken. Bei Forschungsbemühungen im wissenschaftlichen Bereich ist mit der Verifizierung bzw. Falsifizierung einer theoretischen Annahme und der diesbezüglichen wissenschaftlichen Publikation in einem "Impact"-relevanten Organ der eigentliche Forschungszweck bereits erfüllt. Die Veröffentlichung des entsprechenden Erkenntnisgewinns unter Wahrung der forschungsmethodischen Aspekte dient neben der Theorieentwicklung oder -weiterentwicklung der rollenspezifischen Qualifikation im Rahmen der Hochschulkarriere. Die Beforschung der klinischen Pflicht- und Regelversorgung muss sich jedoch zuerst an dem Kriterium der persönlichen Verantwortlichkeit von Handlungen einem konkreten Patienten gegenüber messen lassen. Was nützt es einem Patienten, wenn er zufällig mit seinem Verhaltensrepertoire zwar praktisch erfolglos, aber theoretisch hochsignifikant erfolgreich der Fehlervarianz zuzurechnen ist; und welcher Forscher nimmt den Kliniker hierbei aus der Verantwortung? Ziel jeglicher klinischer Erfahrungsbildung ist die Erweiterung und Sicherung des Handlungswissens, das Einüben von Handlungsfertigkeiten und die Sicherstellung der Integration beider Aspekte in den Prozess der Standardversorgung. Selbst wenn man optimistischerweise von einer stärkeren Anwendungsorientierung klinisch-wissenschaftlicher Fragestellungen ausginge, ist der Auftrag mit der Vorlage eines entsprechenden Forschungsberichtes noch nicht beendet, der "eigentliche" Auftrag, das neu gewonnene und so gesicherte Handlungswissen in die Praxisversorgung zu integrieren, beginnt für den Kliniker dann erst und erfordert spezielle institutionelle Strategien. Die institutionelle Fragestellung im Rahmen einer klinisch orientierten angewandten Fragestellung richtet sich nicht erst nach der Durchführung eines experimentellen Designs auf die Umsetzbarkeit und den Nutzen der Ergebnisse, sondern die Forscher müssen sich bereits bei der Entwicklung der Fragestellung und der Konzeption möglicher Interventionen damit beschäftigen, ob Ergebnisse überhaupt umsetzbar sind (wie auch immer sie ausfallen mögen) und wie dies geschehen soll. Diese Notwendigkeit führt jedoch im Einzelfall zu völlig veränderten Fragestellungen im Vergleich zu einem eher theoretisch orientierten Forschungsbemühen bei der gleichen Problemstellung. Nur allzu leicht erliegt auch der klinische Forscher im angewandten Bereich dem Druck aus dem Bereich der theorie- und wissenschaftsorientierten Forschungsparadigmen, besonders, wenn beabsichtigt ist, angewandte Studien zu veröffentlichen. Es gilt noch einmal hervorzuheben, dass angewandte Forschung immer zunächst der unmittelbaren Verbesserung praktischer Problemstellungen zu dienen hat. Eine Publikation verbessert die Praxis nicht ! Dieser Zweispalt führt bei vielen Praktikern – sowohl im psychologischen als auch im medizinischen Anwendungsbereich – bedauerlicherweise häufig zu einer fehlgeleiteten Wissenschaftsfeindlichkeit als Prinzip und überlässt den Prozess der Forschung und Erfahrungsbildung in der klinischen Praxis der Willkür der täglichen Anforderungen und Ereignisse. Es muss kein Nachteil sein – wie häufig dargestellt – auf einer oft noch schmalen Informationsbasis Problemlösungsstrategien zu entwickeln und diese im therapeutischen Prozess fortwährend anzupassen und zu erweitern. Es zwingt den Kliniker nämlich, praktisch effizienten Vorgehensweisen zu entwickeln und ineffiziente Nebenschleifen der Informationsgewinnung rascher zu erkennen und aufzugeben. Hierfür ist jedoch ein eigenes pragmatisch-klinisches Handlungsverständnis erforderlich, das die Elaboriertheit theoretischer Vorgaben auf das notwenige Maß beschränkt. Damit sind jedoch in der Regel die Beziehungen zu den universitären Vorstellungen über die theoretischen Notwendigkeiten klinischer Praxis beendet. Gleichzeitig trifft man gelegentlich auf recht selbstbewusst auftretende klinische Hochschuldozenten, die auch auf therapeutischen Kongressen ihren methodisch und theoretisch hoch elaborierten Behandlungsfall mittels langjährig konservierter Erfahrung überall vortragen. Der Respekt des Klinikers verfliegt jedoch, sobald sich jemand traut, nach der regelmäßigen Versorgungspraxis des Referenten zu fragen, was leider viel zu selten vorkommt. Dass eine derartige Praxis überhaupt möglich ist, ist leider ein Abbild des beschriebenen Zwiespalts zwischen Grundlagenstudium und Anwendungswissenschaft. Leider ist es noch oder immer noch kein universitäres Qualitätskriterium statt zwei Fällen mit einer speziellen Symptomatik derer 50 behandelt zu haben. Wichtiger ist es immer noch, über die zwei Fälle eine wissenschaftliche Abhandlung verfasst zu haben. Würden die medizinischen Universitätslehrstühle nach solchen Kriterien besetzt, ließe sich wohl niemand mehr in einer Universitätsklinik behandeln. Bis auf wenige Ausnahmen ist ein solches Bewertungssystem in der klinisch-psychologischen Hochschullandschaft die Regel. Methodenkritik hat einen hohen Stellenwert in der wissenschaftlichen Forschung und sie ist eine wichtige Antriebsfeder, Forschungsansätze zu verbessern und Studien auf einem hohen Messstandard zu replizieren. Gerade bei schweren Krankheitsverläufen werden vor allem ethische Gründe gegen die Durchführung experimenteller Designs ins Feld geführt, vor allem, wenn es um das Vorenthalten von indizierten therapeutischen Maßnahmen geht. Tatsächlich gab es bei den Planungsdiskussionen zu einer Verlaufsstudie über magersüchtige Patientinnen von einem renommierten Forscher den Vorschlag, Zufallszuweisungen für stationäre Behandlungen durchzuführen, um eine entsprechende unbehandelte Kontrollgruppe zur Verfügung zu haben. Wer will die Mortalität innerhalb dieser Kontrollgruppe verantworten, wenn man einmal absieht von dem zweifelsfrei vorhandenen Recht auf eine angemessene und rechtzeitige Behandlung? Sicher werden ethische Hinderungsgründe auch häufig missbräuchlich zur Abschmetterung systematischer Forschung vorgeschoben. Dieses Spannungsfeld beleuchtet die spezielle Verantwortung der Kliniker und Forscher im angewandten Bereich, ist aber auch als Aufforderung zu verstehen, Forschungsfragestellungen kritisch zu reflektieren, die mit Ethikargumenten nicht weiter verfolgt werden. Zur Umgehung solcher Problembereiche konzentriert sich die elaborierte Wissenschaft auf homogenisierbare Störungsbereiche oder man unterzieht die experimentelle Gruppenbildung einem Reinigungsprozess zur Eliminierung schlecht behandelbarer oder schwieriger Patienten. So schlug einst eine Gutachterkommission der DFG nach Beratung eines Projektzwischenberichtes der Studie "Interaktion behavioraler und kognitiver Komponenten bei der Therapie von depressiven Entwicklungen mit Leistungsstörungen bei Patienten mit cerebralen Noxen" Patienten aus der Studie auszuschließen, bei denen ein Verfahren über Rentenansprüche oder Entschädigung läuft, nachdem die Projektleitung bereits selbst erklärt hat, Patienten aus der Studie auszuschließen, deren emotionale (depressive) Störung eine direkte Folge der organischen Beeinträchtigung sei und dass nur Patienten angenommen wurden, deren organische Beeinträchtigung von neurologischer Seite als gering eingestuft wurde. Begründet wurde dies mit Problemen von Patienten mit sekundärer Motivation, die berentet oder entschädigt werden möchten. Und das bei einer Studie, die ihre Rechtfertigung aus einer hohen Frühberentungsquote der avisierten Klientel und häufigem Versagen im beruflichen Leistungs- und Anforderungsbereich herleitet! Angewandte klinische Forschung beschäftigt sich mit handlungsbezogenen Fragestellungen und der Umsetzungsprozess des Handlungswissens ist selbst Gegenstand von Forschungsbemühungen. Wenn Forscher gleichzeitig einen verbindlichen Versorgungsauftrag wahrnehmen müssen, fördert dies das Verständnis für praxisbezogene Fragestellungen und die Forschung wird gleichsam zu einem konstanten Anwendungsbezug der Projekte "gezwungen", wenn die Forscher Nachmittags die Konzepte umsetzen müssen, die Vormittags in den Vorlesungen referiert werden. Der durch eine gleichzeitige Regelversorgung erzwungene Handlungspragmatismus vermittelt jedoch ebenso die Begrenztheit theoretischer Vorgaben und Notwendigkeiten der täglichen Praxisaufgaben. Auch die zwischenzeitlich in erheblichem Umfang umgesetzte Verbundforschung führt in der Regel zu einer Überschätzung der Übertragbarkeit der Erfahrungen in die Praxis. Es ist eben von der Erfahrungsbildung her ein grundsätzlicher Unterschied, ob man über einen Zeitraum von vielleicht zehn Wochen eine "Depressionsgruppe" oder eine "Kopfschmerzgruppe" o.ä. durchführt und evaluiert mit in der Regel hochselektierten Patientenpopulationen und danach eine klinische Versorgungspause einlegt, um sich einem anderen Thema zu widmen oder ob man eine konstante Versorgung für ein häufig heterogenes Mischklientel organisieren und sicherstellen muss. Selbstverständlich ist es in der Anfangsphase der Entwicklung klinisch-therapeutischer Konzepte insbesondere vom forschungsmethodischen Gesichtspunkt her notwendig, Studien mit selektierten klinischen Populationen durchzuführen. Die Entwicklung, Begründung und Verbreitung klinisch-psychologischer Therapieansätze wäre ohne solche Bemühungen gar nicht denkbar. Es wäre jedoch ein Irrtum, davon auszugehen, die klinische Praxis könne und müsse den dabei entwickelten und propagierten klinisch-methodischen Standards genügen. Die Übertragung von so entwickelten therapeutischen Programmen in die Praxis erfordert denn auch häufig eine weitreichende Flexibilisierung der Therapiemethodik, dass die Originalautoren ihre Programme in der Praxis kaum wiedererkennen. Dass diese Anpassung nicht immer zu Lasten einer unzureichenden Praxis geht sondern auch ein Vorteil sein kann, wird wenig gesehen: Die wirklich wichtigen Programmteile können herausgefiltert werden, die Arbeitsabläufe an die wechselnden Bedürfnisse der Patienten angepasst und die Programme um solche Aspekte erweitert werden, die die Behandlung nicht derart hochselektierter Patientengruppen erfordert. Dieser Übertragungsprozess selbst muss jedoch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung werden, wenn er nicht der Beliebigkeit anheimfallen soll. Wirtschaftliche und gesundheitspolitische Auswertung angewandter Forschung Die wirtschaftliche Auswertung klinisch angewandter Forschung im Bereich der Klinischen Psychologie und der Psychotherapie und deren gesundheitspolitische Verwertung sind in der öffentlichen Diskussion weitgehend tabuisiert. Der Zweck wissenschaftlicher Forschung im Hochschulbereich ist mit der Vorlage eines Forschungsberichtes ist mit der Vorlage eines Forschungsberichtes, einer Diplomarbeit, einer Dissertation oder einer Habilitation bereits erfüllt. Die einzige wirtschaftliche Auswertung bestünde allenfalls in der Haltung von honorierten Vorträgen oder Fortbildungsveranstaltungen oder Publikationen mit größeren Auflagen sowie der Verwertung im Rahmen der eigenen beruflichen Karriere. In den technischen Wirtschaftsbereichen oder in der Kunstbranche kontrolliert ein entsprechender Patentschutz die missbräuchliche Auswertung und Verwendung des Produkts. Im Psychotherapiebereich – genauer: in einem Anwendungsbereich, in dem einzelne handelnde Personen und ihre Konzepte das eigentliche Produkt darstellen – treffen wir auf eine völlig andere Situation. Weder gibt es einen irgendwie gearteten Patentschutz neu entwickelter therapeutischer Methoden, noch kümmern sich die therapeutische tätigen Forscher um eine Begrenzung der wirtschaftlichen Auswertung ihres Produkts; zudem gibt es kaum Möglichkeiten, einer missbräuchlichen Auswertung vorzubeugen. Dieser Sachverhalt mit einer relativ freien Verfügbarkeit therapeutischer Konzepte hat ganz sicher zu einer raschen Verbreitung wirksamer Methoden geführt und dies auch weitgehend kostengünstig – und das ist gut so. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die die wesentliche Produktkontrolle therapeutischen Handelns, nämlich die Festlegung und Umsetzung von Ausbildungscurricula zu einem willfährigen Instrument der berufspolitischen Vorteilsnahme führt. Es ist zu wünschen, dass klinische Forscher stärker als bisher zur Auswertbarkeit und gesundheitspolitischen Verwertbarkeit ihrer Arbeiten Stellung nehmen und dies nicht einzelnen wirtschaftlichen oder gesundheitspolitischen Interessengruppen überlassen. Sicher sind wir als Kliniken häufig zu sehr an inhaltlichen Problemen und Problemlösungen interessiert und überlassen die wirtschaftliche Verwertbarkeit Anderen, ohne uns weiterhin gegen die missbräuchliche oder zu weitreichende Verwertung der eigenen Arbeit zu schützen. Es wäre jedoch ebenso leichtfertig und vorurteilsbehaftet, wenn man allen Forschungsbemühungen und Forschungsergebnissen aus privatwirtschaftlich organisierten Einrichtungen stärkeres Misstrauen entgegen bringen würde als wissenschaftlichen Studien überhaupt, nur weil sie marktwirtschaftlicher zu denken und zu handeln scheinen als Hochschulforschungseinrichtungen.  
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Detaillierte Vita Professor Dr. phil. Manfred Zielke, Diplompsychologe Baltic Bay Clinical Consulting Forschung-Beratung-Ausbildung Professor für Klinische Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim Lange Koppel 10 D-24248 Mönkeberg Tabellarischer Lebenslauf Geburtsdatum: 8. August 1944 in Danzig Studium: 1967 - 1972 Studium der Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel Heirat: 1972; 1 Kind Berufliche Tätigkeiten 1972-1981 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Psychologie der Universität Kiel 1977 Promotion zum Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel 1981-1993 Leitender Psychologe der Psychosomatischen Fachklinik Bad Dürkheim, der Klinik Berus und der Fachklinik Hochsauerland 1983-1985 Innerhalb dieser Tätigkeit Leiter der Abteilung Psychosomatik an der Forschungsstelle für Psychosoziale und Psychosomatische Prävention und Rehabilitation ( FPR ) an der Universität Marburg 1985-1986 Leitender Psychologe der Klinik Berus - Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin in Überherrn-Berus (Saarland) 1995 Habilitation in Klinischer Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim 1993-2009 Geschäftsführer des Wissenschaftsrates der AHG AG 1999 Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten 2002 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Klinische Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim 2005 Verleihung des Adolf-Ernst-Meyer-Preises für Psychotherapieforschung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin DKPM 2006 Ernennung zum Wissenschaftlichen Direktor des Wissenschaftsrates der AHG AG 8/2009 Freiberufliche Tätigkeit in Forschung, Beratung, Ausbildung „Baltic Bay Clinical Consulting“ Erfahrungen in Wissenschaft und Lehre Lehrtätigkeiten an den Psychologischen Instituten der Universitäten Kiel, Mainz, Frankfurt, Eichstätt, Trier, Saarbrücken und Mannheim. Die Lehrinhalte beziehen sich auf verhaltensmedizinische Behandlungsansätze bei allen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Anpassungsstörungen, somatoforme Störungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Eßstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Schlafstörungen und Störungen der Impulskontrolle (vor allem pathologisches Spielen) sowie Abhängigkeitserkrankungen, auf psychische Reaktionen bei körperlichen Erkrankungen (z.B. nach Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen, Tinnitus) und auf chronische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Weitere Lehrinhalte sind Präventionsansätze (primäre, sekundäre und tertiäre Prävention) bei koronaren Herzerkrankungen, Rückenerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und neurologischen Erkrankungen und sämtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Indikationsproblematik und der Evaluationsforschung sowie im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung im stationären-klinischen Bereich. Die wissenschaftlichen Tätigkeiten erstrecken sich auf alle vorgenannten Lehrinhalte. Daneben spielen Fragestellungen zur Gesundheitsökonomie und zur Qualitätssicherung eine wesentliche Rolle. Veröffentlichungen Publizistische Aktivitäten: Seit 1988 Herausgeber und Schriftleiter der Fachzeitschrift „Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation“. Bisher erschienen sind 83 Quartalshefte mit Schwerpunktthemen aus angewandten und wissenschaftlichen Fragestellungen zur klinischen Verhaltensmedizin und der Rehabilitation. Schriftleiter einer Buchreihe „Angewandte Verhaltensmedizin in Forschung und Praxis“ (bisher 15 Bücher erschienen). Autor von Testverfahren zur Erfassung von Psychotherapieeffekten: „Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens VEV“ in der revidierten Version „VEV-R-2001“ bei Hogrefe, Göttingen. (Zusammenmit C. Mehnert) „Kieler Änderungssensitive Symptomliste KASSL“ bei Hogrefe, Göttingen. „Fragebogen zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz KoBelA“ (zusammen mit S. Leidig) Neben Zeitschriftenveröffentlichungen als Einzelbeiträge und als Gastherausgeber von Themenschwerpunkten in Zeitschriften sind eine Reihe von Buchpublikationen als Monographien oder als Herausgeberwerke erschienen, die sich bis 1980 mit der klientenzentrierten Psychotherapie beschäftigen und in den letzten 25 Jahren Themenstellungen der angewandten Verhaltensmedizin bearbeiten: „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten – Konzepte, Entwicklungen und Ergebnisse.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 2006 „Medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Aktuelle wissenschaftliche und klinische Aspekte.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 2004 (Zusammen mit M. Schowalter, H. Vogel, H. Hoff-Emden) „Arbeitsbezogene Prävention und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen - Klinische und wissenschaftliche Grundlagen.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 69, 2005 (Zusammen mit K. Limbacher und S. Leidig) „Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie der psychosomatischen Rehabilitation.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 67, 2004 (Zusammen mit E. J. Borgart, W. Carls, K. Limbacher, R. Meermann und J. Schwickerath) „Verhaltensexzesse und Störungen der Impulskontrolle: Pathologisches Spielen – Behandlungskonzepte und Erfahrungen in der stationären medizinischen Reghabilitation.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 66, 2004 (Zusammen mit W. Carls, H. von Keyserlingk und M. Vogelgesang). „Arbeitsbezogene Prävention und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Klinische und wissenschaftliche Grundlagen.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 69, 2005 (Zusammen K. Limbacher und S. Leidig) „Behandlungskrisen und der Umgang mit schwierigen Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation – Strategien, Erfahrungen, Ergebnisse.“ Themenschwerpunkt der Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 79, 2008 (Zusammen mit J. Schwickerath und W. Carls) „Behandlungsdauer und Behandlungsergebnisse: Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapie- und Rehabilitationsforschung.“ M. Zielke, W. W. Wittmann (Hrsg.). Themenschwerpunkt für die „Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation“ Heft 83, 2009 „Die Entzauberung des Zauberbergs – Therapeutische Strategien und soziale Wirklichkeit.“ (1988) Verlag modernes lernen, Dortmund. (Zusammen mit N. Mark und J. Sturm) „Fortschritte der angewandten Verhaltenmedizin.“ (1990) Springer, Heidelberg. „Wirksamkeit stationärer Verhaltenstherapie.“ (1993) (zugleich Habilitationsschrift) Psychologie Verlags Union, Weinheim „Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie.“ (1994) Psychologie Verlags Union, Weinheim (Zusammen mit J. Sturm) „Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation.“ (2001) Pabst Science Publishers, Lengerich. (Zusammen mit H. von Keyserlingk und W. Hackhausen) „Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen.“ (2003) Pabst Science Publishers, Lengerich (Zusammen mit R. Meermann und W. Hackhausen) Mitarbeit bei der Veröffentlichung von Schwartz F W, Bitzer E M, Dörning H, Grobe T, Krauth C, Schlaud M, Schmidt T, Zielke M (1999) „Gutachten: Gesundheitsausgaben für chronische Krankheit in Deutschland – Krankheitskostenlast und Reduktionspotentiale durch verhaltensbezogene Risikomodifikation.“ Pabst Science Publishers, Lengerich. „Mobbing am Arbeitsplatz – Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte.“ (2004) Pabst Science Publishers, Lengerich. (Zusammen mit J. Schwickerath, W. Carls und W. Hackhausen) „Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik – Krankheitsverhalten von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf.“ (2004) Pabst Science Publishers, Lengerich. „Essstörungen – Klinische Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen.“ (2006) Pabst Science Publishers, Lengerich. (Zusammen mit M. Vogelgesang und P. Schuhler) „Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements.“ (2006) Pabst Science Publishers, Lengerich. (Zusammen mit S. Leidig und K. Limbacher) „Indikation zur stationären Behandlung und Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.“ (2011) Pabst Science Publishers Mitglied in Fachgesellschaften Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie (dvt) Bund Deutscher Psychologen (BDP) Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) Vorfeldrecherchen, Koordination und Planung und ggf. Umsetzung von Klinikkonzepten Psychosomatische Fachklinik Bad Dürkheim Psychosomatische Fachklinik Hochsauerland - Schmallenberg Klinik Berus – Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin Überherrn-Berus Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche Kartzow sowie Adaptation an Beelitz-Heilstätten Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche „Mönchgut-Rügen“ Zentrum für onkologische Rehabilitation und medizinisch-berufliche Rehabilitation in Wuppertal Verhaltensmedizinisches Rehabilitationszentrum für Pneumologie, Hauterkrankungen und Psychosomatik in Pfronten Medical Center of Rehabilitation and Health Care MCRHC Dubai Fachklinik Waren - Zentrum für Psychosomatische Rehabilitation und Verhaltensmedizin Ambulante Rehabilitation für die Indikationsbereiche Orthopädie, Neurologie und Psychosomatik Düsseldorf  
Testverfahren  
Testverfahren Bei der Entwicklung von Testverfahren aus der klinischen Perspektive von Baltic Bay Clinical Consulting wurde besonders darauf Wert gelegt, Messinstrumente zu konstruieren, die sich für den täglichen Gebrauch in psychotherapeutischen Praxen und Kliniken eignen, die aber gleichzeitig den Gütekriterien für Meßverfahren genügen und somit auch für angewandte Forschungsfragestellungen verwendbar sind. Die Handhabung sollte so vereinfacht werden, dass z.B. Kliniker ohne aufwändige individuelle Berechnungen sachbezogene Einschätzungen von Veränderungswerten im Therapieverlauf vornehmen können. Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über langjährige Erfahrungen in der Entwicklung solcher klinischer Untersuchungsinstrumente. Die zur Entwicklung erforderlichen Arbeiten umfassen: Festlegung des Untersuchungsgegenstands und klinisch-theoretische Zuordnung, Zusammenstellung von Frageinhalten in Abstimmung mit dem jeweiligen klinischen Auftraggeber, Erarbeitung des Erhebungsmodus und der jeweiligen Skalierung Erprobung von Vorformen des Erhebungsinstrumentes an der avisierten klinischen Stichprobe und entsprechende Itemrevisionen, Unterstützung bei der Datenerhebung, Durchführung von erforderlichen methodischen Berechnungen (Faktorenanalysen, Itemanalysen) und Erstellung einer entsprechend bereinigten Endversion des Erhebungsinstrumentes, Durchführungen von Validitätsberechnungen, Unterstützung bei der Implementierung des Verfahrens in den Routinebetrieb, Unterstützung bei den Konzeption und der Abfassung von zugeordneten Veröffentlichungen. Von Baltic Bay Clinical Consulting selbst und in Kooperation mit Anderen entwickelte Meßverfahren: Zielke M, Kopf-Mehnert C (1978) Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV). Manual. Weinheim: Beltz Test Gesellschaft. Zielke M , Kopf-Mehnert C (2001) 22 Jahre wissenschaftliche und klinische Erfahrungen mit dem Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens VEV. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 53. Zielke M (1980) Darstellung und Vergleich von Verfahren zur individuellen Veränderungsmessung. Psychologische Beiträge 22, 592-609. Zielke M, Kopf-Mehnert C (2001) Der VEV-R-2001: Entwicklung und testtheoretisch Reanalyse der revidierten Form des Veränderungsfragebogens des Erlebens und Verhaltens (VEV) Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 53. Zielke, M. (1999) Direkte und indirekte Veränderungsmessung bei Interventionsansätzen – Methoden und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 35, 3-13. Zielke M (1980) Methodische Untersuchungen zum Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV). Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie 1, 34-55. Zielke M (1979) Entwicklung der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). Diagnostica 25, 78-97. Zielke M (1979) Kieler Änderungssensitive Symptomliste (KASSL). Manual. Weinheim, Beltz. Zielke M (1979) Untersuchungen zur Änderungssensitivität und Änderungsstruktur der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). Psychologie und Praxis 23, 123-134. Zielke M (1980) Differentielle prognostische Validität der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). In Hautzinger M, Schulz W (Hrsg) "Kongreß für Klinische Psychologie und Psychotherapie" Bd. 2, Berlin, 55-66. Zielke M (1982) Probleme und Ergebnisse der Veränderungsmessung. In Zielke M (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer, 41-59. Zielke M (1999) Direkte und indirekte Veränderungsmessung bei Interventionsansätzen - Methoden und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 45, 3-13. Zielke M (1980) Untersuchung der Gütekriterien des Klienten-Erfahrungs-Bogens (KEB). Diagnostica 26, 57-73. Zielke M (1982) Fragebogen zur Erfassung der symptomspezifischen Veränderungskontrollerwartung (SVKE). In Zielke M (Hrsg) Diagnostik in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer, 252-280. Zielke M (1992) Diagnostik: Von der Beziehung zur Klassifikation - oder umgekehrt? In Fett A (Hrsg) Diagnostik in der ambulanten Suchtkrankenhilfe. Freiburg: Lambertus, 10-27. Zielke M, Anhäuser K (1992) Empirische Validierung eines Narzißmusfragebogens und seine Verwendung bei der Evaluation stationärer Verhaltenstherapie. Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 18, 123-145. Zielke M (1994) Basisdokumentation in der stationären Psychosomatik. In Fachausschuß Psychosomatik des AHG Wissenschaftsrates (Hrsg) Basisdokumentation in der Verhaltensmedizin. Verhaltensmedizin Heute Bd. 2, 11-17. Zielke M (1994) Basisdokumentation in der stationären Psychosomatik. In Zielke M, Sturm J (Hrsg) Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, 995-1007. Dehmlow A, Zielke M, Limbacher K (1999) Konzeptionelle Gestaltung und Ergebnisse eines Entlassungsfragebogens nach stationärer Verhaltenstherapie. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 45, 28-34. Zielke M, Missel P, Schneider B & Herder F (2001) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualitätssicherung, Schwerpunktthema: Qualitätsmanagement in der Rehabilitation, 96, Heft 1, 43-52. Zielke M, Missel P, Schneider B & Herder F (2001) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Sucht aktuell,2, 22-28. Zielke M (Hrsg.) (2006) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten – Konzepte, Entwicklungen und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation. Themenschwerpunkt Heft 71. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M et mult al. (2006) „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten (QbP)“ – Konzeptionelle Gestaltung und Implementierung eines Entlassungsfragebogens nach verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 12-16. Zielke M, Dehmlow A, Herder F, Schmid F (2006) Gütekriterien des Fragebogens „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten „QbP“ auf der Grundlage von stationären Behandlungsverläufen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 18-26.   Zielke M, Missel P, Schneider B, Herder F (2006) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten als Element der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 71, 27 Zielke M (2004) Diagnostik und Differentialdiagnostik des Mobbinggeschehens. In Schwickerath J, Carls W, Zielke M, Hackhausen W (Hrsg.) Mobbing am Arbeitsplatz. Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte (41-75). Pabst Science Publishers, Lengerich. Stapel M, Zielke M, Hoff-Emden H (2005) Qualitätsbeurteilungen stationärer medizinischer Rehabilitationsmassnahmen durch Kinder und Jugendliche. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 24-29. Stapel M, Zielke M, Hoff-Emden H (2005) VEV-K: Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens für Kinder und Jugendliche für die Altersgruppen bis 12 Jahre (VEV-K-12) und bis 17 Jahre (VEV-K-17). Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 51-60. Zielke, Hoff-Emden H, Pellarin M (2009) Ergebnisbeurteilungen stationärer medizinischer Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen auf der Basis des VEV-K als Grundlage für ein klinikinternes Benchmarking. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 85, 186-195. Zielke M, Bischofberger B, Hoff-Emden H (2005) Stressbelastungen und Problembereiche bei Kindern und Jugendlichen im Vorfeld von stationären Rehabilitationsmassnahmen. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 68, 30-50. Zielke M, Ciric B (2006) Risikotypen bei arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern und deren Bedeutung für Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse in der psychosomatischen Rehabilitation. In Müller-Fahrnow W, Hansmeier T, Karoff M (Hrsg) (2006) Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (463-474). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M. Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. In Müller-Fahrnow W, Hansmeier T, Karoff M (Hrsg) (2006) Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (193-206). Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 72, 184-188. Zielke M (2008) Versuch einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Schwierigkeiten in der Behandlung von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im stationären Setting. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 79, 3-7. Zielke M (2008) Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster für nicht Erwerbstätige (AVEM-NE). DRV Bund (Hrsg) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“ (S. 108-110). DRV Schriften Band 77. Zielke M (2011) Entwicklung und klinische Erprobung der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste für den Bereich stationärer psychotherapeutischer Behandlungen (KASSL-Stationär) Aufsatz in Vorbereitung.  
KoBelA  
Klinische Validierung des „Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz (KoBelA)“ an Hand des „Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmusters (AVEM)“ und des „Instrumentes zur stressbezogenen Tätigkeitsanalyse (ISTA)“ Manfred Zielke1, Stefan Ledig2 1 Wissenschaftsrat der AHG AG, Mönkeberg 2 EMU-Systeme Berlin (Erschienen in Zielke M. Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. In Müller-Fahrnow W, Hansmeier T, Karoff M (Hrsg) (2006) Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (193-206). Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zielke M. Leidig S (2006) KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 72, 184 –188. Problemstellung: Nach wie vor existieren kaum zuverlässige Befragungsinstrumente zur Erfassung von Arbeitsbelastungen, die geeignet sind, klinisch relevante Zusammenhänge zwischen Arbeitsstressoren und Krankheitsentwicklungen aufzuzeigen. Auf diesem Hintergrund wurde auf der Grundlage einer Patientenstichprobe aus dem Bereich der stationären Psychosomatik ein Fragebogen entwickelt, der aus Vorversionen des „Fragebogens zur Erfassung der Situation am Arbeitsplatz“ (KOLA) von Koch und Laschinsky (1979) aufbaut und der um den Bereich „Gratifikationskontrolle“ erweitert wurde. Die dabei verwendeten theoretischen Konstrukte stützen sich auf die Arbeiten von Kern und Schumann (1970): Autonomie vs. Fremdbestimmtheit, Verantwortung tragen und Einfluss besitzen, Planung und Flexibilität, Beschaffenheit der Arbeit und (erweitert) Gratifikationskontrolle. Methodik: 184 erwerbstätige Patienten wurden zum Behandlungsbeginn in drei psychosomatischen Fachkliniken u.a. hinsichtlich ihrer Arbeitsbelastungen mit verschiedenen Fragebögen untersucht (AVEM; KoBelA, ISTA). Es wurden dabei nur diejenigen Erwerbstätigen befragt, die zum Befragungszeitpunkt noch weitgehend im aktuellen Erwerbsleben standen. Patienten mit langen AU-Zeiten und langen Zeiten von Arbeitslosigkeit vor Aufnahme wurden nicht in die Untersuchung einbezogen, weil sie nach Einschätzung der Autoren über keine oder lediglich noch marginale aktuellen Erfahrungen aus dem täglichen Arbeitsalltag verfügen (184 von 304 Patienten). Nach einer Faktorenanalyse wurden die Gütekriterien des Fragebogens (Konsistenz, Reliabilität, Validität) untersucht. Ergebnisse: Es wurden fünf Faktoren extrahiert: (1) „Interaktionelle Kompetenz und Verantwortung für Menschen“, (2) „Arbeitsplatzgefährdung und Abstiegsängste“, (3) „Arbeitsdruck und Überforderung“, (4) „Gratifikationskontrolle“ und (5) „Körperliche Arbeit und Materialhandhabung“. Faktor 1 beinhaltet positive soziale und interaktionelle Konnotationen zum Arbeitsleben. Die Faktoren 2 und 3 beschreiben subjektive Bedrohungen, die infolge von Änderungskündigungen und Arbeitsplatzverlusten in Zeiten wirtschaftlicher Krisen zunehmen und in deren Konsequenz zugleich der Handlungsspielraum zur Bewältigung der Bedrohungen eingeschränkt ist. Der Faktor 4 stellt den Aspekt der Kontrolle über das berufliche Fortkommen und die berufliche Abgesichertheit dar und Faktor 5 das Ausmass an körperlicher Belastung. Die internen Konsistenzen der Skalen erweisen sich als gut (α= .8840 bis .7369). Die Übereinstimmungsvalidität mit Skalen des ISTA und des AVEM ist ausgeprägt und die Koeffizienten unterstützen die Konstruktvalidität des KoBelA. Die klinische Validität (Zusammenhänge mit klinischen Reaktionsbildungen wie z.B. psychosomatische Beschwerden, Depressivität, Angstscores, medizinischer Ressourcenverbrauch im AU-Geschehen) des KoBelA ist besonders gut. Die Gütekriterien des KoBelA weisen das Instrument als besonders geeignet aus zur Erfassung von arbeitsbezogenen Problembereichen, die auch für die klinische Symptomatik von Bedeutung sind. Schlüsselwörter Arbeitsbelastungen Assessmentinstrumente Psychosomatik Literatur Kern H, Schumann M (1970) Industriearbeit und Arbeiterbewusstsein. Frankfurt am Main, Europäische Verlagsanstalt. Koch U, Laschinsky D (1979) Ein Fragebogen zur Erfassung der Situation am Arbeitsplatz und in der Familie (KOLA). Psychologie und Praxis, 23, 165-173. Leidig S (2003) Arbeitsbedingungen und psychische Störungen. Inauguraldissertation an der Johannes-Gutenberg_Universität Mainz. Lengerich, Pabst Science Publishers. Zielke M, Leidig S. (2004 i.V.) KoBelA: Fragebogen zur Erfassung der Kompetenzen und Belastungen am Arbeitsplatz. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 66, Lengerich, Pabst Science Publishers. Zielke M, Borgart EJ, Carls W, Herder F, Kirchner F, Kneip V, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Lippert S, Meermann R, Reschenberg I & Schwickerath J (2001) Krankheitsverhalten und sozialmedizinische Problemstellungen bei Patienten vor dem Beginn stationärer Verhaltenstherapie. Lengerich, Pabst Science Publishers. Zielke M, Borgart EJ, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I & Schwickerath J (2004 im Druck) Gesundheitsökonomie psychosomatischer Erkrankungen -Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch in der Psychosomatik und Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation unter gesundheitsökonomischen Aspekten. Lengerich, Pabst Science Publishers.  
AVEM-NE  
Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster für nicht Erwerbstätige (AVEM-NE) Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg (Erschienen in DRV Bund und DRV Oldenburg-Bremen (Hrsg) (2008) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung (S. 108-110). DRV-Schriftenreihe Bd. 77.) Problemstellung: Für Erwerbstätige sind eine Reihe vom Messverfahren verfügbar, mit deren Hilfe spezielle Verhaltens- und Erlebensmuster in bezug auf arbeits- und leistungsbezogene Anforderungen zuverlässig erfasst werden können (AVEM von Schaaarschmidt und Fischer 1996, ISTA von Semmer, Zapf und Dunckel 1999, KoBelA von Zielke und Leidig 2006). Entsprechende Instrumentarien für nicht Erwerbstätige bzw. für Erwerbstätige, die bereits seit längerer Zeit infolge einer andauernder Arbeitsunfähigkeit oder wegen anhaltender Arbeitslosigkeit nicht mehr aktiv im Erwerbsleben stehen, existieren nicht. Darüberhinaus gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Arbeitnehmer, die seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr täglich erwerbstätig waren, in ihrer Erinnerung an konkrete Arbeitsanforderungen und dem Umgang mit solchen Anforderungen bei entsprechenden Befragungen eher ihre eigenen Voreingenommenheiten darlegen oder Generalisierungen von Belastungen vornehmen, die der damaligen Arbeitsrealität kaum mehr entsprechen. Methodik: Die Itemliste aus dem Fragebogen zum „Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster AVEM“ wurde dahingehend umformuliert, dass Nicht-Erwerbstätige in Bezug auf ihre Haushaltstätigkeiten und ihre nicht-berufsbezogenen Anforderungen unter den gleichen inhaltlichen Fragestellungen beantworten können. Dieses Instrument wurde 154 Patienten am Beginn ihrer stationären psychosomatischen Behandlung vorgelegt, die bis zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Klinik mindestens ein halbes Jahr krank geschrieben oder arbeitslos oder nicht erwerbstätig waren. An Hand dieser Stichprobe sollten die Faktorenstruktur des Fragebogens, die Messgenauigkeit und die klinische Validität untersucht werden. Ergebnisse: Die Faktorenanalyse ergab sieben Faktoren. F1: „Verausgabungsbereitschaft und Perfektionsstreben“, F2: „Versagensängste und Resignation bei Misserfolg“, F3: „Anerkennung und Unterstützung durch die Familie“, F4: „Gelassenheit und Distanzierungsfähigkeit“, F5: „Ehrgeiz und Erfolgsambitionen“, F6: „Zufriedenheit und Erfolg“ und F7: „Wert der Haus- und Familienarbeit“. Die interne Konsistenz der Skalen bewegt sich zwischen Cronbachs' α = 0,903 (Faktor 1) und 0,679 (Faktor 7). Die Itemstatistiken (Trennschärfe, Schwierigkeit) sind sehr gut bis gut. Die Zusammenhangsanalysen mit einer Reihe klinischer Skalen wie dem Beck-Angst-Inventar, dem Beck-Depressions-Inventar und dem Umfang psychosomatischer Beschwerden weisen darauf hin, dass positive arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster wie im Faktor 3 „Anerkennung und Unterstützung durch die Familie“, im Faktor 4 „Gelassenheit und Distanzierungsfähigkeit“ sowie im Faktor 6 „Zufriedenheit und Erfolg“ mit geringen Werten auf den klinischen Skalen einhergehen und dass insbesondere hohe Ausprägungen im Faktor 1 „Verausgabungsbereitschaft und Perfektionsstreben“ und im Faktor 2 „Versagensängste und Resignation bei Misserfolg“ kritische Verhaltens- und Erlebensmuster darstellen, die mit ausgeprägten psychischen Belastungen in Zusammenhang stehen. Patienten mit starken „Versagensängsten und Resignation bei Misserfolg“ weisen eine hohe psychische Komorbidität auf (Anzahl psychischer Behandlungsdiagnosen). Eine weitgehende „Anerkennung und Unterstützung durch die Familie“ (Faktor 3) scheint eher mit isolierten psychischen Störungen (geringe Komorbidität) in Zusammenhang zu stehen. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Faktorenlösung des AVEM für nicht Erwerbstätige (NE) führt zu weniger Faktoren als die Originalversion, da offensichtlich eine Reihe von Items im Zusammenhang miteinander auftreten, die bei Schaarschmidt und Fischer (1996) separaten Skalen zugeordnet werden (Beispiele: Verausgabungsbereitschaft und Perfektionsstreben, Gelassenheit und Distanzierungsfähigkeit). Die Gütekriterien weisen das AVEM-NE als zuverlässiges Instrument zur Erfassung des Verhaltens und Erlebens von Arbeitsanforderungen im Rahmen der Haus- und Familienarbeit aus. Schlüsselwörter Arbeitsbelastungen bei nicht Erwerbstätigen diagnostische Instrumente psychosomatische Behandlung und Rehabilitation Literatur Schaarschmidt U. & Fischer A. (1996). AVEM – Arbeitsbezogenens Verhaltens- und Erlebensmuster (Manual). Frankfurt/Main, Swets Testservices. Zielke M, Leidig S (2006). KoBelA: Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Kompetenzern und Belastungen am Arbeitsplatz. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 72, 184-88.  
Koordination von Herausgeberwerken  
Koordination von Herausgeberwerken Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über langjährige Erfahrungen in der Konzeption, der Themenzusammenstellung, der Kontaktgestaltung mit potenziellen Autoren bis hin zur Abstimmung der Manuskriptgestaltung, der redaktionellen Bearbeitung der Beiträge, der Abschlusskorrektur und der abschließenden Druckfreigabe an den Verlag. Nicht selten entwickeln sich solche koordinierenden Aktivitäten auf der Grundlage von fachspezifischen Kongressen oder Symposien. Die Organisatoren von Fachtagungen verfügen nur selten über die Zeit und über Erfahrungen in der Zusammenführung von interessanten Referaten, in der fachlichen Unterstützung der Autoren bei der Manuskriptabfassung bis zur Endredaktion. Bei allen genannten Arbeitsbereichen kann Baltic Bay Clinical Consulting entsprechende Unterstützung anbieten. Hierzu gehört auch letztendlich die Kontaktnahme mit potenziellen Verlagen. Nachfolgend findet der Interessierte eine Übersicht über wesentliche Herausgeberwerke unter Federführung von Baltic Bay Clinical Consulting. Detailinformationen findet man in den zugeordneten Inhaltsverzeichnissen. Zielke M, Sturm J, Mark N (Hrsg) (1988) Die Entzauberung des Zauberbergs: Therapeutische Strategie und soziale Wirklichkeit. Dortmund: Verlag modernes lernen Zielke M, Mark N (Hrsg) (1990) Fortschritte der angewandten Verhaltensmedizin. Heidelberg: Springer Zielke M, Sturm J (Hrsg) (1994)  Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie. Weinheim: Psychologie Verlags Union Zielke M, von Keyserlingk H, Hackhausen W (Hrsg) (2001) Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation. Pabst Science Publishers, Lengerich Zielke M, Meermann R, Hackhausen W (Hrsg.) (2003) Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Schwickerath J, Carls W, Zielke M, Hackhausen W (Hrsg.) (2004) Mobbing am Arbeitsplatz. Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte. Pabst Science  Publishers, Lengerich. Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich. Vogelgesang M, Schuhler P, Zielke M (Hrsg.) (2005) Essstörungen. Klinische Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen. Pabst Science Publishers, Lengerich. Leidig S, Limbacher K, Zielke M (Hrsg.) (2006) Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zielke M, Schwickerath J, Carls W (Hrsg) (2008) Behandlungskrisen und der Umgang mit schwierigen Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation – Strategien, Erfahrungen, Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 79, Pabst Science Publishers, Lengerich Zielke M (Hrsg) (2011) Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen  Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Pabst Science Publishers, Lengerich  
Indikation zur stationären Verhaltenstherapie  
Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen Manfred Zielke (Hrsg.) 2011 Pabst Science Publishers, Lengerich Eine Vielzahl von Entscheidungsprozessen, welche Patienten mit welchen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in welchem Setting (stationäre oder ambulante Rehabilitation oder Akutbehandlung) mit welchen Erfolgserwartungen behandelt werden sollten, erfolgt nicht selten auf der Grundlage eines impliziten Handlungsverständnisses und auf der Basis von individuellen Entscheidungsregeln. Gutachter, Kliniker und andere an den Indikationsprozessen Beteiligte stellen ihre Indikationskriterien und Indikationserfahrungen zu den jeweiligen Krankheitsgruppen (Affektive Störungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Somatoforme Störungen, Posttraumatische Belastungsreaktionen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Störungen der Impulskontrolle, ältere Patienten, Lehrer, u.a.) vor. Die Entscheidung z. B. zu einer stationären verhaltensmedizinischen Rehabilitation kann jedoch nicht unabhängig von der konzeptionellen Differenziertheit einer konkreten Klinik getroffen werden. Die hierbei zu beachtenden konzeptionellen Rahmenbedingungen und Versorgungsstandards werden berichtet. A) Konzeptionelle und methodische Aspekte von Indikationsstellungen Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der Alltagspraxis Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting) Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen - Grundsätze und Erfahrungen Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting) Entwicklung einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Behandlungsschweregraden zur Bildung von Patientenfallgruppen in der stationären Verhaltenstherapie am Beispiel der Rehabilitation von Patienten psychosomatischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung depressiver Störungsbilder Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting)   Differenzierte Indikationsstellungen zwischen stationärer Akutbehandlung und medizinischer Rehabilitation in der Psychosomatik Eszter Maylath (MDK Nord) Gestufte psychiatrische und psychosomatische Versorgung. Kriterienorientierte Indikationsstellung mit der Checkliste CGPV Manfred Nosper (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz) Das therapeutische Milieu. Die primäre Indikation zur Einweisung in eine stationäre Behandlung Franka Baudisch, Anna-Marie Lischka, Michael Linden (Rehabilitationszentrum Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund) B) Indikationsstellungen bei spezifischen psychischen und Verhaltensstörungen Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting)   Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting), Stefan Leidig (EMU-Systeme)   Zwangsstörungen Bernd Sobottka, Susanne Sierich (AHG-Klinik Schweriner See)    Somatoforme Störungen Gernot Langs, Detlef O. Nutzinger (Medizinisch-psychosomatische Klinik Bad Bramstedt) Indikation zur verhaltensmedizinischen Rehabilitation und Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen Martina Hartmann (AHG-Klinik Waren)           Indikation zur verhaltensmedizinischen Rehabilitation und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen Petra Schuhler (AHG-Klinik Münchwies)      Die Posttraumatische Belastungsstörung als Folge von erlebten Unfällen, technischen Katastrophen und Naturkatastrophen Matthias Fauth (Vital-Kliniken Klinik Buchenholm, Bad Malente) Spezifische Indikationsstellungen und ein stationäres Therapiekonzept bei posttraumatischer Belastungsstörung nach sexuellen Traumata Monika Vogelgesang (AHG-Klinik Münchwies) Indikation für stationäre verhaltensmedizinische Traumatherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen nach sozialer Gewalt Rolf Keller (AHG-Klinik Berus) Posttraumatische Belastungsstörungen nach militärischen Einsätzen Klaus Barre, Karl-Heinz Biesold (Bundeswehrkrankenhaus Hamburg)       Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung – Spezifische Indikationsstellungen und Therapie Monika Vogelgesang (AHG-Klinik Münchwies) Multiprofessionelle Behandlung bei Ess-Störungen, Schwerpunkt Binge-Eating, aus der Sicht und der 20jährigen Erfahrung einer Mitarbeiterin einer Beratungseinrichtung Sylvia Baeck (Beratungszentrum DICK & DÜNN e.V. Berlin) Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle – Pathologisches Glücksspielen Jörg Petry (AHG-Klinik Münchwies) Schlafstörungen und ihre Behandlung Nora Dannigkeit, Dieter Kunz (Neurologisch-Psychiatrisches Schlaflabor, Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus, Berlin) Stationäre Therapie des quälenden chronischer Tinnitus – Verhaltensmedizinische Aspekte und Indikation Jürgen Horn, Wolfgang Senft (AHG-Klinik Berus) Indikation für verhaltensmedizinische Rehabilitation und Behandlung bei chronischen Hauterkrankungen Viktoria Ritter, Ulrich Stangier (Universität Jena) Indikationsstellungen und Behandlungserfahrungen bei Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in Verbindung mit Alkohol- und Medikamentenmissbrauch Petra Schuhler (AHG-Klinik Münchwies) C) Indikationsstellungen bei Problemkonstellationen ausserhalb der klassischen Krankheitsklassifikationen Chronische interaktionelle Problembereiche am Arbeitsplatz (Mobbing) Josef Schwickerath (AHG-Klinik Berus)     Zwischen Burnout und krankheitsbedingter Frühpensionierung: Wann ist für Lehrerinnen und Lehrer eine stationäre verhaltensmedizinische Behandlung indiziert? Andreas Hillert, Nadja Sosnowsky, Dirk Lehr (Medizinisch-psychosomatische Klinik Roseneck, Prien (Chiemsee), Institut für Medizinische Psychologie der Philips-Universität Marburg) Indikationen zur stationären Rehabilitation bei älteren Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen Rudolf J. Knickenberg, Manfred E. Beutel, Lothar Schattenburg, Rüdiger Zwerenz, (Psychosomatische Klinik Bad Neustadt, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Johannes- Gutenberg Universität Mainz) Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting), Mechthild Bäppler (Verein für Jugendfürsorge und Jugendpflege Gießen) Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Erkrankungen – Struktur, Indikation, Ergebnisse Albrecht Schumacher, Otmar Kristof (AHG-Klinik Waren) Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting)  
Stress im Erwerbsleben  
Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements Leidig S, Limbacher K, Zielke M (Hrsg.) (2006) Pabst Science Publishers, Lengerich Vorwort der Herausgeber Betriebliche und Klinische Grundlagen Psychischer Stress am Arbeitsplatz: Betriebliche und Klinische Schnittstellen Stefan Leidig Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Arbeitsleistung Carmen Binnewies, Sabine Sonnentag Qualität im betrieblichen Gesundheitsmanagement - Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Entwicklungen im Qualitätswesen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement ableiten? Martin J. Thul, Klaus J. Zink Spezifische Fragestellungen Teamarbeit: Stressfaktor oder gesundheitsförderliche Ressource? Antje Ducki Soziale Belastungen und soziale Ressourcen in Beziehungen mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden Melanie Holz Störung der Leistungskompetenz bei Studierenden Bettina von Falkenstein, Ursula Luka-Krausgrill Psychische Beanspruchungen – Beispiel einer betrieblichen Vorgehensweise im Werk Wörth der DaimlerChrysler AG Marion Rost Psychische Störungen im Betrieb – ein Seminar für Führungskräfte zum Umgang mit psychosomatisch erkrankten Mitarbeitern Stefan Leidig, Reiner Wieland Effektive betriebliche Maßnahmen zum Umgang mit Rückenschmerzen Gerhard Müller Resignation im Rahmen der Erwerbsarbeit – Bestandsaufnahme zu einem psychologischen Konzept Kai Krämer „Arbeitssucht“, „ Arbeitsphobie“ und „ leisure sickness“ – eine Kritik an arbeitspsychologischen Pop-Konzepten Ingo Wehner Empirische Befunde Stress am Arbeitsplatz, psychische Störungen und Arbeitsunfähigkeit: Eine Katamnese-Studie bei Patienten in der Rehabilitation Stefan Leidig Risikotypen bei arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern und deren Bedeutung für Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse in der psychosomatischen Rehabilitation Manfred Zielke, Stefan Leidig, Petra Ciric Aging Workforce: Ein präventiver Ansatz zum langfristigen Erhalt von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von älteren und jüngeren Mitarbeitern Stefanie Kollar, Jana Thümmel , Martina Storck, Wolfgang Waidhas  
Essstörungen  
Essstörungen. Klinische Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen Vogelgesang M, Schuhler P, Zielke M (Hrsg.) (2005). Pabst Science Publishers, Lengerich Vorwort der Herausgeber Verstehenshintergrund und geschichtliche Entwicklung Leib, der ich bin - Körper, den ich habe Horst Baumeister Kleiner geschichtlicher Abriss der Therapie bei Anorexia nervosa Verena Jacob Sozialmedizinische Grundlagen und präventive Aspekte Sozialmedizinische Aspekte der Essstörungen: Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas per magna Thomas Brück Prävention von Essstörungen in der Schule – Evaluation des Frankfurter Projektes „ Jugend mit Biss“ Vanessa Schlevogt Klinische Behandlungskonzepte Verhaltenstherapie der Anorexia/Bulimia nervosa Monika Vogelgesang Essmanagement und Psychoedukation Jutta C. Schmitt Die verzweifelte Suche nach Identität und Autonomie – Einblick in die körperpsychotherapeutische Arbeit bei Anorexia und Bulimia Nervosa Carmine Orlando Das Münchwieser Gruppentherapieprogramm der Adipositas per magna Ernst S. Ott Stationäre körperorientierte Psychotherapie bei psychogenen Essstörungen mit Adipositas per magna Ernst Kern Spezifische Problemkonstellationen und Problembereiche Essstörung und Suchterkrankung: eine Fallstudie auf kognitivverhaltenstherapeutischer Grundlage Petra Schuhler Anorexia/Bulimia nervosa bei Männern Peter Kagerer Essstörungen und sexuelle Traumatisierungen Monika Vogelgesang Evaluation, Nachsorge und ambulante Behandlung Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungsverläufen bei Patientinnen mit Essstörungen Manfred Zielke Rückfallprävention der Bulimie über Short Message Service (SMS) Eberhard Okon, Stephanie Bauer, Rolf Meerman Ambulante Therapie bei Essstörungen Barbara Neurohr  
Ergebnisqualität  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik Zielke, M., Borgart, E.-J., Carls, W., Herder, F., Lebenhagen, J., Leidig, S., Limbacher, K., Meermann, R., Reschenberg, I., Schwickerath, J. Pabst Science Publishers, Lengerich ( 2004) Die gesundheitspolitische Diskussion zur Reduktion der Krankheitskosten richtet ihr Hauptaugenmerk darauf, durch eine verstärkte Reglementierung der Zugangswege zur ärztlichen Versorgung und durch erhöhte Direktfinanzierungen von ärztlichen Leistungen das Inanspruchnahmeverhalten der Versicherten zu verändern. Es muss bezweifelt werden, dass die Versicherten dadurch bereits gesünder werden. Gesundheitspolitische Entscheidungen, bei denen die Versorgungsstruktur im Vordergrund steht, verstellen den Blick auf das einzig wichtige und entscheidende Kriterium gesundheitsbezogener Versorgung: Die Ergebnisqualität. Ergebnisqualität ist nicht Alles, aber ohne Ergebnisqualität ist alles Nichts! In dem Bericht über ein kooperatives Forschungsprojekt im Verbund von drei renommierten verhaltensmedizinischen Kliniken für psychische und psychosomatische Erkrankungen mit der Arbeitsgruppe Vorsorge und Rehabilitation der DAK in Hamburg und der Universität Mannheim steht die Ergebnisqualität im Focus des Interesses und es wird aufgezeigt, dass ergebnisorientierte Behandlungskonzepte der Verhaltensmedizin und der medizinischen Rehabilitation bei psychosomatisch erkrankten Patienten mit teilweise langen Behandlungskarrieren in ihrer Vorgeschichte auch gesundheitsökonomisch Sinn macht. Die Patienten und Patientinnen sind auch zwei Jahre nach der stationären Therapie noch gesundheitlich stabilisiert und sie haben ihr Krankheitsverhalten wesentlich verändert. Sie haben gelernt, Problemlösungen aktiv anzugehen; dies macht sie unabhängiger vom medizinischen Versorgungssystem, sodass auch der Ressourcenverbrauch wesentlich vermindert werden konnte. Opportunitätsanalysen zeigen, dass die "Investition" von 1,00 EURO in eine qualifizierte verhaltensmedizinische Behandlung einen volkswirtschaftlichen Nutzen ("Ertrag") von 3,79 EURO zur Folge hat. Ergebnisorientierte Qualitätssicherung sollte einen wesentlich höheren Stellenwert in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion erhalten!  
Mobbing am Arbeitsplatz  
Mobbing am Arbeitsplatz – Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte Schwickerath, J., Carls, W., Zielke, M., Hackhausen, W. (Hrsg.) Pabst Science Publishers, Lengerich ( 2004) Wissenschaftliche, diagnostische und rechtliche Grundlagen des Mobbingbegriffs D. Zapf: Mobbing in Organisationen – Wissenschaftliche und konzeptionelle Grundlagen C. Groß: Soziale Konflikte und Mobbing am Arbeitsplatz – erste Ergebnisse einer Tagebuchstudie M. Zielke: Diagnostik und Differentialdiagnostik des Mobbinggeschehens D. Wietzig, B. H. Keßler, V. Kneip, J. Schwickerath: Zum subjektiven Erleben arbeitsrelevanter Merkmale Mobbingbetroffener A. Schiller, J. Schwickerath, V. Kneip: Stressoren der beruflichen Tätigkeit als Prädiktoren depressiver Verstimmung von „Mobbingopfern“ im Vergleich zu psychosomatischen Patienten B. Ruberg: Schikane am Arbeitsplatz – Abhilfe nicht in Sicht? Betrachtungen zu Erfolgsbarrieren und Erfolgsbedingungen im gerichtlichen Rechtsschutz gegen „Mobbing“ Klinische Problemstellungen und Behandlungskonzepte W. Franke: Sozialmedizinische Begutachtung von Patienten mit Mobbing-Erfahrungen in der psychosomatischen Rehabilitation J. Schwickerath, V. Kneip: Mobbing am Arbeitsplatz – Konzept und Evaluation stationärer Verhaltenstherapie psychosomatischer Reaktionsbildungen bei Mobbing J. Horn: „Da könnte einem Hören und Sehen vergehen ...“ Mobbing, Hörsturz und chronischer Tinnitus R. Keller: Besonderheiten bei der Behandlung traumatisierter Mobbingpatienten Ambulante Beratung und Selbsthilfe L. Drat, S. Janecke, K. Maron: VPSM – Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. – Möglichkeiten und Erfahrungen der ambulanten Mobbing-Beratung P. Otto: Die Arbeit der Selbsthilfegruppe bei Mobbing – Möglichkeiten und Grenzen Regionale und institutionelle Besonderheiten und Lösungen R. Pöller: Mobbingkonstellationen und Arbeitsstresserfahrungen in den Neuen Bundesländern H. G. Gerber: Mobbing im Krankenhaus H. Riedel: Mobbing in Frankreich G. Kuhn, B. Marschall: Erfahrungen mit der Betriebsvereinbarung „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“ B. Schneider: Die Schnittstellen sind noch nicht kompatibel: Konflikte am Arbeitsplatz im Spannungsfeld zwischen betrieblichem Gesundheitsmanagement und medizinischer Rehabilitation  
Das Ende der Geborgenheit?  
Das Ende der Geborgenheit ? – Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebens- und Ereignisbereichen: Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen Manfred Zielke, Rolf Meermann, Winfried Hackhausen (Hrsg.) Pabst Science Publishers, Lengerich ( 2003) Einführung in den Themenbereich Manfred Zielke, Rolf Meermann Begriffsbestimmung und Epidemiologie Diagnostische Kriterien der Posttraumatischen Belastungsstörung Eberhard Okon (Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont) Die Bedeutung der Posttraumatischen Belastungsstörung für die Sozialmedizin und die medizinische Rehabilitation Winfried Hackhausen (Verband deutscher Rentenversicherungsträger VDR, Frankfurt am Main) Verkehrswesen und technische Katastrophen Einsatzspezifische Belastungen von Rettungsdienstmitarbeitern in Österreich Cornel Binder-Kriegelstein (Wiener Rotes Kreuz ) Kritische Anforderungsbedingungen für Rettungsdienstmitarbeiter im Notfalleinsatz Andreas Gabauer (Institut für Psychologie Mannheim) Betreuung nach belastenden Ereignissen: Das Programm der Deutschen Bahn AG Sabine Groeben (Psychologischer Dienst der Bahn AG Frankfurt) Nachsorge für Einsatzkräfte bei dem ICE-Unglück in Eschede Jutta Helmerichs (Stiftung Theodor-Fliedner-Werk Mülheim) Die besondere Problematik der PTSD bei Lokführern Matthias Fauth (Reha-Klinik Buchenholm Malente) Betreuung und Behandlung von Bus- und Straßenbahnfahrern in den Verkehrsbetrieben des Rhein-Neckar-Raums nach schweren Verkehrsunfällen Dirk Lorenzen (Zentrum für Psychiatrie Weinsberg) Erfahrungen und Konzepte in der Betreuung von Opfern nach Großkatastrophen Sybille Jatzko (Westpfalzklinikum Kaiserslautern) Krisenmanagement in der zivilen Luftfahrt Rainer Kemmler (Deutsche Lufthansa) Militär Historischer Abriss der Psychotraumatologie – eine Geschichte der Kriegstraumatisierungen Jürgen Ph. Furtwängler (Bundeswehrkrankenhaus Hamburg - Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie) Leitfaden der Vereinten Nationen zur Stressbewältigung in Friedensmissionen und daraus abgeleitete Programme Manfred Zielke (Wissenschaftsrat der AHG AG Mönkeberg) „Niedrigschwellige Konflikte und Gefährdungslagen im Rahmen von Friedensmissionen und terroristischen Aktivitäten – Ist die Bedrohung nunmehr allgegenwärtig? Manfred Zielke (Wissenschaftsrat der AHG AG Mönkeberg) Combat Stress und seine kurz- und langfristigen Folgen Rolf Meermann (Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont) Präventive Aspekte bei Personalauswahl und Schulung von KSK – Soldaten Günther Kreim (Graf-Zeppelin-Kaserne Calw), Rolf Meermann (Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont) Präventions- und Behandlungskonzept zur Bewältigung einsatzbedingter psychischer Belastungen bei Soldaten der Bundeswehr H.-H. Hahne, Karl Biesold (Bundeswehrkrankenhaus Berlin - Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie; Bundeswehrkrankenhaus Hamburg - Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie) Auswirkungen von Stress und Traumatisierungen bei Soldaten der Bundeswehr Karl Biesold, Klaus Barre (Bundeswehrkrankenhaus Hamburg - Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie) Therapie psychischer Traumatisierungen bei Soldaten der Bundeswehr Klaus Barre, Karl Biesold (Bundeswehrkrankenhaus Hamburg - Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie) Organisation des Critical Incident Stress Managements in der Bundeswehr Wolfgang Weber (Bundesministerium der Verteidigung Bonn) Traumatisierter Stress bei der Bundesmarine Jens Kowalski (Schiffahrtsmedizinisches Institut der Marine, Kiel) Der Psychosoziale Dienst der Königlich-Niederländischen Streitkräfte: Posttraumatische Belastungsreaktionen und Hilfen für ehemalige Angehörige des Militärs - Fakten und Perspektiven Jos Weerts (Veteraneninstituut Doorn Niederlande) Konzeptentwicklungen und klinische Erfahrungen zu posttraumatischen Belastungsstörungen auf dem Hintergrund der Vietnam-Veteranen Alexander Varn (Institut für Psychologie Mannheim) Polizei und andere staatliche Institutionen Belastungen des Botschaftspersonals des Auswärtigen Amtes und Betreuungskonzepte nach Gewalterfahrungen Peter Platiel (Auswärtiges Amt Berlin) Post-Shooting-Syndrom bei Polizeibeamten Frank Hallenberger (Heidesheim) Sozialwissenschaftlicher Dienst der Polizei Niedersachsen Achim Grube (Bildungsinstitut der Polizei Niedersachsen) Politische und soziale Gewalterfahrungen Sucht und Gewalt – Spannungsfelder zwischen dem Dasein als Opfer und Täterin Andrea Victoria Kerschl (FrauSuchtZukunft Berlin) Betreuung von Opfern staatlicher Gewalt (Stasi) Doris Denis (FU Berlin, Abteilung Sozialpsychiatrie Berlin) Betreuungskonzepte und Behandlungserfahrungen mit Folteropfern Norbert F. Gurris (Katholische Fachhochschule, Berlin) Psychische Folgen von Flucht und Vertreibung Rita Rosner, Maria Gavranidou (Ludwig-Maximilians-Universität München) Die Behandlung und Betreuung traumatisierter Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten Monika Hauser (medica mondiale Köln) Psychologische Probleme von Kindern und Jugendlichen nach dem Krieg in Ex-Jugoslawien Maria Gavranidou, Rita Rosner (Ludwig-Maximilians-Universität München) Betreuung von Opfern nach schweren Gewaltverbrechen durch den Weißen Ring Helgard Neumann (Weißer Ring Berlin) Die psychologische Akutversorgung im Rahmen eines psychischen Notfalls – Ein Praxisbeispiel aus der Notfallpsychologie Margarethe Wilk, Jan Hetmeier (PECON GmbH Bielefeld) Bewältigung von Übergriffen und traumatischem Stress im Zusammenhang mit Geiselnahmen und Entweichungen in Justizvollzugsanstalten Georg Pieper (Psychotherapeutische Praxis Friebertshausen) Klinische Behandlungskonzepte und -erfahrungen EMDR Franz Ebner (Oberursel) Verhaltensmedizinische Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen bei sexuellen Traumatisierungen Monika Vogelgesang (Psychosomatische Fachklinik Münchwies) Stationäre Traumatherapie in der Gruppe im Rahmen eines verhaltensmedizinischen Behandlungskonzeptes für posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) Rolf Keller, Heiko Riedel, Wolfgang Senft (Klinik Berus Überherrn-Berus) Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patienten nach Gewalterfahrungen und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung Manfred Zielke (Wissenschaftsrat der AHG AG, Mönkeberg)  
Angewandte Verhaltensmedizin  
Angewandte Verhaltensmedizin in der Rehabilitation Manfred Zielke, Hugo von Keyserlingk, Winfried Hackhausen (Hrsg) (2001) Pabst Science Publishers, Lengerich ISBN 3-935357-30-3 (862 Seiten) Vorwort Ferdinand Schliehe Vorwort der Herausgeber Verhaltensmedizinische Grundlagen Aktueller Stand und Entwicklungsperspektiven der Verhaltensmedizin und der psychosomatischen Rehabilitation Winfried Hackhausen Einführung in die verhaltensmedizinische Diagnostik Stefan Leidig Depressionen Gruppentherapie bei Depressionen in der stationären Verhaltenstherapie Klaus Limbacher Effekte stationärer Verhaltenstherapie bei depressiven Erkrankungen Manfred Zielke Angststörungen Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei Angststörungen Manfred Zielke Komorbidität bei Angststörungen in der Klinik Manfred Zielke, Wolfgang Pitz, Klaus Limbacher, Winfried Carls Verhaltensmedizinische Grundlagen zur Behandlung von Angst- und Panikstörungen Josef Schwickerath, Rolf Keller, Peter Follert Verhaltensmedizinische Grundlagen zur Behandlung von Patienten mit Zwangsstörungen Bernd Sobottka Posttraumatische Belastungsstörungen Stationäre verhaltensmedizinische Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) Rolf Keller, Heiko Riedel Ein verhaltensmedizinisches Interventionskonzept für sexuell traumatisierte Patientinnen Monika Vogelgesang, Eugenie Engel Eßstörungen Stationäre verhaltenstherapeutische Behandlung von Anorexie und Bulimie Ernst Jürgen Borgart, Rolf Meermann Persönlichkeitsstörungen Komorbidität mit Borderline-Persönlichkeitsstörung – Konsequenzen für verhaltensmedizinische Behandlungsstrategien bei Patientinnen und Patienten mit Eßstörungen oder affektiven Störungen Ulrich Schweiger, Valerija Sipos Ein psychoedukativ- und kompetenzorientiertes Gruppentherapieprogramm für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen Bernt Schmitz, Annette Handke-Raubach Suchtprobleme und Abhängigkeitserkrankungen Patienten mit Suchtmittelproblemen in der stationären psychosomatischen Behandlung Manfred Zielke, Andreas Dehmlow, Klaus Limbacher, Winfried Carls Psychosomatik und Sucht unter einem Dach? Bernd Sobottka, Hugo von Keyserlingk Rückfälle und Rückfallprophylaxe in der stationären Behandlung der Alkoholabhängigkeit Claudia Quinten Zur Problematik suchtkranker Ärzte – Eine Fallgeschichte Hugo von Keyserlingk Kognitive Verhaltenstherapie bei Alkohol- und Medikamentenmißbrauch Petra Schuhler, Horst Baumeister, Rosemarie Jahrreiss Psychotische und nicht-psychotische Politoxikomane – ein sozialepidemiologischer und klinischer Vergleich Frank Löhrer Pathologisches Glücksspielverhalten Stationäre Behandlung von Patienten mit „pathologischem Glücksspielverhalten“ aus verhaltensmedizinischer Perspektive Jörg Petry Koronare Herzerkrankung Psychosoziale Theorien der koronaren Herzkrankheit und Möglichkeiten der Intervention im Berufsleben Reiner Rugulies, Birgit Aust Stellenwert von Hostilität (Feindseligkeit) als koronarer Risikofaktor Oskar Mittag Intensive Veränderungen der Lebensweise zur Rückbildung der koronaren Herzkrankheit Dean Ornish, Larry W. Scherwitz et al. Rückenerkrankungen und die Bewältigung chronischer Schmerzen Das Kreuz mit dem Kreuz: Die Bedeutung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland Manfred Zielke, Gudrun Zander, Peter Hagen, Andreas Dehmlow Biopsychosoziale Aspekte bei akuten und chronischen Rückenschmerzen Monika Hasenbring Intensivkonzepte in der Behandlung von Rückenschmerzen Jan Hildebrandt, Michael Pfingsten Die psychoedukative Schmerzbewältigungsgruppe – Ein Therapiebaustein in der stationären verhaltensmedizinischen Rehabilitation von Patienten mit chronischen Schmerzen Claus Bischoff, Andreas von Pein, Claudia Rommel, Walter Wipplinger Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung in der stationären Schmerztherapie Claus Bischoff, Monika Czikkely, Sabiene Diehl, Andreas von Pein, Claudia Rommel, Barbara Schuster Imagination als psychologische Intervention in der Behandlung bei Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen Georg Jungnitsch Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) in der Verhaltensmedizin Jürgen Horn Arbeits- und berufsbezogene Problemstellungen Entwicklung und Begründung eines Analysemodells des Arbeits- und Leistungsprozesses (AMALPROZESS) Manfred Zielke Mobbing am Arbeitsplatz: Interaktionelle Problembereiche, psychosomatische Reaktionsbildungen und Behandlungsansätze Josef Schwickerath, Volker Kneip Spezifische verhaltensmedizinische Problembereiche und Behandlungsansätze Raucherentwöhnung aus verhaltensmedizinischer Perspektive: Stand und Entwicklungen Anil Batra Verhaltensmedizinische Ansätze bei der Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen im Rahmen der stationären Rehabilitation Konrad Schultz, Martin Schwiersc Hautkrankheiten in der verhaltensmedizinischen Behandlung und Rehabilitation Ulrich Stangier Die verhaltensmedizinische Behandlung des dekompensierten chronischen Tinnitus Jürgen Horn, Peter Follert Verhaltensmedizin in der neurologischen Rehabilitation Bernd Wittmann Rehabilitation und "Kognition": Einleitende Hypothesen für die Wiederherstellung der motorischen Veränderungen bei hemiplegischen Patienten Stefano Hefti, Ambrogina Vigezzi, Andrea Ferri, Raffaela Carnevale  
1976 bis 1981  
Publikationen Prof. Dr. Manfred Zielke (1976-1981) Schriftenverzeichnis (nach Jahrgängen geordnet, alphabetische Reihenfolge) 1976 Zielke M (1976) Einsatz von Studienleitern als Trainer für Studienreferendare und Lehrer. In Minsel W R , Royl G (Hrsg) Verhaltenstraining - Modelle und Erfahrungen. München: Urban und Schwarzenberg, 285-297. Zielke M (1976) Empirische Kontrolle der Wirksamkeit klientenzentrierter Psychotherapie durch trainierte Laienpsychotherapeuten. Kiel: Unveröff. Dissertation. 1977 Minsel W R, Zielke M (1977) Theoretische Grundlagen der CCT. In Pongratz L J (Hrsg) Handbuch der Psychologie Bd. 8: Klinische Psychologie (1. Halbband). Göttingen, Hogrefe, 953-980. 1978 Zielke M (1978) Validierung eines therapiebezogenen Veränderungsfragebogens für die Gesprächspsychotherapie an einer klinischen Klientenstichprobe. Diagnostica 24, 89-102. Zielke M, Gessert A , Schneeweiß J (1978) Supervision der therapeutischen Praxis. - Therapiebegleitende Erfahrungsbildung für Psychotherapeuten der klientenzentrierten Psychotherapie in Gruppen. Kiel: Fotodruck. Zielke M, Kopf-Mehnert C (1978) Der Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV). Manual. Weinheim, Beltz. 1979 Zielke M (1979) Entwicklung der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). Diagnostica 25, 78-97. Zielke M (1979) Indikation zur Gesprächspsychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer. Zielke M (1979) Kieler Änderungssensitive Symptomliste (KASSL). Manual. Weinheim, Beltz. Zielke M (1979) Laienpsychotherapeuten in der klientenzentrierten Psychotherapie. Salzburg: Müller. Zielke M (1979) Modellernen. In Heinerth K (Hrsg) Einstellungs- und Verhaltensänderung. Ihre Theorie und Praxis in der Klinischen und Pädagogischen Psychologie. München: Reinhardt, (UTB 945) 44-66. Zielke M (1979) Untersuchungen zur Änderungssensitivität und Änderungsstruktur der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). Psychologie und Praxis 23, 123-134. Zielke M (1979) Untersuchung zur Struktur der Sprache in der Gesprächspsychotherapie. Linguistische Berichte, LB-Papier Nr. 58, Braunschweig: Vieweg. 1980 Mempel S, Müller E, Zielke M (1980) Konfliktnäherung in der Psychotherapie. In Hautzinger M,  Schulz W (Hrsg) "Kongreß für Klinische Psychologie und Psychotherapie" Bd. 2, Berlin, 125-136. Zielke M (1980) Ausbildungsziel: Training und Supervision von Laientherapeuten. In Birtsch V,  Tscheulin D (Hrsg) Ausbildung in klinischer Psychologie und Psychotherapie. Weinheim: Beltz, 165-181. Zielke M (1980) Darstellung und Vergleich von Verfahren zur individuellen Veränderungsmessung. Psychologische Beiträge 22, 592-609. Zielke M (1980) Differentielle prognostische Validität der Kieler Änderungssensitiven Symptomliste (KASSL). In Hautzinger M,  Schulz W (Hrsg) "Kongreß für Klinische Psychologie und Psychotherapie" Bd. 2, Berlin, 55-66. Zielke M (1980) Indikationsmodelle in der Psychotherapie. In Hautzinger M,  Schulz W (Hrsg) "Kongreß für Klinische Psychologie und Psychotherapie" Bd. 2, Berlin, 29-39. Zielke M (1980) Methodische Untersuchungen zum Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV). Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie 1, 34-55. Zielke M (1980) Untersuchung der Gütekriterien des Klienten-Erfahrungs-Bogens (KEB). Diagnostica 26, 57-73. Zielke M, Seidl E,  Ernst G (1980) Der Einfluß kognitiver Faktoren auf den Therapieerfolg. In Hautzinger M,  Schulz W (Hrsg) "Kongreß für Klinische Psychologie und Psychotherapie" Bd. 2, Berlin, 99-109. 1981 Zielke M (1981) Stellenwert der Diagnostik bei Indikationsfragen. In Baumann U (Hrsg) Indikation zur Psychotherapie. München: Urban und Schwarzenberg, 141-153.  
Ausbildung  
Ausbildung Die Ausbildung im Rahmen von Baltic Bay Clinical Consulting bezieht sich auf alle Arbeitsbereiche und Anwendungsfelder, zu denen fundierte praktische, methodische und wissenschaftliche Erfahrungen vorliegen. Die dabei zur Anwendung kommenden Formen und Medien der Informationsübermittlungen und Handlungsanleitungen orientieren sich an den jeweiligen Rahmenbedingungen und den Ausbildungszielen. Sie reichen von mediengestützten Fachvorträgen und der Präsentation von Handlungskonzepten, der Anleitung und Einübung von Skills und Fertigkeiten im Rahmen von Workshops, der Supervision von Behandlungsfällen im Rahmen von Einzeltherapien und von Gruppentherapien bis hin zu universitären Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen) und der Betreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen.  
Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten  
Betreuung von Dissertationen und Diplomarbeiten Dissertation von Friedemann Schmid (ehemals AHG Klinik Berus) in Abstimmung mit der Universität Trier (Prof. Dr. G. Krampen) und abschliessende Prüfung zu „Stabilität und Prädiktion von Behandlungsergebnissen stationärer psychosomatischer Rehabilitation“ Friedemann Schmid: „Stabilität und Prädiktoren von Behandlungsergebnissen stationärer psychosomatischer Rehabilitation“. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades des Dr. rer. nat. im Fach Psychologie im Fachbereich I der Universität Trier, Pabst Science Publishers, Lengerich (2009) Dissertation von Stefan Leidig (Universität Mainz) „Arbeitsbedingungen und psychische Störungen“ (2003) Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich Josef Schwickerath: „Mobbing am Arbeitsplatz - Stationäre Verhaltenstherapie von Patienten mit Mobbingerfahrungen“. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades des Dr. phil. im Fachbereich 5 Psychologie und Sportwissenschaften für der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main im Fach Psychologie, Pabst Science Publishers, Lengerich (2009) Dissertation von Jutta Schmitt (AHG Klinik Münchwies) „Glücksspielsucht und ADHS“ in Abstimmung mit Prof. Dr. W. Wittmann (Universität Mannheim) Dissertation von Martina Hähnle (Universität Tübingen) „Evaluation teilstationärer und vollstationärer Entwöhnungsbehandlung Alkoholabhängiger in der Tagesklinik Stuttgart und der Fachklinik Wilhelmsheim“ (In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martin Hautzinger, Tübingen) Erschienen (2008) Martina Tebar „Ganztägig ambulante Rehabilitation von Alkohol- und Medikamentenabhängigen – Indikation und Wirksamkeit“ Pabst Science Publishers, Lengerich Dissertation von Volker Premper (AHG Klinik Schweriner See) „Verlauf des Glückspielverhaltens und subjektiver Symptombelastetheit in Abhängigkeit von komorbiden psychischen Störungen bei stationär behandelten pathologischen Glücksspielern“ Dissertation von Matthias Stapel (2005) an der Universität Mannheim „Wirksamkeit stationärer Verhaltenstherapie bei depressiven Erkrankungen in der Psychosomatik" in Abstimmung mit Prof. Dr. Werner W. Wittmann (Universität Mannheim) Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich Dissertation von Rolf Keller (2011/2012) an der Universität Saarbrücken „Stationäre Traumatherapie – Entwicklung und Evaluation eines stationären verhaltensmedizinischen Behandlungskonzepts für posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD) Diplomarbeiten Diplomarbeit von Sigurd Mempel und Eckhardt Müller (Universität Kiel) „Konfliktnäherung in der Psychotherapie“ Diplomarbeit von Astrid Gessert und Jürgen Schneeweiss (Universität Kiel) „Supervision der therapeutischen Praxis – Therapiebegleitende Erfahrungsbildung für Psychotherapeuten der Klienenzentrierten Psychotherapie in Gruppen“ Diplomarbeit von Aypar Cengiz (Universität Kiel) „Untersuchung zur Struktur der Sprache in der Gesprächspsychotherapie“ Diplomarbeit von Michaela Klein (Universität Mannheim) „Einführungstraining für Patienten einer verhaltensmedizinischen Klinik“ Diplomarbeit von Christoph Lohmeier (Universität Mainz) „Versuch einer clusteranalytischen Klassifikation von Herzneurotikern“ Diplomarbeit von Gabriele Kühnert (Universität Mainz) „Transaktionale Aspekte zur Bewältigung von Schwangerschaftsabbrüchen und zur Einstellung gegenüber der Schwangerschaft“ Diplomarbeit von Klaus Anhäuser (Universität Mannheim) “Empirische Validierung eines Narzißmusfragebogens und seine Verwendung bei der Evaluation stationärer Verhaltenstherapie“ Diplomarbeit Margit Lambert und Inge Möhr (Universität Heidelberg) „Zur Prävalenz sexueller Funktionsstörungen bei Patienten, die wegen anderweitiger psychosomatischer oder psychischer Störungen stationär behandelt werden“ Diplomarbeit von Susanne Platz (Universität Mannheim) „Evaluation einer Gruppentherapie zur Behandlung sexueller Funktionsstörungen von Frauen in einem stationären Behandlungssetting“ Diplomarbeit von Susanne Stadler (Universität Mannheim) „Selbstkontrollprogramm zur stationären Behandlung von Adipositas permagna“ Diplomarbeit von Norbert Reiser (Universität Mannheim) „Krankheitsbewältigung bei psychosomatischen Patienten mit unterschiedlicher Erkrankungsdauer“ Diplomarbeit von Margit Köpfle (Universität Mannheim) „Evaluation eines Selbstkontrollprogramms für die stationäre Adipositasbehandlung“ Diplomarbeit von Isolde Reich (Universität Mannheim) „Komorbidität nach DSM-III-R bei Patienten mit Adipositas“ Diplomarbeit von Ulrich Fischer (Universität Mannheim) Prävalenz von Schlafstörungen bei Patienten mit neurotischen und psychosomatischen Erkrankungen“ Diplomarbeit von Isabel Beyse (Universität Mannheim) „Langzeitveränderungen der Krankheits- und Belastungsbewältigung und deren Bedeutung im Krankheitsgeschehen nach stationärer Verhaltenstherapie bei psychosomatischen Erkrankungen“ Diplomarbeit von Nadine Ziegle (Universität Mannheim) „Langzeitveränderungen schlafbezogener Verhaltens- und Erlebensmuster nach stationärer Verhaltenstherapie bei psychosomatischen Erkrankungen“ Diplomarbeit von Petra Ciric (Universität Mannheim) „Einfluss arbeitsbezogener Erlebens- und Verhaltensmuster auf den Langzeitverlauf psychischer Störungen“ Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich Diplomarbeit von Ursula Gangnus Universität Mannheim) „Veränderung der Krankheitsbewältigung bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im Verlauf stationärer Verhaltenstherapie“(2003) Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich Diplomarbeit von Antje Wiegand „Beziehungen zwischen Stressbedingungen am Arbeitsplatz und subjektiven sowie objektiven Indikatoren der Beanspruchung“ (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich „Arbeitsstress und Krankheitsverhalten“ (2002) Diplomarbeit von Heike Koch (Universität Mannheim) „Stress am Arbeitsplatz und Schlafstörungen“ Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich (2002) Diplomarbeit von Dagmar Hoffmann (Universität Mannheim) „Stress am Arbeitsplatz und Schlafstörungen bei Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen“. Diplomarbeit von Matthias Stapel (Universität Mannheim) „Qualitätsbeurteilungen durch Kinder und Jugendliche und deren Angehörige (Eltern, sonstige Erziehungsberechtigte) nach stationären medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen“ (2003) Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich Diplomarbeit von Tim Rademacher im Fachbereich Diplomwirtschaftsingenieur für Seeverkehr der Hochschule Bremen in Abstimmung mit Kapt. H. Podesta „Traumatischer Stress in der Handelsschifffahrt – Entwicklung eines Curriculums für nautisches Führungspersonal zur Krisenintervention nach Extrembelastungen“ Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich (2009) Diplomarbeit von Barbara Bischofberger (Universität Mannheim) „Stressbelastungen und Problembereiche bei Kindern und Jugendlichen im Vorfeld von stationären Rehabilitationsmaßnahmen“  
Universitäre Lehre  
Lehre an Universitäten und Fortbildungsinstitutionen In Verbindung mit regionalen Universitäten erfolgten Lehraufträge, Fortbildungsaufträge und die Betreuung von Dissertationen und Diplomarbeiten Diplomarbeiten am: Institut für Psychologie der CAU Kiel (als Wiss. Assistent bis 1981) Institut für Psychologie der Universitäten in Saarbrücken und Trier (bis 1980) Institut für Psychologie (Abt. Klinische Psychologie) der Universität Mainz (1981-1984), Institut für Psychologie (Abt. Klinische Psychologie) der Universität Frankfurt (1984-1988), Institut für Psychologie (Lehrstuhl Klinische Psychologie) der Universität Eichstätt (1988-1992), Institut für Psychologie (Lehrstuhl Klinische Psychologie) der Universität Mannheim (ab 1990) und Lehrverpflichtung am Institut für Psychologie (Lehrstuhl Klinische Psychologie) der Universität Mannheim (ab 1995). Vorträge, Workshops und Seminare an der Akademie für Sozialmedizin in Schwerin, am IFKV in Bad Dürkheim und am Institut für Therapieforschung (IFT) in Kiel. Die Lehrinhalte beziehen sich auf  verhaltensmedizinische Behandlungsansätze bei allen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Anpassungsstörungen, somatoforme Störungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Eßstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Schlafstörungen und Störungen der Impulskontrolle (vor allem pathologisches Spielen) sowie Abhängigkeitserkrankungen, auf psychische Reaktionen bei körperlichen Erkrankungen (z.B. nach Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen, Tinnitus) und auf chronische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Weitere Lehrinhalte sind Präventionsansätze (primäre, sekundäre und tertiäre Prävention) bei koronaren Herzerkrankungen, Rückenerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und neurologischen Erkrankungen und sämtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Indikationsproblematik und der Evaluationsforschung. Lehrveranstaltungen an der Universität Mannheim – Klinische Psychologie ab 1995 Sommersemester 1995 Verhaltenstherapeutische Konzepte bei Post-Traumatischen Belastungsreaktionen Wintersemester 1995/1996 Kognitive Verhaltenstherapie der Angststörungen Sommersemester 1996 Verhaltensmedizinische Behandlungsansätze bei „klassischen“ psychosomatischen Erkrankungen Wintersemester 1996/1997 Verhaltenstherapie der Persönlichkeitsstörungen Sommersemester 1997 Stationäre und ambulante Behandlung von Depressionen Wintersemester 1997/1998 Methoden und Ergebnisse zur Schweregradbeurteilung bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen Sommersemester 1998 Verhaltenstherapeutische Konzepte bei Post-Traumatischen Belastungsreaktionen Wintersemester 1998/1999 Verhaltensmedizinische Behandlungsansätze bei Schlafstörungen Sommersemester 1999 Psychotherapie und Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen Wintersemester 1999/2000 Verhaltenstherapie der Angststörungen Sommersemester 2000 Verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze bei Essstörungen Wintersemester 2000/2001 Post-Traumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach militärischen und polizeilichen Einsätzen Sommersemester 2001 Gruppentherapie in der Verhaltenstherapie Wintersemester 2002/2003 Stationäre und ambulante Behandlung von Depressionen Weitere Seminare an der Universität Mobbing Am Arbeitsplatz und Arbeitsstress: Interaktionelle Problembereiche, psychosomatische Reaktionsbildungen und BehandlungsansätzeDieses Seminar umfasst zwei Themenbereiche, die zur Zeit sehr kontrovers diskutiert werden. Dies sind Konfliktsituationen am Arbeitsplatz, die unter dem Begriff Mobbing zusammengefasst werden und die Bedeutung von Arbeitsstressoren im Zusammenhang mit der Entwicklung von Krankheiten und gesundheitsbezogenen Problembereichen. Es werden die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen zu beiden Bereichen vorgestellt, die Relevanz für die klinische Psychologie herausgearbeitet sowie therapeutische Ansatzpunkte und Behandlungsmöglichkeiten diskutiert. Verhaltensmedizin bei chronischen körperlichen Erkrankungen Die Integration psychologischer Behandlungsstrategien in die medizinische Therapie hat zu einer konzeptionellen Entwicklung geführt, die unter dem Sammelbegriff Verhaltensmedizin gefaßt wird. In diesem Seminar werden die verhaltensmedizinischen Behandlungsansätze bei folgenden Krankheitsbildern vorgestellt: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Motorische Störungen (Torticollis spasmodicus, Blepharospasmus, Schreibkrampf), Hauterkrankungen, Koronare Herzerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Rückenerkrankungen, neurologische Erkrankungen, dekompensierter chronischer Tinnitus. Pathologisches Spielen und andere Störungen der Impulskontrolle – Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen Die sozialmedizinischen Problembereiche von Patienten mit einem pathologischen Spielverhalten weisen auf eine Reihe besonderer Auffälligkeiten hin (suizidale Risiken, stoffgebundener Missbrauch, psychiatrische Komorbiditäten, lange Krankheitsdauer), die sie für psychotherapeutische Behandler als ausgesprochen schwierig erscheinen lassen. In diesem Seminar werden die diagnostischen und differenzialdiagnostischen Aspekte der F63-Erkrankungen (Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle) herausgearbeitet sowie Behandlungskonzepte und klinische Verhandlungserfahrungen vorgestellt. Indikation zur ambulanten und  stationären Psychotherapie – Grundlagen, Modelle, Praxis Die Indikation für ein bestimmtes Behandlungsverfahren bedeutet, daß die indizierten Krankheiten und Problemkonstellationen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bei sachgemäßer Anwendung der in Aussicht genommenen Therapie (die den aktuellen wissenschaftlichen Standards entspricht) erfolgreich behandelt werden können. Auf diesem Hintergrund werden Indikationskriterien für alle wichtigen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (z.B.: Affektive Störungen, Angststörungen, Essstörungen, somatoforme Störungen, Posttraumatische Belastungsreaktionen, Persönlichkeitsstörungen) vorgestellt und diskutiert. Gruppentherapie in der Verhaltenstherapie Die Entwicklung und die klinische Umsetzung gruppentherapeutischer Konzepte in der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin hat nicht zuletzt durch den engen Bezug zwischen den Konzeptinhalten und den behandlungsrelevanten Problembereichen der Patienten zu Verbreitung und zur Akzeptanz in der psychotherapeutischen Versorgung beigetragen. In diesem Seminar werden sowohl problemlöseorientierte Gruppenkonzepte (Interaktionelle Problemlösegruppen) als auch störungs- bzw. diagnosenspezifische Behandlungskonzepte (Angststörungen, Eßstörungen, Somatoforme Störungen, Depressionen, Posttraumtische Belastungsstörungen, Schmerzbewältigung, Tinnitusbehandlung, Mobbinggruppe, Sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen, Mißbrauch von Medikamenten und Alkohol, Soziales Kompetenztraining, Entspannungstraining ) der Gruppentherapie vorgestellt. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach technischen, sozialen und militärischen Katastrophen und Möglichkeiten zur Behandlung und Rehabilitation Die Kurz- und Langzeitfolgen von Gewalterfahrungen gewinnen seit der Einführung der Diagnose "Posttraumatische Belastungsreaktion" im DSM-III-R  auch im psychotherapeutischen Bereich immer mehr an Bedeutung.  Dieses Seminar enthält einen Überblick über die häufigsten traumatischen Erfahrungen bei Personen, die durch soziale Gewalt oder im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben (Militär, Polizei, Feuerwehr, andere Rettungsdienste Verkehrsbetriebe) geschädigt worden sind und über die entsprechenden psychotherapeutischen Ansatzpunkte. Verhaltensmedizinische Behandlungsansätze und Erfahrungen bei Esssstörungen Die Psychotherapie von Eßstörungen ist nach wie vor eine große Herausforderung für die klinische Forschung und Behandlung. Die verhaltenstherapeutischen Ansätze zur Behandlung der Anorexia nervosa, der Bulimia nervosa und der Adipositas haben sich als besonders wirksam erwiesen. Dieses Seminar vermittelt eine Übersicht über den Stand der Forschung und Praxis. Klinisch-psychologische Interventionsmethoden: Prävention bei psychischen Erkrankungen - Konzepte, Grundlagen, Ergebnisse Die Krankheitsanamnesen von Patienten mit psychischen Erkrankungen betragen nach wie vor etwa 7 Jahre bis zum Beginn qualifizierter psychotherapeutischer Behandlungen. Solche Krankheitskarrieren sind mit enormen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Früherkennungsprogramme und Ansätze zu einer Risikomodifikation in einem frühen Stadium des Erkrankungsprozesses sind bisher kaum entwickelt. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den Stand solcher Früherkennungsprogramme und zeigt auf, in welchem Ausmaße es möglich ist, durch ein aktives Zugehen auf die Betroffenen die Patienten tatsächlich zu erreichen. Es werden methodische Aspekte und Lösungsansätze bei der Evaluation von Langzeitverläufen vorgestellt und die gesundheitlichen und sozialmedizinischen Effekte eines stationären Programms zur Risikomodifikation berichtet.  
Supervision  
Supervision Supervision ist eine spezifische Beratungsform, die in beruflichen Angelegenheiten begleitend und unterstützend von Menschen genutzt wird. Unter Anleitung einer/eines Supervisorin/Supervisors werden Fragen und Themen, die sich aus den Anforderungen des Berufs ergeben, reflektiert, geklärt und zukünftige alternative Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Supervision bietet in diesem Kontext: Reflexions- und Entscheidungshilfe bei aktuellen Anlässen, Unterstützung in herausfordernden oder belastenden Arbeitssituationen und Konflikten, Klären und Gestalten von Aufgaben/Aufträgen, Funktionen und Rollen, Begleitung bei Veränderungsprozessen und Hilfe in der Bewältigung neuer Herausforderungen. Das  Setting von Supervision kann gestaltet werden als Einzelsupervision für Einzelpersonen Teamsupervision Gruppensupervision für Personen mit einem gemeinsamen beruflichen Hintergrund Einzelsupervision innerhalb eines Behandlungsteams Ausbildungs- bzw. Lehrsupervision Klinische Supervision ist die fachliche Beratung und Betreuung von Psychotherapeuten bei stationären und ambulanten Behandlungsfällen. Die Struktur und die Schwerpunkte von klinischen Supervisionsabläufen richten sich zunächst nach dem Ausbildungsstand bzw. dem Erfahrungshintergrund des Supervisanden. Psychotherapeuten, die sich in einer primären Lehr- und Lernsituation befinden, bedürfen vor allem in der Anfangsphase ihres Lernprozesses einer intensiven Stützung und Unterstützung neben der fachlichen Klärung und Beratung des jeweiligen Behandlungsfalles. Bei erfahreneren Psychotherapeuten kann sich die klinische Supervision stärker auf die relevanten Aspekte des jeweiligen Behandlungsfalles beziehen; dies besonders dann, wenn erkennbar ist, dass der Supervisand über die zur Umsetzung der Behandlungsstrategien erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt. Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über langjährige Erfahrungen in der klinischen Supervision im Rahmen ambulanter und stationärer Behandlungsverläufe und Supervisionssettings. Die dabei im Focus stehenden Erkrankungsbilder umfassen die gesamte Spannbreite der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Neben der Ausbildungs- bzw. Lehrsupervision im Rahmen von Ausbildungsgängen zum Verhaltenstherapeuten besteht die Möglichkeit der vertretungsweisen Durchführung von Fallsupervisionen in stationären verhaltensmedizinisch arbeitenden Behandlungsteams in psychosomatischen Fachkrankenhäusern oder psychosomatischen Abteilungen in Akutkrankenhäusern.  
Workshops  
Workshops In den letzten Jahren hat eine Inflationierung des Begriffs "Workshop" stattgefunden: Workshops, die in Wirklichkeit Verkaufsveranstaltungen für Produkte oder Dienstleistungen sind, andere, die eine lockere Frage- und Antwortrunde zu einem bestimmten (oder unbestimmten) Thema darstellen, und solche, bei denen die Bezeichnung "Workshop" als Exkulpation für die mangelhafte Vorbereitung eines Seminar dient. Workshop klingt einfach gut: Das "work" beruhigt das dienstliche Gewissen und signalisiert, dass etwas gearbeitet werden soll – das "shop" entschärft die Drohung gleich wieder, suggeriert Auswahlmöglichkeiten und eine gewisse Lockerheit.   Was ist das Besondere an einem Workshop? Von einem Seminar unterscheidet er sich dadurch, dass es nicht um die Vermittlung definierter Lerninhalte geht, sondern um die Erarbeitung von Lösungen für gemeinsame Problemstellungen; von einer Tagung dadurch, dass es nicht bloß um die gegenseitige Präsentation und Diskussion von Arbeitsfortschritten geht, sondern um das Erreichen gemeinsamer Resultate. Vorrangig bei einem Workshop sind die Ergebnisse, auf denen die Weiterarbeit aufbauen soll. Die nachfolgend aufgeführten Workshops haben etwa zu einem Drittel einen Seminarcharakter, bei dem es darum geht, bestimmte Lerninhalte zu vermitteln und zu zwei Dritteln aus dem Zusammentragen von Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmer zu  der jeweiligen Thematik unter Moderation der Workshopleitung. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die Teilnehmer einen weitgehend ähnlichen Arbeitsbereich haben und die mit der Thematik verbundenen Problemstellungen aus eigener Anschauung kennen, für die es gilt, Lösungen und Hilfestellungen zu erarbeiten. Der Seminarteil der Workshops gründet sich auf die bei Baltic Bay Clinical Consulting beschriebenen Vorträge und Seminare. Workshops (Übersicht) Chronisches Krankheitsverhalten – Entwicklung und Begründung eines neuen Krankheitsparadigmas WS 01 Interaktionelles Problemlösungsverhalten in Gruppen WS 02 Störungsspezifische Gruppentherapie in der Verhaltensmedizin WS 03 Prävention bei Vorläufersymptomen von psychischen Erkrankungen WS 04 Downsizing in Unternehmen und Krankheitsentwicklungen WS 05 Die Bedeutung der Arbeitswelt für die Krankheitsentwicklung bei psychischen Erkrankungen und deren Berücksichtigung in der Psychotherapie WS 06 Das Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses AMALPROZESS als Grundlage zur Untersuchung spezifischer Verhaltensmuster bei Arbeits- und Leistungsproblemen in der Psychotherapie - Einführung und Anwendungstraining WS 07 Das letzte Tabu in der Psychotherapie: Wie erkunde ich spezifische berufliche Stressoren und das zugeordnete Arbeits- und Leistungsverhalten meiner Patienten? WS 08 Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen – Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen WS 09 Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patientinnen nach sexueller Gewalterfahrung und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung WS 10 Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie – Grundsätze und Erfahrungen auf der Basis der Indikationsliste V-24 (WS 11-1) bei Angsterkrankungen (WS 11-2), bei  depressiven Erkrankungen (WS 11-3), bei  jugendlichen Patienten (WS 11-4) Die Gesundheitsversorgung in Deutschland: Struktur, Zielsetzungen, Versorgungskonzepte (WS 12) Chronisches Krankheitsverhalten – Entwicklung und Begründung eines neuen Krankheitsparadigmas WS 01 Von chronischem Krankheitsverhalten spricht man, wenn das subjektive Krankheitsgefühl und das daraus resultierende Verhalten in keiner angemessenen Relation zu den medizinischen Befunden stehen. Das bedeutet, dass sich Patienten kranker fühlen und sich auch entsprechend kranker verhalten, als es nach Würdigung der aktuellen medizinischen Befunde gerechtfertigt wäre. Dabei haben sich oftmals die Folgerungen, die der Patient in seinem Denken, Fühlen und Handeln im Zusammenhang mit seinen Beschwerden für sich gezogen hat, als eigene spezifische Verhaltensauffälligkeit gewissermaßen verselbständigt. Es wird der Begründungshintergrund dieses Konzeptes beschrieben und die spezifischen Verhaltensbereiche des chronischen Krankheitsverhaltens an Hand von klinischen Fallvignetten erläutert. Aus diesen Verhaltensauffälligkeiten werden die Veränderungsziele zum Krankheitsverhalten abgeleitet und an Beispielen dargelegt. Letztendlich dient die Konzeption des chronischen Krankheitsverhaltens auch dazu, sachbezogene Indikationsstellungen für die stationäre und ambulante Behandlung von psychischen Erkrankungen zu treffen. Die Anwendung dieses sowohl diagnostischen als auch veränderungszielorientierten Konzepts auf die verschiedenen Phasen der Gestaltung der therapeutischen Abläufe (Eingangs- und Indikationsgespräch, Planung der Veränderungsziele, Auswahl und Zielzuordnung der therapeutischen Elemente, Bilanzgespräche zum Veränderungsprozess, Ergebnisbewertung am Ende der Behandlung) ist Gegenstand des Übungsteils im Workshop. Die Übungen erfolgen auf der Basis von Fallvignetten der Teilnehmer und von zugeordneten Rollenspielen. Interaktionelles Problemlösungsverhalten in Gruppen WS 02 Da der Großteil der Psychotherapeuten im Rahmen der Ausbildung in der Einzelpsychotherapie „sozialisiert“ werden, begehen sie bei der Durchführung von Gruppentherapie nicht selten den Fehler, eine Einzeltherapie in der Gruppe – oder vor der Gruppe – durchzuführen. Dadurch kann der Wirkungsgrad gruppentherapeutischer Maßnahmen wesentlich eingeschränkt werden. Wesentliche Aufgabe des Gruppentherapeuten ist die fortwährende Beobachtung der instrumentellen Gruppenbedingungen die Sicherstellung dieser instrumentellen Gruppenbedingungen im Behandlungsverlauf einer Gruppe. Diese sind Kohäsion Vertrauen / Offenheit Kooperative Arbeitshaltung Strukturiertes Arbeiten und dynamische Prozesse Strukturhilfe: gemeinsame Problembereiche Instrumentelle Gruppenbedingungen Instrumentell = Hilfsmittel zur Lösung individueller Verhaltensprobleme unter Beachtung des Interaktionsverhaltens aller Gruppenteilnehmer einschliesslich des Therapeuten Bereiche: Kohäsion,  Vertrauen / Offenheit,  Kooperative Arbeitshaltung Aufgabe des Gruppentherapeuten: Sicherung konstruktiver Gruppenprozesse Problemlösegruppen (PLG's) sind zentrale Planungs- und Steuerungsinstrumente in der stationären Verhaltenstherapie. Die Indikationsschwellen zur Teilnahme an solchen Gruppen werden in der Regel im stationären Bereich so niedrig angesetzt, dass etwa 80% aller Patienten daran teilnehmen (können). Es werden die Grundzüge des interaktionellen Problemlösens in Gruppen beschrieben und die verschiedenen Aufmerksamkeitsbereiche für den Gruppenverhaltenstherapeuten dargestellt. Dabei wird besonders auf die Gestaltung und Förderung der instrumentellen Gruppenbedingungen Bezug genommen. Veröffentlichungen über interaktionelle Psychotherapiegruppen in der Verhaltenstherapie sind im Vergleich zu den problemorientierten und störungsspezifischen Gruppenkonzepten eher selten. Die in letzter Zeit häufiger verwendete Charakterisierung solcher Gruppenkonzepte als "zieloffene Psychotherapiegruppen" erscheint eher unglücklich, da sie eine wesentliche Handlungsgrundlage verhaltenstherapeutischer Arbeit: die Zielorientierung, begrifflich aufhebt. Offensichtlich fehlt den "klassischen" Verhaltenstherapeuten außer bei Differenzierungen der sozialen Kompetenz und der Selbstsicherheit das begriffliche Inventar von sozialen Lernbereichen, die nur in einer Gruppe möglich sind. Die verhaltenstherapeutische Gruppentherapie in der Klinik ist eingebettet in eine differenzierte Versorgungsstruktur aus Einzeltherapie bei einem Bezugstherapeuten, aus einer Problemlösungsgruppe, aus anderen Standardgruppen und themenzentrierten Psychotherapiegruppen sowie aus themenzentrierten Gruppenmaßnahmen in den Funktionsbereichen. Die Grundkonzeption der Problemlösungsgruppe orientiert sich an den von Grawe und seinen Mitarbeitern vorgeschlagenen Vorgehensweisen. Die Arbeitsebenen und Zielsetzungen der "Interaktionellen Problemlösungsgruppe" umfassen insgesamt vier Bereiche: Die Weiterführung der Verhaltens- und Bedingungsanalyse in der Gruppe unter Einbeziehung von Problemlösungsstrategien, die Ausschöpfung sozialen Lernens in der Gruppe, das Entwickeln von Beziehungen in der Gruppe und die Regulation solcher Beziehungen sowie die Rückführung solcher interaktionellen Aspekte auf die Problemdefinition und das Aufgreifen themenzentrierter Bausteine in der Gruppe. Neben (oder in Ergänzung zu) der inhaltlichen problemorientierten Arbeit der Weiterführung der Verhaltens- und Bedingungsanalyse kommt es für den Gruppentherapeuten ganz besonders darauf an, eine fortlaufende Beobachtung und Bewertung der instrumentellen Gruppenbedingungen durchzuführen und gezielte Interventionen vorzunehmen, wenn einzelne Aspekte dieser Gruppenbedingungen nicht ausreichend vorhanden sind. Bei der Zusammensetzung der Gruppe hat es sich bewährt, Patienten aus einem breiten Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen zusammenzufassen, da so die Möglichkeiten zu gegenseitiger Hilfestellung der Patienten untereinander breiter angelegt sind. Der Vorteil derartiger heterogener Gruppenzusammensetzungen ist darin zu sehen, dass Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen auch unterschiedliche Fertigkeiten und Fähigkeiten haben, die sie in die Gruppe einbringen können und somit den jeweils anderen Patienten dabei behilflich sein können, an diesen Fertigkeiten voneinander zu lernen. Allerdings müssen dabei auch einige problematische Konstellationen berücksichtigt werden, die im Einzelfall auch einmal eine Veränderung in der Gruppenzusammenstellung erforderlich machen. Im Verhältnis von strukturierten Arbeitsabläufen in einer Problemlösungsgruppe und dynamischen Gruppenprozessen stehen die Zielorientierung und der Problemlösungsansatz immer an erster Stelle. Auf der Basis einer in der Gruppe entwickelten Verhaltens- und Bedingungsanalyse kann es sich durchaus als notwendig erweisen, emotionsforcierende Methoden anzuwenden, die sich jedoch aus einer konkreten Zielorientierung ableiten lassen müssen. Mit einer solchen Hineinnahme von Therapieelementen aus anderen psychotherapeutischen Ansätzen (z.B. Katathymes Bilderleben, Focussing, Gestalttherapie, Bioenergetic, Meditationstechniken) befindet man sich im Sinne einer multimodalen Verhaltenstherapie in bester verhaltenstherapeutischer Gesellschaft. Damit soll jedoch nicht der ungehemmten oder unkontrollierten Öffnung für beliebige Strategien das Wort geredet werden. Der wirklich weitreichende konzeptionelle Vorteil des "Interaktionellen Problemlösungsansatzes in Gruppen" ist darin zu sehen, dass er ein thematisches Gerüst für die Weiterführung der Verhaltens- und Bedingungsanalyse in der Gruppe darstellt, aus dem Strukturierungshilfen für die konkrete Problemstellung und für den Gruppenprozess abgeleitet werden können und dass es gleichzeitig möglich und notwendig ist, die Entwicklung von Beziehungen und die vielfältigen Aspekte der Beziehungsregulation in diesem Problemlösungsprozess zu integrieren. Für die stationäre Behandlung stellt es sich darüber hinaus als Vorteil dar, dass bei entsprechender Indikation auch themenzentrierte Bausteine aus störungsbezogenen Gruppen integriert werden können.  Störungsspezifische Gruppentherapie in der Verhaltensmedizin WS 03 Die Verbindung von kognitiven Aspekten bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und der Behandlung von Krankheiten mit behavioralen Ansätzen zur Therapie und Rehabilitation für spezifische Erkrankungen oder behandlungsrelevante Problembereiche von Erkrankungen hat zu einem ungeahnten Aufschwung in der Entwicklung klinischer Behandlungskonzepte geführt. In diesem Referat wird auf der Basis eines klinischen und wissenschaftlichen Kriterienkataloges eine Übersicht erstellt, welche spezifischen Versorgungskonzepte zuverlässig und anwendungssicher - quasi in Serienreife – in die verhaltensmedizinisch orientierte Versorgung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen integriert werden können bzw. sollten. Weiterhin werden gemeinsame Konzeptelemente störungsspezifischer kognitiv-behavioraler Modelle beschrieben und anhand von ausgewählten Beispielen erläutert. In der praktischen Versorgung interessiert vor allem der Übergang zu einzelnen Therapiebausteinen aus jeweils anderen Problembereichen. Solche Übergangssituationen werden im Verlauf des WS systematisch erprobt. Prävention bei Vorläufersymptomen von psychischen Erkrankungen WS 04 Der bisherige § 31 im SGB VI „sonstige Leistungen“ wurde durch die DRV bislang nahezu ausschließlich im Rahmen der stationären Heilbehandlung von Kindern und Jugendlichen angewendet. Die Adaption dieses Paragraphen und die Ausformung gemeinsamer Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung über medizinische Leistungen für Versicherte, die eine besonders gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung ausüben, eröffnet ein Interventionsfenster, Versicherte in präventive Maßnahmen einzubinden, die zwar noch nicht psychisch oder organisch erkrankt sind, bei denen jedoch erste Störungen vorliegen in Verbindung mit individuellen Risikofaktoren und Kontextfaktoren. Unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen wie z.B. beginnende Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme, psychische Beeinträchtigungen und individueller verhaltensbedingter Faktoren wurden Problembereiche identifiziert, die zwar einerseits angelehnt sind an die klassischen Krankheitsbilder der ICD-10, jedoch von der Definition her „präklinische“ Symptomatiken beschreiben. Die Interventionen umfassen allgemeine wie auch spezielle, auf die individuelle Gesundheitsgefährdung und auf den Arbeitsplatz bezogene gesundheitsfördernde Maßnahmen. Nach der Festlegung der Strukturelemente zur Präventionsangeboten wurden Konzepte zu 14 Problembereichen entwickelt. Diese umfassen eine Beschreibung der Problembereiche und Verhaltensmuster im Übergang von Vorläufersymptomatiken zu klinischer Manifestation und Chronifizierung einschließlich möglicher Screeningverfahren, Behandlungs- und Veränderungsziele bei risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensbereichen sowie eine Systematisierung des Präventionsprogramms einschließlich der Wochenstundenpläne. Es wird eine Übersicht über die Themen der ausgearbeiteten Konzepte gegeben und zwei ausgewählte Programme vorgestellt. Die Umsetzung dieser Präventionsmaßnahmen ermöglicht eine Sicherstellung der Erwerbsfähigkeit gerade in wirtschaftlichen Krisenlagen. Downsizing in Unternehmen und Krankheitsentwicklungen WS 05 Personalabbau ist neben internen Maßnahmen zur ökonomisch optimierten Gestaltung von Arbeitsabläufen ein gängiges Mittel der Kostenreduktion in Unternehmen. Diese Unternehmensstrategien werden elegant als „Downsizing“ beschrieben. Nur selten werden die mit einem Personalabbau angestrebten Ziele erreicht. Nicht selten kommt es infolge von Downsizing, aber auch bei rapider Expansion zu betrieblichen Instabilitäten mit einer Reihe von negativen Folgen für die jeweiligen Arbeitsbedingungen. Die Gründe hierfür liegen vornehmlich in den negativen Reaktionen der im Betrieb verbleibenden Mitarbeiter („Stayer“, „Survivor“). Neben der Beschreibung der Reaktionen der Survivor und den zugeordneten empirischen Untersuchungen werden die Ergebnisse langfristig angelegter Untersuchungen über das Gesundheits- und Krankheitsverhalten „Survivors Disease“ der Betroffenen referiert sowie aufgezeigt, welche präventiven Maßnahmen sich als hilfreich und stabilisierend erwiesen haben. „Die Bedeutung der Arbeitswelt für die Krankheitsentwicklung bei psychischen Erkrankungen und deren Berücksichtigung in der Psychotherapie“ WS 06 Die Beschäftigung mit der Arbeitswelt von PatientInnen mit psychischen Erkrankungen erfordert Kenntnisse und Einschätzungen aller Facetten des individuellen Erwerbslebens sowie der regionalen und globalen Veränderungen der arbeitsbezogenen Anforderungsprofile. In weiten Bereichen des Erwerbslebens haben sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren wesentlich verändert. Querschnittsuntersuchungen zeigen einen wachsenden Qualifikationsdruck, eine Verdichtung von Anforderungen infolge neuer Informationstechnologien, eine Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen und die Bedrohung durch Arbeitslosigkeit. Nach der Darstellung empirisch begründeter Zusammenhänge zwischen solchen kritischen Aspekten des Arbeitslebens und psychosomatischen Reaktionsbildungen werden standardisierte Fragebögen zur Erfassung spezifischer Arbeitsbelastungen und zur Belastungsbewältigung beschrieben. Abschließend wird ein Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses (AMALPROZESS) vorgestellt, das sich in der klinischen Arbeit als besonders geeignet erwiesen hat, Problemkonstellationen im Arbeits- und Leistungsgeschehen von Patienten konkret herauszuarbeiten und daraus belastungsbezogene Behandlungsstrategien abzuleiten. Im Einzelnen werden folgende Schwerpunkte behandelt: Allgemeine Grundlagen Die individuelle Bedeutung der Erwerbsarbeit Der gesellschaftliche Wandel und seine Folgen für die Gesundheitsversorgung Der psychologische Kontrakt Downsizing in Unternehmen Spezifische Belastungsbereiche (Schichtarbeit, Arbeitslosigkeit, beruflicher Status) Erfassung von Arbeits- und Leistungsverhalten und von Stressoren Graduierung von Arbeits- und Leistungsstörungen Symptombereiche bei Belastungen, Belastungsfaktoren, fördernde Faktoren Standardisierte Messverfahren: Risikotypen, AVEM, KoBelA, LIPT Explorationsmodelle Modell der beruflichen Gratifikationskrise Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses AMALPROZESS Das Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses AMALPROZESS als Grundlage zur Untersuchung spezifischer Verhaltensmuster bei Arbeits- und Leistungsproblemen in der Psychotherapie - Einführung und Anwendungstraining WS 07 Nach der Durchsicht klinischer Daten lässt sich aus verschiedenen klinisch-psychologischen Problemstellungen her betrachtet die These untermauern, dass es eindeutige Zusammenhänge gibt zwischen spezifischen Erlebensaspekten der Arbeit und spezifischen psychischen Erkrankungen. Insbesondere die am Arbeitsplatz erlebte Angst und die Angst um den Arbeitsplatz stehen in Beziehung zu zahlreichen Störungen wie Interaktionsängsten, emotionaler Labilität sowie zu nahezu allen psychosomatischen Beschwerdebildern. Ebenso scheint das Gefühl von nicht-honorierter Belastung mit spezifischen Erkrankungen in Zusammenhang zu stehen (Rückenschmerzen, Schlafstörungen). Zunächst wird das Modell der beruflichen Gratifikationskrise und beschrieben, dem eine Schlüsselrolle bei der Herzinfarktentwicklung zugewiesen wird. In diesem Modell wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen externen Leistungsanforderungen, der individuellen Leistungsbereitschaft und der Gratifikation im Arbeitsprozess. Bei einer hohen Bereitschaft zur Verausgabung und einer konsekutiven geringen Gratifikation kommt es nach den Modellüberlegungen zu einer distresserzeugenden Gratifikationskrise mit entsprechenden Krankheitsentwicklungen. Unter solchen Belastungserfahrungen werden solche Erfahrungen subsumiert, die mit einer Aufforderung zur Verausgabung speziell in Leistungssituationen verbunden sind, die zugleich aber relativ geringe Erfolgs- und Kontrollchancen aufweisen, diese Anforderungen zu bewältigen. Unter den externen Bedingungen spielen bestimmte Gegebenheiten des Arbeitsplatzes und der Beschäftigungssituation eine prominente Rolle, weil wiederkehrende Handlungszwänge in Kombination mit begrenzten oder ganz ausbleibenden Belohnungen im Erwerbsleben am nachhaltigsten erfahren werden. In der nebenstehenden Eine berufliche Verausgabung wird nicht allein durch die Quantität bzw. Qualität externer Anforderungen hervorgerufen, sondern innere Handlungsbereitschaften bestimmen diesen Prozess wesentlich mit. Diese intraindividuellen Bewältigungsmuster werden als „überhöhte Kontrollbestrebungen“ bezeichnet. Personen mit einer solchen kognitiven Struktur neigen in Anforderungssituationen zu unrealistischen Bewertungen eben dieser Anforderungssituationen entweder im Sinne einer tendenziellen Überschätzung oder Unterschätzung der zu erbringenden Leistungen sowie hinsichtlich der Bedeutung der daraus resultierenden Ergebnisse. In beiden Fällen werden unökonomische, überdosierte Aktivitäten ausgelöst: Überschätzte Anforderung mobilisieren überschießende Anstrengungen, deren emotionaler Ertrag in Enttäuschungsgefühlen und langfristig in latenter Feindseligkeit resultiert. Unterschätzte Anforderungen und damit einhergehende überschätzte eigene Bewältigungsmöglichkeiten führen langfristig zu Überlastung, Überengagement und nicht wahrgenommener Überforderung mit nachfolgendem Risiko einer Erschöpfungskrise. Besonders solche Personen gehen ein hohes Erkrankungsrisiko ein, die infolge überhöhter Kontrollbestrebungen mit einer - distanzlosen und nicht mehr dosierbaren Verausgabungsbereitschaft reagieren und dabei überdurchschnittlich häufig emotionale Enttäuschungen erleben, durch die sie sich selbst in vorzeitige, jedoch nicht angemessen wahrgenommene Erschöpfungskrisen bringen. Einer hohen beruflichen Verausgabungsbereitschaft - häufig verbunden mit einer beruflichen Distanzierungsfähigkeit kommt im Zusammenspiel mit gratifikationskritischen Arbeitsbedingungen (rechter Zweig in der Abbildung) eine große Bedeutung zu. Bei den Gratifikationsaspekten spielen auf der Ebene der Bezahlung der ökonomische Zwang zur Mehrarbeit eine wesentliche Rolle, auf der Ebene der sozio-emotionalen Belohnung eine geringe Anerkennung sowie geringe persönliche Entwicklungsanreize und auf der Ebene der Statuskontrolle berufsbiographische Restriktionen, ein sozialer Abstieg und eine permanente Arbeitsplatzunsicherheit. Insbesondere eine fortgesetzte berufliche Statusbedrohung und ein subjektiv empfundener chronischer zeitlicher Verausgabungszwang sind im Zusammenhang mit einer hohen beruflichen Verausgabung erkrankungskritische und distresserzeugende Rahmenbedingungen für Gratifikationskrisen. Hingegen beschreiben sich Patienten, die an ihrem Arbeitsplatz ein hohes Ausmaß an akzeptierter Verantwortung erleben und ihre Arbeitssituation weitgehend selbständig gestalten können sowie sich in ihrer geistigen und sozialen Kompetenz gefordert fühlen, als leistungsorientiert, aggressiv und wenig gehemmt und als extrovertiert; allerdings werden in diesem Zusammenhang aber auch vermehrt Schlafstörungen beschrieben.  Aus der klinischen Arbeit des Autors heraus haben sich die vorwiegend soziotherapeutisch und sozialmedizinisch beeinflussbaren Erfahrungen zu einem Arbeits- und Analyseschema AMALPROZESS verdichtet. Die Gestaltung und Strukturierung des Schemas folgt dem normalen Ablauf von Arbeitsvorgängen. Es gliedert sich in die Bereiche Auftragsvergabe/Auftragsannahme, Planung und Umsetzung von Arbeitsvorgängen, das arbeitsbezogene Sozialfeld, die Bewertung von Arbeits- und Leistungsergebnissen und die Gratifikation. Die Auswertung dieser Ergebnisse erfolgt  in zwei Bereichen: Bei der Untersuchung der Patienten im Rahmen der individuellen Bedingungsanalyse ist in weit größerem Ausmaß darauf zu achten, welche Erfahrungen am Arbeitsplatz mit der Krankheitsentwicklung in Zusammenhang gebracht werden können (und müssen). Rehabilitative Behandlungsansätze sollten in weitaus stärkerem Umfang Übungsmöglichkeiten vorhalten, solche Arbeitsbedingungen zu simulieren und darin Bewältigungsmöglichkeiten zu üben. Letztlich sollte aber auch bei der sozialmedizinischen Beurteilung und Prognose die Arbeitsplatzsituation unter sozialpsychologischen und sozialhygienischen Aspekten zumindest ebenso weitgehend berücksichtigt werden wie bislang die technisch-physikalischen Arbeitsbedingungen (Kälte, Nässe, Höhe, Sitzen, Stehen, Bücken usw.). Die untersuchten Dimensionen bieten hierfür eine gute Orientierungsmöglichkeit. In dem Analysemodell AMALPROZESS werden die relevanten Einzelaspekte der Arbeitsbelastungen in ein strukturiertes Untersuchungsschema integriert. In der klinischen Arbeit, vor allem in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation von psychosomatischen Erkrankungen, hat sich dieses Analysemodell gut bewährt. Das letzte Tabu in der Psychotherapie: Wie erkunde ich spezifische berufliche Stressoren und das zugeordnete Arbeits- und Leistungsverhalten meiner Patienten? WS 08 Die Lebensgestaltung und das soziale Ansehen sind in einer Erwerbsgesellschaft weitgehend davon abhängig, ob der Einzelne aufgrund körperlicher, geistiger  und psychischer Befähigung einerseits und aufgrund von Ausbildung und beruflicher Qualifizierung andererseits die Chance hat, einen Ausbildungsplatz zu besetzen oder nicht. Dies gilt sowohl in Zeiten der Vollbeschäftigung und ganz besonders in solchen Entwicklungen der Volkswirtschaft mit einem hohen Arbeitslosenanteil und einer weitgehenden Gefährdung der Arbeitsplatzsicherheit. Die konkrete Berufswelt ihrer Patienten ist für den überwiegenden Teil der ambulant tätigen Psychotherapeuten genauso tabuisiert wie die Sexualität zu Zeiten Sigmund Freuds. Bei den aktiv Erwerbstätigen gewinnt der Umgang mit Belastungen und Stressoren im Erwerbsleben eine stetig wachsende Aufmerksamkeit in der Arbeitswissenschaft und in der Arbeits- und Organisationspsychologie. Querschnittsuntersuchungen lassen eine deutliche Zunahme von Stresssymptomen erkennen, die vor allem aus einem wachsenden Qualifikationsdruck, aus der Verrichtung von Anforderungen bei der Einführung neuer Informationstechnologien, aus der Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen und aus der Bedrohung durch Arbeitslosigkeit erwachsen. Gleichwohl dominieren in der sozialmedizinischen Literatur und in den sozialmedizinischen Beurteilungskriterien immer noch physikalische Stressoren und Belastungsfaktoren. In der stationären Psychotherapie und in der medizinischen Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen beginnt sich dank der Verbreitung verhaltensmedizinischer Konzepte ein Bedeutungs- und Wertewandel hinsichtlich arbeits- und leistungsbezogener Fragestellungen zu vollziehen. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in nicht wenigen Therapiekonzepten der Psychotherapie und in dem ihnen zugrundeliegenden Krankheitsbegriff die Leistungs- und Erwerbsfähigkeit immer noch eine nachgeordnete Rolle spielt. Keine Therapietheorie kann es sich bei dem gegenwärtigen Stand der Entwicklung sozialpsychologischer Theorien zur Entwicklung und Stabilisierung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen mehr leisten, die soziale Bedingtheit psychischer Erkrankungen mit den begleitenden Kontroll- und Labelingprozessen aus ihrem Theoriengebäude auszuschließen. Bei der Umsetzung dieser Konzepte z.B. bei der Definition des "krankhaften" Verhaltens, der Festlegung des konkreten, zu verändernden Verhaltens (Zielbegriffe) und der Operationalisierung der Therapieschritte geht die praktische Berücksichtigung der sozialen Verhaltensdeterminanten häufig verloren und man rekurriert häufig genug auf die kognitive Repräsentation der sozialen und situativen Verhaltensparameter beim Patienten. Diese Überlegungen und Auffassungen hierzu sollen an einem Fallbeispiel dargestellt werden. Dazu erfolgt ein aus dem Behandlungsbericht einer psychotherapeutischen Praxis an den Hausarzt eines Patienten: Der Patient (43 Jahre, männlich) ist seit 11 Monaten krankgeschrieben und befindet sich seit 7 Monaten in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung. Auszug aus dem psychotherapeutischen Bericht: "Die Auflockerung der verhärteten Strukturen des Patienten gestaltet sich schwierig, die Entwicklung der Introspektionsfähigkeit erfordert sehr viel Geduld. Der Patient hat nicht gelernt sich selber zu fühlen und zu empfinden, hat aber eine äußerst sensible Wahrnehmung dessen was andere von ihm erwarten. Die Verhaltensweisen des Patienten sind somit weitgehend fremdgesteuert, der Patient weiß nicht, wo andere aufhören und er anfängt, er kann keine Grenze zwischen sich und anderen ziehen, infolgedessen eigene Forderungen nicht anmelden und unangemessene Forderungen seiner Umwelt nicht zurückweisen. So lässt der Patient sich klaglos von seinen Kindern, seiner Frau und seinem Arbeitgeber überfordern, Dinge, die andere Menschen traurig oder ärgerlich machen würde, übergeht der Patient, er nimmt sich, wie der Volksmund so schön sagt, Dinge zu Herzen, ohne dass er in der Lage ist, seinem Herzen Luft zu machen. Schwerpunkt der psychotherapeutischen Arbeit ist zunächst einmal die Entwicklung von Autonomie in der Abgrenzung gegenüber anderen Menschen. Diese Arbeit bleibt notwendigerweise theoretisch, da in dem äußeren Lebensvollzug des Patienten es entweder nur harte Arbeit gibt, wobei der Patient sich bemüht hat, allen Anforderungen, die an ihn gestellt werden, gerecht zu werden, was notwendigerweise Umgebung und Vorgesetzte dazu verführt, den Patienten auszubeuten, oder auf der anderen Seite, dass der Patient überhaupt nichts tut, wie jetzt zur Zeit und darunter leidet, nutzlos zu sein, aber auch dieses Leiden nicht ausspricht, sondern es wieder sich stumm zu Herzen nimmt. Unter den gegebenen Umständen sehe ich eine Möglichkeit die Autonomiefähigkeiten des Patienten zu stärken, wenn es eine Möglichkeit gäbe, ihn bedingt arbeitsfähig zu schreiben, mit dem Ziel, dass der Patient selber bestimmt, wann er auf er Arbeit erscheint und auch selber bestimmt, wann er die Arbeit wieder verlässt. Es wäre unbedingt notwendig, dass er ein eigenes Maß an Leistungsfähigkeit herausfindet. Wenn es eine Möglichkeit medizinischerseits gäbe, eine bedingte Arbeitsfähigkeit festzustellen, würde ich Sie bitten, davon Gebrauch zu machen." (Ende des Auszugs) Stellungnahme des Vertrauensarztes: "Eine Reintegration in den Arbeitsprozess mit anfänglich stundenweiser Beschäftigung wird vom Arbeitgeber abgelehnt". Es geht bei diesem Auszug aus dem Behandlungsbericht nicht darum, die theoretische oder klinische Angemessenheit dieser Schilderung zu hinterfragen oder zu kritisieren. Vielmehr stellt sich die Frage, welches Modell der Leistungsfähigkeit dieser Sichtweite zugrunde liegt und ob es nicht notwendig ist, eine Auffassung zu entwickeln, welche die externe soziale Realität und deren Bewältigung bzw. Nicht-Bewältigung in die Definition der Symptomatik und des Krankheitsverhaltens einschließt. Das ausschließliche Rekurrieren auf interne, in der Person vorhandene krankhafte Zustände und Störungen birgt denn auch den Verlust des Kontaktes zur sozialen Realität in sich. Tatsächlich war es über lange Jahre notwendig, dieses erweiterte Therapie- und Rehabilitationsverständnis auch manchen Kosten- und Leistungsträgern gegenüber durchzusetzen. Der Autor erinnert sich noch lebhaft daran, dass bei einem Patienten in der stationären Psychotherapie (Behandlungsdiagnose: Zwangsstörung) ein Verlängerungsantrag abgelehnt wurde, weil der Patient zu einer regelmäßigen Belastungserprobung täglich vier Stunden in einem Museum gearbeitet hat und „er in dieser Zeit ja für die Psychotherapie nicht zur Verfügung gestanden habe“ (Zitat des Ablehnungsbescheides). Diese Bewertung scheint sich zunehmend zu wandeln. Hierbei spielen sicher die verschärften Bedingungen des Arbeitsmarktes eine Rolle und vor allem die Notwendigkeit zu einer forcierten Effizienzbewertung der medizinischen Rehabilitation, in der arbeits- und leistungsbezogene Strategien eine größere Bedeutung gewinnen. Die intensive Beschäftigung mit Arbeits- und Leistungsaspekten unter einer sozialmedizinischen Perspektive führt zu der Einschätzung, dass wir es hierbei mit einem quasi vorwissenschaftlichen Verständnis zu tun haben darüber, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten erforderlich sind, eine berufliche Tätigkeit auszuüben und sich darin zu halten, bzw. durch welche spezifischen Defizite das erforderliche Leistungsverhalten gefährdet ist. Wir treffen gleichzeitig bei dieser Thematik auf eine Situation, dass Therapeuten, die ja alle auch arbeiten müssen (oder wollen) sich bereits aus diesem Grunde als für diesen Bereich hochkompetent betrachten und schon nach wenigen Angaben von Patienten zum Arbeitsbereich zu wissen meinen, worin dessen Erwerbstätigkeit eigentlich besteht. Dabei haben sie in der Regel noch nie eine Arbeitsplatzanalyse und ein Anforderungsprofil der eigenen Tätigkeit durchgeführt. In diesem Workshop wird eine systematische Analyse relevanter Arbeitsbedingungen unter gesundheitsbezogenen Aspekten entwickelt, um daraus zuverlässige Veränderungsziele für die stationäre und die ambulante Psychotherapie und Rehabilitation ableiten zu können. Der Autor empfiehlt dringend, vor der Anwendung dieser Konzepte ein intensiveres Anwendungstraining zu absolvieren, das einen beträchtlichen Selbsterfahrungsteil beinhalten sollte. Hierbei kann es vorkommen, dass im eigenen Arbeits- und Leistungserleben eine Reihe wenig gesundheitsfördernder Aspekte zutage gefördert werden. Dies kann jedoch sehr heilsam sein! Bei dem zugeordneten Training wird Bezug genommen auf das Modell der beruflichen Gratifikationskrise und das Analysemodell des Arbeits- und Leistungsprozesses AMALPROZESS. Das Ende der Geborgenheit? Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen – Epidemiologie, Prävention, Behandlungskonzepte und klinische Erfahrungen WS 09 Die terroristischen Anschläge der letzten beiden Jahre haben deutlich gemacht, dass das bislang Undenkbare nicht nur denkbar sondern bereits überholte Realität geworden ist. Offensichtlich zeichnen sich in einer Reihe von ethnischen, religiösen, religiös verbrämten und terroristischen Gruppierungen Verschiebungen hinsichtlich der Wertigkeit des Lebens und des Überlebens ab: Das individuelle Leben verliert an Wert oder, je nach ideologischem Standpunkt des Betrachters, gewinnt an Wert, wenn man es zugunsten eines „höheren“ Zieles beendet. Auch diese Perspektive senkt die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung gerade gegenüber bislang Unbeteiligten und Unschuldigen. Für den/die Opfer von Gewalthandlungen jedweder Couleur und Begründung ist die ideologische bzw. terroristische Rechtfertigung wirklich das Letzte, was sie interessiert. Das Leben ist zunächst einmal nur wertvoll für einen selbst! Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass das öffentliche Interesse sich sehr viel stärker mit den Handlungshintergründen und Rechtfertigungen der Täter bzw. der vermuteten Täter und mit den wirtschaftlichen Folgen in den Anschlagsorten auseinandersetzt, als mit den zahlreichen überlebenden Opfern, die körperlich und psychisch „entstellt“ aus der Bahn geworfen sind und nie wieder in ein normales Leben zurückfinden werden. Die wenigen diesbezüglichen Berichte über prominente Opfer des Anschlags auf das World Trade Center (prominent, weil sie im Rahmen der Berichterstattung durch das Bild gelaufen sind) zeichnen aus der Bahn geratene Exoten, deren jetzige Verhaltensmuster für den Bürger auf der Straße kaum mehr ursächlich mit den Gewalterfahrungen und dem Katastrophenereignis in Zusammenhang zu bringen sind. Kein Informationssystem würde ausreichend Platz bieten, um das ganze Opferausmaß dieser Katastrophe auch nur annähernd darzustellen. Ein besonderes Kennzeichen von gegenwärtigen gewaltbezogenen Gefährdungslagen ist der Sachverhalt, dass gerade Situationen, in denen man sich bislang weitgehend geborgen und geschützt fühlte, zunehmend von Gewalthandlungen besetzt werden. Es wird eine Systematik verschiedener Gewaltereignisse vorgestellt ( die „ganz normale“ Gewalt, ideologisch begründete Gewalt, terroristische Gewalt und „gerechtfertigte“ Gewalt sowie Gewalteinwirkungen infolge von technischen Katastrophen und Naturkatastrophen und sexualisierter Gewalt) und herausgearbeitet, in welchem Ausmaß Gewalterfahrungen unser Leben bestimmen (können). Es wird eine Übersicht über die Entwicklung des Traumabegriffes gegeben und einzelne traumatisierende Erfahrungsbereiche referiert. Systematische Behandlungsansätze der Langzeitfolgen von Gewalterfahrungen werden skizziert. Angesichts der zunehmenden Gefährdungen durch „ganz normale“ Gewaltereignisse, durch ideologisch begründete Gewalt, durch terroristische Gewalt, aber auch durch scheinbar „gerechtfertigte“ Gewalt und infolge von technischen Katastrophen wird unsere Fähigkeit, von den vielfältigen Bedrohungslagen zu abstrahieren und daran zu glauben bzw. festzuhalten, „dass mir und meiner Familie schon nichts passieren wird“ und an die eigene Unverwundbarkeit zu glauben, zunehmend stärker gefordert und auf ihre Belastbarkeit hin geprüft. Dass diese Fähigkeit an Durchsetzungskraft und Stabilität verloren hat und dass dies nicht nur ein individuelles sondern auch ein kollektives Phänomen ist,  merken wir spätestens dann, wenn mit einem feinen Pulver behaftete Briefe oder nicht exakt identifizierbare Pakete gefunden werden, wenn in einem Flugzeug Passagiere verdächtige, ungewöhnliche Verhaltensweisen zeigen, wenn ein Sportflugzeug über der Frankfurter Innenstadt kreuzt oder wenn die Bundesregierung –zig millionenfach Pockenimpfstoff bevorratet. Die dabei beobachteten Verhaltensmuster größerer Bevölkerungsgruppen und auch der Politiker weisen große Ähnlichkeiten zu Panikreaktionen in Verbindung mit ausgeprägtem Vermeidungsverhalten auf, wie wir sie aus der Therapie von Angststörungen kennen. Gottlob – oder wem dies auch immer zu danken sei – ist die Psyche der meisten Menschen so träge bzw. so löchrig, dass sie über die Allgegenwart der beschriebenen Gefährdungslagen hinwegsehen können und/oder dass sie an die tatsächlich minimalen Gefährdungslagen glauben, bis die Wirklichkeit sie einholt. Das bisherige Gefühl der Geborgenheit – auch wenn es nicht selten lediglich eine Illusion war – ist brüchig geworden. Interaktionelle Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Patientinnen nach sexueller Gewalterfahrung und deren Bedeutung für die Supervision und Selbsterfahrung WS 10 Auf dem Hintergrund langjähriger klinischer Erfahrungen werden die besonderen Problembereiche herausgearbeitet, die sich ergeben, wenn Frauen, die sexuelle Gewalt in ihrer Vorgeschichte erfahren haben, in stationäre und ambulante psychotherapeutische Behandlung kommen. Die Folgen im Umgang mit Therapeutinnen und Therapeuten zeigen sich in einer Reihe von Interaktionsproblemen und in spezifischen Aspekten der Beziehungsgestaltung. Hieraus werden Anforderungen an die BehandlerInnen abgeleitet, die sich wesentlich auf eine themenzentrierte Selbsterfahrung beziehen. Dabei wird Bezug genommen auf besondere Aspekte der Beziehungsgestaltung von Patientinnen mit einer PTSD und Besonderheiten einer verdeckten Beziehungsgestaltung herausgearbeitet. Hieraus entstehen besondere Anforderungen an TherapeutInnen, die in einer themenbezogenen Selbsterfahrung erkannt und aufgearbeitet werden. Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie – Grundsätze und Erfahrungen auf der Basis der Indikationsliste V-24 (WS 11-1) bei Angsterkrankungen (WS 11-2), bei  depressiven Erkrankungen (WS 11-3), bei  jugendlichen Patienten (WS 11-4) Stärker als in anderen Disziplinen der Psychologie und der Verhaltensmedizin zeigt sich bei der Frage der Indikation in der Psychotherapie ein deutliches Missverhältnis zwischen der Praxis und der Berücksichtigung dieses Gegenstands in der Forschung und in der Literatur. Indikation wird definiert als „Geeignetsein einer Maßnahme für einen bestimmen zu verändernden Sachverhalt. In der Psychotherapieforschung bezeichnet man als indikative Variablen die verschiedenen Typen psychischen und psychisch bedingten Krankseins, also diagnostische Einheiten insbesondere psychopathologische Einheiten. Ein Indikationsschema ist die Einteilung von Krankheiten nach dem Gesichtspunkt der Behandelbarkeit durch spezifische Psychotherapiemethoden“. Die Ausführungen zeigen, dass es sich bei dieser Definition um eine verführerische Vereinfachung handelt, die den vielfältigen Schwierigkeiten, die mit der Indikationsfrage verbunden sind, nicht gerecht wird. Die traditionellen Krankheitsklassifikationen (DSM; ICD) und Klassifikationen von Problembereichen (ICF) stellen kaum therapiebezogene Einheiten von Krankheiten dar, aus denen therapeutische Vorgehensweisen und Strategien abgeleitet werden können. Aus den verschiedenen Störungstheorien werden spezifische therapiebezogene Krankheitseinheiten entwickelt. Je weiter sich solche Störungsmodelle von den herkömmlichen Klassifikationen entfernen, umso schwieriger werden differenzielle Entscheidungen. Neben den vielfältigen sachlich inhaltlichen Problemstellungen und methodischen Aspekten von Indikationsentscheidungen begibt man sich durch die Beschäftigung mit dieser Thematik relativ rasch in das Verteilungsfeld ökonomischer Ressourcen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterstellung bzw. Eingrenzung von Indikationskriterien für bestimmte Psychotherapieverfahren oder spezifische Aufgabenstellungen in der psychosomatischen/psychotherapeutischen Versorgung (z.B. in der psychosomatischen Grundversorgung, der ambulanten Verhaltenstherapie, der stationären Verhaltenstherapie, der stationären psychosomatischen Rehabilitation oder der ambulanten psychosomatischen Rehabilitation) hat unmittelbare Folgen in der Ressourcenverteilung der für Psychotherapie und Rehabilitation verfügbaren finanziellen Mittel. Unter dem Aspekt der Anforderungen an den Prozess der Indikationsstellung für die stationäre Verhaltenstherapie beschäftigt sich dieses Referat zunächst mit der Qualitätssicherung einer fachlich fundierten Indikationsstellung und beschreibt Kriterien und Kompetenzen, die hierbei zwingend zum Tragen kommen müssen. Die inhaltlichen Indikationskriterien werden an 24 Problembereichen und Behandlungskonstellationen entwickelt (V-24) und auf Indikationsentscheidungen übertragen. Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei Angststörungen WS 11-2 Im Bereich der Angststörungen wurden mit dem DSM III R, dem DSM IV und der ICD 10 Beschreibungen vorgelegt, die aus dem Blickwinkel der Verhaltenstherapie eine Reihe von therapienahen Problembereichen darstellen und die für die Entwicklung von Veränderungszielen, für die Auswahl von Therapiemethoden und für die Evaluation der Behandlung unmittelbar von Bedeutung sind. Sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungsansätze auf der Basis der Verhaltenstherapie haben sich bei der Behandlung von Angststörungen als sehr wirksam erwiesen. Die Behandlungskonzepte zur Bewältigung von Angststörungen waren die ersten störungsspezifischen Konzepte in der Verhaltensmedizin und sie wurden zwischenzeitlich durch vielfältige Differenzierungen und zeitliche Staffelungen weiterentwickelt; sie stellen jedoch immer noch das Paradebeispiel störungsspezifischer verhaltensmedizinischer Behandlungen. Es werden Fragen der Indikation zur stationären psychosomatischen Rehabilitation unter verschiedenen Aspekten vorgestellt und diskutiert. Der Beitrag von Diagnosegruppen, Schweregradeinschätzungen, diagnoseübergreifenden Problembereichen, Strukturmerkmalen des Settings und Therapiezielen wird im  Hinblick auf deren Gewichtung bezüglich einer Indikationsentscheidung gesichtet. Insbesondere die "psychiatrische Komorbidität" und die  "somatische Komorbidität"  scheint nach unserer Erfahrung ein wesentliches Kriterium für die Differentialindikation zu sein. Dabei gehen wir von der Arbeitshypothese aus, dass bei komorbiden Panikstörungen und phobischen Störungen stationäre Behandlungen mit Verhaltenstherapie indiziert sind. Wir haben es im stationären Bereich offensichtlich bei der Panikstörung als Leitdiagnose mit einem hoch komorbiden Krankheitsbild zu tun, für das erwartungsgemäß stationäre Indikationsstellungen zwingend sind. Auf der Basis einer Verhaltens-nahen Kriterienliste (V-24) und einer Reihe von Merkmalen zum „Chronischen Krankheitsverhalten“ werden spezifische Indikatoren für die stationäre Verhaltenstherapie abgeleitet und begründet, die sich auch in der praktischen Umsetzung von Indikationsstellungen als gut verwendbar erwiesen haben. Die Veränderungen in den einzelnen Angstschweregraden im Verlauf der stationären Behandlung und im Zeitraum von zwei Jahren nach Abschluss der Therapie sind erheblich. Insgesamt hat es eine Linksverschiebung hin zu niedrigeren Angstscores gegeben. Diese ausgeprägten Veränderungen angstbezogener Verhaltens- und Erlebensweisen sind ein deutlicher Hinweis auf die besondere Wirksamkeit verhaltenstherapeutisch orientierter Strategien der Angstbewältigung. Dies gilt ganz besonders für den stationären Bereich, wenn angstmindernde Behandlungsstrategien in die verschieden Therapiebausteine integriert werden, sei es in der Einzeltherapie, in der Problemlösungsgruppe, in themenzentrierten Gruppen oder in entsprechenden Therapieangeboten aus den Funktionsbereichen. Die stationäre verhaltensmedizinische Therapie und Rehabilitation führt zu einer deutlichen und nachhaltigen Abnahme der Angstsymptomatiken, auch bei Patienten, bei denen eine erhöhte Morbidität im prästationären Krankheitsverlauf zu verzeichnen ist. Die vielfältigen Behandlungsansätze und Behandlungsbausteine, in denen der Umgang mit Angstreaktionen geübt wird, das Verändern des Vermeidungsverhaltens und wiederkehrende Expositionen im Rahmen der stationären Verhaltenstherapie haben offensichtlich eine weitreichende Langzeitwirkung. Die poststationäre Konfrontation mit persönlichen und beruflichen Problemkonstellationen führt insgesamt nicht dazu, dass angstbesetzte Verhaltensweisen und Reaktionen wieder verstärkt in den Vordergrund treten. Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen WS 11-3 Mindestens die Hälfte  bis nahezu Zweidrittel der stationär behandelten Patienten haben depressive Erkrankungen als primäres Behandlungsleiden. Die differentiellen Analysen ergaben hohe Prävalenzraten von komorbiden depressiven Störungen. Diese Komorbiditäten finden sich in einer hohen psychiatrischen (mehrere psychische Erkrankungen) und einer hohen psychosomatischen Komorbidität (depressive Erkrankungen und organische Behandlungsleiden). Ein unerwartet großer Teil der Patienten verfügt bereits über teilweise mehrfache (und anscheinend erfolglose) ambulante psychotherapeutische Vorbehandlungen. Die durchgeführten Analysen deuten darauf hin, dass bei einer nicht unerheblichen Anzahl der Patienten die erfolglosen ambulanten Psychotherapien als Teil des Chronifizierungsprozesses aufzufassen sind, Diese Einschätzung gilt ebenfalls für die häufigen und wiederholten Krankenhausaufenthalte bei psychiatrisch komorbiden Depressionen, die durch das Krankheitsbild häufig nicht gerechtfertigt sind und ebenfalls nicht unmaßgeblich zur Chronifizierung des Krankheitsverlaufs beitragen. Die Ergebnisse der sozialmedizinischen Untersuchungen beschreiben die Patienten mit depressiven Erkrankungen als besonders gefährdet in ihrer Erwerbsfähigkeit bzw. ihrer Leistungsfähigkeit. Die hohen Quoten an Arbeitslosigkeit, an Rentenverfahren  und an Arbeitsunfähigkeit mit durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitsdauern von über einem Jahr machen besondere sozialmedizinische und soziotherapeutische Maßnahmen erforderlich, deren Bedeutung in den ambulanten Psychotherapiekonzepten noch nicht einmal geahnt werden. Die stationären Behandlungskonzepte zur Depressionsbehandlung erfordern wesentlich weitergehende Behandlungsebenen als bislang in den ambulanten Behandlungskonzepten vorgesehen. Diese Behandlungsebenen werden konkretisiert und entsprechend begründet. In dem klinisch entwickelten Gruppenkonzept zur Depressionsbehandlung erfolgt eine Integration von Entwicklungen zur Depressionsbehandlung, die sich fast unbemerkt von der "Psychotherapieszene" an einigen sportwissenschaftlichen Instituten abzeichnen und sich fast schon als eigenständiger Behandlungsansatz verstehen. Abgeleitet aus Erfahrungen in der Sportpädagogik und im Behindertensport werden körperliche Aktivitäten als antidepressive Behandlungsstrategien erfolgreich eingesetzt. Das beschriebene stationäre Gruppenkonzept einer Depressionsgruppe umfasst ein thematisch parallel aufgebautes psychologisches und sporttherapeutisches Gruppenprogramm mit sechs Bausteinen, die in zehn Gruppenstunden bearbeitet werden. Dieses Gruppenkonzept ist eingebettet in die vom Bezugstherapeuten und Patienten gemeinsam in Einzelgesprächen entwickelte Behandlungsstrategie, die auch die körperlichen Behandlungsleiden angemessen berücksichtigt. Kontrollierte Studien zeigen einen hohen bis sehr hohen Wirkungsgrad der stationären Depressionsbehandlung mit nachhaltig stabilen Veränderungen. Unter der Perspektive der Indikationsstellungen für die stationäre Verhaltenstherapie werden 24 Problembereiche und Behandlungskonstellationen entwickelt (V-24) und die einzelnen Verhaltens- und Erlebensbereiche zum „Chronischen Krankheitsverhalten“ beschrieben. Die darin enthaltenen theoretischen und therapiebezogenen  Sichtweisen von Krankheiten und des Krankheitsverhaltens ermöglichen durch Übertragung auf den jeweiligen Einzelfall Ableitungen zur stationären Indikationsstellung. Abschließend werden eindeutige Kontraindikationen dargestellt und begründet. In die Aufarbeitung der Indikationsthematik sind mehrjährige Erfahrungen in stationärer und ambulanter Psychotherapie eingeflossen. Die handlungsleitende Zielsetzung bestand darin, diese Erfahrungen im Umgang mit Patienten im Rahmen von indikationsbezogenen Entscheidungsprozessen zu systematisieren und nutzbar zu machen. Indikation zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der spezifischen Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen Patienten WS 11-4 Unter Beachtung häufig genannter spezifischer Problembereiche bei jugendlichen Patienten und der daraus resultierenden therapeutischen Problemstellungen wird eine Behandlungsstruktur von verhaltenstherapeutischen Kliniken für diese besondere Patientengruppe vorgestellt. Die Indikationsstellung für in Aussicht genommene stationäre Behandlungen sollte auf jeden Fall im Rahmen einer persönlichen Vorstellung des Patienten in der Klinik vor dem Beginn jeglicher Behandlungsmaßnahmen erfolgen (Ambulantes Vorgespräch). Es wird ein fünfstufiges Verfahren vorgeschlagen, um einigermaßen sicher zu gehen, dass eine stationäre Behandlung auch tatsächlich eine geeignete Möglichkeit darstellt, die spezifischen Problembereiche angemessen zu bearbeiten und um gleichzeitig durch die Struktur und die Inhalte des Indikationsgespräches Patienten angemessen auf den möglichen Behandlungsverlauf einzustimmen. Mehr als bei anderen Patienten kommt es bei jugendlichen Patienten darauf an, einem Misserfolg der Behandlung vorzubeugen. Es wäre fatal, wenn die einmal begonnene Behandlung lediglich zu einem weiteren Baustein in der Mißerfolgskarriere geriete. Die Gesundheitsversorgung in Deutschland: Struktur, Zielsetzungen, Versorgungskonzepte WS 12 Die in den SGB´n  (vor allem SGB V und SGB IX) festgelegten Aufgaben und Zielsetzungen der verschiedenen Sozialleistungsträger in Deutschland wirken hinein in alle diagnostischen und psychotherapeutischen Aktivitäten im Umgang mit Patienten und deren Erkrankungen. Dieser Sachverhalt ist in der Regel den psychotherapeutisch Handelnden (vor allem den ambulanten Psychotherapeuten) kaum präsent. In diesem Workshop wird an Hand von durch die Teilnehmer eingebrachten klinischen Fallbeispiele herausgearbeitet, wie und worin sich die im Sozialgesetzbuch vorgegebenen Zielsetzungen der jeweiligen Kostenträger im therapeutischen Prozess niederschlagen. Insbesondere geht dabei um die Zielsetzungen und Aufgaben der Krankenversicherungen, der Rentenversicherungen und der Unfallversicherungen. Es wird eine Übersicht gegeben über die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Krankenversicherung und die Unfallversicherung und deren spezifische Aufgaben dargelegt. Mit diesen Aufgaben sind unterschiedliche Behandlungs- und Rehabilitationsziele verbunden, die weitreichende Folgen für die Entwicklung der therapeutischen und rehabilitativen Behandlungsstrategien haben und die Indikationsstellungen für die einzelnen Versorgungsbereiche weitestgehend beeinflussen. Bei der Erarbeitung der Thematik wird überwiegend Bezug genommen auf die psychischen und Verhaltensstörungen. Folgende Einzelthemen werden behandelt: Krankheitsmodelle Gesetzliche Grundlagen der Gesundheitsversorgung Sozialgesetzbuch V Die gesetzlichen Krankenkassen: Aufgaben, Ziele, Struktur Gesundheitsausgaben, diagnosenspezifisch, psychische Erkrankungen „Diagnosis-Related-Groups“ DRG-Systeme im Akutkrankenhaus Integrierte Versorgung, IV-Verträge Ambulante Psychotherapie Sozialgesetzbuch IX Medizinische Rehabilitation: Aufgaben, Zielsetzungen Begriffe, Grundsätze Statistiken, Leistungen „Chronisches Krankheitsverhalten“ – Entwicklung eines neuen Krankheitsparadigmas Frühberentungen Klassifikation therapeutischer Leistungen KTL Versorgungsformen: Stationäre, ambulante Rehabilitation, IRENA Behinderungsmodell der WHO: ICIDH—ICF, Grundlagen, Beispiele (Psychosomatik) Qualitätssicherung der Deutschen Renten Versicherung DRV: Strukturerhebung, Peer-Review-Verfahren, Patientenbefragungen, Qualitätszirkel Behandlungsfallgruppen in der stationären medizinischen Rehabilitation (Psychosomatik) Indikation zur stationären / ambulanten Psychotherapie und Rehabilitation  
Prävention  
Präventive Interventionen Baltic Bay Clinical Consulting verfügt über Kenntnisse und Erfahrungen in der konzeptionellen Gestaltung und Ausformulierung von Interventionskonzepten zur Prävention psychischer und psychosomatischer Krankheitsbilder. Baltic Bay Clinical Consulting erarbeitet je nach Auftragserteilung die angeforderten kompletten Curricula zu präventiven verhaltensorientierten Interventionen. Hierbei wird Bezug genommen auf die Gemeinsamen Richtlinien der Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung nach §31 Abs.1 Satz1 Nr. 2 im SGB V und im Rahmen der Primärprävention gewähren die Krankenkassen Massnahmen, die den Gesundheitszustand der Versicherten insgesamt verbessern sollen (§ 20 Abs. 1 SGB V). Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote zielen darauf ab, Krankheitsrisiken und Belastungen einzudämmen bzw. ihre Entstehung zu verhindern. Die präventiven Massnahmen beziehen sich vor allem darauf, die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten einer gesunden Lebensführung aufzuzeigen, um Störungen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Krankheiten vorzubeugen (individueller Ansatz). Konzeptüberlegungen zu präventiven Interventionen Definition Die klassische Einteilung der Präventionsmaßnahmen unterscheidet nach ihrer Zielsetzung: Primordial-, Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Verhältnispräventive Interventionen zielen dabei auf Veränderungen des Lebensumfeldes, verhaltenspräventive Maßnahmen auf die Veränderung der Konstitution von Einzelpersonen. "Gemischte" Ansätze (wie z. B. die Fluoridierung des Trinkwassers zur Förderung der Zahngesundheit) enthalten beide Komponenten. Prämordialpräventive Maßnahmen sollen nach diesem Konzept verhindern, dass sich gesundheitsschädliche Lebensbedingungen in einer Population durchsetzen. Sie sind auf Verhältnisprävention ausgerichtet und fallen häufig nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gesundheitsversorgung (z. B. Umweltverschmutzung, Arbeitszeitregelungen, Verkehrspolitik). Primärpräventive Maßnahmen richten sich an Gesunde, mit dem Ziel die Ersterkrankung zu verhindern. Typische Primärpräventionsmaßnahmen sind Impfungen für gesunde Personen. Auch Maßnahmen und Empfehlungen, die auf die Erzielung eines möglichst guten Gesundheitszustandes zielen, ohne die Vermeidung von speziellen Erkrankungen zu fokussieren, werden zur Primärprävention gerechnet (gesunde Ernährung, körperliche Bewegung, Verzicht auf exzessiven Genussmittelgebrauch). Ebenfalls zur Primärprävention werden Interventionen gerechnet, die darauf abzielen, bei (noch) gesunden Personen Risikofaktoren oder Risikofaktorkonstellationen zu erkennen, die hinweisend auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko sind. Dieses Risiko sollte durch geeignete Maßnahmen beeinflussbar sein. Die Empfehlungen und Interventionen dieser Art von Primärprävention setzen allerdings eine zuverlässige Methode zur Erkennung von gefährdeten Personen – ein so genanntes "Screening" voraus. Maßnahmen der Sekundärprävention zielen auf die Erkennung von Erkrankungen in einem frühen und gut behandelbaren Stadium. Durch die frühe Behandlung sollen bedrohliche und folgenreiche Krankheitsverläufe vermieden und die ursachenspezifische Sterblichkeit gesenkt werden. Bekannte Beispiele für diesen Bereich sind die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, ein wie großer Anteil an frühen Erkrankungen auch tatsächlich zuverlässig erkannt wird, wie viele falsch positive Fälle festgestellt werden und in welchem Ausmaße folgenreiche Krankheitsverläufe langfristig verhindert werden können. Auch das Verhältnis zwischen dem Aufwand und dem Ergebnis ist zu berücksichtigen. Die Tertiärprävention, mit fließenden Übergängen zur Therapie und Rehabilitation, soll Verschlimmerung bzw. Rezidive von bestehenden oder durchgemachten Erkrankungen verhindern. Prävention von Rückenschmerzen lässt z.B. angesichts der bereits hohen Lebenszeitprävalenz im klassischen Einteilungsschema nicht problemlos einordnen. Primärprävention ist in den angesprochenen Zielgruppen (erwachsene berufstätige Personen) nicht mehr sinnvoll möglich, Sekundärprävention im klassischen Sinne auch nicht, da es keine subklinische Frühform von Rückenschmerzen gibt. Präventionsmaßnahmen werden sich somit auf die Rezidivprophylaxe und auf die Progressionsverhinderung konzentrieren müssen. Dabei lässt sich der Begriff "Progression" in drei Dimensionen durch den Übergang in höhere "Schweregrade", durch das zeitliche Verlaufsmuster und durch die Entwicklung eines chronischen Schmerzsyndroms operationalisieren. Risikofaktoren Risiko- und Schutzfaktor Als Risikofaktoren werden Faktoren betrachtet, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt. Im Falle von Erkrankungen sind dies Einflüsse, „die die Wahrscheinlichkeit, dass ein Individuum erkrankt, medizinische Hilfe benötigt oder stirbt, erhöhen“. Entsprechend ist ein Schutzfaktor eine Einflussgröße, deren Auftreten mit einem geringeren Erkrankungsrisiko und weniger schweren Erkrankungsfolgen einhergeht. Aufgrund der epidemiologischen und klinischen Besonderheiten werden unter Risikofaktoren Einflussgrößen verstanden, deren Vorhandensein das Auftreten von Rezidiven oder den Übergang von nur leicht beeinträchtigenden Beschwerden zu schweren Beschwerdebildern begünstigen. Schutzfaktoren werden entgegengesetzt wirksam. Während man annimmt, dass Risiko"faktoren" ursächlich an der Entstehung eines Krankheitsbildes beteiligt sind, werden Risiko"indikatoren" lediglich gehäuft in Assoziation mit dem Krankheitsbild beobachtet. Als Zielgröße für Präventionsinterventionen kommen daher nur Risikofaktoren in Betracht. Der Nachweis, welche Einflussgrößen als echte Risikofaktoren für ein Krankheitsbild anzusehen sind erfordert Informationen aus prospektiven Studien, die belegen, dass die Exposition gegenüber dem "Risikofaktor" vor Auftreten des Krankheitsbildes bestanden hat. Die Untersuchung von Risikofaktoren in randomisierten kontrollierten Studien ist in der Regel entweder aus ethischen Gründen (Risikofaktoren sind schädigende Einflüsse !) nicht möglich oder aber ihr Einwirken ist Interventionen von außen nicht zugänglich (personengebundene Merkmale, Sozialstatus u.a.). Die validesten Daten für den Risikofaktorstatus einer Einflussgröße sind daher aus prospektiven Kohortenstudien. Das biopsychosoziale Modell, nach dem die Einflussgrößen, die zur Entstehung der chronisch beeinträchtigenden Beschwerden und Erkrankungen beitragen, in unterschiedlichen Dimensionen zu finden sind, spiegelt sich auch in der Beschreibung der Risikofaktoren wider. Dabei werden soziale, psychologische, individuelle, arbeitsplatzbezogene und physiologische Faktoren Berücksichtigung finden. In Anlehnung an die in der Arbeitsmedizin bei der Anerkennung von Berufskrankheiten gebräuchliche Schwelle ist einer Einflussgröße dann der Status eines Risikofaktors bzw. Risikoindikators zuzuordnen, wenn das relative Risiko zur Entwicklung von anhaltenden Beschwerden oder deren Folgen in der exponierten Gruppe mindestens doppelt so hoch ist wie in einer nicht exponierten Gruppe. Risikofaktormodifikation Besonders aufschlussreich sind Daten, die belegen, dass eine gezielte Modifikation von Risikofaktoren eine präventive Wirksamkeit gegen die Entwicklung von chronischer Beschwerden oder Erkrankungen zeigt. Aus nur wenigen RCTs (Randomisierte Controllierte Studien) oder kontrollierten Studien gibt es Hinweise aus der epidemiologischen Literatur, dass der Stellenwert ihrer Modifikation von Risikofaktoren oder deren Beseitigung soweit belastbar ist, dass daraus Empfehlungen für Präventionsstrategien entwickelt werden können. Spezifika präventiver Konzepte Die Entwicklung und die Beschreibung von Präventionsprogrammen erfolgt auf dem Hintergrund der verhaltensmedizinischen Erfahrungen von Baltic Bay Clinical Consulting in der Behandlung und Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Für den erfahrenen Kliniker in den verschiedenen Indikationsbereichen ist es erforderlich, die Problembereiche und Verhaltensmuster im Übergang von Vorläufersymptomatiken zu klinischer Manifestation und Chronifizierung zu beschreiben. Hierzu zählen die Beschreibung der Betroffenen im Anfangsstadium zwischen Normalität und riskanter Entwicklung, die Auflistung und Begründung risikobehafteter Verhaltens- und Erlebensmuster mit Hinweisen auf Screeningverfahren und die Darstellung der klinischen Manifestation in dem ausgewählten Problembereich. Daraus werden Behandlungs- und Veränderungsziele bei risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensweisen in den ausgewählten Problembereichen dargestellt in Bezug auf Veränderungsziele auf der Verhaltensebene und Veränderungsziele auf der Ebene der kognitiven und emotionalen Verarbeitung. Die Bezeichnung der Präventionskonzepte kennzeichnet den jeweiligen Problembereich, und sollte nicht mit Hilfe von Begrifflichkeiten der zuordenbaren klinischen Krankheitsbilder beschrieben werden. Ein Beispiel hierfür wäre ein Konzept „Schockreaktionen nach Extrembelastungen – damit es nicht schlimmer wird“, das auf dem Erfahrungshintergrund in der Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen entwickelt wurde. Hierfür müssen die Verfasser sich einer nicht-klinischen Sprache bedienen und dabei insbesondere die Übergänge zwischen normalen Verhaltensmustern im Übergang von Vorläufersymptomatiken in Verbindung mit risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensmustern zur klinischen Manifestation beschreiben und entsprechend an Hand der verfügbaren Literatur und der zugrunde liegenden klinischen Erfahrung begründen. Diese Aufgabe ist ein neuer und eigenständiger Entwicklungsprozess, der ausschließlich für diese Aufgabe zu leisten ist. Die Angebotskonzepte beinhalten in allen Problembereichen („Indikationsbereichen“) themenbezogene Gruppengespräche, die explizit nicht als Gruppentherapie bezeichnet werden. Diese themenbezogenen Gruppengespräche werden in der Regel nach den bewährten Elementen von edukativen Gruppenmaßnahmen verfasst. Die Konzepte sind primär als zehnwöchige ambulante Massnahmen vorgesehen, lassen jedoch offen, ob die Präventionsmaßnahmen in Abhängigkeit von den regionalen Gegebenheiten auch als ganztägige ambulante Angebote umgesetzt werden können. Die Identifikation von Versicherten für solche präventiven Maßnahmen kann nur in einer konzertierten Aktion der Kostenträger und der Leistungserbringer erfolgen. Hierzu sind sicher eine ganze Reihe von öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten zu entwickeln. Die bei den Konzepten skizzierten Screeningverfahren sind dabei entsprechend zu berücksichtigen. Anmerkung von Baltic Bay Clinical Consulting zu betrieblichen Stressoren In § 2 Abs. 1 der Neufassung wird auf „gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung hingewiesen“, nach der potentielle Teilnehmer gewonnen werden sollen. Auszug aus den Anwendungsempfehlungen (kursiv): 1.1. Einflussfaktoren aus dem Arbeitsumfeld In der Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Verschiebung des beruflichen Belastungsspektrums von körperlichen hin zu psychomentalen Belastungen vollzogen. Solche Belastungen ergeben sich aus den Arbeitsbedingungen, insbesondere aus: den Arbeitsinhalten (Art und Umfang der Tätigkeit), der Arbeitsumgebung (z. B. Lärm), der Arbeitsorganisation (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsabläufe), den sozialen Komponenten (z. B. Führungsstil, Betriebsklima), den Arbeitsmitteln ( z. B. Software). Ungünstige Arbeitsbedingungen wirken sich nicht in allen Fällen gleich stark und in gleicher Weise auf die ihnen ausgesetzten Arbeitnehmer aus. Die individuelle gesundheitliche Verfassung hängt vielmehr von einer Reihe weiterer Kontextfaktoren ab, darunter sowohl personenbezogene (z.B. negative Selbstwirksamkeitsüberzeugung) als auch von Umweltfaktoren (z. B. hohe Belastung durch Lärm und Luftverschmutzung), zu denen auch die Arbeitsplatzbedingungen zählen. Solche Kontextfaktoren sind beispielsweise: Angst vor Arbeitsplatzverlust Angst vor sozialem Abstieg schwierige individuelle Lebenslagen Damit werden die Kontakte zu den Arbeitgebern wesentlich erschwert. Welcher Arbeitgeber würde das schon zugeben wollen. Aus wissenschaftlicher Perspektive sind die Ausführungen zwar korrekt; aber zur Identifikation von Versicherten erscheinen sie weniger geeignet. Aktuelle Forschungen zeigen, dass die „Survivor“ in Betrieben mit ausgeprägtem Personalabbau hohe gesundheitliche Risiken tragen. Präventive Maßnahmen für solche Zielgruppen haben sich als sehr wirksam erwiesen, wenngleich die betriebliche Umsetzung als ausgesprochen schwierig erscheint.  
Präventionskonzepte §31 Dresden  
Konzepte zu präventiven Interventionen durch die Deutsche Rentenversicherung DRV: Neufassung des § 31 SGB VI „Prävention“ 3. Nationaler Präventionskongress  vom 27. bis zum 28. November 2009 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden Manfred Zielke, Monika Vogelgesang, Rolf Keller Ausgangslage: Der bisherige § 31 im SGB VI „sonstige Leistungen“ wurde durch die DRV bislang nahezu ausschließlich im Rahmen der stationären Heilbehandlung von Kindern und Jugendlichen angewendet. Die Adaption dieses Paragraphen und die Ausformung gemeinsamer Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung über medizinische Leistungen für Versicherte, die eine besonders gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung ausüben, eröffnet ein Interventionsfenster, Versicherte in präventive Maßnahmen einzubinden, die zwar noch nicht psychisch oder organisch erkrankt sind, bei denen jedoch erste Störungen vorliegen in Verbindung mit individuellen Risikofaktoren und Kontextfaktoren. Methodisches Vorgehen: Unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen wie z.B. beginnende Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme, psychische Beeinträchtigungen und individueller verhaltensbedingter Faktoren wurden Problembereiche identifiziert, die zwar einerseits angelehnt sind an die klassischen Krankheitsbilder der ICD-10, jedoch von der Definition her „präklinische“ Symptomatiken beschreiben. Die Interventionen umfassen allgemeine wie auch spezielle, auf die individuelle Gesundheitsgefährdung und auf den Arbeitsplatz bezogene gesundheitsfördernde Maßnahmen. Ergebnisse und Bewertung: Nach der Festlegung der Strukturelemente zur Präventionsangeboten wurden Konzepte zu 14 Problembereichen entwickelt. Diese umfassen eine Beschreibung der Problembereiche und Verhaltensmuster im Übergang von Vorläufersymptomatiken zu klinischer Manifestation und Chronifizierung einschließlich möglicher Screeningverfahren, Behandlungs- und Veränderungsziele bei risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensbereichen sowie eine Systematisierung des Präventionsprogramms einschließlich der Wochenstundenpläne. Es wird eine Übersicht über die Themen der ausgearbeiteten Konzepte gegeben und zwei ausgewählte Programme vorgestellt. Die Umsetzung dieser Präventionsmaßnahmen ermöglicht eine Sicherstellung der Erwerbsfähigkeit gerade in wirtschaftlichen Krisenlagen. Literatur Deutsche Rentenversicherung (2008) Gemeinsame Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI  
Anwendungsempfehlungen  
Auszug aus den „Gemeinsamen Richtlinien der Träger der Rentenversicherung nach § 31 Abs. 1 Satz 1 und 2 SGB VI (Prävention)“ Die Richtlinien regeln die Erbringung von stationären (und nunmehr auch ambulanten – Einfügung durch den Verfasser) medizinischen Präventionsleistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit von Versicherten mit einer besonders gesundheitsgefährdenden, ihre Erwerbstätigkeit ungünstig beeinflussenden Beschäftigung. Durch die Zulassung der ambulanten Leistungserbringung hat die Rentenversicherung die Möglichkeit, ambulante berufsbegleitende Massnahmen durchzuführen. Ziel der Massnahmen soll sein, die gesundheitliche Kompetenz und Motivation zu erhöhen, Risikofaktoren abzubauen und berufliche und soziale Belastungsfaktoren zu bewältigen. Dazu sollen keine neuen Strukturen aufgebaut werden, die Präventionsmassnahmen sollen in ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtungen durchgeführt werden. Gemeinsame Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach §31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI über medizinische Leistungen für Versicherte, die eine besonders gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung ausüben (Richtlinien zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit) § 1 Grundsatz (1) Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung können für Versicherte, die eine besonders gesundheitsgefährdende, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussende Beschäftigung ausüben, medizinische Leistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit als sonstige Leistungen nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGBVI erbringen. (2) Durch eine möglichst frühzeitige Intervention soll das Grundprinzip des Vorrangs der Prävention gemäß § 3 SGB IX im Rahmen der Aufgabenstellung der gesetzlichen Rentenversicherung verwirklicht und der Eintritt von Behinderungen einschließlich chronischer Krankheiten vermieden werden. Die Richtlinien basieren auf dem Teilhabekonzept der ICF. Die nachfolgenden Leistungen sollen drohenden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit der Versicherten vorbeugen und deren Teilhabe am Erwerbsleben sichern. § 2 Persönliche Voraussetzungen (1) Leistungen nach § 1 kommen in Betracht für Versicherte mit einer  besonders gesundheitsgefährdenden, ihre Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflussenden Beschäftigung, die zwar noch nicht psychisch oder organisch erkrankt sind oder deren psychische oder organpathologische Veränderungen noch keinen Krankheitswert haben, bei denen jedoch nach ärztlicher Feststellung erste Störungen vorliegen. Diese können isoliert oder in Wechselwirkung mit Kontextfaktoren auftreten. (2) Von Absatz 1 werden beispielsweise erfasst: beginnende Funktionsstörungen der Bewegungsorgane psychische Beeinträchtigungen beginnende Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme Störungen der Atemwege, die zur Chronizität neigen. Berücksichtigung finden sollten hier auch individuelle verhaltensbedingte Faktoren, wie in den Anwendungsempfehlungen beispielhaft dargelegt. (3) Versicherte mit manifesten Befunden, bei denen bereits umfangreiche therapeutische Leistungen erforderlich sind, scheiden für Leistungen nach diesen Richtlinien aus. Für sie sind erforderlichenfalls medizinische Leistungen zur Rehabilitation nach den §§ 15 SGBVI, 26 SGBIX zu veranlassen. (4) Als Beschäftigte im Sinne des §1 gelten insbesondere solche mit besonders schwerer körperlicher Belastung, mit besonderer psychischer Belastung, mit erheblicher mechanischer Beanspruchung insbesondere durch Vibration, Erschütterung, Druck oder Zwangshaltung, mit ständige Stehen oder Sitzen, unter erheblicher Einwirkung von Lärm, Hitze, Kälte, Nässe, Stäuben, Gasen, Dämpfen, Temperaturschwankungen oder unter ungünstigen klimatischen Bedingungen oder mit Feuchtarbeiten, mit besonders hohen Daueranforderungen an Konzentration, Reaktionsvermögen und Verantwortung, bei sich häufig ändernden Arbeitsschichten im Wechsel von Tag und Nacht und erheblichen Anforderungen an das individuelle Anpassungsvermögen, wenn diese Beschäftigungen mit den vorgenannten Merkmalen längere Zeit ausgeübt werden. Tätigkeitsübergreifende Einflussfaktoren aus dem Arbeitsumfeld sind in den Anwendungsempfehlungen beispielhaft dargelegt. § 3 Versicherungsrechtliche Voraussetzungen Für Leistungen nach § 1 haben Versicherte die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, die In den letzten zwei Jahren vor der Antragstellung sechs Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen für eine versicherungspflichtige Beschäftigung der Tätigkeit oder Tätigkeit haben oder innerhalb von zwei Jahren nach Beendigung einer Ausbildung eine versicherte Beschäftigung aufgenommen und bis zum Antrag ausgeübt haben oder nach einer solchen Beschäftigung bis zum Antrag arbeitsunfähig oder arbeitslos gewesen sind oder bei Antragstellung die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben. § 4 Art und Dauer der Leistungen (1) Die Leistungen nach § 1 sind darauf auszurichten, die Erwerbsfähigkeit des Versicherten zu erhalten. Die Leistungen umfassen allgemeine und spezielle, auf die individuelle Gesundheitsgefährdung und den Arbeitsplatz bezogene gesundheitsfördernde Maßnahmen. Diese sind insbesondere notwendige ärztliche Behandlung aktive Bewegungstherapie ( u.a. Ausdauertherapie, Muskelaufbautraining) Vermittlung von Entspannungstechniken (autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson) Psychotherapeutisch orientierte Gruppen- und Einzelgespräche Physiotherapie und physikalische Therapie ( u. a.  Krankengymnastik, Elektrotherapie, Inhalationen, Massagen, Moorpackungen) Anleitung zu gesundheitsbewusstem Verhalten einschließlich Massnahmen zur Gesundheitsbildung, wie in den Anwendungsempfehlungen beispielhaft dargelegt. (2) Die Therapiekonzepte sind so anzulegen, dass die Leistungen grundsätzlich einen Zeitraum von insgesamt nicht mehr als 21 Tagen umfassen. § 5 Durchführung der Leistungen (1) Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung bestimmen im Einzelfall Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen sowie die Rehabilitationseinrichtungen unter Berücksichtigung von § 9 SGB IX. (2) Leistungen nach § 1 sollen in der Regel nicht vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen erbracht werden, deren Kosten von einem Reha-Träger i.S.d SGB IX getragen worden sind. § 6 Ergänzende Leistungen Die Vorschriften zum Übergangsgeld nach §§ 20 ff. SGB VI und 45 ff. SGB IX sowie über ergänzende Leistungen nach § 28 SGB VI finden Anwendung. § 7 Zuzahlung Auf Leistungen nach § 1 findet die Vorschrift über Zuzahlung bei medizinischen und bei sonstigen Leistungen (§ 32 SGB VI) Anwendung. § 8 Inkrafttreten Diese Richtlinien ergehen im Benehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie treten am ……. In Kraft. In angemessenen Zeitabständen wird geprüft, ob die Richtlinien aufgrund zwischenzeitlich gewonnener Erfahrungen verbessert oder wesentlich veränderten Verhältnissen angepasst werden müssen. Anwendungsempfehlungen zu den Gemeinsamen Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI 1. Bei den persönlichen Voraussetzungen nach § 2 der Gemeinsamen Richtlinien handelt es sich um multidimensionale und multifaktorielle Umstände. Mit den persönlichen Voraussetzungen sollen diejenigen Umstände erfasst werden, mit denen eine bereits im Frühstadium sich abzeichnende Beeinträchtigung der Aktivitäten und Teilhabe im Zusammenhang mit der Erwerbsfähigkeit erkannt werden kann Als konzeptioneller Bezugsrahmen gilt die ICF. Einer drohenden Beeinträchtigung der Aktivitäten und Teilhabe im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit liegen nicht nur personenbezogene Merkmale zugrunde. Sie kann auch aus dem ungünstigen Zusammenwirken von gesundheitlichen Problemen einer Person und ihrem Lebensumfeld, von ungünstigen Faktoren aus dem Arbeitsumfeld und/oder von individuellen verhaltensbedingten Faktoren entstehen. 1.1. Individuelle verhaltensbedingte Faktoren Individuelle verhaltensbedingte Faktorenbezeichnen individualtypische und nicht nur vorübergehend auftretende Verhaltensweisen eines Versicherten. Sie alleine sind noch keine ausreichende Begründung für Leistungen im Sinne der Richtlinien zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit, sollten aber bei der Durchführung von Leistungen im Zusammenhang mit der Ausübung einer besonders gesundheitsgefährdenden Beschäftigung Berücksichtigung finden. Beispiele für individuelle verhaltensbedingte Faktoren sind: ungesundes Ernährungsverhalten Bewegungsmangel Nikotinkonsum übermässiger Alkoholkonsum. 1.2. Einflussfaktoren aus dem Arbeitsumfeld In der Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Verschiebung des beruflichen Belastungsspektrums von körperlichen hin zu psychomentalen Belastungen vollzogen. Solche Belastungen ergeben sich aus den Arbeitsbedingungen, insbesondere aus: den Arbeitsinhalten (Art und Umfang der Tätigkeit), der Arbeitsumgebung (z. B. Lärm), der Arbeitsorganisation (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsabläufe), den sozialen Komponenten (z. B. Führungsstil, Betriebsklima), den Arbeitsmitteln ( z. B. Software). Ungünstige Arbeitsbedingungen wirken sich nicht in allen Fällen gleich stark und in gleicher Weise auf die ihnen ausgesetzten Arbeitnehmer aus. Die individuelle gesundheitliche Verfassung hängt vielmehr von einer Reihe weiterer Kontextfaktoren ab, darunter sowohl personenbezogene (z.B. negative Selbstwirksamkeitsüberzeugung) als auch von Umweltfaktoren (z. B. hohe Belastung durch Lärm und Luftverschmutzung), zu denen auch die Arbeitsplatzbedingungen zählen. Solche Kontextfaktoren sind beispielsweise: Angst vor Arbeitsplatzverlust Angst vor sozialem Abstieg schwierige individuelle Lebenslagen 2. Massnahmen zur Gesundheitsbildung (vgl. § 4 der gemeinsamen Richtlinien) sind z. B. Allgemeines Gesundheitstraining, Informationsveranstaltungen, (Risikofaktoren, gesundheitsbewusstes Verhalten u.s.w.), Stressbewältigungstraining, Selbstsicherheitstraining, Beratung im Umgang mit Medikamenten und Suchtmitteln, Ernährungsberatung und -schulung, Beratung in Bezug auf berufsbezogene Fragen, Angebote zur Gewichtsreduktion, Raucherentwöhnung, Bewältigung von Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen. Auch bei präventiven Leistungen liegt der Schwerpunkt auf aktivierenden Massnahmen. Die Ausrichtung des Therapieplans muss den individuellen Gegebenheiten Rechnung tragen. (aus den Originalvorlagen übertragen von Prof. Dr. Manfred Zielke BBCC 24.1.2011)  
Struktur  
Struktur eines Präventionsangebotes mit Bezug auf die Gemeinsamen Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI 1. Beschreibung der Problembereiche und Verhaltensmuster im Übergang von Vorläufersymptomatiken zu klinischer Manifestation und Chronifizierung 1.1. Betroffene im Anfangsstadium zwischen Normalität und riskanter Entwicklung 1.2. Risikobehaftete Verhaltens- und Erlebensmuster mit Hinweisen auf Screeningverfahren 1.3. Klinische Manifestation in dem ausgewählten Problembereich 2. Behandlungs- und Veränderungsziele bei risikobehafteten Verhaltens- und Erlebensweisen in den ausgewählten Problembereichen 2.1. Veränderungsziele auf der Verhaltensebene 2.2. Veränderungsziele auf der Ebene der kognitiven und emotionalen Verarbeitung 3. Aufbau und Gliederung des Präventionsprogramms 3.1. Medizinische und rehabilitationsbezogene Befunderhebung 3.2. Themenbezogene Gruppengespräche 3.2.1. bis 3.2.N. Bausteine und Begründung 3.3. Aktive Bewegungstherapie 3.3.1. bis 3.-3.N. Bausteine und Begründung 3.4. Vermittlung von Entspannungstechniken 3.5. Physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen 3.6. Maßnahmen zur Gesundheitsbildung (soweit in den Gruppengesprächen noch nicht behandelt) 3.6.1. Allgemeines Gesundheitstraining, 3.6.2. Informationsveranstaltungen, (Risikofaktoren, gesundheitsbewusstes Verhalten u.s.w.), Stressbewältigungstraining, 3.6.3. Selbstsicherheitstraining, 3.6.4. Beratung im Umgang mit Medikamenten und Suchtmitteln, 3.6.5. Ernährungsberatung und -schulung, 3.6.6. Beratung in Bezug auf berufsbezogene Fragen, 3.6.7. Angebote zur Gewichtsreduktion, Raucherentwöhnung, Bewältigung von Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen 4. Abschlußbericht und Verhaltensempfehlungen  
Konzeptthemen  
Ausgearbeitete Konzepte von Präventionsangeboten mit Bezug auf die Gemeinsamen Richtlinien der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI Koordination und Konzeptmoderation Prof. Dr. Manfred Zielke (Baltic Bay Clinical Consulting) „Spießrutenlaufen – Ohne mich! – Den Anfängen von Konflikten am Arbeitsplatz begegnen“ (Mobbing) Präventionsangebot bei sich abzeichnenden Konflikten am Arbeitsplatz (Mobbing) „Das nächste Glas kann schon zuviel sein. An der Schwelle zur Sucht umkehren“ Präventionsangebot für Versicherte mit  schädlichem Gebrauch von Alkohol und suchtpotenten Medikamenten „Mein PC und Ich – Hilfsmittel oder Surrogat?“ Präventionsangebot bei riskantem PC/Internet-Gebrauch „Schockreaktionen nach Extrembelastungen - Damit es nicht noch schlimmer wird“! Präventionsangebot nach erlittenen Extrembelastungen mit Traumapotential „Leben ist mehr als nur Überleben“! Prävention von Traumafolgestörungen „Wenn Glücksspiele zum Problem werden“ Präventionskonzept für Menschen, deren Glücksspielverhalten problematische Züge angenommen hat „Das Kreuz mit dem Kreuz: Ist die Seele belastet, schmerzt der Rücken“ Präventionsangebot Rückenschmerz in einer psychosomatischen Fachklinik  „Das Kreuz mit dem Kreuz: Vorbeugen ist besser als Operieren“ Präventionsprogramm Rückenschmerz in einer Fachklinik für Orthopädie und Rheumatolgie „Nur keine Panik! – Wehret den Anfängen“ Präventionsprogramm bei beginnenden Angstproblemen „Wenn Leib und Seele aus dem Takt geraten: Mit Selbstfürsorge gegen berufliche Überforderung“ Präventionsprogramm bei chronischen beruflichen Belastungen (Burnout) „Feuer und Flamme oder ausgebrannt“? Präventionsprogramm bei chronischen beruflichen Belastungen (Burnout) „Zu viel um die Ohren“ Präventionsprogramm für Menschen mit Hyperakusis und subakutem Tinnitus  „Mal Hand auf´s Herz“ Präventionsprogramm für Menschen mit erhöhtem Risiko für kardiovaskuläre und Stoffwechsel-Krankheiten“ (Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschluss in den Beinen, Übergewicht, Prädiabetes, Fettstoffwechselstörung) „Das dicke (dünne) Ende kommt nach – Essen – Wiegen – Essen – Wiegen - Essen ….“ „Nur schlecht drauf oder bereits depressiv? Den Elan wiedergewinnen“ „Wider den blauen Dunst“ Präventionsangebot für rauchende Versicherte mit riskantem Rauchverhalten  
Stationäre Psychotherapie und Rehabilitation  
Stationäre Psychotherapie und medizinische Rehabilitation Seit 1981 hat der Autor in leitender Position verantwortlich eine Reihe von verhaltensmedizinisch ausgerichteten Behandlungseinrichtungen entwickelt bzw. in Zusammenarbeit mit ärztlichen und psychologischen KollegInnen mitentwickelt. Psychosomatische Fachklinik Bad Dürkheim als erste verhaltenstherapeutische und verhaltensmedizinische Behandlungs- und Rehabilitationseinrichtung für psychische und psychosomatische Erkrankungen Klinik Berus (in Überherrn-Berus) als europäisches Zentrum für Verhaltensmedizin und Rehabilitation im Bereich der Psychosomatik als Konzeptinitiator in der Umwandlung einer urologischen Akutklinik in eine Rehabilitationseinrichtung für psychosomatische Erkrankungen Konzeptumstellung einer bis dahin tiefenpsychologisch ausgerichteten Fachklinik für Psychosomatik im Hochsauerland (Schmallenberg) auf verhaltensmedizinisch ausgerichtete Behandlungsgrundlagen inclusive des entsprechenden organisationellen Personaltrainings Konzeptentwicklung und Umstellung einer bis dahin als Präventionseinrichtung geführten Klinik in ein Verhaltensmedizinisches Zentrum für Pneumologie, Allergologie und Dermatologie im Allgäu Konzeptumstellung einer bis dahin unter dem Label der Umsetzung von Naturheilverfahren geführten Behandlungseinrichtung in ein verhaltensmedizinisches Behandlungszentrum für psychosomatische Erkrankungen an der Müritz Konzeptumstellung und Konzeptentwicklung einer Rehabilitationseinrichtung für Kinder und Jugendliche aus dem Bestand der neuen Bundesländer in ein spezialisiertes verhaltensmedizinisch arbeitendes Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche im Großraum Potsdam Transfer verhaltensmedizinischer Behandlungs- und Rehabilitationsgrundlagen in die Konzeptgestaltung von Rehabilitationseinrichtungen der Indikationsbereiche Kardiologie, Orthopädie und Neurologie in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Ambulante / tagesklinische medizinische Rehabilitation bei psychosomatischen Erkrankungen und im Bereich der Orthopädie und Neurologie Konzeptentwicklung und Konzeptkoordination einer Behandlungseinrichtung für die ambulante/tagesklinische Behandlung und Rehabilitation von psychosomatischen Erkrankungen in Düsseldorf Transfer verhaltensmedizinischer Behandlungs- und Rehabilitationsgrundlagen in die Konzeptgestaltung von ambulanten/tagesklinischen Rehabilitationseinrichtungen der Indikationsbereiche Orthopädie und Neurologie in Düsseldorf Konzeptentwicklung und Konzeptkoordination einer Behandlungseinrichtung für die ambulante/tagesklinische Behandlung und Rehabilitation von psychosomatischen Erkrankungen im Großraum Berlin Vorfelderkundungen der Versorgung mit medizinischer Rehabilitation in ausgewählten europäischen Ländern Sichtung und Bewertung von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation in Portugal; Vor-Ort Visitationen bestehender Rehabilitationskliniken und Akutkrankenhäuser im Großraum Lissabon und Porto; Bedarfsschätzungen von Rehabilitationsplätzen in Portugal auf der Basis aktueller Krankheitsdaten Sichtung und Bewertung von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation in Ungarn; Vor-Ort Visitationen bestehender Rehabilitationskliniken und Akutkrankenhäuser im Großraum Budapest; Bedarfsschätzungen von Rehabilitationsplätzen in Ungarn auf der Basis aktueller Krankheitsdaten Sichtung und Bewertung von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation in Italien; Vor-Ort Visitationen bestehender Rehabilitationskliniken und Akutkrankenhäuser im Großraum Mailand; Bedarfsschätzungen von Rehabilitationsplätzen in Portugal auf der Basis aktueller Krankheitsdaten; Konzeptentwicklung und Konzeptkoordination einer Rehabilitationsklinik in der Lomardei Entwicklung und fachliche Koordination von späterhin nicht realisierten stationären Behandlungs- und Rehabilitationseinrichtungen Konzeptentwicklung und Konzeptkoordination einer Rehabilitationseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit schweren körperlichen Erkrankungen oder nach invasiven Operationen (Rügen) Konzeptentwicklung und Konzeptkoordination eines stationären Rehabilitationszentrums für die Indikationsbereiche Kardiologie, Orthopädie, Stoffwechselerkrankungen und Psychosomatik in den VAR „Medical Center of Rehabilitation and Health Care“ ( MCRHC) Konzeptentwicklung einer Klinik für schwere organische und psychische Traumata mit einer Indikationsbreite von ausgeprägten körperlichen Schädigungen (Verbrennungen, Verletzungen nach Unfällen bis hin zu sozialen Traumatisierungen) in NRW  
Ambulante tagesklinische Behandlung  
Die ambulante (tagesklinische) Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Konzept, Indikation, Erfahrungen Manfred Zielke1, Matthias Gasche2 1 Baltic Bay Clinical Consulting Mönkeberg 2 Medizinisches Zentrum für die ambulante Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im AHG-Gesundheitszentrum Düsseldorf (Vortrag anlässlich des Symposiums des Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbundes Niedersachsen/Bremen „Neue Ansätze in der psychosomatischen Rehabilitation“ am 04.12.2009 in Bremen) Kurzfassung Problemstellung: Die ambulante Rehabilitation in der Psychosomatik ist ein „junges“ Anwendungsfeld der medizinischen Rehabilitation, das bereits in der Phase der Erarbeitung der diesbezüglichen Rahmenempfehlungen zu heftigen Kontroversen geführt hat. Die ambulante Rehabilitation ist jedoch nicht nur keine stationäre Rehabilitation „light“ und auch keine um das Krankheitsfolgenmodell angereicherte Psychotherapie der ambulanten/teilstationären Akutversorgung. Das vorgestellte Konzept der „Ambulanten Rehabilitation Psychosomatik“, das im AHG-Gesundheitszentrum Düsseldorf umgesetzt wird, versucht diesen Erfordernissen nach Konzeptspezifität gerecht zu werden. Konzeptdarstellung: Es werden die Besonderheiten ambulanter (tagesklinischer) psychosomatischer Rehabilitation auf verhaltensmedizinischer Basis hinsichtlich der Begrifflichkeit der Rehabilitations- und Behandlungselemente beschrieben als auch im Hinblick auf die Struktur der Versorgung. Hierzu werden exemplarisch Patiententherapiepläne vorgestellt. Ferner werden auf der Basis der Rehabilitationsaufträge der Rentenversicherung, der Krankenversicherung und der Unfallversicherung die Voraussetzungen zur Wahl der Modalität der medizinischen Rehabilitation dargelegt, die prognostischen Notwendigkeiten bei einer ambulanten/tagesklinischen Rehabilitation spezifiziert und Verhaltensmedizin-nahe Patientencharakteristika herausgearbeitet, nach denen zuverlässige Indikationsstellungen zu einer ambulanten Rehabilitation und deren Abgrenzung zur stationären Rehabilitation und zur ambulanten Psychotherapie erfolgen können. Schlüsselwörter Ambulante (tagesklinische) Rehabilitation Psychosomatik Literatur Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation BAR (Hrsg.) (2004) Rahmenempfehlungen zur ambulanten Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Frankfurt am Main. Zielke M, Limbacher K, Bischoff C (2004) Medizinisches Zentrum für die ambulante Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im AHG-Gesundheitszentrum Düsseldorf. Wissenschaftsrat der AHG AG, Düsseldorf. Konzeptpapier.  
Konzeptsupervision  
Konzeptsupervision Aus unterschiedlichen Gründen kann es für eine Versorgungseinrichtung erforderlich werden, eine fachliche Sichtung des therapeutisch-rehabilitativen Konzeptes oder einzelner Konzeptelemente durchführen und bewerten zu lassen, um daraus konkrete Anhaltspunkte für eine entsprechende Konzeptoptimierung ableiten zu können. Auf Grund der jahrelangen Erfahrungen in der Konzeptgestaltung und der entsprechenden Konzeptrealisierung in der verhaltensmedizinischen Versorgung verfügt Baltic Bay Clinical Consulting über fundierte Kenntnisse in verhaltensmedizinischer Psychotherapie und in verhaltensmedizinischer Rehabilitation und deren Umsetzung in die stationäre und ambulante Versorgungspraxis. Baltic Bay Clinical Consulting führt ein- bis mehrtägige Hospitationen von Versorgungseinrichtungen durch, erstellt eine Sachstandsanalyse über mögliche Problembereiche, entwickelt einen Optimierungskatalog und gestaltet je nach Auftragslage die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen in der Einrichtung. Vorrangig bezieht sich die Konzeptsupervision auf die Indikationsbereiche der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, der Suchterkrankungen und von Erkrankungen im Bereich der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Der Arbeitskatalog kann sich jedoch ebenso auf die verhaltensmedizinischen Sachverhalte in den Indikationsbereichen der Orthopädie, der Kardiologie und der Neurologie beziehen. Themenbereiche einer Konzeptsupervision können sein Konzeptanspruch und Versorgungswirklichkeit in der Einrichtung Passung zwischen den Behandlungserfordernissen unter Berücksichtigung der jeweiligen Klientel und der Versorgungsrealität Passung zwischen den Anforderungen der Kosten- und Leistungsträger und der Konzeptwirklichkeit in der Einrichtung State of the Art (SOTA) der Behandlungskonzepte Kooperation zwischen den einzelnen Berufsgruppen und Fachdisziplinen Schwerpunkte der Fort- und Weiterbildung Transparenz der Versorgungsinhalte und Versorgungsabläufe für die Patienten und für externe Kunden der Einrichtung (Angehörige, Einweiser, Kosten- und Leistungsträger, andere Kooperationspartner) Die Konzeptsupervision erfolgt nach einer Abstimmung und Festlegung über die Ziele des Supervisionsauftrages in Form einer ein- bis fünftägigen Hospitation Sichtung der Behandlungs- und Rehabilitationskonzepte Sichtung der tatsächlichen Behandlungsabläufe und der Organisation zur Sicherstellung dieser Abläufe Überprüfung der Gestaltung des Informationsmaterials für Mitarbeiter, für Patienten, für externe Kunden fachlichen Bewertung (SOTA = State Of The Art) der Behandlungskonzepte Teilnahme an Kooperationsprozessen (Fallgruppenkonferenzen, gemeinsame und separate Fortbildungen in der Einrichtung Befragung von Patienten hinsichtlich der Transparenz der Behandlungs- und Rehabilitationsabläufe und der Bewertung der Einrichtung Das Ergebnis wird in einem Supervisionsbericht schriftlich und mündlich vorgestellt und diskutiert.  
Benchmarking in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen auf der Basis von Qualitätsbeurteilungen durch Patienten mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren  
Benchmarking in der verhaltensmedizinischen Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen auf der Basis von Qualitätsbeurteilungen durch Patienten mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting Mönkeberg (Erschienen in DRV Bund und DRV Oldenburg-Bremen (Hrsg) (2008) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung (S. 153-154). DRV-Schriftenreihe Bd. 77.) Kurzfassung Problemstellung: Vor allen methodischen Erörterungen über die Wege von Klinikvergleichen rangiert die Auswahl der Kriterien und die damit verbundenen Messinstrumente an erster Stelle. Die Qualitätsbeurteilungen durch Patienten müssen den Gütekriterien psychologischer Messverfahren genügen und vor allem qualitätsrelevante und handlungsrelevante Merkmale der Rehabilitation erfassen. Weiterhin müssen empirisch begründete Anhaltspunkte dafür gefunden werden, ob direkte (naive) Vergleiche oder risikoadjustierte Vergleiche zu unterschiedlichen Ergebnissen führen und welche Risikomerkmale dabei zu berücksichtigen sind. Methodik: Auf der Basis des Rehabilitationsjahrgangs 2006 wurden die Patientenbefragungen mit Hilfe des Fragebogens „Qualitätsbeurteilungen durch Patienten QbP“ von 6.154 stationären Rehabilitationsverläufen aus 7 verhaltensmedizinischen Kliniken als Vergleichsgrundlage verwendet. Der QbP umfasst 4 Skalen zur Konzeptqualität, 3 Skalen zur Servicequalität und 2 Skalen zur Ergebnisqualität, die ergänzt werden durch 3 Skalen zur Ergebnisqualität aus der Perspektive der stationären Behandler. Bei einem signifikanten Overall-Test zu jeder Skala wurde jede Klinik mit den Anderen verglichen und die Ergebnisse gewichtet (schlechter=0 Punkte, gleich=1 Punkt, besser=3 Punkte). In einem zweiten Schritt wurden risikoadjustierte Vergleiche unter Hinzuziehung klinisch relevanter Merkmale durchgeführt Alter, Geschlecht, Dauer seit Erstmanifestation, Behandlungsdauer, Rentenstatus, Anzahl psychischer Diagnosen, Anzahl somatischer Diagnosen, AU in den letzten 12 Monaten, Kostenträger. Ergebnisse: Das Benchmarking führt zu einer ausreichenden Differenzierung zwischen den Kliniken. Die einzelnen Qualitätsbereiche verteilen sich über die Kliniken nicht uniform. So rangiert z.B. die Klinik B bei der Konzeptqualität auf dem 3. Platz, bei der Servicequalität auf dem 7. Platz und bei der Ergebnisqualität auf dem 4. Platz. Die Risikoadjustierung wird von den Kliniken als „gerechter“ betrachtet. Die Differenzierungen zwischen den Kliniken werden eindeutiger. Die Rangfolge der Kliniken verändert sich nur marginal; allerdings werden die Abstände zwischen den Kliniken vor allem in den Extrembereichen grösser.Eine Zusammenhangsanalyse der Risikomerkmale mit den Qualitätsbereichen hat die Zulässigkeit der Merkmale weitestgehend bestätigt. Diskussion und Schlussfolgerungen: Qualitätsrelevante Befragungen eignen sich als Grundlage für ein klinisches Benchmarking. Die Positionierungen der Kliniken sind ein fundiertes Arbeitsmaterial, von den Besten zu lernen, wenn die Kriterien und die Auswertungsmethodik von allen Beteiligten akzeptiert wird. Es wäre zu wünschen, ein solches Benchmarking auf eine breitere Basis von Kliniken zu stellen. Schlüsselwörter Benchmarking Psychosomatische Rehabilitation Risikoadjustierung Literatur Wegscheider K (2004) Methodische Anforderungen an Einrichtungsvergleiche („Profiling“) im Gesundheitswesen. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, 98: 647-654. Zielke M (Hrsg.) (2006) Qualitätsbeurteilungen durch Patienten – Konzepte, Entwicklungen und Ergebnisse. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Bd. 71.Pabst Science Publishers, Lengerich.  
Zur Konfundierung zwischen den Qualitätsstandards einer Rehabilitationsklinik und den Qualitätsbefragungen durch Patienten  
Zur Konfundierung zwischen den Qualitätsstandards einer Rehabilitationsklinik und den Qualitätsbefragungen durch Patienten Manfred Zielke1 , Winfried Carls2, Petra Evertz3, Peter Missel4, Konrad Schultz5 1 Wissenschaftsrat der AHG AG, Düsseldorf 2 Klinik Berus, Überherrn-Berus 3 Soziotherapeutisches Zentrum Haus Welchenberg, Grevenbroich 4 Kliniken Daun-Am Rosenberg, Daun 5 Fachklinik Allgäu, Pfronten-Ried (Erschienen in Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation (2006) Bd. 71 S. 3 -11.) Kurzfassung Die Entwicklung von Befragungsbereichen für Kunden von Rehabilitationskliniken und auch von anderen Krankenhäusern erfolgt nicht selten auf einer allgemeinen Befragungsoberfläche, die den verschiedenen zu beachtenden Qualitätsbereichen von Kliniken nur selten gerecht werden. Bei der Konkretisierung eines Fragebogens ist eine weitestgehende Übereinstimmung zwischen dem Qualitätsverständnis einer Klinik und den darin umgesetzten Qualitätsstandards mit den Befragungsinhalten unumgänglich. Nur so ist es überhaupt möglich, aus der Bewertung der Kunden ein Abbild der befragten Einrichtung zu gewinnen, aus dem dann noch Folgerungen für erforderliche Optimierungsprozesse gezogen werden können. Es werden alle für eine Rehabilitationsklinik relevanten Qualitätsbegriffe und Qualitätsbereiche beschrieben, die Grundlage für die Befragungen der Patienten als Kunden verwendet werden (sollten). Dabei wird u. a. Bezug genommen auf das „Konzept der Teilqualitäten“ als einem Ansatz zur Qualitätsdefinition, aus dem unmittelbar Rückschlüsse auf erforderliche Verbesserungsmaßnahmen gezogen werden können.  
Sucht  
Sucht (Zielke M, Herder F, Lebenhagen J, Reschenberg I, Weissinger V (2007) Krankheitsverläufe von Versicherten nach stationären Entwöhnungsbehandlungen auf der Basis von Sekundärdaten der DAK. Erschienen in: Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Supplement 2007. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung der Untersuchung Die vorliegende Studie berichtet über das Krankheitsgeschehen im dritten Folgejahr nach der medizinischen Rehabilitation im Jahre 2002. Die Auswertungen beziehen sich auf die bis 2005 verbleibende Stichprobe von 1.751 Patienten mit einem Anteil von 61,5% Männern und 38,5% Frauen. 162 Patienten (7,1%) sind nach dem Ziehungsjahr 2002 in einem Durchschnittsalter von 49 Jahren verstorben, darunter auch ein hoher Anteil von 17%  der bis zu 40-Jährigen. Der überwiegende Anteil (48,4%) der Rehabilitanden war / bzw. ist arbeitslos und 21,7% können als durchgängig erwerbstätige Personen eingestuft werden. Die Arbeitslosen sind deutlich jünger als die durchgängig Erwerbstätigen. Die Behandlungsfälle im Akutkrankenhaus und auch die damit verbundenen Behandlungstage sind deutlich rückläufig. Dies gilt auch für Akutaufenthalte im Zusammenhang mit einer Alkoholproblematik. Allerdings befanden sich im letzten Untersuchungsjahr 2005 immerhin noch 399 Patienten (22,8%) zu einer stationären Entzugsbehandlung im Krankenhaus. Während im ersten Folgejahr noch 489 Patienten (27,9%) eine weitere Rehabilitationsmaßnahme erhielten, waren es 2004 noch lediglich 12,3% und 2005 noch 31 Patienten (1,8%). Von besonderem Interesse war der Verlauf des Krankheitsgeschehens in Verbindung mit formellen Arbeitsunfähigkeitsfällen und –tagen. Die Detailanalysen hierzu wurden ausschliesslich mit den durchgängig erwerbstätigen Patienten gerechnet, da offensichtlich bei den Arbeitslosen eine Reihe gesetzlicher Veränderungen in 2004 und 2005 einen erheblichen Einfluss auf Krankschreibungen genommen haben mit einem erheblichen Rückgang der AU-Fälle, sodass ein inhaltlicher unmittelbarer Bezug des Krankheitsverhaltens zur stattgefundenen Intervention nicht mehr gegeben war und die Verläufe erheblich verfälscht hätte. Bei den durchgängig Erwerbstätigen gab es 2003 noch bei 35,0% der Patienten mindestens einen Krankheitsfall in Verbindung mit einer F10-Diagnose; 2004 waren es noch 20,0% und 2005 verringerte sich der Anteil auf 12,9% der Stichprobe. Die Zahl der Krankheitstage sinkt bis 2004 deutlich und teilweise extrem und nimmt im letzten Untersuchungsjahr wiederum leicht zu. Dieser Anstieg in 2005  gilt nicht für die mit einer F10-Diagnose verbundenen Krankheitstage, die auch in 2005 weiter rückläufig sind und lediglich noch 21% der AU-Tage stellen. Die Einteilungen der Patientenstichprobe nach Schweregraden unter Verwendung von Ressourcenverbräuchen in den Folgejahren nach der Rehabilitation erweisen sich als sinnvolle und brauchbare Kriterien zur Ergebnisbewertung der Rehabilitation. Die Klassifikation nach Krankheitsereignisse in Verbindung mit einer Alkoholproblematik in den drei Folgejahren ergab, dass 49,2% der Patienten nicht mit alkoholassoziierten Krankheitsereignissen in Erscheinung getreten sind (Kein KH-Fall, keine Rehabilitation, kein AU-Fall mit einer F10-Diagnose) und noch einmal 11,3% mit nur einem entsprechenden Ereignis in drei Jahren. Die Verläufe der AU-Tage dieser vier Erfolgsgruppen über insgesamt 6 Jahre zeigen deutliche Unterschiede in jeden der drei Folgejahre. Insbesondere bei der Patientengruppe mit alkoholassoziierten Krankheitsereignissen in zwei oder in allen drei Jahren nach der Rehabilitation nehmen die AU-Tage im ersten Folgejahr noch weiter zu, vermindern sich zwar im zweiten Folgejahr entsprechend dem gesamten Trend deutlich und steigen im dritten Folgejahr wieder an. Diese Entwicklung zeigt sich noch etwas forcierter, wenn man ausschliesslich das dritte Folgejahr betrachtet. Ereignet sich in 2005 ein Krankheitsereignis in Verbindung mit einer Alkoholproblematik (wie bei 19,2% der Patienten) steigt das gesamte Krankheitsgeschehen in diesem Jahr massiv an, während in der Vergleichsgruppe eine weitgehende Stabilität auf einem niedrigen Niveau gehalten werden kann. Um Anhaltspunkte dafür zu gewinnen, ob mit einem alkoholspezifischen Rückfall im dritten Untersuchungsjahr 2005 auch ein spezifisches Krankheitsgeschehen verbunden ist, haben wir eine Reihe von Vergleichen angestellt, welche mit einer Arbeitsunfähigkeit verbundenen Erkrankungen in den beiden Untersuchungsgruppen „Gruppe F10-2005: 1 = kein alkoholbezogenes Krankheitsgeschehen“ und „Gruppe F10-2005: 2 = mindestens ein alkoholbezogenes Krankheitsgeschehen“ auftreten, wie lange diese dauern und wie viele Krankheitstage dabei entstehen. Krankheitsfälle infolge einer psychischen Erkrankung treten in der Rückfallgruppe mit 69,68% (im Vergleich zu 19,2% der Grundgesamtheit) etwa dreimal häufiger auf. Die Krankheitsdauer ist mit 38,08 Tagen bzw. mit 39,98 Tagen absolut identisch; auch in der Gesamtzahl der durch psychische Erkrankungen verursachten AU-Tage weist die Rückfallgruppe mehr als das Dreifache als erwartet an Krankheitstagen auf. Depressive Erkrankungen sind in bezug auf die Krankheitsfälle in der Rückfallgruppe mit 28,6% überproportional häufig vertreten (bei Gleichverteilung wären 19,8% erwartet worden). Als hervorzuhebendes Kriterium der Rückfallgruppe ist die mit 89,17 AU-Tagen je Fall lange Dauer der einzelnen Krankheitsepisode zu nennen, die mehr als doppelt so lange dauert als in der Gruppe der nicht Rückfälligen mit immerhin noch 34,73 AU-Tagen je Fall. Berücksichtigt man als Vergleichskriterium die insgesamt verursachten AU-Tage, haben die langen einzelnen Krankheitszeiten dazu geführt, dass 50,67% aller F3-zugeordneten Krankheitstage der Rückfallgruppe zugeordnet werden können (erwartet wurden lediglich 19,2%). Nach einem Alkoholrückfall treten häufiger als in der Grundverteilung erwartet werden kann depressive Erkrankungen auf mit insgesamt sehr langen Krankheitszeiten. Krankheitsfälle infolge von Kreislauferkrankungen sind in der Rückfallgruppe mit 28,58% deutlich überrepräsentiert. Mit 42,00 Tagen je Fall ist die Krankheitsdauer darüber hinaus ebenfalls wesentlich ausgeprägter als in der abstinenten Gruppe mit 25,00 Tagen. Beide Details führen dazu, dass 40,20% der Krankheitstage wegen Kreislauferkrankungen in der Rückfallgruppe entstehen. Rückfällige Patienten haben häufiger Kreislauferkrankungen und sie sind im Erkrankungsfall wesentlich länger krank. Krankheiten des Verdauungssystems und darin vor allem Darmerkrankungen sind mit jeweils über 30% der Krankheitsfälle in der Rückfallgruppe über Erwarten häufig und wegen der längeren Krankheitsdauer (im Vergleich zur abstinenten Gruppe) werden mit 42,66% aller Krankheitstage dieser Krankheitsgruppe doppelt so viele Krankheitstage als erwartet in der Rückfallgruppe beobachtet. Krankheiten des Verdauungssystems scheinen ein Spezifikum der Patientengruppe zu sein, die in 2005 eine Alkoholrückfall erlebt haben. In der Kodierungsgruppe „andere Ursachen der Morbidität“ werden andere nicht näher spezifizierte Ursachen für eine vorliegende Morbidität erfasst. Die diesbezüglichen Krankheitsfälle sind in der Rückfallgruppe mit 45,00% deutlich überrepräsentiert und dauern zudem mit 15,89 Tagen sehr viel länger als in der Vergleichsgruppe mit lediglich 9,64 Tagen je Krankheitsfall. Beide Kriterien führen dazu dass ein über Erwarten hoher Anteil von 57,42% der Krankheitstage in dieser Gruppe entsteht. Wie aus der Gruppenbildung hervorgeht werden insgesamt 19,2% der Untersuchungsstichprobe der Gruppe zugeordnet, die im Untersuchungsjahr 2005 einen Rückfall erlitten haben. Bei Gleichverteilung des Krankheitsgeschehens zwischen den rückfälligen und den nicht rückfälligen Patienten müsste dieser Anteil sich bei den jeweiligen Kriterien wiederholen. Fasst man alle Krankheitsfälle zusammen, entstehen in der Rückfallgruppe mit 32,94% der AU-Fälle mehr Fälle als erwartet. Die durchschnittliche Dauer je Fall ist in der abstinenten Gruppe mit 18,78 Tagen wesentlich kürzer als in der Rückfallgruppe mit 26,22 AU-Tagen. Folglich wächst der bereits überproportionale Anteil aus den AU-Fällen in der Rückfallgruppe noch weiter an mit dem Ergebnis, dass 40,68% aller Krankheitstage sich in der Gruppe ereignen, die im letzten Untersuchungsjahr einen Rückfall erlitten haben; das sind doppelt so viele Krankheitstage wie nach der zugeordneten Patientenzahl erwartet werden können. Insgesamt eignen sich die bei der Krankenkasse auflaufenden Sekundärdaten zum Krankheitsgeschehen als Grundlage für eine über mehrere Jahre angelegte Evaluation der konsekutiven Krankheitsprozesse. Es muss jedoch auf eine Reihe von Fallstricken bei den Analysen hingewiesen werden, die eine besondere Sorgfalt bei der Datenanalyse erforderlich machen. Beispiele hierfür sind Krankheitsverläufe, die sich über das Jahresende erstrecken und möglicherweise ganz herausfallen oder doppelt gezählt werden, unregelmässige Erwerbsverläufe, die bei Nichtbeachtung zu falschen Ergebnissen und Schlussfolgerungen führen können und Veränderungen der Gesetzeslage, die in unserem Untersuchungsfall das Krankheitsverhalten von Arbeitslosen wesentlich beeinflusst haben dürften.  
Gutachten  
Gutachten (Schwartz F W, Bitzer E M, Dörning H, Grobe T G, Krauth C, Schlaud M, Schmidt T, Zielke M  (2004) Gutachten: Gesundheitsausgaben für chronische Krankheit in Deutschland – Krankheitskosten und Reduktionspotentiale durch verhaltensmedizinische Risikomodifikation. Lengerich: Pabst Science Publishers). Chronische Erkrankungen verursachen den weitaus größten Teil der wachsenden Gesundheitsausgaben in Deutschland. Angesichts der auf akutmedizinische Erkrankungen ausgerichteten Denkfigur des Medizinsystems wird eine gänzlich unzureichende Anpassung an diese Entwicklung beobachtet. Der medizinische Fortschritt muss Methoden bereithalten, die Entstehung chronischer Krankheiten maßgeblich zu verringern. Dieses Gutachten bildet die wissenschaftliche und klinische Grundlage für diese Entwicklung. Es umfaßt: die Berechnung der Ausgaben für chronische Krankheiten, die Identifikation verhaltensmäßig beeinflussbarer Erkrankungen, die Abschätzung des Reduktionspotentials durch verhaltensmedizinische Interventionen und Wege zur Identifizierung von Patientenzielgruppen. Durch die gezielte Umsetzung von Ansätzen zur verhaltensmedizinischen Risikomodifikation können jährlich 25 Milliarden DM bei den Gesundheitsausgaben eingespart werden.  
Ergebnisqualität XI  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten XI. Kosten-Nutzen-Aspekte Gesundheitsökonomische Evaluationen rufen neben der Hoffnung auf faire Bewertungen und Optimierung bestehender Programme auch vielerlei Ängste hervor, im Spiegel der angelegten Messlatten entweder nicht bestehen zu können oder unfair bewertet zu werden. Im Vorfeld von entsprechenden Evaluationsaktivitäten ist es in ganz besonderer Weise erforderlich, mit den in einem Evaluationsprogramm involvierten Interessenträgern („Stakeholder“) die möglichen Kriterien abzustimmen, auf deren Basis Ergebnisse akzeptiert werden können. Prinzipiell zählen hierzu die direkt Betroffenen wie Patienten aber auch das Versorgungs- und Interventionspersonal, und die indirekt Betroffenen wie die Kosten- und Leistungsträger (Krankenkassen und Rentenversicherungsträger), Gesundheitspolitiker und die wissenschaftliche und die allgemeine Öffentlichkeit. Neben den wissenschaftlichen Anforderungen und Prinzipien gilt es, auch diese „Stakholderinteressen“ angemessen zu berücksichtigen. Was nützt eine methodisch bestangelegte Evaluationsstudie, die vornehmlich von theoretischen Interessen geleitet wird und von den „Umsetzern“ im Gesundheitssystem als realitätsfern bewertet und als kaum umsetzbar angesehen wird! Die vertrauensvolle und sachgerechte Zusammenarbeit der „Stakeholder“ dieser Studie sowohl bei der Projektplanung, der Umsetzung der Erhebungen, der Durchführung qualifizierter Behandlungen in den Kliniken und bei der Festlegung von Auswertungsschwerpunkten hat dazu geführt, Kriteriumsmasse für alle wesentlichen Interessenebenen festzulegen, die erwartbar auch bei Vorlage der Ergebnisse noch akzeptiert werden. Dies wurde nicht zuletzt dadurch erreicht, das es gelungen ist, die verschiedenen Projektphasen transparent zu gestalten und über ein internes Forum im Internet den Beteiligten die Möglichkeit zu eröffnen, spezifische Interessen und Bedürfnisse einzubringen. Die Krankheitskosten vermindern sich zwischen den beiden Beobachtungszeiträumen um 21.554,60€ je Patient. Diese Reduktion muss in Relation gesetzt werden zu den Kosten der stationären verhaltensmedizinischen psychosomatischen Behandlungen. Zugrundegelegt wurden die durchschnittlichen Tagespflegesätze der drei beteiligten Kliniken während der Behandlungsjahrgänge der Projektstichprobe. Bei einem durchschnittlichen Pflegesatz von 110€ pro Behandlungstag und einer mittleren Aufenthaltsdauer von 51,60 Tagen in der psychosomatischen Klinik kostet die stationäre Behandlung und Rehabilitation 5.676€ pro Patient. Unter Einbeziehung aller Kostenfaktoren und der erreichten Reduktion der Krankheitskosten in der Katamnese in Höhe von 21.554€ ergibt sich bei stationären Behandlungskosten (Investition) eine Kosten-Nutzen-Relation und 1 : 3,79. Das bedeutet, dass bei einer Investition von 1 EURO in die stationäre psychosomatische Behandlung und Rehabilitation eine Reduktion der Krankheitskosten und der Krankheitsfolgekosten von EURO 3,79 erzeugt wird. Eine abschliessend durchgeführte Opportunitätsanalyse auf der vergleichenden Grundlage betriebswirtschaftlich ermittelter Produktivitätberechnungen von gewerblichen Arbeitnehmern ergibt einen Nettonutzen von 48.224€ je Behandlungsfall. Dieser Ansatz der Opportunitätsanalyse unter Nutzung betriebswirtschaftlicher Grundlagen zur Produktivität kann möglicherweise dazu beitragen, die Akzeptanz für systematische Evaluationen im Gesundheitswesen zu erhöhen und die Ergebnisqualität auch unter einer gesundheitsökonomischen Perspekte stärker in der Vordergrund zu rücken. zurück  
Ergebnisqualität X  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten X. Veränderungen der Krankheitskosten X.1. Arbeitsunfähigkeitsgeschehen Als Faktoren der unmittelbaren Krankheitsfolgekosten ergeben sich für die Krankenkasse die Aufwendungen für die Zahlung von Krankengeld und für den Arbeitgeber die Lohnfortzahlung bis zum 42. Tag der jeweiligen Erkrankung, die Produktivitätsausfälle bis zum 42. AU-Tag und die Produktivitätsausfälle ab dem 43. Tage bis zum Ende des einzelnen Krankheitsfalls. Für die Krankenkasse resultieren als langfristige Folge der stationären verhaltensmedizinischen Behandlung und Rehabilitation Einsparungen von 3.891,80€ je Patient und in der gesamten Untersuchungsstichprobe der erwerbstätigen Patienten von 778.360€ für das Krankengeld. Dies ist eine Verminderung der entsprechenden Ausgaben um 71,50%. Die Kostenfaktoren, die für den Arbeitgeber von Bedeutung sind (Lohnfortzahlungen und Produktivitätsverluste), vermindern sich ebenfalls in einem hohen Ausmasse. Die Lohnfortzahlungen von 5.434,33€ ja Patient im Voruntersuchungszeitraum vermindern sich um 41,55%, die Produktivitätsverluste bis zum 42. AU-Tag gehen um 2.906,72€ zurück und die Produktivitätsverluste ab dem 43. Tag des Krankheitsfalls vermindern sich sogar um 10.472,48€ je Patient der Untersuchungsstichprobe. Die Einsparungen bei den Arbeitgebern betragen unter Einbeziehung aller Aufwendungen und Verluste 15.637,23€ je Behandlungsfall und 3,127.297€ für die erwerbstätigen 200 Projektpatienten. Die in diesen Berechnungen zugrunde gelegten Krankheitsfolgekosten bei der Krankenkasse und bei den Arbeitgebern konnten infolge der stationären Behandlung in einem äusserst beträchtlichem Ausmass verringert werden. Nicht nur die Krankenkasse sondern auch die Arbeitgeber werden in einem nicht unerheblichen Grad von den Krankheitsfolgekosten entlastet. X.2. Akutbehandlungen im Krankenhaus Ein Drittel aller für Akutbehandlungsfälle und Zweidrittel aller Kosten für die stationären Behandlungstage im Akutkrankenhaus werden durch psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen verursacht. Umgekehrt bedeutet dies, dass zwei Drittel aller Akutfälle im Krankenhaus wegen eher kürzerer Verweildauern lediglich ein Drittel der Kosten für akutstationäre Behandlungen auslösen. 24,3% aller Einsparungen bei den Ausgaben für stationäre Akutbehandlungen gehen zu Lasten der somatischen Krankheitsbilder und 75,7% der reduzierten Kosten werden durch seltenere und kürzere Akutaufenthalte bei psychischen Erkrankungen „erwirtschaftet“. Ein besonders hoher Anteil der Einsparungen kann den Patienten gutgeschrieben werden, die in der Anamnese wegen Angststörungen ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten. 81,5% aller reduzierten Behandlungskosten im Akutkrankenhaus sind dadurch entstanden, dass kaum noch Patienten mit diesen Behandlungsdiagnosen ins Krankenhaus eingeliefert wurden und im Behandlungsfall dort wesentlich kürzere Aufenthaltszeiten hatten. Die Reduktion der Akutaufenthalte und der damit verbundenen erheblichen Behandlungskosten konnte erreicht werden durch eine weitgehende gesundheitliche Stabilisierung der Patienten, sodass Akutaufenthalte nur noch sehr selten oder bei ausgeprägter medizinischer Indikationsstellung erfolgten. Die KH Kosten je Patient  waren im Zeitraum von zwei Jahren nach der psychosomatischen Behandlung um 45,41% deutlich geringer als im Voruntersuchungszeitraum. X.3. Ambulante ärztliche Versorgung Die  grössten monetären Veränderungen ergeben sich bei den Fachärzten für Allgemeinmedizin in Höhe von € 326,91, gefolgt von den Fachärzten für Innere Medizin von € 186,40. An dritter Stelle folgen die Neurologen/Psychiater mit einer Reduktion von € 108,51. Es sei vorsichtshalber noch einmal darauf hingewiesen, dass diese Beträge auf den einzelnen Patienten unserer Untersuchungsstichprobe bezogen sind und sich jeweils auf einen Zeitraum von zwei Jahren bezieht.  Bei den Kontakten mit Psychologen und Psychotherapeuten resultiert entsprechend der gestiegenen Kontaktfrequenz eine Zunahme der Ambulanzkosten von € 80,68 je Patient. Insgesamt verändern sich die monetären Aufwendungen für die Praxiskontakte von € 3.053,00 in den beiden Jahren vor der stationären Psychotherapie auf 2.465,96 je Patient unserer Untersuchung. Diese Kostenersparnis von € 587,04 entspricht einer Reduktion 19,22% der prästationären Ausgaben für diesen Versorgungsbereich. Unter einer statistischen Perspektive sind diese Veränderungen als systematisch anzusehen. Wenn man einmal die Hauptgruppen Akutmedizin und Psychologie/Psychotherapie betrachtet, vermindern sich die akutmedizinischen Kontaktausgaben um € 667,72 je Patient. Dies entspricht einer Reduktion von 28,60 Prozent. Die Aufwendungen für den Bereich Psychologie/Psychotherapie steigen, wie oben bereits erwähnt um € 80,68 im nachstationären Beobachtungszeitraum. X.4. Medikamentöse Versorgung Unter Bezugnahme auf die veränderten medikamentösen Verordnungen, auf die veränderten Kosten je Verordnung und auf das Preisniveau der verordneten Medikamente haben wir für einzelne Zeitfenster die Medikamentenkosten je Patient unserer Projektstichprobe berechnet. In dem von uns exakt ermittelten Zeitfenster von 4 Wochen vor der Anamnese und vor der Katamnese ergeben sich Aufwendungen von 73,15€ je Patient im Voruntersuchungszeitraum und von 61,60€ in der Katamnese. Die Differenz beträgt 11,55€ je Patient und 2.574€ für alle 223 nachuntersuchten Projektpatienten. Diese Veränderungen sind auf dem 0,1%-Niveau signifikant. Zur Abschätzung eines längerfristigen Konsumverhaltens und bei Konstanz der entsprechenden Verordnungen summiert sich die Kostenersparnis in einem 12-Monatszeitraum auf 30.133€ und bei einem Zeitraum von zwei Jahren erreicht die Differenz der Ausgaben für die medikamentösen Behandlungen einen Betrag von 61.758€. Bezogen auf den einzelnen Patienten ergibt sich aus der Reduktion der medikamentösen Behandlungskosten in der Gesamtstichprobe eine Verminderung der Ausgaben von 277,07€ je Patient. Das entspricht einer Reduktion um 15,78% der prästationären Ausgaben für die medikamentöse Behandlung. X.5. Gesamte Krankheitskosten im Vergleich Die Krankenkassen profitieren unter monetären Aspekten in zwei Bereichen von qualifizierten verhaltensmedizinischen Behandlungen: Die direkten Behandlungskosten für die medizinische Versorgung (Aufenthalte im Akutkrankenhaus, Medikamente, ambulante ärztliche Versorgung) vermindern sich um 27,93% und die Krankengeldzahlungen, die im Voruntersuchungszeitraum noch 5.442,80€ je Fall betrugen, reduzieren sich auf 1.551,00€ im katamnestischen Krankheitsverlauf. Die verminderte Summe von 3.891,80€ je Fall entspricht einer Einsparung um 71,50%. Unter Einbeziehung aller Bereiche ergeben sich Veränderungen der für den Arbeitgeber relevanten Krankheitskosten (Lohnfortzahlungen und Produktivitätsverluste) von 57,75%. Dies sind weniger Ausgaben für AU bedingte Ausfälle von 15.637,23€ je erwerbstätigem Projektteilnehmer. Die Gesamtkosten für die Arbeitgeber und die Krankenkassen im Voruntersuchungszeitraum mit einem Volumen von 39.769,64€ verringern sich als Folge der verhaltensmedizinischen Behandlung um 21.554,60€ auf 18.215,04€ in der zweijährigen Zeitspanne nach der Psychotherapie. Dies entspricht einer Reduktion von 54,19%. Diese Verteilung macht deutlich, daß die verschiedenen Sozialpartner in einem volkswirtschaftlichen Geflecht gleichermaßen an den Einsparungen teilhaben. Nicht nur die Krankenkassen, sondern auch die Arbeitgeber werden in einem nicht unerheblichen Maße von den Krankheitskosten entlastet. zurück  
Ergebnisqualität IX  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten IX. Veränderungen im Ressourcenverbrauch IX.1. Arbeitsunfähigkeitgeschehen Neben den Kosten von Krankheiten ist bei der Untersuchung von Krankheitsverläufen von besonderer Bedeutung, ob sich das Krankheitsverhalten der Patienten verändert und ob dieses veränderte Krankheitsverhalten so weitreichende Wirkungen zeigt, dass auch das formal erfassbare Krankheitsgeschehen davon beeinflusst wird. Wie bereits vorangehend betont, ist es unbedingt erforderlich, die verschiedenen Parameter im AU-Geschehen differenziert zu betrachten, die teilweise unabhängig voneinander zu sehen sind. So kann sich beispielsweise die Prävalenz (Fallhäufigkeit) verändern, die Dauer je Erkrankungsfall kann gleichbleiben, zu- oder abnehmen und in Abhängigkeit von diesen Aspekten kann sich die Gesamtzahl der verursachten Krankheitstage verändern. Unter Berücksichtigung dieser Teilkriterien kann man zusammenfassend feststellen, dass sich das Krankheitsverhalten im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfähigkeitsgeschehen im katamnestischen Verlauf wesentlich verändert.  Die Häufigkeit der Krankheitsfälle geht wesentlich zurück, im Krankheitsfall sind die Patienten kürzer krank geschrieben und die Zahl der entstandenen AU-Tage ist ausgeprägt rückläufig. Dabei ist es ein zunächst überraschendes Ergebnis, dass sich diese veränderten Krankheitsprozesse nicht nur auf die psychischen Erkrankungen beschränken. Auch bei organischen Erkrankungen sind die AU-Fälle rückläufig und die Krankheitsdauer im Katamnesezeitraum ist wesentlich verkürzt. Unter Berücksichtigung der gesamten Gruppe der erwerbstätigen Projektteilnehmer ging die Häufigkeit der Arbeitsunfähigkeitsfälle um 19,60% zurück, die AU Dauer verkürzte sich um 53,10% und der Umfang an verursachten Krankheitstagen verringerte sich um 62,30%. Dabei ergaben sich erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Krankheitsgruppen und zwischen männlichen und weiblichen erwerbstätigen Projektteilnehmern. Neben den erwartungsgemäßen Verbesserungen im Krankheitsgeschehen bei psychiatrischen AU Fällen ging auch das AU Geschehen bei körperlichen Erkrankungen wesentlich zurück. Patienten haben in Bezug auf das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen ihr Krankheitsverhalten wesentlich verändert. Sie werden seltener krank geschrieben und sind im Krankheitsfall kürzer krank als im Voruntersuchungszeitraum. Dies ist nach unserer Einschätzung wesentlich darauf zurückzuführen, daß sich das generelle Krankheitsgefühl mit der erfolgten psychischen Stabilisierung verbessert hat, daß sich die Patienten auch bei körperlichen Erkrankungen schneller wieder erholen und die Bereitschaft und die Fähigkeit zugenommen hat, den Krankheitsverlauf aktiv zu beeinflussen. Auf Seiten der ambulant tätigen Ärzte, die ja letztlich die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen und die entsprechenden Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen eintragen, gehen wir von der Annahme aus, daß die Behandlungs  und Entlassungsdiagnosen aus der psychosomatischen Klinik zu Präzisierungen und Differenzierungen der jeweiligen Krankheitsbilder geführt haben, die wiederum die diagnostische Unsicherheit des ambulanten Arztes verringern und dieser insgesamt weniger bzw. seltener krank schreibt und dabei seltener auf organische AU Diagnosen zurückgreift, bzw. nur noch dann, wenn diese tatsächlich zutreffend sind. Die männlichen Patienten der Projektstichprobe verursachen trotz seltenerer AU-Fälle wegen der bei ihnen beobachteten wesentlichen längeren Dauer im Krankheitsfall in der Anamnese etwa 50 AU-Tage mehr als die weiblichen Projektteilnehmer. Die relativen Veränderungen bei den anderen Krankheitsparametern (AU-Tage je Patient, AU-Tage je AU-Fall) sind zwischen den Geschlechtern weitgehend identisch; die absoluten Veränderungen bei der Reduktion der AU-Fälle und der AU-Tage und auch bei der Verkürzung der Krankheitsdauer im AU-Fall sind bei den männlichen Patienten ausgeprägter als bei den Frauen. Die unter Kostengesichtspunkten zusammengefassten Parameter des Krankheitsgeschehens verringern sich zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten in ganz ausgeprägtem Ausmasse. Die Tage, an denen seitens der Krankenkasse Krankengeld gezahlt wird, vermindern sich von 98,9 KG-Tagen auf 28,2 KG-Tage (-71,5%), die Tage von Lohnfortzahlungen bis zum 42. Tag der AU verringern sich von 47,2 LF Tagen je Patient auf 27,6 LF Tage (-41,5%) und die Tage mit Produktivitätsverlusten reduzieren sich von 47,2 PV-Tagen auf 27,6 PV-Tage (-41,5%) bei Verlusten bis zum 42. Tag der AU und von 98,9 PV-Tagen in der Anamnese auf 28,2 PV-Tage in der Katamnese (-71,5%) bei Produktivitätsverlusten ab dem 43. AU-Tag bis zum Ende der Arbeitsunfähigkeit. IX.2. Akutbehandlungen im Krankenhaus Im Verlauf des 2 jährigen Untersuchungszeitraums nach Entlassung aus der psychosomatischen Rehabilitation kommt es in der Projektstichprobe zu ausgeprägten und statistisch hochsignifikanten Veränderungen bei den Krankenhausbehandlungen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen geht in der Gesamtgruppe um 30,4% zurück. Dieser Rückgang bezieht sich nicht nur auf die psychiatrischen Erkrankungen, sondern er resultiert aus dem gesamten Diagnosenspektrum. Der Umfang der verursachten Krankenhaustage ist im Vergleich zwischen den beiden Beobachtungszeiträumen erheblich rückläufig; er verringert sich in der Gesamtstichprobe um 45,4%. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer je Fall verringert sich zwar um 21,6%. Der Rückgang an stationären Untersuchungen und Behandlungen im Krankenhaus im postrehabilitativen Beobachtungszeitrum von 2 Jahren entsteht also im wesentlichen durch eine Abnahme der Krankenhausfälle und durch eine Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer. Neben der doch recht ausgeprägten Verringerung der Krankenhaustage infolge der stationären Psychotherapie bei psychischen Erkrankungen ist aus den Einzelergebnissen besonders hervorzuheben, dass sich die Häufigkeit von Einweisungen ins Krankenhaus und korrespondierend der Umfang der entstandenen Krankenhaustage auch bei anderen Krankheitsbildem verringert. Dies trifft vor allem zu bei Krankheiten des Kreislaufsystems, der Atmungsorgane, der Verdauungsorgane, der Harn  und Geschlechtsorgane sowie bei Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes. Als besonderer Effekt der psychotherapeutischen Behandlung darf ebenfalls gewertet werden, daß Krankenhauseinweisungen wegen unspezifischer oder nicht genau bezeichneter Krankheitsbilder im Katamnesezeitraum so gut wie nicht mehr vorkommen. Dies ist nicht zuletzt auf die in der psychosomatischen Behandlung erfolgten diagnostischen Präzisierungen zurückzuführen. Gerade bei Patienten mit psychischen Erkrankungen und organisch anmutenden Beschwerden und Beeinträchtigungen stellt eine Krankenhauseinweisung und der dortige lange Aufenthalt einen Versuch dar, das destabilisierte und erheblich bedrohte Selbstwertgefühl wiederherzustellen, indem der Beweis für die Berechtigung des Krankheitsgefühls durch das Auffinden organischer Krankheiten gesucht wird. Mit zunehmender Selbstwertstabilisierung werden solche Versuche nicht mehr erforderlich. Es ist anzunehmen, daß die Krankenhausbehandlungen sich im Katamnesezeitraum zunehmend nur noch auf das medizinisch tatsächlich Notwendige beschränken und folglich die beobachtete Über Inanspruchnahme im Anamnesezeitraum in der Nachuntersuchung nicht mehr festzustellen ist. IX.3. Ambulante ärztliche Versorgung Wie auch bei den anderen Aspekten des Krankheitsgeschehens sollte man sehr vorsichtig mit Bewertungen umgehen, ob ein bestimmtes empirisch beobachtetes Krankheitsverhalten bereits als ein „Zuviel“ oder „Zu wenig“ angesehen wird. Allzugross ist die Gefahr – und nicht wenige Forscher und Interessenvertreter erliegen ihr nur allzu häufig -, spezifische Untersuchungsergebnisse als Argumentationsbasis für die Vertretung und Verbreitung eigener Versorgungsinteressen zu missbrauchen. Dass dies überhaupt möglich ist, hat ganz sicher mit einem eklatanten Mangel an Versorgungsforschung im Bereich der Krankenversorgung zu tun. So basiert z.B. die These, dass Patienten mit psychischen Erkrankungen die ambulante ärztliche Versorgung generell zu häufig in Anspruch nehmen, mehr auf Einzelfallbeobachtungen (aus denen dann selektive Generalisierungen entstehen) und auf einem Wunschdenken als auf empirisch gewonnenen Untersuchungsergebnissen. Das argumentativ überbeanspruchte Argument des „Doctor shopping“ gilt nur für ganz spezifische Phasen von Krankheitsverläufen. Wie aus unseren Untersuchungsergebnissen hervorgeht, suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen noch zwei Jahre vor einer stationären Behandlung die ärztliche Praxis genauso häufig auf, wie andere Versicherte auch. Auch wenn man sich darüber wundern mag, geht aus seriösen Untersuchungen (Köster 1992) hervor, dass jeder Versicherte, der im Jahr mindestens einmal einen Arzt aufsucht, pro Jahr 18 bis 20 Praxiskontakte aufzuweisen hat. Man muss also das Krankheitsverhalten von speziellen Patientengruppen immer nur in Relation zu anderen Krankheitsverläufen sehen und bewerten. Hinzu kommt, dass die Patienten unserer Untersuchung während der Projektlaufzeit 4 bis 5 Jahre älter geworden sind und die Praxiskontakte eigentlich hätten zunehmen müssen. Allerdings fehlen empirisch begründete Vergleichsdaten, um hierüber zuverlässige Aussagen machen zu können. In Bezug auf die Praxiskontakte der Patienten in unserer Stichprobe zeigt sich erst im letzten Jahr vor einer stationären psychotherapeutischen Behandlung ein beschleunigtes Anwachsen der Häufigkeit von Kontakten in der ärztlichen Praxis auf nahezu das Doppelte des Vorjahresniveaus. Es gibt offensichtlich kritische Phasen mit einer progredienten Verschlimmerung der Symptomatik und einem Anwachsen des Krankheitsgefühls, in denen die Patienten versuchen, über zunehmende Arztkontakte eine Klärung und Besserung zu erreichen. Ganz sicher ist diese Zunahme auch durch zahlreiche konsiliarische Massnahmen bedingt, indem Untersuchungen in den jeweils anderen Fachdisziplinen veranlasst werden oder von den Patienten gefordert werden. Als Folge der stationären Interventionen im Rahmen von medizinischen Interventionsmassnahmen sinkt die Häufigkeit der Praxiskontakte in den primär akutmedizinischen Fachbereichen um mehr als 25 Prozent in einem Zeitraum von zwei Jahren. Die Verringerung der Praxiskontakte führt jedoch nicht, wie Zielke bereits 1993 zeigen konnte, zu einem leichtfertigen Verzicht auf ärztliche Behandlungen bei schweren organischen Krankheitsbildern. Bei Patienten mit chronisch progredienten morbiden Krankheitsverläufen bleibt der Umfang der Praxiskontakte auf einem hohen Niveau stabil und nimmt noch leicht zu. Die Reduktion bei den ambulanten Arztkontakten ist nach unserer Einschätzung u. a. auch darauf zurückzuführen, dass differenzialdiagnostische Klärungsprozesse bis zum Beginn der stationären Behandlung weitgehend abgeschlossen sind und der diagnostische und therapeutische Klärungsprozess während der stationären Behandlung in der psychosomatischen Klinik von den nachfolgenden ambulanten ärztlichen Kollegen entsprechend berücksichtigt wird. IX.4. Medikamente Will man tatsächlich aus der Perspektive der Versorgungsforschung empirisch gesichertes Wissen über das medikamentöse Konsumverhalten beschaffen, halten wir es für unverzichtbar, das Medikamentenverhalten auf der Grundlage einer sehr differenzierten Systematik zu untersuchen und hierbei die Befragungen bis auf einzelne Medikamentennamen und Packungsgrössen „herunterzubrechen“. Allgemeine Befragungen über die Häufigkeit wöchentlicher Einnahmen, die sich zudem noch auf längere zurückliegende Zeiträume erstrecken, kommen nach unseren Erfahrungen eher einer Meinungsumfrage gleich und es werden eher Meinungen zu Konsumgewohnheiten erfaßt. Die Umsetzung der von uns gewählten Systematik ist sehr aufwenig und erfordert eine differenzierte Kenntnis der Untersucher über den Befragungsbereich. Gleichwohl sind wir nach internen Prüfungen zu der Einschätzung gelangt, dass die Ergebnisse zum Medikamentenverhalten als sehr zuverlässig einzustufen sind, zumal wir einen 4-wöchigen Befragungszeitraum gewählt haben, der in der Regel noch für retrospektive Erhebungen im Gedächtnis der Patienten verfügbar sein müsste. Sowohl in der Systematik der ATC-Gruppen als auch bei den Verordnungen nach Indikationsgruppen zeigt sich ein differenziertes Bild der Veränderungen: Indikationsbereiche, die unmittelbarer mit der medikamentösen Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen (Zentrales Nervensystem,  Psychopharmaka, Analgetika, Hypnotika und Sedativa soie Migränemittel) werden unter Berücksichtigung der Verordnungsfälle wesentlich seltener genannt. Der Rückgang beträgt in diesen Gruppen etwa 40% weniger Verordnungen. Die Indikationsgruppen zur Behandlung von chronischen körperlichen Erkrankungen erscheinen bei den Verordnungen in der Nachuntersuchung nur geringfügig vermindert und beziehen sich offensichtlich auf Gesundheitsprobleme, für die diese Indikationsgruppen auch tatsächlich indiziert sind. Das Gesundheitsverhalten der Patienten im Umgang mit Medikamenten aus unterschiedlichen Indikationsgruppen hat sich offensichtlich insbesondere in den Bereichen verändert, in denen nach erfolgreicher stationärer verhaltensmedizinischer Behandlung und Psychotherapie eine gesundheitliche Stabilisierung eingetreten ist; die Weiterführung der medikamentösen Behandlung von chronischen organischen Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruch, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen im Verlauf der zweijährigen Nachuntersuchung spricht für das differenzierte Verantwortungsbewusstsein der Patienten im Umgang mit Medikamenten. Der Medikamentenkonsum der weiblichen Patienten ist zu allen Untersuchungszeitpunkten höher als bei den Männern. Nicht nur ist der Anteil der Konsumenten grösser sondern auch das Multikonsumverhalten ist wesentlich ausgeprägter. Während die Patientengruppe der Frauen in der Aufnahmeuntersuchung maximal 12 verschiedene Medikamente einnehmen, beträgt der höchste Mehrfachkonsum bei den Männern 8 Medikamente innerhalb von 4 Wochen. Die Reduktion des Multikonsums und der Anteil der Nicht-Konsumenten ist bei den Frauen geringer als bei den Männern. Allerdings zeigt sich im Prinzip die gleiche Entwicklung. Das Multikonsumverhalten ist in der Nachuntersuchung nach zwei Jahren wesentlich verringert und  „bereinigt“ worden. Diese Effekte zeigen sich vor allem in den höhergradigen Mehrfachmedikationen. Medikamente zur Behandlung von akuten körperlichen Krankheiten (Resprationssystem) oder von chronischen körperlichen Erkrankungen (Cardiovaskuläres System, Stoffwechsel) oder von über längere Zeiträume bestehenden gesundheitlichen Problemen (Urogenitalsystem und Sexualhormone) werden in nahezu gleicher Weise eingenommen und verordnet. Medikamente zur Behandlung von Krankheitszuständen, die in einem engen Zusammenhang mit einer psychischen Symptomatik stehen, werden wegen mangelnder Behandlungsindikation bzw. Behandlungsnotwendigkeit seltener verordnet und konsumiert und insbesondere wird der Mehrfachkonsum innerhalb der ATC-Gruppe N (zentrales Nervensystem) verringert bzw. „bereinigt“. Dies zeigt, dass die Patienten tatsächlich einen veränderten Umgang mit Medikamenten gelernt haben und vielleicht besser zwischen „nötigen“ und „unnötigen“ Medikationen unterscheiden und sich dann auch in ihrem Konsum daran halten können. zurück  
Ergebnisqualität VIII  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten VIII. Ergebnisqualität der unmittelbaren Behandlungseffekte und der Langzeitveränderungen Ergebnisqualität ist nicht alles – aber ohne Ergebnisqualität ist alles nichts! VIII.1. Veränderungen der Lebensqualität und Lebenszufriedenheit Veränderungen der Lebensqualität, der Lebenszufriedenheit und die Entwicklung einer optimistischen Lebensperspektive sind wichtige Voraussetzungen und zugleich unabdingbare Begleiterscheinungen einer gesundheitlichen Stabilisierung. Mehr noch: Es sind tragende Elemente von Gesundheit! Die Lebensqualität der verhaltensmedizinisch behandelten Patienten hatte sich im Vorfeld der stationären Indikationsentscheidungen wesentlich verschlechtert – und dies in nahezu allen Lebensbereichen. Im Verlauf der stationären Behandlung ergeben sich durchgehend signifikante Verbesserungen der Lebensqualität. Das so erreichte Niveau an Lebensqualität konnte in den beiden Folgejahren nach der Behandlung gehalten und stabilisiert werden. Lediglich die Zufriedenheit mit der finanziellen Lage, die allerdings am Beginn der Behandlung als unproblematisch bewertet wurde, hat sich über die Messzeitpunkte hinweg nicht verändert. Alle anderen Befragungsbereiche der subjektiven Zufriedenheitseinschätzungen weisen auf eine weitgehende Stabilität der im stationären Behandlungsverlauf erreichten Werte hin. Der Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV-R-2001) mit dem Generalfaktor „Entspannung, Gelassenheit und Optimismus“ und den Subskalen „Veränderung im Sozialverhalten“, „Veränderung von Belastbarkeit und Ausdauer“, „Klärung und optimistische Zukunftsorientierung“ und „Klärung von Handlungsprioritäten“ ergibt positive Veränderungsquoten von 74,3% zur Entlassung und noch einmal 60,8% positive Veränderungsquoten im Nachuntersuchungszeitraum. Die mit Hilfe des VEV-R-2001 erfassten Veränderungen stehen in einem ausgeprägten Zusammenhang mit der Besserung der Lebensqualität. Dies gilt ebenso für die Veränderungsbeurteilungen der stationären Behandler und sogar für deren langfristige Krankheitsprognosen. VIII.2. Veränderungen zum allgemeinen Krankheitsgeschehen Die subjektiven Angaben der Patienten zum Krankheitsgeschehen und zu den krankheitsbedingten Einschränkungen und Behinderungen sind wichtige Kriterien zur Bewertung des Gesundheits- und Krankheitsverhaltens.  Die Einschätzungen basieren nicht auf versicherungsrechtlichen Grundlagen (z.B. dem bei Versicherungsträgern registrierten Krankheitsgeschehen). So können Patienten z. B. an einer Erkältung gelitten haben, ohne dass eine entsprechende Krankschreibung und/oder ohne dass ambulante Arztkonsultationen und/oder ohne dass medikamentöse Behandlungen erfolgten. Insgesamt ergibt sich dabei eine signifikante Abnahme der Beschwerdenintensität. Der Anteil der Patienten, die unter starken Beschwerden leiden, geht von 67,8% auf 35,0% zurück und Angaben über leichte Beschwerden (ja, kaum) bzw. die Angaben «keine Beschwerden» erfolgen entsprechend häufiger und nehmen von 11,5% auf 31,9% zu. Statistische Vergleiche der Beurteilung des Gesundheitszustandes erfolgten zu den Zeitabschnitten 2 Wochen vor der Befragung und 1 Jahr vor der Befragung. In beiden Zeitverläufen ergaben sich sehr signifikante Verbesserungen des Gesundheitszustands in der Katamnesestichprobe. Aus subjektiver Sicht fühlen sich die Patienten nach der medizinischen Rehabilitation gesünder als dies in den korrespondierenden Zeitabschnitten im anamestischen Krankheitsverlauf der Fall war. Akutmedizinisch notwendige Massnahmen und Interventionen wie Bettlägerigkeit oder operative Eingriffe sind zu beiden Befragungszeitpunkten (jeweils zwei Wochen vor der Befragung) eher seltene Ereignisse und im Vergleich zwischen der Aufnahme und der Katamnese weitgehend konstant. Dieses Ergebnisse entschärfen die immer wieder angeführte Befürchtung, Patienten könnten im Zusammenhang mit einem veränderten Krankheitsverhalten leichtfertig auf notwendige medizinische Untersuchungen und Interventionen verzichten und dabei ihre Gesundheit gefährden. In bezug auf das Ausmass an Einschränkungen und Behinderungen durch die Erkrankung zeigt sich, dass die psychisch erkrankten Patienten deutlich stärkere Einschränkungen angeben als in der Allgemeinbevölkerung erwartet (was nicht verwunderlich ist) und dass die Patienten aus dem aktuellen Behandlungsjahrgang deutlich stärker beeinträchtigt sind als dies vor 10 Jahren der Fall war. Die ausgeprägtesten Unterschiede ergeben sich bei Behinderungen in der Ausübung einzelner beruflicher Tätigkeiten bzw. bei der Hausarbeit und bei den Behinderungen, überhaupt einem Beruf nachgehen zu können oder Hausarbeit ausüben zu können. Bei insgesamt 9 (von 11) erfragten Funktionseinschränkungen konnte eine signifikante Verbesserung zwischen Aufnahme und Entlassung festgestellt werden. In 8 dieser Bereiche besteht dieser Rückgang auch 2 Jahre nach der Entlassung aus der Klinik weiter fort. Der Vergleich der Angaben der Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung und der Katamnese weist darauf hin, daß der katamnestische Verlauf der Funktionseinschränkungen stabil ist. Behinderungen bei “einzelnen Tätigkeiten in Beruf und Haushalt“ vermindern sich in den beiden Jahren nach der Entlassung aus der Klinik noch einmal sehr deutlich. Insbesondere der im Verlauf der stationären Behandlung wesentlich erweiterte Handlungs  und Bewegungsspielraum der Patienten (beim Verlassen des Hauses auf Hilfe angewiesen sein, sich wegen des Gesundheitszustandes in der Wohnung aufhalten müssen, berufliche Tätigkeit und Hausarbeit ausüben, sich wegen des Gesundheitszustandes als eingeschränkt erleben, das zu tun, was man gern tun würde) bleibt auch 2 Jahre nach der stationären Behandlung weiterhin erhalten. Bei den von den Patienten angegebenen Erkrankungen zeigt sich insgesamt ein Rückgang der Erkrankungshäufigkeit zwischen dem Jahr vor der Aufnahme und dem Jahr vor der Katamnese.  Deutlich seltener werden genannt: Grippe und Erkältung sowie Bronchitis,  Magenschleimhautentzündungen und Kreuz,- Rücken- und Nackenschmerzen. Ein signifikanter Rückgang ist bei der Symptomatik des niedrigen Blutdrucks zu verzeichnen. Bei einer Reihe von Krankheiten, die in der Projektgruppe in der Katamnese seltener genannt wurden, scheint es so zu sein, daß sie ein normales Niveau der Krankheitsprävalenz erreicht haben; andere sind nach wie vor in der Projektgruppe häufiger vertreten. Erkältungskrankheiten sind deutlich rückläufig und haben nahezu ein normales Niveau erreicht. Niedriger Blutdruck nimmt signifikant ab und nähert sich der Häufigkeit in der Vergleichsgruppe. Magenschleimhautentzündungen tendieren zur Normalität, liegen jedoch katamnestisch immer noch höher als in der Vergleichsgruppe. Kreuz , Rücken  und Nackenschmerzen kommen nach wie vor häufig vor und liegen mit 74,9% auch katamnestisch wesentlich über der Krankheitsprävalenz von 44,4% in der Vergleichsgruppe. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse unsere Annahme, daß die Krankheitsprävalenz sich in der Katamnese auf eine «normale» Krankheitshäufigkeit einpendelt und die Werte in der Vergleichsgruppe erreicht bzw. sich diesen weitgehend annähert. Allergien, erhöhter Blutdruck, Magenschleimhautentzündungen und vor allem Schmerzen im Stütz  und Bewegungsapparat werden von den Patienten der Projektgruppe auch zum Katamnesezeitpunkt immer noch häufiger genannt, als dies von der Verteilung in der herangezogenen Bevölkerungsstichprobe zu erwarten wäre. Bei generell rückläufiger Krankheitsprävalenz nach der stationären psychosomatischen Behandlung sind die vorgenannten Erkrankungen nach wie vor in der Projektgruppe überrepräsentiert. Die Anzahl der Erkrankungen bei psychischen Erkrankungen ging von 34 Krankheitsfällen auf 18 Krankheitsfälle zurück. Im Einzelnen wurden dabei Depressionen, Ängste, Zwänge, Migräne, Kopfschmerzen und Erbrechen genannt. Die aufgeführten Krankheitsfälle wegen Magen-Darm-Erkrankungen gingen von 18 auf 7 Krankheitsfälle zurück.  Hormonelle Störungen und Stoffwechselerkrankungen wurden in der Anamnese 9 mal genannt, in der Nachuntersuchung erfolgten lediglich noch 2 Nennungen. Auch die Angaben über Entzündungen und Infektionen (von 20 auf 14 Krankheitsfälle) sind rückläufig. Die Veränderungen in der subjektiven Gefährdung der Arbeitsfähigkeit zwischen der Aufnahme und Entlassung sowie zwischen der Aufnahme und der Katamnese sind sehr signifikant. Das bedeutet, dass infolge der stationären Behandlung die Arbeitsfähigkeitsgefährdung erheblich abgenommen hat und auf dem erreichten Niveau im zweijährigen Nachuntersuchungszeitraum stabil geblieben ist. Damit liegen aus der Sicht der Patienten eindeutige Hinweise dafür vor, daß die im Verlauf der stationären Behandlung erreichte arbeitsbezogene Belastbarkeit ein stabiles Niveau erreicht hat, das auch nach erneuten beruflichen Anforderungen über 2 Jahre hinweg gehalten werden konnte. Allerdings muss man konstatieren, dass das erreichte Gefährdungsniveau in der aktuellen Studie zum Zeitpunkt der Entlassung und der Katamnese lediglich das Ausgangsniveau früherer Untersuchungen erreicht. Dies ist ganz sicher als Hinweis auf wesentlich erhöhte Gefährdungsgrade der arbeitsbezogenen Belastbarkeit in der Patientenstichprobe des aktuellen Untersuchungsjahrgangs zu werten. VIII.3. Veränderungen psychosomatischer Beschwerden Die Psychosomatische Symptomcheckliste PSCL eignet sich in ganz besonderer Weise als Verlaufsinstrument im Rahmen der Evaluationsforschung. Die Kombination aus der Auftretenshäufigkeit einzelner Beschwerden mit der Intensität der Beschwerden erlaubt spezifische Veränderungsanalysen, bei denen unterschiedliche Konstellationen von Veränderungen identifiziert werden können. Entweder ändert sich die Auftretenshäufigkeit der Beschwerden oder die Intensität der Beschwerden, wenn diese auftreten. Das Produkt aus beiden Ergänzungsbefragungen scheint ein für verhaltensmedizinisch-psychosomatische Interventionen sensibles Instrumentarium zu sein. Unter Berücksichtigung von verschiedenen Beschwerdenlisten und Symptombereichen als Verlaufsindikatoren von Krankheitsverläufen zeigt sich, daß sich die Häufigkeit des Auftretens, die Intensität der Beschwerden und die dadurch bedingten Beeinträchtigungen im Verlauf der stationären Behandlung wesentlich verbessern und diese Verbesserungen auch noch 2 Jahre nach der Behandlung in gleicher Weise und im gleichen Ausmaß zu beobachten sind. Auf der Ebene einzelner spezifischer Symptome ergeben sich dabei recht unterschiedliche Verläufe. Die Gruppierung der Symptomliste in schmerzbezogene Beschwerden und in affektive Beschwerden hat sich unter Verlaufsgesichtspunkten als sinnvoll erwiesen. Die schmerzbezogenen Effekte der medizinischen Rehabilitation sind zwar auch statistisch bedeutsam, jedoch geringer als die Effekte bei den affektiven Beschwerden. Dies betrifft vor allem Rückenschmerzen, bei denen ein „Rebound-Effekt“ mit einer Zunahme im Katamnesezeitraum zu beobachten ist. Allerdings fällt diese nachstationäre Verschlechterung geringer aus als die Verbesserung während der stationären Behandlung, sodass die Vergleiche zwischen der Aufnahmeuntersuchung und der Katamnese immer noch eine statistisch bedeutsame Reduktion der Rückenschmerzen im Langzeitverlauf aufzeigen. Die weiblichen Patienten profitieren bei den symptomspezifischen Veränderungen in weitaus stärkerem Masse von der Behandlung als die Männer. Bei diesen ergeben sich jedoch in nicht unbeträchtlichem Grade stärkere Veränderungen im nachstationären Untersuchungsverlauf. Die Frauen der Untersuchungsstichprobe erleben sich durch psychosomatische Beschwerden als stärker beeinträchtigt und erleben gleichzeitig aber auch eine stärkere Reduktion der Symptomatik. VIII.4. Veränderungen depressiver Verhaltens- und Erlebensmuster Die Veränderungen in den einzelnen Depressionsschweregraden im Verlauf der stationären Behandlung und im Zeitraum von zwei Jahren nach Abschluss der Therapie sind erheblich. Insgesamt hat es eine Linksverschiebung hin zu niedrigeren Depressionsscores gegeben. Diese ausgeprägten Veränderungen depressiver Verhaltens- und Erlebensweisen sind ein deutlicher Hinweis auf die besondere Wirksamkeit verhaltenstherapeutisch orientierter antidepressiver Strategien. Dies gilt ganz besonders für den stationären Bereich, wenn antidepressive Bhandlungsstrategien in die verschieden Therapiebausteine integriert werden, sei es in der Einzeltherapie, in der Problemlösungsgruppe, in themenzentrierten Gruppen in entsprechenden Therapieangeboten aus den Funktionsbereichen. Insbesondere das therapeutische Milieu einer verhaltenstherapeutischen Klinik stellt eine konsistente Aufforderung dar, offensive Bewältigungsstrategien und Aktivitäten zu entwickeln. Nur mit grösster Mühe können sich die Patienten diesem Anregungs- und Handlungsmilieu entziehen. Die stationäre verhaltensmedizinische Therapie und Rehabilitation führt zu einer deutlichen und nachhaltigen Abnahme der Depressivität, auch bei Patienten, bei denen eine erhöhte Morbidität im prästationären Krankheitsverlauf zu verzeichnen ist. Bei den weiblichen Patienten sind deutlich stärkere Veränderungen zu verzeichnen und die mittleren Depressionswerte zur Entlassung aus der Klinik und zur Katamnese haben sich bei Männern und Frauen weitgehend angeglichen. Die vielfältigen antidepressiven Behandlungsansätze und Behandlungsbausteine im Rahmen der stationären Verhaltenstherapie haben offensichtlich eine weitreichende Langzeitwirkung. Die poststationäre Konfrontation mit persönlichen und beruflichen Problemkonstellationen führt insgesamt nicht dazu, daß depressive Verhaltensweisen und Reaktionen wieder verstärkt in den Vordergrund treten. VIII.5. Veränderungen der Angstsymptomatiken Die Veränderungen in den einzelnen Angstschweregraden im Verlauf der stationären Behandlung und im Zeitraum von zwei Jahren nach Abschluss der Therapie sind erheblich. Insgesamt hat es eine Linksverschiebung hin zu niedrigeren Angstscores gegeben. Diese ausgeprägten Veränderungen angstbezogener Verhaltens- und Erlebensweisen sind ein deutlicher Hinweis auf die besondere Wirksamkeit verhaltenstherapeutisch orientierter Strategien der Angstbewältigung. Dies gilt ganz besonders für den stationären Bereich, wenn angstmindernde Bhandlungsstrategien in die verschieden Therapiebausteine integriert werden, sei es in der Einzeltherapie, in der Problemlösungsgruppe, in themenzentrierten Gruppen oder in entsprechenden Therapieangeboten aus den Funktionsbereichen. Die stationäre verhaltensmedizinische Therapie und Rehabilitation führt zu einer deutlichen und nachhaltigen Abnahme der Angstsymptomatiken, auch bei Patienten, bei denen eine erhöhte Morbidität im prästationären Krankheitsverlauf zu verzeichnen ist. Die vielfältigen Behandlungsansätze und Behandlungsbausteine, in denen der Umgang mit Angstreaktionen geübt wird, das Verändern des Vermeidungsverhaltens und wiederkehrende Expositionen im Rahmen der stationären Verhaltenstherapie haben offensichtlich eine weitreichende Langzeitwirkung. Die poststationäre Konfrontation mit persönlichen und beruflichen Problemkonstellationen führt insgesamt nicht dazu, daß angstbesetzte Verhaltensweisen und Reaktionen wieder verstärkt in den Vordergrund treten. VIII.6. Veränderungen schlafbezogener Probleme Die Häufigkeit klinisch relevanter Schlafstörungen bei Patienten in der stationären psychosomatischen Rehabilitation auf der Basis von standardisierten Befragungsinstrumenten durch Selbstauskünfte der Patienten stehen in einer deutlichen Diskrepanz zu den stationären Behandlungsdiagnosen wegen nichtorganischer Schlafstörungen. Nach dem Differenzierungskriterium im Schlaffragebogen SFB (Görtelmeyer 1996) zur Schlafqualität litten 53,3% der Patienten zum Aufnahme unter Schlafstörungen; bei lediglich 6 Patienten (von 330) wurde als stationäre Behandlungsdiagnose eine nichtorganische Schlafstörung festgestellt. Gleichwohl muss in Betracht gezogen werden, dass bei einer Reihe von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen Schlafstörungen eine relevante Begleitsymptomatik darstellen und somit nicht als separate Diagnose klassifiziert werden. Die Differenzierung der Patientenstichprobe in Schlafgestörte und Nicht-Schlafgestörte nach dem Grad der Schlafqualität erwies sich als zutreffend. In allen untersuchten schlafbezogenen Verhaltensmustern resultieren deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen. Die in bezug auf das Schlafverhalten eher unspezifischen Behandlungselemente in der medizinischen Rehabilitation (Entspannungstraining, körperliche Aktivierung, Problemlösetraining, Reduktion bzw. Absetzen von Medikamenten und Alkohol) und eine durch das gesamte Klinikprogramm erreichte Strukturierung im Schlaf-Wach-Rhythmus führen in Verbindung mit einer Verminderung der primären Behandlungsleiden sowohl in der Gesamtstichprobe der Patienten und in ganz besonderem Masse bei den Schlafgestörten zu deutlichen und erheblichen Verbesserungen schlafbezogener Parameter. Diese Veränderungen bleiben auch im Nachuntersuchungszeitraum weitgehend stabil. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Veränderungen der depressiven Verhaltens- und Erlebensmuster derjenigen Patienten, deren Schlafqualität sich langfristig nicht verbessert oder sogar verschlechtert hat, geringer sind als bei Patienten mit langfristig (katamnestisch) verbesserter Schlafqualität. Die Effektstärken hinsichtlich der Verbesserung der Schlafqualität fallen deutlich niedrieger aus als die Effektstärken der Veränderung der Depressivität. Eine spezifische Analyse der Effektstärken Schlafgestörter ergab wesentlich höhere Werte, insbesondere unter Beachtung der langfristigen Veränderungen zwischen der Aufnahme und der Katamnese. VIII.7. Veränderungen der Krankheitsbewältigung Sowohl Positiv- als auch Negativstrategien veränderten sich während der Behandlung stark in die jeweils gewünschte Richtung und auch zwei Jahre nach Beendigung der stationären Therapie lassen sich diese Effekte noch nachweisen. Im Vergleich von Entlassungs- und Katamneseerhebung zeigten sich statistisch bedeutsame Unterschiede nur bei den Positivstrategien. Diese haben zwar katamnestisch wieder abgenommen, bleiben aber noch deutlich über dem Ausgangsniveau. Somit kann man folgern, dass für eine langfristige Verbesserung des Bewältigungsverhaltens die Veränderungen entscheidend sind, die während der stationären verhaltenstherapeutischen Behandlung erzielt werden. Dies entspricht auch einem empirischen Befund von Zielke (1993) zu den Langzeiteffekten stationärer Verhaltenstherapie. Weiterhin zeigte sich, dass die Reduktion der Negativstrategien jeweils ausgeprägter ist als der Zuwachs an Positivstrategien. Diese Ergebnisse korrespondieren mit der Tatsache, dass schon im Verlauf der Behandlung die Abnahme der Negativstrategien stärker war als die Zunahme der Positivstrategien. Die Tatsache, dass die Projektpatienten trotz der erreichten Verbesserungen deutlich geringere  Bewältigungsfertigkeiten aufweisen als gesunde Personen, lässt vermuten, dass Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen generell eingeschränkte Fähigkeiten im Umgang mit Belastungen haben. Eine Aussage über die Stabilität der Therapieeffekte wird über den Vergleich der Streuung zwischen Entlassungs- und Katamneseuntersuchung ermöglicht. Aus der Tatsache, dass weder die Stressbewältigungsmechanismen (Sekundärskalen des SVF 120) noch die Skalen für Depression, Angst, Lebenszufriedenheit und psychosomatische Beschwerden zum Katamnesezeitpunkt signifikant anders ausgeprägt sind als direkt im Anschluss an die Therapie, lässt sich schließen, dass die Behandlungseffekte in diesen Bereichen über zwei Jahre hinweg anhalten. Die im Verlauf der stationären Therapie erzielten Veränderungen sind entscheidend für die Langzeiteffekte. Ein weiterer Abschnitt befasste sich damit, inwiefern ein Zusammenhang herzustellen ist zwischen langfristigen Veränderungen der Krankheitsbewältigung und langfristigen Veränderungen des psychischen Befindens. Es konnte gezeigt werden, dass dieser Zusammenhang in der erwünschten Richtung besteht. Eine Zunahme an Positivstrategien einerseits und eine Abnahme der Negativstrategien andererseits geht einher mit einer Reduktion der klinischen Symptomatik in den Bereichen Depression, Angst, psychosomatische Symptome und einer Zunahme der Lebenszufriedenheit. Obwohl in beiden Fällen fast durchweg hochsignifikant, sind die korrelativen Zusammenhänge zu den Negativstrategien numerisch höher als zu den Positivstrategien. Um zu untersuchen, welche Rolle die einzelnen Strategien für die Veränderungen der klinischen Effektkriterien spielen, wurden diese separat betrachtet. Die Bedeutsamkeit der einzelnen Positivstrategien für das psychische Befinden variiert. Eine Zunahme von Positiver Selbstinstruktion, Schuldabwehr und Bagatellisierung steht am stärksten in Verbindung mit einer Abnahme von Depressivität, Angst, psychosomatischen Beschwerden und einer Zunahme der Lebenszufriedenheit. Auch verbesserte Möglichkeiten zur Entspannung korrelieren signifikant mit einer Abnahme der Depression und Angst, vor allem aber mit einer Zunahme an Lebenszufriedenheit. Eine Zunahme an Situationskontrolle hat vorrangig positive Effekte auf Depressivität und Lebensqualität. Die weiteren stressreduzierenden Skalen spielen eine eher untergeordnete Rolle für die Verbesserung des psychischen Befindens. Aus dem Bereich der negativen Verarbeitungsstrategien stehen dagegen die meisten Subskalen in hochsignifikantem Zusammenhang zu den klinischen Effektkriterien. Nur für die psychosomatischen Symptome ergeben sich zwei auf dem 5%-Niveau signifikante und eine nicht signifikante Korrelationen. Dies kommt vermutlich dadurch zustande, dass die psychosomatischen Symptome inhaltlich den niedrigsten Zusammenhang zu den Stressverarbeitungsstrategien haben. Auch Zielke (1993) berichtet von der Bedeutsamkeit der Reduktion negativer Verarbeitungsstrategien bezüglich einer Veränderung in den klinischen Kriterien. Abschließend ist also festzustellen, dass es für den Genesungsprozess wichtiger ist, dass die Patienten die Negativstrategien abbauen. VIII.8. Die Bedeutung von Arbeitsstressoren für Veränderungsprozesse Im vorliegenden Abschnitt wird geprüft, inwieweit sich organisationspsychologische Befunde zum psychischen Stress am Arbeitsplatz auf Patienten mit psychischen Störungen übertragen lassen. Die Studie betrachtet eine Stichprobe von 122 erwerbstätigen Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation. Es werden Einflüsse stressrelevanter Bedingungen der Arbeitssituation auf Depressivität, Angst und funktionelle körperliche Beschwerden sowie auf die Arbeitsunfähigkeitszeiten untersucht. Weiterhin wird kontrolliert, welche individuellen Stressverarbeitungsweisen diese Einflüsse moderieren. In der Katamnese wird exploriert, welche Aspekte der Arbeitssituation und welche Stressverarbeitungsweisen die Symptome bei Entlassung aus der stationären Therapie und zwei Jahre danach beeinflussen. Es lassen sich spezifische Einflüsse von Arbeitsstressoren und maladaptiven Stressverarbeitungsweisen auf die Symptome und die Arbeitsunfähigkeitszeiten darstellen. Durch die Kenntnis person- und symptomspezifischer Risikofaktoren der Arbeitssituation ergeben sich Strategien zur nachhaltigen Sicherung der Erwerbsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund werden die Ergebnisse in ihren Implikationen für die Therapieplanung diskutiert. VIII.9. Prästationäres Krankheitsverhalten und Behandlungsergebnisse Die Ergebnisse zum Krankheitsgeschehen zeigen, daß der Anteil der arbeitsunfähig aufgenommenen Patienten gegenüber früheren Zeiträumen deutlich gestiegen ist. Im Falle einer Krankschreibung sind die Patienten auch wesentlich länger krank. Dies spricht dafür, daß der Schweregrad psychosomatischer Erkrankungen in der stationären Verhaltenstherapie gestiegen ist. Das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen vor Aufnahme beeinflußt den Therapieerfolg bis zum Ende der Behandlung in dem Sinne, daß arbeitsunfähig aufgenommene Patienten einen deutlich geringeren Therapieerfolg haben als arbeitsfähig aufgenommene Patienten. Insbesondere die Gesamtzahl der AU-Tage im 2-Jahres-Zeitraum vor Aufnahme steht in umgekehrter Beziehung zum Therapieerfolg. Die Häufigkeit von Krankenhausbehandlungen, ambulanten Arztbesuchen und der Medikamentenkonsum haben dagegen keinen generellen Einfluß auf den Therapieerfolg. Die Langzeiteffekte einer stationären, verhaltenstherapeutischen Behandlung konnten demonstriert werden, was im Sinne der Evidenz-Basierung den Nutzen einer psychosomatischen Rehabilitationsmaßnahme deutlich macht. Die Arbeitsunfähigkeit stellt zwar einen negativen Prädiktor für den Therapieerfolg dar, jedoch nur bei einer Kurzzeit-Betrachtung bis zum Ende der Behandlung. Die arbeitsunfähigen Patienten scheinen jedoch nach der Entlassung weiter zu profitieren und haben nach einem Zeitraum von zwei Jahren vergleichbare Therapieerfolge wie die arbeitsfähigen Patienten. Die Ergebnisse werden dahingehend interpretiert, daß arbeitsunfähige Patienten stärker psychisch gestört sind und daher eine längere (Behandlungs-)Zeit benötigen, um das gleiche Therapieergebnis zu erzielen wie arbeitsfähige Patienten. Unsere Befunde haben unter anderem Relevanz für die Ergebnisqualität stationärer psychotherapeutischer Behandlungsmaßnahmen. So ist bei der Einschätzung der Ergebnisqualität einer stationären Behandlungsmaßnahme zu berücksichtigen, wie hoch der Anteil der arbeitsunfähig aufgenommenen Patienten ist bzw. wie hoch die Gesamtdauer der AU-Zeiten vor Aufnahme ist. Insbesondere bei vergleichenden Ergebnissen verschiedener Kliniken ist dieser Aspekt unterschiedlicher Schweregrade zu berücksichtigen. zurück  
Ergebnisqualität VII  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten VII. Stichprobenentwicklung zwischen Aufnahme, Entlassung und Katamnese Zum Zeitpunkt der Aufnahe in die Kliniken wurden insgesamt 338 Patienten untersucht. Die Anzahl der zum Entlassungszeitpunkt untersuchten Patienten beträgt maximal 311 und zur Katamnese konnten 230 Patienten persönlich und direkt befragt und untersucht werden. Danach konnten 92,0% der Patienten, von denen Aufnahmedaten vorlagen, auch zum Entlassungszeitpunkt mit dem kompletten Befragungssystem untersucht werden. Es wurde im Rahmen dieser Entlassungsuntersuchung vereinbart, in welcher Form nach zwei Jahren Kontakt aufgenommen werden sollte. Dieses Vorgehen wurde gewählt, um die Zuverlässigkeit  der Befragungsergebnisse zu erhöhen und eine möglichst grosse Anzahl von Projektpatienten zu erreichen. Die zunehmende Mobilität der erwerbstätigen Patienten und eine insgesamt zu beobachtende nachlassende Bereitschaft zur Teilnahme an umfangreicheren Befragungen macht es bei systematischen angewandten Studien erforderlich, solche Kontaktbrücken zu entwickeln. Zur Vereinfachung des Reiseaufwandes wurde den Patienten angeboten, nicht in ihre Behandlungsklinik fahren zu müssen, sondern in die Projektklinik mit der grössten Nähe zum Wohnort der Patienten. In nicht wenigen Fällen wurde ein solches Arrangement auch angenommen, wenngleich auch einige Patienten lieber von Mitarbeitern ihrer früheren Behandlungsklinik untersucht werden wollten. Bei auschliesslich postalischen Befragungen von Patienten nach derart langen Katamnesezeiträumen ergeben sich Rücksendequoten von bis zu maximal 40% bis 50%. Die retrospektiven Analysen der „Drop-Outs“ hinsichtlich systematischer Selektionsprozesse hinterlassen in der Regel den unguten Eindruck, letztlich nie ganz genau zu wissen, warum bestimmte Patienten an den Untersuchungen teilgenommen haben und andere nicht. Auf die Auslobung einer Katamneseprämie wurde explizit verzichtet, weil bei solchen Konstruktionen nicht absehbar ist, wie sich Prämienzahlungen auf das Antwortverhalten auswirken. Insgesamt konnte durch die beschriebenen Katamnesestrategien erreicht werden, dass 223 Patienten persönlich nachuntersucht werden konnten. Wir halten es für ein hervorragendes Ergebnis, dass wir damit 71,7% der Patienten erreichen konnten, von denen komplette Entlassungsdaten vorlagen. In nicht wenigen Fällen wurden intensive Nachforschungen erforderlich, um die aktuellen Wohnsitze der Patienten ausfindig zu machen. zurück  
Ergebnisqualität VI  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten VI. Behandlungsdiagnosen in der psychosomatischen Klinik Bei der Hälfte der Patienten (51,8) wurde eine Diagnose aus dem Bereich F4: „Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen“ gestellt. Die zweithäufigste Gruppe bilden die „Affektiven Störungen“ (F3) mit 24,6% der Erstdiagnosen. „Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren“ (F5) wurden bei 33 Patienten (9,8%) diagnostiziert und „Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen“ (F6) bei 13 Patienten (3,8%). Krankheiten des Nervensystems (G) werden bei 8 Patienten (2,4%) als Erstbehandlungsdiagnose angegeben, wobei es sich bei den 5 Patienten der Gruppe G4 um Migräneerkrankungen und andere Kopfschmerzsymptomatiken handeln dürfte. Bei 11 Patienten (3,3%) stand aus dem Bereich „sonstige Krankheiten des Ohres“ (H9) eine Tinitussymptomatik im Vordergrund der Behandlung. Bei 9 Patienten (2,7%) waren „extremes Übergewicht und sonstige Überernährung“ (E6) primäre behandlungsrelevante Erkrankungen. Die Häufigkeitsverteilung aller erfaßten 4 Diagnosen gibt eine Übersicht über das gesamte Spektrum der Behandlungsdiagnosen. Insgesamt wurden bei den 338 Projektpatienten 812 behandlungsrelvante Diagnosen vergeben. Das bedeutet, daß über alle Patienten berechnet bei jedem Projektpatient im Durchschnitt 2,4 Behandlungsdiagnosen vergeben wurden. In der Reihenfolge der Diagnosehäufigkeiten dominieren „Psychische und Verhaltensstörungen“ (F-Diagnosen) mit 517 Diagnosen, gefolgt von „Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes“ mit 76 Diagnosen bei 22,5% der Patienten und gleichhäufig mit 75 Diagnosen bei 22,2% der Patienten „Endokrine Störungen sowie Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten“. In der weiteren Folge der Krankheitshäufigkeiten folgen „Krankheiten des Nervensystems“ bei 13,0% der Patienten, „Krankheiten des Auges, des Ohres und des Warzenfortsatzes“ bei 9,2% der Patienten, „Krankheiten des Kreislaufsystems“ bei 8,0% und „Atemwegserkrankungen“ bei 3% der Patienten. Die Zusammenstellung aller Behandlungsdiagnosen unterstreicht noch einmal unsere langjährige klinische Erfahrung in der Psychosomatik, daß ein großer Anteil der Patienten neben ihrer psychischen und psychosomatischen Erkrankung eine Vielzahl behandlungsrelvanter körperlicher Erkrankungen „mitbringen“, deren Bewertung und Behandlung eine ausgeprägte fachärztliche Kompetenz nahezu aus dem gesamten Krankheitsspektrum erforderlich macht und die bei den psychotherapeutischen Strategien angemessen berücksichtigt werden müssen. Die Verteilung der F-Diagnosen deckt darüber hinaus die gesamte Spannbreite der stationären Indikationsstellungen in der Psychosomatik ab. VI.1. Komorbidität Geht man einmal von einer Gleichverteilung der Diagnosen aus, werden für 338 Patienten 295 Diagnosen gestellt, die den somatischen Haupterkrankungsgruppen zuzuordnen sind, das entspricht 0,9 Diagnosen pro Patient. Das heißt, nahezu jeder Patient hat eine behandlungsrelevante körperliche Erkrankung. Bei 517 vergebenen F-Diagnosen ergeben sich 1,5 Diagnosen je Patient. Führt man diese beiden Diagnosekategorien zusammen, wurden für jeden der 338 Projektpatienten 2,4 Diagnosen vergeben. Wenn die erste Behandlungsdiagnose ein psychiatrisches Krankheitsbild ist, wurde bei 77,0% der Patienten eine zweite Erkrankung diagnostiziert, bei 67,0% eine dritte Erkrankung und bei 55,7% sogar noch eine vierte Erkrankung festgestellt. Bei einer somatischen Erkrankung als Erstdiagnose ist der Anteil der Patienten mit einer zweiten Diagnose mit 89,7% deutlich höher als im vorangehenden Fall und auch bei der Drittdiagnose wird mit 72,4% und bei der Viertdiagnose mit 62,0% ein jeweils höherer Anteil an komorbiden Krankheitsbildern diagnostiziert. Diese Zahlenverhältnisse resultieren vor allem daraus, daß die zweite Diagnose bei vorrangig somatischen Krankheitsbildern im Großteil der Fälle (55,2%) eine psychiatrische Erkrankung ist. Faßt man einmal die zugeordneten F-Diagnosen zusammen, wird bei 82,7% der Patienten mit einem primär somatischen Behandlungsleiden auch eine psychiatrische Erkrankung angegeben. Insgesamt zeigen die Analysen der Behandlungsdiagnosen, daß die stationär behandelten Patienten hochkomorbide Krankheitsbilder aufweisen, so daß bei nur 23,0% der Patienten mit einer psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankung als Erstdiagnose keine weitere Erkrankung festgestellt wurde und bei den Patienten mit einer vorrangig somatischen Erkrankung konnte bei lediglich 10,3% der Patienten kein behandlungsrelevantes weiteres Krankheitsbild diagnostiziert werden. zurück  
Ergebnisqualität V  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten V. Sozialmedizinische Eckdaten der untersuchten Patienten im Vorfeld der stationären Behandlung V.1. Arbeitsunfähigkeitsgeschehen Unter Berücksichtigung der Merkmale, die mit einer positiven bzw. negativen Rehabilitationsprognose assoziiert sind (Lebensalter, Krankheitsdauer, Art der Vorbehandlungen, Behandlungsdiagnosen) sind die untersuchten Patienten als identisch anzusehen. Die Ergebnisse zu den Auswertungen der Projektpatienten dürfen somit mit einem hohen Grad der Berechtigung als repräsentativ für die Gesamtheit der Patienten angesehen werden, die als DAK-Versicherte oder als mitversicherte Familienangehörige in den drei Projektkliniken behandelt wurden. 42,8% der Patienten, die vor der Behandlung einer beitragspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgingen, sind bei der Aufnahme arbeitsunfähig geschrieben. Dieser Anteil hat sich in den letzten Jahren ständig erhöht. Während in der Studie von Zielke (1993) über stationäre Patienten von vor 10 Jahren der Anteil der AU-aufgenommenen Patienten noch bei 33,98% lag, bewegen sich die gegenwärtigen AU-Statistiken in den Projektkliniken auf einem Niveau von 42% bis 44%, wie aus den Jahresberichten der Kliniken hervorgeht. Insgesamt sind die Anteile der Patienten, die bei der Aufnahme in die Klinik arbeitsunfähig geschrieben sind, zwischen den  einzelnen stationären Behandlungsdiagnosen eher gleich verteilt. Unter Berücksichtigung ausreichend großer Fallzahlen findet man den höchsten AU-Anteil mit 54,5% bei Patienten mit „rezidivierenden depressiven Störungen“, bei Patienten mit „somatoformen Störungen“ (53,3% AU) sowie bei Patienten mit „phobischen Störungen“ mit einem Anteil von 50,0% Arbeitsunfähiger. Diese hohen Anteile arbeitsunfähig aufgenommener Patienten sind als Hinweis auf die teilweise hochgradigen sozialmedizinischen Problemkonstellationen zu werten. Sie werden ganz sicher die Diskussion zur „Akutbehandlung“ in der Psychosomatik und zum Rehabilitationsauftrag bei akut erkrankten Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen auf ein solides klinisches Fundament stellen können. Von 304 Erwerbstätigen hatten 252 Patienten in dem zweijährigen Voruntersuchungszeitraum mindestens einen AU-Fall aufzuweisen (82,89%). Lediglich 17,11% der Erwerbstätigen waren in dieser Zeit nicht krank geschrieben. Insgesamt wurden 914 Arbeitsunfähigkeitsfälle registriert, die 43.162 AU-Tage zur Folge hatten. Bezieht man das ermittelte AU-Geschehen auf alle Projektpatienten (also auch auf die Nicht-Erwerbstätigen), ergeben sich 2,70 AU-Fälle und 127,69 AU-Tage je Projektpatient. Bei Einrechnung aller erwerbstätigen Patienten ergeben sich 3,00 AU-Fälle je Patient und durchschnittlich 141,98 AU-Tage. Das sind immerhin 20 Wochen Krankschreibung innerhalb von zwei Jahren. In diese Relation einbezogen sind allerdings auch die 52 erwerbstätigen Patienten, die in dieser Zeitspanne keinen AU-Fall aufzuweisen hatten. Ohne diese Teilgruppe bei ausschließlicher Beachtung der Erwerbstätigen mit mindestens einem AU-Fall in der zweijährigen Vorgeschichte resultieren 3,62 AU-Fälle mit durchschnittlich 171,27 AU-Tagen je Patient. Mit 24,46 Wochen sind diese Patienten nahezu ein halbes Jahr im Mittel krank geschrieben. Das ist ein Viertel des gesamten Beobachtungszeitraumes! Einzelne Krankheitsgruppen erhalten ihre sozialmedizinische Bedeutung und ihre gesundheitsökonomische Relevanz durch die Verbindung der Krankheitshäufigkeit (AU-Fälle) und der Dauer je Krankheitsfall. Häufige Erkrankungen mit jeweils kurzen Krankheitsdauern (wie in unserer Studie die Krankheiten der Atmungsorgane) verursachen insgesamt einen nur geringen Teil der Krankheitstage. Seltene Krankheitsfälle (wie in unserer Studie die Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten) mit lediglich 5 AU-Fällen verursachen trotz einer extrem langen Krankheitsdauer je Fall von 245,80 Tagen nur 2,8% aller AU-Tage. Dies ist zwar fallbezogen die bei weitem längste Krankheitsdauer, sie ist auch hinsichtlich der 5 Krankheitsfälle ein sehr schwieriges Krankheitsbild. In unserer Untersuchungsstichprobe von Patienten spielt dieses Krankheitsbild eine sehr geringe Rolle. Die durchschnittliche Krankheitsdauer von 111,21 Tagen je Krankheitsfall infolge psychiatrischer Erkrankungen in Verbindung mit der hohen Anzahl der Krankheitsfälle im Voruntersuchungszeitraum führt dazu, daß nahezu die Hälfte der entstandenen AU-Tage diesem Krankheitsbild zuzurechnen ist. Man muß jedoch gleichzeitig auch darauf hinweisen, daß über die Hälfte (51,6%) aller AU-Tage der Patienten in der Projektstichprobe, die sich ja wegen psychischer und psychosomatischer Erkrankungen in einer der drei psychosomatischen Fachkliniken befinden, nicht durch psychiatrische Erkrankungen verursacht werden. Das diesbezügliche Krankheitsspektrum umfaßt letztlich alle Haupterkrankungsgruppen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall, über alle Diagnosegruppen berechnet, beträgt 47,22 Tage. V.2. Arbeitsunfähigkeitsgeschehen im Vergleich Faßt man alle Krankheitsgruppen hinsichtlich des AU-Geschehens zusammen, ergibt sich ein äußerst interessantes Bild: Mit 300 AU-Fällen je 100 erwerbstätigen Projektteilnehmern werden in dem vorgestellten DAK/AHG-Projekt um 35,8% weniger Krankheitsfälle festgestellt als dies in der Studie von Zielke vor 10 Jahren mit 468 AU-Fällen der Fall war. Die Krankheitsdauer je Fall ist mit 47 Tagen je Fall in der aktuellen Untersuchung jedoch 20 Tage länger als in der Vergleichsstudie mit 27 AU-Tagen je Fall. Dies ist eine um 74% längere durchschnittliche Krankheitsdauer. Unter Beachtung der beiden Kriterien AU-Fälle und AU-Dauer je Fall zeigen die Berechnungen, daß die jetzige Patientenstichprobe mit 14.198 AU-Tagen 21% mehr Krankheitstage verursacht als dies in der entsprechenden Erhebung vor 10 Jahren festgestellt wurde. Dies ist ein insgesamt überraschendes Ergebnis: Obwohl die Patienten seltener krank geschrieben werden (d. h. weniger AU-Fälle registriert wurden), entstehen infolge dieser Krankschreibungen ein erheblich größerer Umfang an Arbeitsunfähigkeitstagen. Mit 47 zu 27 AU-Tagen je Krankheitsfall sind die Patienten der aktuellen Studie fast 3 Wochen länger arbeitsunfähig. Besonders augenfällig tritt dieser Umstand im AU-Geschehen infolge psychiatrischer Erkrankungen in Erscheinung. Mit durchschnittlich 111 Tagen je AU-Fall (15,8 Wochen) ist die fallbezogene Krankheitsdauer im Vergleich zu den von Zielke (1993) berichteten Daten von 51 AU-Tagen je Fall um 117% länger als vor 10 Jahren. Die jetzigen Patienten der Untersuchungsjahre 1999 und 2000 werden seltener krank geschrieben (weniger AU-Fälle) und sind gleichzeitig im Falle einer Krankschreibung wesentlich länger krank. Daraus resultiert trotz geringerer Krankheitsfälle eine um 20 Prozent höhere Anzahl von Krankheitstagen. Ob sich hierin ein gesundheitspolitischer Trend abzeichnet oder ein Selektionsprozeß hinsichtlich der für stationäre Behandlungen indizierten Patienten kann auf dieser Datenbasis nicht beantwortet werden. Eines jedoch zeigen die Ergebnisse ganz eindeutig. Die Patienten sind seltener arbeitsunfähig, dafür aber um so länger. Auch hinsichtlich der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeitskosten zeichnet sich insgesamt ein wesentlich höherer Ressourcenverbrauch ab. V.3. Stationäre Akutbehandlungen Insgesamt waren bei den durch die DAK registrierten Unterlagen im Zeitraum von zwei Jahren vor der psychosomatischen Behandlung 190 Krankenhausbehandlungsfälle registriert. Von den 338 Projektpatienten hatten 219 Patienten (64,8%) in dieser Zeitspanne keinen Krankenhausaufenthalt zu verzeichnen. 119 Patienten (35,2%) wurden mindestens einmal akutstationär aufgenommen und behandelt. Der Anteil der Patienten mit mindestens einem KH-Fall in der unmittelbaren Vorgeschichte liegt nach diesen Ergebnissen um etwa 10% niedriger als in der Studie von Zielke (1993), dessen Analysezeitraum etwa 10 Jahre zurückliegt. Der Gesamtumfang der durch die 190 KH-Fälle entstandenen KH-Tage beträgt 3.867 stationäre Behandlungstage. Bezieht man dieses Krankenhausgeschehen auf die Gesamtzahl der Projektpatienten, ergeben sich 0,56 KH-Fälle für jeden der 338 Patienten und 11,44 KH-Tage. Betrachtet man ausschließlich diejenigen Patienten, die im Voruntersuchungszeitraum mindestens einmal im Akutkrankenhaus aufgenommen und behandelt wurden (das sind 119 Patienten), resultieren daraus 1,6 KH-Fälle mit einem Umfang von 32,5 KH-Tagen je Fall. Das bedeutet, daß diejenigen Patienten, die mindestens einmal akutstationär aufgenommen wurden, in den zwei Voruntersuchungsjahren insgesamt 32,5 Tage im Krankenhaus verbracht haben. V.4. Krankenhausfälle im Vergleich Die Anzahl der KH-Fälle in unserer aktuellen Studie beträgt 56,2 KH-Fälle je 100 Projektteilnehmer und sie ist damit um etwa 30 Prozent niedriger als in der Untersuchung von Zielke (1993), bei der 81,9 KH-Fälle je 100 Projektteilnehmer festgestellt wurden. Ähnliche Relationen ergeben sich bei den entstandenen KH-Tagen. In der DAK/AHG-Studie werden 1.144,1 KH-Tage je 100 Projektteilnehmer verursacht im Vergleich zu 1.802,2 KH-Tagen in der damaligen Untersuchung. Der Umfang der KH-Tage bezogen auf je 100 Patienten liegt damit in unserer aktuellen Studie um 36,5% niedriger. Auch die durchschnittliche Behandlungsdauer im Akutkrankenhaus ist mit 20,4 Tagen zu 22,0 Tagen um 1,6 Tage kürzer. Diese stationäre Aufenthaltsdauer im Akutkrankenhaus und deren Veränderung in den letzten 10 Jahren liegt jedoch weit oberhalb der allgemeinen Entwicklung. V.5. Ambulante Arztkontakte Zwei Jahre vor der Aufnahme in die psychosomatische Klinik ergeben sich insgesamt 25,27 ambulante Arztkontakte. Hieran sind an erster Stelle die „Allgemeinmediziner“ mit 8,01 Kontakten beteiligt. Bereits an zweiter Stelle rangieren ambulante Kontakte mit Psychotherapeuten mit 5,45 Kontakten und an dritter Stelle etwa gleichhäufig Kontakte mit Nervenärzten (1,94), mit Internisten (1,88) und mit Zahnmedizinern (1,85). Im letzten Jahr vor der stationären Verhaltenstherapie steigt die Kontaktfrequenz wie erwartet deutlich an. Sie ergibt insgesamt 40,22 Kontakte mit einer Steigerung um 59,16%. Auch im letzten Jahr vor dem therapeutischen Klinikaufenthalt liegen die Kontakte in der allgemeinärztlichen Praxis mit 11,27 Kontakten an vorderster Stelle, gefolgt von ambulanten psychotherapeutischen und nervenärztlichen Konsultationen. Die Steigerung der Arztkontakte variiert über alle Fachbereiche mit jeweils unterschiedlichen Zuwachsraten. Die Verdichtung der Kontaktfrequenzen entsteht ganz sicher zu einem wesentlichen Anteil durch fachärztliche Ausschlußuntersuchungen und neurologisch-psychiatrische-psychotherapeutische Befundungen zwecks Indikationsstellungen für eine mögliche stationäre Behandlung. V.6. Ambulante Arztkontakte im Vergleich Der Gesamtumfang der Praxiskontakte in der aktuellen Untersuchung entspricht weitgehend den von Zielke (1993) berichteten Ergebnissen. Allerdings ist in der DAK/AHG-Studie die Frequenz der auftretenden psychotherapeutischen Kontakte mit 5,45 im Jahr 2 und 9,50 im letzten Jahr vor der Klinikbehandlung wesentlich höher. Zweifelsohne können wir bei den untersuchten Patienten von einer ausgeprägten Dichte der Praxiskontakte sprechen. Der Gesamtumfang von 25,27 Praxiskontakten im Jahr 2 vor der Aufnahme und von 40,22 Kontakten im Jahr 1 vor der Aufnahme mit insgesamt 65,49 Praxiskontakten in zwei Jahren entspricht weitgehend den Erhebungen von vor 10 Jahren. Allerdings ist der Anteil von ambulanten psychotherapeutischen Kontakten in dieser Vorphase des klinischen Aufenthalts mit 14,95 Psychotherapiekontakten (das sind 23,6% aller Ambulanzkontakte) wesentlich höher als im Untersuchugszeitraum von vor 10 Jahren (11,3%). Der Konsultationsumfang bei einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie entspricht mit einem Anteil von 11,8% in unserer Untersuchung ziemlich genau dem von Zielke (1993) berichteten Ergebnis (11,6%). V.7. Medikamentenkonsum Der zu erfragende Zeitraum für den Medikamentenkonsum umfaßt die letzten 4 Wochen vor der Aufnahme in die Klinik bzw. vor der Katamneseuntersuchung. Erfragt wird unter Verwendung der jeweiligen Medikamentenlisten der einzelnen Indikationsgruppen der Name des Medikaments, die Darreichungsform, die Packungsgröße, die Dosierung pro Tag und die Einnahmedauer in Tagen. Daraus wird die entsprechende Einnahmemenge errechnet. Für die spätere Datenverarbeitung erfolgt eine Ergänzung um die Zuzahlungsstufen und die Eingabe der siebenstelligen Pharmazentralnummer, die in einer entsprechenden Datenbank zur Verfügung steht. Aus dieser Pharmazentralnummer sind Ableitungen zur Kostenberechnung möglich, da ein Medikamentenkonsum pro Tag aus einer Packungsgröße von 100 preisgünstiger ist als aus einer Packungsgröße von 20. 82,9% der Männer und 87,5% der Frauen haben angegeben, im Erhebungszeitraum Medikamente eingenommen zu haben. Der Anteil der Konsumenten ist nach dieser Befragung deutlich höher als in der Studie von Zielke (1993). In dem damaligen Zeitraum lag der Anteil der Konsumenten bei den Männern mit 75,6% um 7,3% niedriger und bei den Frauen mit einem Konsumentenanteil von 80,0% mit 7,5% niedriger als in der jetzigen Erhebung. Lediglich 13,6% der in unserer Untersuchung befragten 338 Patienten gaben an, keine Medikamente eingenommen zu haben. Bei den insgesamt 292 Konsumenten gab es 356 Konsumfälle. Das bedeutet, daß ein nicht unerheblicher Anteil von Patienten Medikamente aus unterschiedlichen Medikamentengruppen eingenommen hat. An erster Stelle der medikamentösen Verordnungen rangieren Antidepressiva bei 38,7% der Patienten. Die zweithäufigste Konsumgruppe sind mit 27,4% schmerzwirksame Medikamente. Gefäßwirksame Medikamente sind mit 13,4% und herzwirksame Medikamente mit 9,6% ebenfalls noch relativ häufig eingenommene Medikamentengruppen. Neuroleptika erhalten 10,9% der Konsumenten und Tranquilizer 7,5% der Konsumenten. Atemwirksame Medikamente rangieren mit 9,9% auf einem Mittelplatz. Faßt man einmal die entsprechenden Gruppen zusammen, haben 57,1% der Patienten noch in den letzten 4 Wochen vor der Aufnahme in die Klinik psychotrop wirksame Medikamente eingenommen. Diese Wirkstoffgruppe wird ergänzt durch einen relativ hohen Konsumanteil von 27,4% bei Schmerzmitteln. V.8. Dauer seit Erstmanifestation Die Krankheitsdauer seit der Erstmanifestation einer psychischen oder psychosomatischen Erkrankung ist ein wichtiger Kristallisationspunkt zur Bewertung des „Chronischen Krankheitsverhalten“ von Patienten. Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt bei den 328 Patienten, bei denen wir über zuverlässige Angaben zu deren Krankheitsvorgeschichte verfügen, 7,29 Jahre. Kurze Krankheitsverläufe (bis zu 1 Jahr: 17,21% und bis zu 2 Jahren: 18,1%) kommen nach wie vor nicht allzu häufig vor. Die Anteile von Patienten mit einer Anamnesedauer von 3 bis 4 Jahren sind mit 16,02% etwa gleichhäufig vertreten wie die nächstlängere Kategorie von 5 bis 7 Jahren mit 16,62%. Immerhin noch 9,5% der Patienten berichten über eine Krankheitsdauer von bis zu 10 Jahren. Bis zu 15 Jahre dauert es bis zum Beginn von stationären fachpsychotherapeutischen Behandlungen bei 5,64% der Patienten, bis zu 20 Jahren bei 6,80% und 7,42% der Patienten weisen eine Anamnesedauer auf, die länger als 20 Jahre beträgt. Im Vergleich von zwei klinischen Behandlungsstichproben, deren Untersuchungszeiträume ziemlich genau 10 Jahre auseinanderliegen, zeigt sich eindeutig, daß die korrespondierenden Anamnesedauern nahezu identisch sind. Die Mittelwerte sind praktisch deckungsgleich und betragen in der Studie von Zielke (1993) 7,24 Jahre und in der aktuellen Studie 7,29 Jahre. Wir bewerten die Ergebnisse dahingehend, daß die Krankheitsvorgeschichten derjenigen Patienten, die zur stationären Behandlung in eine psychosomatische Klinik kommen, sich hinsichtlich der prästationären Krankheitsdauer nicht verändert haben. Nach wie vor ist die ermittelte Zeitspanne von ein wenig mehr als 7 Jahren unter dem Gesichtspunkt eines gezielten Auffangens aktueller Krankheitsereignisse und unter der Perspektive eines Chronifizierungsrisikos als eindeutig zu lang zu bezeichnen. Möglicherweise kommen kurzfristigere Interventionen (von Beginn des Krankheitsgeschehens betrachtet) durch ambulante ärztliche und/oder psychologische Behandler eher zum Tragen und die stationär aufgenommenen Patienten sind bereits das Ergebnis einer Selektion unter dem Blickwinkel der bis dahin erfolglosen Bemühungen, das Krankheitsgeschehen zu verändern. Wegen des Mangels an sozialmedizinischen Daten aus ambulanten psychotherapeutischen Behandlungen sind entsprechende Vergleiche bedauerlicherweise nicht möglich. V.9. Vorbehandlungen Die Intensität und der Umfang an Untersuchungen und Behandlungen vor Beginn der stationären Verhaltenstherapie muß unter zwei Gesichtspunkten gesehen werden. Zum einen gibt es einen gewissen Aufwand an diagnostischer Klärung sowohl unter somatomedizinischer als auch unter psychiatrischer Perspektive, der als notwendig und angemessen angesehen werden kann. Andererseits beobachten wir bei einem nicht geringen Teil von Patienten, daß ein Übermaß an Vorbehandlungen und diagnostischen Klärungsversuchen als Teilaspekt des chronischen Krankheitsverhalten gewertet werden muß. V.10. Stationäre Psychotherapie Keine entsprechende Vorbehandlung in einer psychotherapeutisch-psychosomatischen Klinik wurde bei 71,8% der Patienten angegeben. Das bedeutet umgekehrt, daß 28,2% unserer Projektpatienten bereits mindestens einmal stationär psychotherapeutisch behandelt wurden. Bei der Hälfte dieser Patienten wurde eine stationäre Psychotherapie registriert, bei weiteren 8,3% zwei Behandlungen, bei 10 Patienten (3,0%) drei Behandlungen und 9 Patienten (2,7%) hatten bereits mehr als drei psychotherapeutische Behandlungen in einer Klinik absolviert. V.11. Ambulante Psychotherapie 70,7% der Patienten hat mindestens eine ambulante Psychotherapie absolviert. Die Auswertung zum Umfang dieser Vorbehandlungen zeigt, daß bei 8,6% der Patienten der Behandlungsumfang bis zu 5 Stunden betrug, bei weiteren 111 Patienten (32,8%) dauerte die psychotherapeutische Vorbehandlung bereits bis zu 25 Stunden und bei 98 Patienten (29,0%) hatte die ambulante Psychotherapie bereits mehr als 25 Stunden in Anspruch genommen. V.12. Untersuchungen im Akutkrankenhaus Die Auswertungen zeigen, daß bei dem überwiegenden Teil der Patienten (81,1%) keine stationäre somatomedizinische Vorbehandlung stattgefunden hat, die in einem irgendwie gearteten Zusammenhang mit den jetzigen psychosomatischen Behandlungsleiden steht. 16,8% der Patienten (57 Patienten) waren wegen der aktuellen Behandlungssymptomatik in der Vorgeschichte in einer Akutklinik. zurück  
Ergebnisqualität IV  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten IV. Die klinische Untersuchungsstichprobe Die Untersuchungs- und Befragungsinstrumente werden hinsichtlich ihrer Meßbereiche und in bezug auf ihre Gütekriterien (Reliabilität, Validität) beschrieben. Neben störungsspezifischen Fragebogen und Beurteilungsverfahren zur Erfassung des Krankheitsverhaltens und der Krankheitsbewältigung wird besonderen Wert auf die Erhebung von Arbeitsbelastungen und berufsbezogenen Problembereichen gelegt. Ein Abdruck der nicht unmittelbar zugänglichen Meßverfahren erfolgt im Anhang. Im Rahmen des Katamneseprojekts wurden in den Psychosomatischen Fachkliniken Bad Pyrmont, Bad Dürkheim und Berus in dem Zeitraum vom 26.01.1999 (erste Aufnahmeuntersuchung) bis zum 22.02.2000 (letzte Entlassungsuntersuchung) die Daten erhoben, die Grundlage dieses Projektberichtes sind. Nach Abschluß der stationären Behandlung liegen die Aufnahmedaten von insgesamt 338 Patienten vor, die für das Projekt gewonnen werden konnten. Das entspricht einem Anteil von 63,9% der Gesamtstichprobe. Diese 338 Projektpatienten stellen die Untersuchungsstichprobe dar. Die restlichen DAK-Patienten sind aus verschiedenen Gründen nicht in die Projektstichprobe gelangt. Die Vergleiche der Projektpatienten und der Nicht-Projektpatienten unter Berücksichtigung der wesentlichen soziodemographischen Daten (Berufsausübung, beruflicher Status, Schulbildung, Alter und Geschlecht) und einer Reihe sozialmedizinischer Variablen (Arbeitsunfähigkeit bei Aufnahme, Rentenstatus, dauer seit Erstmanifestation des Behandlungsleidens, Vorbehandlungen, Entlassungsart) ergaben keine signifikanten Unterschiede. Eine etwaige Positivselektion der untersuchten Patientenstichprobe konnte nicht festgestellt werden. Lediglich hinsichtlich der Dauer des stationären Aufenthaltes ergab sich eine um 6 Tage längere Behandlungsdauer bei den Patienten, die in das Projekt gelangt sind und die die Grundlage für die Untersuchung der Langzeitverläufe sein werden. zurück  
Ergebnisqualität III  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten III. Kooperation zwischen Sozialleistungsträgern, qualifizierten Kliniken und angewandten Forschungsansätzen Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Psychosomatischen Fachkliniken Bad Pyrmont, Bad Dürkheim und Berus haben sich in einem gemeinsamen Untersuchungsvorhaben verpflichtet, die Langzeitveränderungen stationärer psychosomatischer Behandlungsmaßnahmen zu untersuchen. Die Fachklinken arbeiten auf der Grundlage moderner Erkenntnisse der Verhaltensmedizin und verfügen über einen sowohl ärztlich als auch psychologisch erfahrenen Mitarbeiterstab, der seine klinische Behandlungspraxis durch eine fortlaufende wissenschaftliche Dokumentation für das gemeinsame Projekt zu Verfügung stellt. Die DAK stellt dem Projekt die in ihren Versichertenunterlagen vorhandenen sozialmedizinisch relevanten Daten zur Verfügung. Von dieser Zusammenarbeit werden Ergebnisse zu einer Veränderung im Gesundheitsverhalten der Versicherten (verminderter Ressourcenverbrauch) und zur Leistungsfähigkeit stationärer verhaltensmedizinischer Behandlungskonzepte erwartet. Alle bei der DAK versicherten Patienten, die ab Projektbeginn in einer der drei Kliniken aufgenommen wurden, sind potentielle Projektpatienten. Dies gilt sowohl für Erwerbstätige als auch für mitversicherte Familienangehörige. zurück  
Ergebnisqualität II  
Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime (Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.) Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten II. Zielsetzungen verhaltensmedizinischer Behandlung in der Klinik Qualifizierte medizinische Rehabilitation zielt darauf ab, Einflußmöglichkeiten zu entwickeln, das Verhalten von Menschen im Umgang mit Krankheiten, Einschränkungen und Behinderungen zu verändern und sie in die Lage zu versetzen, den eigenen Gesundungsprozeß aktiv mitzugestalten und sich weniger gesundheitsschädigend zu verhalten. Nur ein verändertes Krankheitsverhalten der Patienten kann sich als langfristig wirksame Maßnahme zur Kostendämpfung erweisen. Die gezielte Förderung der Selbsthilfemöglichkeiten und ein kritischer Umgang mit dem medizinischen Versorgungssystem tragen zu einer adäquaten Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung bei, die sich auf das medizinisch Notwendige konzentriert und die Patienten dann aber auch wieder aus dieser Hilfsbedürftigkeit entläßt. Versorgungsstrukturen, die sich aus den inzwischen etablierten Konzepten der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin ableiten lassen, bieten gute und erfolgversprechende Möglichkeiten, solche Veränderungen bei Patienten zu initiieren und zu stabilisieren, die sie zum Experten im Umgang mit der eigenen Gesundheit werden lassen und die langfristig die Abhängigkeit von medizinischen Versorgungsstrukturen auf das notwendige Maß reduzieren. Das nachfolgende von den Vertragsparteien initiierte und beschriebene Projekt soll wissenschaftlich begründete Hinweise dafür liefern, daß das Handlungsmodell des mündigen Patienten, der sich zum Experten im Umgang mit der eigenen Krankheit und Gesundheit entwickelt, auch volkswirtschaftlich einen Sinn macht und daß sich hierin nicht lediglich ein aktueller Modetrend abzeichnet. zurück  
Konsekutive Krankheitsereignisse im zeitlichen Ablauf nach stationärer verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation  
Konsekutive Krankheitsereignisse im zeitlichen Ablauf nach stationärer verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg (aus  DRV Bund, DRV Ober- und Mittelfranken (Hrsg) (2006) 15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Rehabilitation und Arbeitswelt – Herausforderungen und Strategien“ (S. 473-475). DRV-Schriften Bd. 64) Kurzfassung Problemstellung: Von Kritikern der stationären medizinischen Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wird immer wieder vorgebracht,  dass die Patienten nach der Entlassung aus der Klinik in ein ausgeprägtes „Versorgungsloch“ fallen würden und derart unversorgt relativ rasch wieder krankgeschrieben würden mit entsprechend langen Krankheitszeiten. Empirische Begründungen, die solche Argumentationen stützen (könnten) fehlen völlig. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass die klinischen Behandler kaum auf die bei den Krankenkassen vorhandenen Informationen über die zeitliche (datumsbezogene) Abfolge von Krankheitsereignissen zugreifen können und in nicht wenigen Fällen auf zufällige Einzelfallbeobachtungen bezug nehmen müssen. Dabei ist es auch unter dem Aspekt der Nachsorge von eminenter Bedeutung, in welchem Zeitabstand seit der Klinikentlassung das erste Krankheitsereignis eintritt incl. der Erkrankungsdiagnose und der spezifischen Krankheitsdauer. Methodik: Bei einer Stichprobe von 200 erwerbstätigen Patienten aus der stationären verhaltensmedizinischen psychosomatischen  Behandlung und Rehabilitation wird untersucht, nach wievielen Tagen seit der Entlassung aus der Klinik der erste Krankheitsfall in Verbindung mit einer AU-Bescheinigung eingetreten ist, welche Art der Erkrankung dabei vorgelegen hat und mit welchen zeitlichen Verläufen dabei zu rechnen ist. Weiterhin wird geprüft, ob eine ambulante Psychotherapie im Nachgang zu dem Klinikaufenthalt einen moderierenden Einfluss auf das Krankheitsgeschehen hat. Ergebnisse: 32,5% der Patienten bleiben in dem Nachuntersuchungszeitraum (2 Jahre) durchgehend arbeitsfähig. Erst nach 208 Tagen tritt im Durchschnitt der erste Krankheitsfall auf. Die Art der Erkrankungen erstreckt sich über das gesamte Krankheitsspektrum, wobei Atemwegserkrankungen mit 31,5% an erster Stelle stehen. Psychische und Verhaltensstörungen (F-Diagnosen) werden bei 20,8% der AU-Fälle als Krankeitsgrund kodiert. Als kritische Krankheitsgruppe sind die Angststörungen zu nennen (F41), bei denen bereits nach 61,23 Tagen der erste Krankheitsfall eintritt. Jüngere Patienten bis 30 Jahre haben frühere erste Erkrankungen nach der Entlassung als ältere Patienten; die Dauer dieser ersten Erkrankung ist mit 7,44 Tagen jedoch um ein Vielfaches kürzer als bei Patienten über 30 Jahren mit einer Dauer von 39,82 Tagen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass bei den Jüngeren in 51,5% der ersten Krankheitsfälle durch Erkrankungen der Atemwege (Erkältungen) bedingt sind , wohingegen bei den älteren Patienten psychische Erkrankungen als Krankheitsgründe mit 25,7% im Vordergrund stehen. 56,0% der Patienten erhalten in der Zeitspanne von zwei Jahren nach der stationären Behandlung eine ambulante Psychotherapie. Die erste AU tritt allerdings bei den Patienten mit einer ambulanten Psychotherapie sowohl hinsichtlich der Quartalsentwicklung als auch hinsichtlich der Dauer bis zu dieser ersten AU wesentlich früher ein. So dauert es bei der Gruppe ohne ambulante Psychotherapie im Durchschnitt 241,93 Tage und mit ambulanter Psychotherapie 183,62 Tage, bis die erste AU eintritt. Diese erste AU ist jedoch wiederum bei den ambulant Behandelten kürzer. Diskussion und Schlussfolgerungen: Erstmalig ist es möglich gewesen, die Krankheitsereignisse nach stationären Behandlungen und Rehabilitationsmassnahmen in ihrer exakten zeitlichen Abfolge und unter Berücksichtigung der Art der Erkrankungen zu verfolgen. Ein vielfach diskutiertes rasches Wiedereintreten von Krankheitsereignissen nach der psychosomatischen Rehabilitation ist eher als eine versorgungspolitische Voreingenommenheit zu bezeichnen. Das Gesundheitsverhalten der Patienten ist mit einem ersten AU-Fall nach durchschnittlich 208 Tagen weitestgehend stabil. Das Krankheitsspektrum mit Atemwegserkrankungen an erster Stelle entspricht den „normalen“ Diagnosenverteilungen. Betreuungsangebote sollten sich stärker auf Patientengruppen mit höheren Risiken in der Nachsorge beziehen. Schlüsselwörter Medizinische Rehabilitation Psychosomatische Erkrankungen poststationäre Krankheitsereignisse Literatur Zielke M, Wittmann W W, Stapel M (2005) Behandlungsdauer und Ergebnisqualität in der stationären Psychosomatik: Ergebnisse langfristiger Prozessanalysen. In Verband Deutscher Rentenversicherungsträger VDR (Hrsg.) 14. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium „Rehabilitationsforschung in Deutschland – Stand und Perspektiven“ (S.469-471). DRV-Schriften Bd. 59. Wdv-Verlag, Bad Homburg Zielke M, Borgart E-J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I & Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Lengerich: Pabst Science Publishers   
Die psychotherapeutische Ambulanz im Vorfeld und im Nachgang stationärer verhaltensmedizinischer Behandlungen und Rehabilitationsmassnahmen in der Psychosomatik – Differenzielle Zuweisungen und Krankheitsverläufe  
Die psychotherapeutische Ambulanz im Vorfeld und im Nachgang stationärer verhaltensmedizinischer Behandlungen und Rehabilitationsmassnahmen in der Psychosomatik – Differenzielle Zuweisungen und Krankheitsverläufe Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim (Erschienen in Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 84, 2009 (S. 84-108)) Kurzfassung Hintergrund/Ziele und Forschungsfragen: Die Diskussion über die Einordnung stationärer Psychotherapie in vorausgehende und nachsorgende ambulante Psychotherapien basiert überwiegend auf versorgungspolitischen Voreingenommenheiten der jeweiligen „Stakeholder“. Es wird untersucht, welche späterhin stationär behandelten Patienten mit psychischen Erkrankungen ambulant vorbehandelt sind, welche Patienten den Weiterbehandlungsempfehlungen folgen und wie sich deren Krankheitsverläufe entwickeln. Material und Methoden: 338 in 3 verhaltensmedizinischen Kliniken stationär behandelte Patienten werden hinsichtlich ihrer ambulanten psychotherapeutischen Vorerfahrungen befragt, die Empfehlungen zu weiterführenden ambulanten Psychotherapie werden analysiert, es wird geprüft, welche dieser Patienten zwei Jahre danach eine ambulante Psychotherapie begonnen bzw. abgeschlossen haben und es werden die Verlaufswerte klinisch-psychologischer Parameter (Depressionen, Angstausprägung, psychosomatische Beschwerden) über zweieinhalb Jahre untersucht. Ergebnisse: 70,1% der Patienten hatten vor ihrer Aufnahme in die Klinik mindestens 1 ambulante Psychotherapie absolviert. Der Umfang an ambulanter Vorbehandlung hängt ab vom Lebensalter, Geschlecht, von der Krankheitsdauer, der Partnersituation und von den psychiatrischen Primärdiagnosen. Bei 81,1% der Patienten wird eine Empfehlung zu einer ambulanten Weiterbehandlung ausgesprochen. Von 228 nach 2 Jahren nachuntersuchten Patienten hatten 57% eine ambulante Psychotherapie begonnen oder abgeschlossen. Die ehemals ambulanten Patienten hatten zu allen Untersuchungszeitpunkten höhere Ausprägungen auf allen klinischen Skalen und gleiche stationäre Effektstärken wie die nicht ambulant vor- und nachbehandelten Patienten. Die Dauer zwischen der Entlassung aus der Klinik und der ersten Arbeitsunfähigkeit beträgt im Mittel 208,7 Tage mit deutlichen Differenzierungen in Abhängigkeit vom Geschlecht und dem Lebensalter der Patienten. Krankheiten der Atemwege sind dabei der häufigste Krankheitsgrund. Eine ambulante Psychotherapie hat hierauf keinen spezifischen Einfluss. Schlussfolgerungen und Diskussion: Ob ein stationärer Patient ambulant vorbehandelt oder nachbehandelt wird, hängt neben soziodemographischen Faktoren von der Schwere des Krankheitsbildes ab. Es zeigen sich identische Veränderungen bei dieser Patientengruppe im Vergleich zu nicht ambulant Betreuten, jedoch auf einem höheren klinischen Niveau. Literatur Zielke M, Borgart E  J, Carls W, Herder F, Kirchner F, Kneip V, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Lippert S, Meermann R, Reschenberg I & Schwickerath J (2004)  Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Lengerich: Pabst Science Publishers.  
Schweregrade des Krankheitsgeschehens in den 3 Folgejahren nach einer stationären Entwöhnungsbehandlung und langfristige Krankheitsverläufe  
Schweregrade des Krankheitsgeschehens in den 3 Folgejahren nach einer stationären Entwöhnungsbehandlung und langfristige Krankheitsverläufe Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg (Erschienen in DRV Bund und DRV Oldenburg-Bremen (Hrsg) (2008) 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung (S. 486-487). DRV-Schriftenreihe Bd. 77) Kurzfassung Problemstellung: Katamnestische Erhebungen der Krankheitsverläufe nach stationären Entwöhnungsbehandlungen beschränken sich weitgehend auf das poststationäre Absinenzverhalten. Welche Krankheitsprozesse mit welcher Intensität sich konsekutiv ereignen und welche Erkrankungen dabei von Bedeutung sind, ist weitgehend unbekannt. Solche Fragestellungen können nur in einer engen Kooperation der relevanten Stakeholder stattfinden. Methodik: Bei einem kompletten Jahrgang aller Versicherten der DAK, die im Jahr 2002 eine stationäre Entwöhnungsbehandlung absolviert hatten (entweder zu Lasten der DAK oder der DRV) wurde das Krankheitsgeschehen in den Folgejahren 2003 bis 2005 hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeitsereignisse, wiederholter Rehabilitationsmassnahmen und der Krankenhausaufenthalte untersucht. Ziel der gegenwärtigen Untersuchung ist es, differenzielle Krankheitsverläufe zu identifizieren. Zunächst wurde eine Gruppenbildung danach vorgenommen, ob überhaupt ein Ressourcenverbrauch (AU, KH, Rehabilitation) in den drei Folgejahren stattgefunden hat. Weiterhin wurde eine Gruppenbildung nach Schweregraden des Ressourcenverbrauchs in Bezug auf alkoholbedingte Krankheitsereignosse (F10) vorgenommen und als dritte Auswertungsstrategie wurde untersucht, wie viele Patienten im dritten Folgejahr 2005 Krankheitsereignisse überhaupt und mit einer F-10-Diagnose assoziierte Krankheitsereignisse hatten. Zu allen Gruppierungen wurde das diagnosenspezifische AU-Geschehen im Verlauf seit 2 Jahren vor der Rehabilitation im Jahr 2000 bis zum dritten Folgejahr untersucht. Ergebnisse: Schweregrad des Ressourcenverbrauchs zwischen 2003 bis 2005: Nur bei 10,3% der Stichprobe fand sich kein Krankheitsereignis in den Folgejahren; bei weiteren 25,0% gab es ein Ereignis in einem der drei Jahre, bei 41,6% in zwei der drei Jahre und Krankheitsereignisse in allen drei Jahren wurde bei 23,2% beobachtet. Schweregrad des Ressourcenverbrauchs F10 zwischen 2003 bis 2005: Bei insgesamt 49,2% der Patienten konnte in den drei Folgejahren nach der Rehabilitation kein mit einer alkoholbezogenen Diagnose verbundenes Krankheitsgeschehen festgestellt werden. Unter Abhängigkeitsgesichtspunkten ist dies die erfolgreichste Patientengruppe. Bei 11,3% gab es in einem der drei Jahre einen entsprechenden Ressourcenverbrauch, bei 28,9% in zwei der drei Jahre und bei 10,5% der Patienten trat in jedem Jahr ein Krankheitsereignis in Verbindung mit einer F10-Diagnose auf. Schweregrad des Ressourcenverbrauchs F10 in 2005: Insgesamt 80,8% der Untersuchungsstichprobe hatten in 2005 keinen alkoholassoziierten Ressourcenverbrauch und bei 19,2% wurde auch im dritten Folgejahr mindestens ein Krankheitsereignis registriert, das mit einer DF10-Diagnose verbunden war. Das Krankheitsgeschehen ist in der rückfälligen Gruppe im gesamten Untersuchungsverlauf sei 2000 wesentlich ausgeprägter und nach der Rehabilitation zeichnet sich nach einer geringen Senkung der AU-Zeiten ein abermaliger erheblicher Anstieg. Neben mit F10 kodierten Erkrankungen finden sich gehäuft andere psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen, Krankheiten der Atmungsorgane, der Verdauungsorgane, des Herzkreislaufsystems, Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes sowie Unfälle und Verletzungen. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Einteilung der Patientenstichprobe nach Schweregraden unter Verwendung von Ressourcenverbräuchen nach der Rehabilitation erweisen sich als sinnvolle und brauchbare Kriterien zur Ergebnisbewertung. Die Hälfte der Rehabilitanden hat in drei Folgejahren offensichtlich keinen Rückfall erlitten. Besonders die im letzten Untersuchungsjahr Rückfälligen zeigen ein geradezu explosionsartiges Krankheitsgeschehen mit Erkrankungen, die eng mit dem Alkoholkonsum assoziiert sind und vor allem von Depressionen und Angststörungen. Schlüsselwörter Entwöhnungsbehandlungen Ergebnisevaluation Sekundärdaten Literatur Zielke M, Herder F, Lebenhagen J, Reschenberg I, Weissinger V (2007) Krankheitsverläufe von Versicherten nach stationären Entwöhnungsbehandlungen auf der Basis von Sekundärdaten der DAK. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Supplement 2007. Pabst Science Publishers, Lengerich. Zobel M, Missel P, Bachmeier R, Funke W, Garbe D, Herder F, Kersting S, Medenwald J, Verstege R, Weissinger V, Wüst G (2007) Effektivität der stationären Suchtrehabilitation – FVS-Katamnese des Entlassjahrgangs 2004 von Fachkliniken für Alkohol- und Medikamentenabhängige. Sucht aktuell, 1, 5-15.  
Krankheitsgeschehen in 5 Folgejahren nach stationärer Entwöhnungsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit auf der Basis von Sekundärdaten der Krankenkasse  
Krankheitsgeschehen in 5 Folgejahren nach stationärer Entwöhnungsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit auf der Basis von Sekundärdaten der Krankenkasse Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg (aus Petermann F, Koglin U (Hrsg) (2010) 47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie vom 26. bis 30. September 2010 in Bremen – Abstractband (S. 235). Pabst Science Publishers, Lengerich) Kurzfassung Problemstellung: Katamnestische Erhebungen der Krankheitsverläufe nach stationären Entwöhnungsbehandlungen beschränken sich auf das poststationäre Abstinenzverhalten. Welche Krankheitsprozesse sich konsekutiv ereignen ist weitgehend unbekannt. Methodik: Bei einem kompletten Jahrgang aller Versicherten der DAK, die 2002 eine stationäre Entwöhnungsbehandlung absolviert hatten (KK oder DRV) wurde das Krankheitsgeschehen in den Folgejahren 2003 bis 2007 untersucht.  Bei unterschiedlichen Schweregraden wurde das diagnosenspezifische AU-Geschehen im Verlauf seit 2 Jahren vor der Rehabilitation im Jahr 2000 bis zum fünften Folgejahr nachverfolgt. Ergebnisse: Bei 49,2% der Patienten konnte in den drei Folgejahren nach der Rehabilitation kein alkoholbezogenes Krankheitsgeschehen festgestellt werden. Die Hälfte der Rehabilitanden hat in den Folgejahren keinen Rückfall erlitten. Besonders die im letzten Untersuchungsjahr Rückfälligen zeigen ein geradezu explosionsartiges Krankheitsgeschehen. Literatur Zielke M, Herder F, Lebenhagen J, Reschenberg I, Weissinger V (2007) Krankheitsverläufe von Versicherten nach stationären Entwöhnungsbehandlungen auf der Basis von Sekundärdaten der DAK. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Supplement 2007. Pabst Science Publishers, Lengerich.  
Einfluss von Behandlungsdosis, Behandlungsdichte und Behandlungsdauer auf die psychosomatische Symptomlast. Eine naturalistische Studie an stationären Psychotherapiepatienten  
Einfluss von Behandlungsdosis, Behandlungsdichte und Behandlungsdauer auf die psychosomatische Symptomlast. Eine naturalistische Studie an stationären Psychotherapiepatienten Matthias Holzapfel1,2, Klaus Schonauer3, Oskar Mittag1 1 Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Freiburg 2 Kliniken St. Georgen, Abteilung Psychosomatik 3 Universität Konstanz, Zentrum für Psychiatrie Reichenau (Erschienen in Zielke M, Wittmann W W (Hrsg) Behandlungsdauer und Behandlungsergebnisse: Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapie- und Rehabilitationsforschung. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 83 S. 47-53. Pabst Science Publishers, Lengerich) Kurzfassung Bisherige Studien zeigen heterogene Ergebnisse bezüglich der Beziehungen zwischen der Dichte und Dosis stationärer Psychotherapie und dem Therapieergebnis. Die vorliegende Studie analysiert die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen Therapiezeit und psychosomatischer Symptomlast, sowohl im wöchentlichen Verlauf als auch in der Prä-Post-Betrachtung. Es handelt sich um eine naturalistische Verlaufsstudie an 67 stationären Psychiatriepatienten. Es konnte gezeigt werden, dass die Therapiedosis signifikant mit dem Ausmaß der Reduktion der psychosomatischen Symptomlast in Verbindung steht. Außerdem wurde ein signifikanter Zusammenhang der Therapiedichte und der Symptomlastwerte derselben Wochen festgestellt. Die Ergebnisse bekräftigen die Vermutung, dass ein Zusammenhang zwischen der Therapiezeit und dem kurzfristigen Therapieerfolg (= Reduktion der psychosomatischen Symptomlast) besteht. Schlüsselwörter Stationäre Psychotherapie Behandlungsdauer Therapiedosis Therapiedichte Therapieergebnis  
Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungs- und Rehabilitationsverläufen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Ergebnisse langfristiger Prozessanalysen  
Behandlungsdauer und Ergebnisqualität von stationären Behandlungs- und Rehabilitationsverläufen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Ergebnisse langfristiger Prozessanalysen Manfred Zielke Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg Lehrstuhl Klinische Psychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim (Erschienen in Zielke M, Wittmann W W (Hrsg) Behandlungsdauer und Behandlungsergebnisse: Ein Tabu auf dem Prüfstand der Psychotherapie- und Rehabilitationsforschung. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Heft 83, S. 8-46. Pabst Science Publishers, Lengerich) Kurzfassung Seit 1985 wurde die stationäre Behandlungsdauer zur Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen in einem durchgehenden Trend mehr als halbiert. Wenn man die fehlende wissenschaftliche Bearbeitung dieses Themas und die wenigen öffentlichen Reaktionen von Versorgungseinrichtungen ins Blickfeld rückt, entsteht der Eindruck, dass diese Verkürzungen ohne Einbußen bei der Ergebnisqualität geblieben sind. Die durchgeführten Zeitreihenanalysen von 22 Behandlungsjahrgängen von PatientInnen aus der stationären Psychosomatik zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Behandlungsverkürzungen seit dem Ankerjahrgang 1985 und den korrespondierenden Behandlungsergebnissen. Die erstmals auf dieses Problemfeld angewandte Methode der „Alerting Correlation“ unterstützt dieses Ergebnis durch einen andersartigen methodischen Zugang. Kontrastierend hierzu bleibt der Chronifizierungsgrad der klinischen Symptomatiken weitgehend stabil. Es wird empfohlen, diagnosebezogene Behandlungszeitfenster für die stationäre Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen festzulegen mit der Möglichkeit zur Adaptation dieser Zeitfenster um weitere behandlungsrelevante Merkmale, die sich aus der empirischen Verlaufsforschung ergeben haben wie z. B. das Lebensalter der Patientinnen, weitere psychische Erkrankungen (F-Diagnosen) und die Krankheitsdauer. Schlüsselwörter: Stationäre Verhaltenstherapie Medizinische Rehabilitation Behandlungsdauer Behandlungsergebnisse „Alerting Correlation“ Ankerjahrgangsdifferenzen  
Prof. Dr. Manfred Zielke: „Psychischer Stress in der Handelsschifffahrt“  
Themenabend der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven – Fachschule Cuxhaven am 7. März 2012: In einer mit 80 Teilnehmern aus allen nautischen Bereichen mit nachhaltigen Erfahrungen aus der Schifffahrt gut besuchten Veranstaltung referierte Prof. Dr. Manfred Zielke über die Entstehungsbedingungen von traumatischem Stress in der Handelsschifffahrt und zeigte die Grundlagen eines Curriculums für nautisches Führungspersonal zur Krisenintervention nach Extrembelastungen auf.  
Nehmen psychische Erkrankungen wirklich zu? Prof Dr. Manfred Zielke BBCC:  
„Die Wahrheit ist die Meinung, auf die man sich geeinigt hat!  
Früherkennung und Risikomodifkation in der Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen  
Manfred Zielke*, Hans Dörning**, Eva Maria Bitzer**
*Baltic Bay Clinical Consulting, Mönkeberg und Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität Kiel
** ISEG – Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung, Hannover
 
Gesundheitsökonomische Aspekte der Nicht-Erkennung (und Fehlbehandlung) psychischer Erkrankungen im Allgemeinkrankenhaus  
13. Österreichische Tagung der Gesellschaft für Wissenschaft und Forschung in der Psychosomatik "Die Folgen der Nichtdiagnose psychischer Erkrankungen im Allgemeinkrankenhaus" Salzburg Oktober 2011  
Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen  
Eine Vielzahl von Entscheidungsprozessen, welche Patienten mit welchen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in welchem Setting (stationäre oder ambulante Rehabilitation oder Akutbehandlung) mit welchen Erfolgserwartungen behandelt werden sollten, erfolgt nicht selten auf der Grundlage eines impliziten Handlungsverständnisses und auf der Basis von individuellen Entscheidungsregeln.Gutachter, Kliniker und andere an den Indikationsprozessen Beteiligte stellen ihre Indikationskriterien und Indikationserfahrungen zu den jeweiligen Krankheitsgruppen (Affektive Störungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Somatoforme Störungen, Posttraumatische Belastungsreaktionen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Störungen der Impulskontrolle, ältere Patienten, Lehrer, u. a.) vor.Die Entscheidung z. B. zu einer stationären verhaltensmedizinischen Rehabilitation kann jedoch nicht unabhängig von der konzeptionellen Differenziertheit einer konkreten Klinik getroffen werden. Die hierbei zu beachtenden konzeptionellen Rahmenbedingungen und Versorgungsstandards werden berichtet.Inhalt:A)    Konzeptionelle und methodische Aspekte von IndikationsstellungenM. Zielke: Indikationsstellungen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der AlltagspraxisM. Zielke: Stationäre Indikationsstellungen zur Verhaltenstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen – Grundsätze und ErfahrungenM. Zielke: Entwicklung einer Systematik zur Klassifikation von Krankheitsschweregraden und Behandlungsschweregraden zur Bildung von Patientenfallgruppen in der stationären Verhaltenstherapie am Beispiel der Rehabilitation von Patienten mit psychosomatischen ErkrankungenE. Maylath: Differenzierte Indikationsstellung zwischen stationärer Akutbehandlung und medizinischer Rehabilitation in der PsychosomatikM. Nosper: Kriterienorientierte Indikationsstellung in der gestuften Versorgung. Kriterienorientierte Indikationsstellung mit der Checkliste CGPVF. Baudisch, A.-M. Lischka, M. Linden: Das therapeutische Milieu – Die primäre Indikation zur Einweisung in eine stationäre BehandlungB)    Indikationsstellungen bei spezifischen psychischen und VerhaltensstörungenM. Zielke: Indikationsstellungen zur stationären Verhaltenstherapie bei affektiven StörungenM. Zielke, S. Leidig: Indikation zur stationären Verhaltenstherapie bei AngststörungenB. Sobottka, S. Sierich: ZwangsstörungenG. Langs, D. O. Nutzinger: Somatoforme StörungenM. Hartmann: Indikation zur verhaltensmedizinischen Rehabilitation und Behandlung von Patienten mit chronischen RückenschmerzenP. Schuhler: Indikation zur verhaltensmedizinischen Rehabilitation und Behandlung bei PersönlichkeitsstörungenM. Fauth: Die Posttraumatische Belastungsstörung als Folge von erlebten Unfällen, technischen Katastrophen und NaturkatastrophenM. Vogelgesang: Spezifische Indikationsstellungen und ein stationäres Therapiekonzept bei posttraumatischer Belastungsstörung nach sexuellen TraumataR. Keller: Indikation für stationäre verhaltensmedizinische Traumatherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen nach sozialer GewaltK. Barre, K.-H. Biesold: Posttraumatische Belastungsstörungen nach militärischen EinsätzenM. Vogelgesang: Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung – Spezifische Indikationsstellungen und TherapieS. Baeck: Multiprofessionelle Behandlung bei Essstörungen, Schwerpunkt Binge-Eating, aus der Sicht und der 25-jährigen Erfahrung einer Mitarbeiterin einer BeratungseinrichtungJ. Petry: Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle – Pathologisches GlücksspielenN. Dannigkeit, D. Kunz: Schlafstörungen und ihre BehandlungJ. Horn, W. Senft: Stationäre Therapie des quälenden chronischen Tinnitus – Verhaltensmedizinische Aspekte und IndikationV. Ritter, U. Stangier: Indikation für verhaltensmedizinische Rehabilitation und Behandlung bei chronischen HauterkrankungenP. Schuhler: Indikationsstellungen und Behandlungserfahrungen bei Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in Verbindung mit Alkohol- und MedikamentenmissbrauchC)    Indikationsstellungen bei Problemkonstellationen außerhalb der klassischen KrankheitsklassifikationJ. Schwickerath: Psychosomatische Reaktionsbildungen bei Mobbing am Arbeitsplatz – Hintergründe, therapeutisches Konzept und Indikation für stationäre RehabilitationA. Hillert, N. Sosnowsky, D. Lehr: Zwischen Burnout und krankheitsbedingter Frühpensionierung: Wann ist für Lehrerinnen und Lehrer eine stationäre verhaltensmedizinische Behandlung indiziert?R. J. Knickenberg, M. E. Beutel, L. Schattenburg, R. Zwerenz: Indikationen zur stationären Rehabilitation bei älteren Patienten mit psychischen und psychosomatischen ErkrankungenM. Zielke, M. Bäppler: Indikation zur stationären Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der spezifischen Problemstellungen und der therapeutischen Ansätze bei jugendlichen PatientenA. Schumacher, O. Kristof, M. Zielke: Früherkennung und Risikomodifikation bei psychosomatischen Störungen – Erste Ergebnisse zu einem Frühinterventionsprogramm der Gmünder Ersatzkasse und der AHG Klinik Waren<img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="http://t7.baltic-bay-clinical-consulting.de/typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Dieses Buch bestellen...