Ergebnisqualität und Gesundheitsökonime

(Entnommen aus Zielke M, Borgart E J, Carls W, Herder F, Lebenhagen J, Leidig S, Limbacher K, Meermann R, Reschenberg I, Schwickerath J (2004) Ergebnisqualität und Gesundheitsökonomie verhaltensmedizinischer Psychosomatik in der Klinik. Krankheitsverhalten und Ressourcenverbrauch von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen: Ergebnisse verhaltensmedizinischer Behandlung und Rehabilitation im Langzeitverlauf. Pabst Science Publishers, Lengerich.)

Zusammenfassung des Forschungsansatzes und sozialmedizinische Eckdaten

I. Entscheidungsorientierte Forschung

Die Notwendigkeit zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen leitet in immer stärkerem Maße einen Paradigmenwechsel in der Beurteilung medizinischer Behandlungsverfahren ein. Die traditionellen Formen der Evaluation von Therapiemaßnahmen  folgen noch primär den Zielen einer angewandten Grundlagenforschung und der Überprüfung von Hypothesen und Theorien zur Ätiologie, Pathogenese und Therapie von Krankheiten; sie sind damit in erster Linie erkenntnisorientiert. Die seit einigen Jahren auch in der Medizin eingeführten Kosten-Nutzen-Analysen sind dagegen entscheidungsorientiert und folgen vornehmlich pragmatischen Zielsetzungen. Dabei geht es darum, den Kostenträgern im Gesundheitswesen rationale Entscheidungsgrundlagen zur Steuerung und Finanzierung von Gesundheitsleistungen zu liefern.

Wenn man heute einen ausgesprochenen Mangel an Kosten-Nutzen-Studien in der Krankenversorgung konstatieren muß, ist dies letztlich auch das Ergebnis der Dominanz erkenntnis- und theorieorientierter Forschung in den Universitäten. Dabei werden wir angesichts der aktuellen Kostenentwicklungen im Gesundheitssystem eine qualifizierte Gesundheitsversorgung nur dann aufrechterhalten können, wenn das Kosten-Nutzen-Denken sich bis in die kleinsten und individuellsten Entscheidungsprozesse hinein entwickelt hat.

Kein Patient - gleichwohl ob er unter einer körperlichen oder psychischen Erkrankung leidet - muß in Deutschland über längere Zeit ohne Behandlung bleiben. Insbesondere die hohe ärztliche Versorgungsdichte garantiert eine rasche Versorgung ohne große Wartezeiten. Diese Vollversorgung ist verbunden mit einer gleichzeitigen Fehlversorgung von Patienten, die für den eigenen Gesundungsprozess lernen müssen, eigene Verhaltensmuster, Einstellungen und kritische soziale Situationen zu verändern, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und die medizinischen Ressourcen nur noch punktuell bei gezieltem Bedarf in Anspruch zu nehmen.

Es ist unter Zusammenführung der verschiedenen Interessen gelungen, die DAK als eine der führenden und innovativen Krankenkassen und qualifizierte medizinische Rehabilitationseinrichtungen zu gemeinsamen Fragestellungen und gemeinsamen Forschungsbemühungen zusammenzuführen.

In diesem Projektbericht werden die ersten Ergebnisse einer sozialmedizinisch angelegter Evaluationsstudie vorgestellt.  Ein solches Bemühen lohnt sich - und dies in einem doppelten Sinne: Neben der sozialmedizinischen Prognose des Einzelfalles werden die Ergebnisse auch die volkswirtschaftliche Bedeutung der medizinischen Rehabilitation und der stationären Verhaltenstherapie von psychosomatischen Erkrankungen belegen.

II. Zielsetzungen verhaltensmedizinischer Behandlung in der Klinik

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III. Kooperation zwischen Sozialleistungsträgern, qualifizierten Kliniken und angewandten Forschungsansätzen

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IV. Die klinische Untersuchungsstichprobe

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V. Sozialmedizinische Eckdaten der untersuchten Patienten im Vorfeld der stationären Behandlung

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VI. Behandlungsdiagnosen in der psychosomatischen Klinik

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VII. Stichprobenentwicklung zwischen Aufnahme, Entlassung und Katamnese

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VIII. Ergebnisqualität der unmittelbaren Behandlungseffekte und der Langzeitveränderungen

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IX. Veränderungen im Ressourcenverbrauch

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X. Veränderungen der Krankheitskosten

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XI. Kosten-Nutzen-Aspekte

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